Mein Pferd hat Rehe

Erste Fragen vom Reheneuling
nadiine_089
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Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

ich möchte gerne den bisherigen Verlauf meiner 25-jährigen Oldenburger Warmblut-Stute teilen, um mir im Forum eine zweite Meinung und Tipps einzuholen.

Für mich ist die Situation mehr als neu und absolut überfordernd.

Gerade, weil ich hier derzeit 2 Tierärzte habe, die gerade unterschiedlicher Meinung sind. Ich werde versuchen mich kurz zu halten - aber alle Infos unter zu bekommen :)

 

Vorgeschichte

Stute, 25 Jahre, ca. 500 kg.

Vor einigen Jahren (mittlerweile 5 ) begann alles mit einer Saumbandverletzung, daraus entwickelte sich eine chronische Infektion mit Staphylococcus aureus.

Später wurde zusätzlich Streptococcus equi subsp. zooepidemicus nachgewiesen.

 

Bisherige Behandlung der Infektion von sämtlichen Tierärzten war u.a. mehrere lange Antibiotikatherapien (u. a. Sulfa-Trimethoprim, Lanflox) → führten zu zeitweiligen Verbesserungen, nach Absetzen aber Rückfälle.

Lokale Therapien: Diprogenta + Hamamelis + Furacin als Salbenmischung (entzündungshemmend, antibakteriell) und eigentlich ALLES, was man auf dem Markt noch so bekommt - von selbst angemischten Salben über Eigenblut Therapie usw.

 

Hier hatten wir enorm viele Rückschläge, da immer wieder Biofilm-Krusten entstanden.

 

Aktueller Stand: Probe wurde eingeschickt → aktuell wird ein Autovakzin (individueller Impfstoff) erstellt.

(Zusendung soll am 10.09.2025 erfolgen) dies erfolgt mit Tierärztin A (Gute Freundin meiner sehr geschätzten Osteopathin, aber leider zu weit weg um immer für jede Behandlung vor Ort sein zu können) ABER sie kennt mein Pferd sehr gut.

 

Wendepunkt – Medikamentenrehe

Während einer Behandlung mit Dexamethason (aufgrund der Bakteriellen Infektion) kam es am 20.08.2025 zu einem akuten Reheschub.

Hier kam dann im Notdienst Tierärztin B ins Spiel

Symptome: starke Lahmheit, Steifheit, Polsterzwang, Wendeschmerz, Apathisch.

 

keine Pulsation am Fesselkopf (Röhrbein am Infizierten Bein schon) keine unnormal warmen Hufe, kein Druckschmerz beim Zangentest.

Füße heben war aber kaum machbar.

 

Schmerzmittel: Cronyxin und Suspirin (2x tägl. 1 gramm) sowie Polsterverbände und Keile unter die Hufe

 

Magenprotektion: Sucrabest (haben wir schon, seit der neuen AB Gabe Ende Juli im Plan)

 

Röntgenbefund (Eine Woche später, am 28.08.2025) Tierärztin B

Röntgenbilder wurden erstellt → Ergebnis: Rotation unter 5°, keine deutliche Absenkung,

Somit lt. Tierarzt B - alles ok.

 

Der Schmied war ebenfalls vor Ort und somit gab es Eisen mit Lederplatte und Silikonfüllung zur zusätzlichen Unterstützung.

 

Zudem machten wir an dem besagten Tag noch eine Blutuntersuchung (ACTH-Profil)

 

ACTH am 29.08. = 16,0 pmol/l (Grenze im August < 16,5).

 

Somit bekam ich folgenden Therapieansatz an die Hand:  0,5 Prascend ab sofort für 14 Tage -  und das Schmerzmittel absetzen. Lt. TA müsste die Stute nach 10 Tagen wesentlich besser laufen - dies stimme sie unruhig. In 14 Tagen nochmal ACTH und RöBis machen.

 

Natürlich habe ich dies mit Tierärztin A besprochen, die gesagt hatte, dass ich auf keinen Fall bei diesem Wert anfangen soll ihr Prascend zu geben. Zumal auch alle anderen Werte im Profil zum Glück SUPER waren.

Sie hat mir zudem geraten, dass Schmerzmittel nicht abzusetzen, sondern sehr langsam und sehr kleinschrittig (sogar über Wochen) ausschleichen zu lassen.

 

Somit stehe ich gerade zwischen zwei Einschätzungen und würde vom Bauchgefühl her NICHT Prascend geben und habe es gestern auch nicht.

 

Meine Stute hat zu dem Bein noch die Baustelle alte / glatte Zähne.

Die Weide im Offenstall ist für sie einfach auch ein großer Teil der Lebensqualität. Derzeit lasse ich sie ca 2 Stunden täglich raus.

