Für mich ist die Situation mehr als neu und absolut überfordernd.
Gerade, weil ich hier derzeit 2 Tierärzte habe, die gerade unterschiedlicher Meinung sind. Ich werde versuchen mich kurz zu halten - aber alle Infos unter zu bekommen
Vorgeschichte
Stute, 25 Jahre, ca. 500 kg.
Vor einigen Jahren (mittlerweile 5 ) begann alles mit einer Saumbandverletzung, daraus entwickelte sich eine chronische Infektion mit Staphylococcus aureus.
Später wurde zusätzlich Streptococcus equi subsp. zooepidemicus nachgewiesen.
Bisherige Behandlung der Infektion von sämtlichen Tierärzten war u.a. mehrere lange Antibiotikatherapien (u. a. Sulfa-Trimethoprim, Lanflox) → führten zu zeitweiligen Verbesserungen, nach Absetzen aber Rückfälle.
Lokale Therapien: Diprogenta + Hamamelis + Furacin als Salbenmischung (entzündungshemmend, antibakteriell) und eigentlich ALLES, was man auf dem Markt noch so bekommt - von selbst angemischten Salben über Eigenblut Therapie usw.
Hier hatten wir enorm viele Rückschläge, da immer wieder Biofilm-Krusten entstanden.
Aktueller Stand: Probe wurde eingeschickt → aktuell wird ein Autovakzin (individueller Impfstoff) erstellt.
(Zusendung soll am 10.09.2025 erfolgen) dies erfolgt mit Tierärztin A (Gute Freundin meiner sehr geschätzten Osteopathin, aber leider zu weit weg um immer für jede Behandlung vor Ort sein zu können) ABER sie kennt mein Pferd sehr gut.
Wendepunkt – Medikamentenrehe
Während einer Behandlung mit Dexamethason (aufgrund der Bakteriellen Infektion) kam es am 20.08.2025 zu einem akuten Reheschub.
Hier kam dann im Notdienst Tierärztin B ins Spiel
Symptome: starke Lahmheit, Steifheit, Polsterzwang, Wendeschmerz, Apathisch.
keine Pulsation am Fesselkopf (Röhrbein am Infizierten Bein schon) keine unnormal warmen Hufe, kein Druckschmerz beim Zangentest.
Füße heben war aber kaum machbar.
Schmerzmittel: Cronyxin und Suspirin (2x tägl. 1 gramm) sowie Polsterverbände und Keile unter die Hufe
Magenprotektion: Sucrabest (haben wir schon, seit der neuen AB Gabe Ende Juli im Plan)
Röntgenbefund (Eine Woche später, am 28.08.2025) Tierärztin B
Röntgenbilder wurden erstellt → Ergebnis: Rotation unter 5°, keine deutliche Absenkung,
Somit lt. Tierarzt B - alles ok.
Der Schmied war ebenfalls vor Ort und somit gab es Eisen mit Lederplatte und Silikonfüllung zur zusätzlichen Unterstützung.
Zudem machten wir an dem besagten Tag noch eine Blutuntersuchung (ACTH-Profil)
ACTH am 29.08. = 16,0 pmol/l (Grenze im August < 16,5).
Somit bekam ich folgenden Therapieansatz an die Hand: 0,5 Prascend ab sofort für 14 Tage - und das Schmerzmittel absetzen. Lt. TA müsste die Stute nach 10 Tagen wesentlich besser laufen - dies stimme sie unruhig. In 14 Tagen nochmal ACTH und RöBis machen.
Natürlich habe ich dies mit Tierärztin A besprochen, die gesagt hatte, dass ich auf keinen Fall bei diesem Wert anfangen soll ihr Prascend zu geben. Zumal auch alle anderen Werte im Profil zum Glück SUPER waren.
Sie hat mir zudem geraten, dass Schmerzmittel nicht abzusetzen, sondern sehr langsam und sehr kleinschrittig (sogar über Wochen) ausschleichen zu lassen.
Somit stehe ich gerade zwischen zwei Einschätzungen und würde vom Bauchgefühl her NICHT Prascend geben und habe es gestern auch nicht.
Meine Stute hat zu dem Bein noch die Baustelle alte / glatte Zähne.
Die Weide im Offenstall ist für sie einfach auch ein großer Teil der Lebensqualität. Derzeit lasse ich sie ca 2 Stunden täglich raus.
Eine Fressbremse wie TA B gesagt hat, kommt nicht in Frage.
Sollte sie einen weiteren Reheschub bekommen oder auch wirklich so gefährdet sein, dass ihr der Weidegang verwehrt wird, macht das alles keinen Sinn mehr. Denn dann ist sie nicht mehr Glücklich.
ich wünsche mir aber noch eine wunderschöne Rente, denn das hat sie nach all dem Kämpfen verdient.
Ich setze so viel Hoffnung in diesen Impfstoff - und eine Besserung.
ich hoffe, man konnte soweit alles nachvollziehen , Ich freue mich über eure Erfahrungen
Danke fürs Lesen!