Eine Fressbremse wie TA B gesagt hat, kommt nicht in Frage.

Sollte sie einen weiteren Reheschub bekommen oder auch wirklich so gefährdet sein, dass ihr der Weidegang verwehrt wird, macht das alles keinen Sinn mehr. Denn dann ist sie nicht mehr Glücklich.

 

ich wünsche mir aber noch eine wunderschöne Rente, denn das hat sie nach all dem Kämpfen verdient.

Ich setze so viel Hoffnung in diesen Impfstoff - und eine Besserung.

 

ich hoffe, man konnte soweit alles nachvollziehen , Ich freue mich über eure Erfahrungen

 

Danke fürs Lesen!
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eff-eins
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Hallo und herzlich Willkommen im Forum :hallo:

Dann geht die TÄ vermutlich davon aus das es sich um ein s.g. iatrogenes Cushing handelt das eben nicht durch eine Krankheit des Körpers sondern durch die Gabe vom Kortison aufgetreten ist und hat deshalb das Prascend verordnet.

Das hilft in dem Fall aber nicht weil ja kein hormonelles Problem mit daraus resultierendem ACTH Überschuss vorliegt sondern quasi eine " Vergiftung " .
Prascend ist nicht befähigt das Kortison schneller abzubauen oder gar zu neutralisieren.

Ihr habt ein EMS/ ECS Profil gemacht oder nur ACTH?
Wenn das Profil gemacht wurde wüßte ich gerne die anderen Werte.

Liegt eine Insulinresistenz oder Dysregulstion vor ist Weidegang keine Option es sei denn du möchtest ihr noch eine schöne Zeit mit Lebensfreude geben statt ihr Leben in Unzufriedenheit zu verlängern.
Wobei ein Pferd auch in Paddock und somit oft artgerechter Haltung nicht unglücklich ist.

Das ist ab einem gewissen Alter nämlich immer eine berechtigte Frage die jeder mit sich selbst klären muss, keinen Rat von außen zulässt.
LG Kathi
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nadiine_089
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich habe hier nun die Röntgenbilder und das gesamte Profil mit ACTH angehangen.

Hoffe es funktioniert :)

Das stimmt. Grundsätzlich sind Paddockpferde sicherlich nicht unglücklich.
Aber hier spielen bei der Dame viele viele andere Faktoren eine Rolle, sodass ich ihr das nicht antun möchte.

Insgeheim hoffe ich natürlich, dass alles bald wieder "gut" ist - und ich mich mit diesen Gedanken erstmal nicht mehr beschäftigen muss.

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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Dein Pferd ist mit einem Quotienten aus Glukose und Insulin von 6.9 leider kompensiert Insulinresistent.

Komplett IR ist bis 4,5
Kompensiert IR ist 4,5 - 10
Gesundwerte siedeln sich ab/ über 20 an.

Darunter kann ich persönlich von, selbst zeitlich limitierten Weidegang, nur abraten.

Die Hufe zeigen eine unpassende Hufzubereitung zur Hufbeinlage. Das Hufbein hat definitiv eine deutliche Lageveränderung erfahren.
Das sollte mit Hufzubereitung nach RöBis und passender Unterstützung am Huf ( z.B. Bekleb, Polster, Hufschuh mit Einlage usw.) optimiert werden um ihr wieder einen gewissen Komfort zu geben.
LG Kathi
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nadiine_089
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Puh, ok!
Das nimmt mich gerade etwas mit. Ich hatte von der Tierärztin genau das Gegenteil gehört.
auch die Röntgenbilder sind lt. Aussage beider Tierärzte TOP...

Die Zehe wurden an dem Tag gekürzt und wie schon geschrieben eine Lederplatte mit Silikonpolster unters Eisen gemacht.
Und die Aufnahmen waren ca 5 Wochen nach dem letzten Beschlag gemacht. Durch die Infektion ist der Huf wahnsinnig am schieben. Man kann zusehen...

Kann daher der Vorschlag Prascend gekommen sein?
Würde dies überhaupt noch was ändern?

Da muss ich mir dann wohl genau nun überlegen, wie und ob ich weiter verfahre.
Wobei eine Entscheidung dann auch eigentlich schon gefallen ist, wenn ich sie jetzt nicht mehr auf die Beine bekomme.
Und auch wenn es meinerseits sehr hart klingt - es zerreißt mich!
nadiine_089
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Hier noch einmal die Bilder aus Mai 2025
'Relativ zeitnah, nach der Hufbearbeitung

Jetzt im August waren die Hufe nach 5 Wochen bereits extrem lang geworden, nachdem wir mit den ganzen Medikamenten angefangen haben

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eff-eins
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Ich sehe keinerlei Veranlassung aktuell Prascend einzusetzen, für was auch?

Das ACTH alleine betrachtet ist nicht beweisführend für ein PPID und den Kortisonschade kann man dadurch auch nicht revidieren.

Meiner bescheidenen Meinung nach hat eine s.g. Abrotation stattgefunden.
Das heißt dass das Hufbein sowohl rotiert als auch abgesunken ist.
Das ist nicht zuletzt an der verringerten Sohlendicke erkennbar sowie der weitgehenden Parallelität vom Hufbein zur Hornkapsel die aber sehr breit ist (Rehestrecke).

Dadurch entsteht schnell aber fälschlicherweise Weise der Eindruck das es keine Lageveränderung gegeben hat und lediglich die Zehe zu lang ist.
Das sich die Hufbeinlage verändert hat zeigt auch due Hornkapsel die im vorderen Wandbereich auf dem RöBi gut zu erkennen deutliche Rillen zeigt.

Die letzten RöBis sind ja direkt beim Auftreten des Reheschubes gemacht worden und zeigten die Auffälligkeiten aus der Vergangenheit.
Den durch die Rehe entstandenen Schaden wird man aber erst später im Kontrollröntgen feststellen können.
Auf welchem Huf hatte sie die Saumbandverletzung, ich schätze vorne rechts?
Das könnte natürlich auch die Rillen in der Hornkapsel erklären.
Alles andere meiner Aussagen blieben davon allerdings unberührt.


Diese Ansicht ist meine ganz persönliche und erhebt nicht den Anspruch auf Richtig und Vollständigkeit.
Ich habe mich darum eben mit dem Rötgenbefund an einen ausgewiesenen Rehehuffachmann gewandt und meine Meinung hinterfragt.
Sobald ich eine Rückmeldung erhalten habe werde ich dich das wissen lassen.
LG Kathi
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Hallo Kathi,

danke für deine Mühe und deine Antwort.
Ich bin sehr auf das Feedback gespannt, was du bekommst.

Ich werde dann nun erstmal Ruhe bewahren - kein Prascend füttern und noch ein wenig Durchhalten.
Aufgrund der Aussage der einen Tierärztin (Prascend, keine Schmerzmittel) habe ich für mich mich der Meinung der anderen Tierärztin angeschlossen.

Ich füttere kein Prascend, gebe weiterhin Schmerzmittel, welches wir sehr sehr langsam ausschleichen - und das Suspirin.

Meine Stute bekommt seit Jahren immer wieder Medikamente, und das auch nicht wenig.
Geschuldet durch die Infektion am Bein. Die Rillen und furchen wurden immer ein wenig darauf abgewälzt - auch von Hufbearbeitern, die wir davor hatten.
Die Aussage war immer "Man sieht, was da im Bein los ist - man sieht die Bakterielle Entzündung im Huf"
Ihr Gangbild war lange Zeit schon echt grottig dadurch. Natürlich war es am Tax X (vor 2,5 Wochen) so schlimm, dass sie mir nur noch entgegen gehumpelt kam und wir den Reheschub diagnostiziert bekommen haben.

Und ja, die Entzündung ist vorne Rechts. Dort hat sie auch seit "Jahren" einen Verband / Fliegengamaschen ect um
Man sah auf den Bildern auch teilweise das vernarbte Gewebe.

Kommende Woche kommt der selbst hergestellte und entwickelte Impfstoff, indem ich sehr viel Hoffnung lege.
Ich erhoffe mir, dass wir dadurch dieses Bein, was voller Krusten / Sekret und heiß geschwollen ist, endlich in den Griff bekommen.

Bezüglich der Rehe habe ich nur noch mehr Fragezeichen im Kopf. Verschiedene Aussagen - von über "Sie müsste nach 10 Tagen besser laufen" bis hin zu "das kann Monat dauern"

Sie läuft mal gut, mal schlecht! Aber ich finde, sie rollt nun mehr ab als die Tage zuvor.

Ihr ganzer Körper ist ja eine einzige Baustelle derzeit (Schief usw) aber wir müssen nun eins nach dem anderen machen.

Um wieder vollständige Lebensqualität zu schaffen - das hat sie süße Oma verdient :)
Zuletzt geändert von nadiine_089 am 05.09.2025, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Die Aussage es könne Monate dauern ist korrekt.
Ein Huf muss einmal gesund in Anbindung herunter gewachsen sein bis er als saniert anzusehen ist.
Wobei er immer ein besonderes Augenmerk braucht.

Ruhe bewahren ist ein guter Plan!!!!! :2daumenhoch:
LG Kathi
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Ich habe nochmal den anderen Beitrag ergänzt.
Es ist vorne Rechts, wo die Entzündung ist - genau.

Ewig und immer Verband, Fliegengamaschen, iwie ist es immer eingepackt.
zudem ist es heiß, geschwollen und pulsiert überall.

Die Hufe an sich waren nicht heiß, keine Pulsation sonst zu finden (tu mich damit aber auch schwer)

Ich fürchte, in der Situation gerade spielen ganz ganz viele andere Faktoren noch bei uns mit.
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Ist eine Madentherapie mal überlegt worden?
Wenn die Entzündung nicht sehr tief in innere Strukturen vorgedrungen ist ist das " biologische Messer" durchaus erfolgreich.
Ich kenne und schätze es aus der Humanmedizin bei z.B. Dekubitus.
LG Kathi
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Madentherapie? Nein. Das stand noch nie zur Auswahl. Höre ich auch gerade zum ersten Mal. Bei den Bildern aus Mai sieht man auch das veränderte Gewebe. Da war das Bein auch maximal verkrustet. Derzeit unter Antibiotika relativ stabil....
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Die spezielle, sterile Fliegenlarven-Therapie (meist Lucilia sericata) wird in der Human- und Veterinärmedizin zur Wundreinigung eingesetzt.

Der Gedanke daran und auch der Einsatz wirkt zunächst etwas befremdlich weil man Madenbefall immer mit Verderb oder Tod in Verbindung bringt.

Das ist aber gerade das Besondere denn die Maden gehen nur an abgestorbenes, nekrotisches Gewebe was bei herkömmlicher Chirurgie nicht umsetzbar ist sondern größere Gewebeschäden verursacht.

Diese Maden produzieren zudem Sekrete mit antibakteriellen Eigenschaften (u.a. auch gegen Staphylococcus aureus :( ).
Es wird die Wundheilung durch die Stimulation des Granulationsgewebes gefördert.
Das ist anders oft schwierig da der Bereich der bei deiner Stute verletzt wurde eh relativ schlecht durchblutet ist.

Jetzt erhält sie ein AB schreibst du, ist es auf Grund eines vorangegangenen Antibiogramm ausgewählt worden?
Das macht immer Sinn um in Erfahrung zu bringen welches wirkt und welches nicht. Zudem vermeidet man suf die Art Resistenzen.
LG Kathi
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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von nadiine_089 »

Das klingt ja Interessant mit den Maden. Das merke ich mir definitiv nochmal.
Wie gesagt, über Eigenbluttherapie und sämtliche Salben, die unsere Heilpraktikerin versucht hat, blieb alles Erfolgslos.

Die erste AB Kur war letztes Jahr im Juni! 6 ganze Wochen. Alles wurde besser und es wuchsen wieder Haare.
Dann der Rückfall. Nur versucht äußerlich alles zu bändigen. Keine Chance. Dann im Januar diesen Jahres wieder ein Antibiogramm und eine BU / Pathologische Untersuchung. Wieder 6 Wochen AB (Sulfa) und die erste Cortison Behandlung. (Intravenös) und kurzfristig über ich meine Equipred. Als Salbe dann Dermamycin.

Es wurde wieder besser... es wurde wieder schlechter.

Die letzte BU erfolgte von mir privat aus (mir konnte ja sonst keiner gefühlt mehr helfen, ich hatte viele Menschen schon am Pferd) und das Labor rat mir zu einem Autovakazinen Impfstoff.
Da ein kurzer Dank an alle Tierärzte innerlich, die sehr gut an uns verdient haben... ich hörte da das erste mal etwas davon.

Das Bein war jetzt dann Mitte Ende Juli am absolut schlimmsten. Die Haut tat so weh, dass sie kaum noch laufen wollte.
Somit bekamen wir Lanflox - 2x 20 ml täglich.
Und Dexamethason... die erste Woche 2x2 und dann runter auf 2x1 Tablette
inkl. einer 3er Salbenkombination aus der Humanmedizin

Das Bein war innerhalb von 3 Tagen dünn - nicht mehr Heiß und die Krusten fielen so ab, mit neuer rosa Haut drunter.

Und dann kam die Rehe ....

Ich lasse und habe bisher wirklich NICHTS unversucht gelassen.
Aber ich erzähle jetzt auch nicht die ganze Drama Geschichte mit ihren Zähnen...was auch noch dazu kommt.

Daher auch meine gestrige Aussage, dass KEINE WEIDE für meine Stute wirkich keinerlei Lebensqualität hat.
Und das werde ich ihr egal wie weh es tut ersparen.

Aber jetzt erstmal alle Unterlagen die ich habe - und weiter kämpfen :)


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Re: Mein Pferd hat Rehe

Beitrag von eff-eins »

Ich schicke dir eine PN, schau mal in deine Nachrichten.
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