Hi Gordo,
Das finde ich interessant. Hattest Du das Allergo vital denn in der für das Gewicht vollen Dosierung gegeben? Nach dem was Du schreibst, würde das ja dann bedeuten, dass nach ca. 3-4 Tagen die Lücken aufgefüllt sind und Mauna wegen Überversorgung anfängt ihre Haufen zu fressen. Prinzipiell wäre dann doch eine geringer dosierte und/oder kurweise Mifu-Gabe passend. Aber wenn Du gut über den Gehalt Deines Heus Bescheid weißt und über die vorliegenden Mängel in der Versorgung, finde ich eine gezielte Gabe einen guten Ansatz. Du wirst ja an Maunas Reaktion sehen, ob das in die richtige Richtung geht. Hast Du noch eine Kontrolle geplant?
Schwierig finde ich, wenn Pferde vorsorglich und ohne Kenntnis Zusätze erhalten und die Besitzer eigentlich keine Ahnung haben, welcher Bedarf vorliegt.
Ich dosiere MF grundsätzlich eher niedriger als angegeben und würde es eher so sehen, dass von einigen Mineralstoffen sowieso über das Heu zuviel da ist und wenn das dann auch noch ergänzt wird über ein Kombi-Mineralfutter, wird der Überschuss massiv. Die Lücken bleiben trotzdem Lücken weil ja nicht genug im MF ist um sie zu füllen. Das macht den Gesamtzustand diesbezüglich nicht besser. Eventuell behindert das Zuviel vom einen auch die Aufnahme vom anderen?! Und was mit ihrem kranken Darm überhaupt im Körper ankommt ist noch eine weitere offene Frage....
Da mir klar geworden ist dass ich diesen Zustand eigentlich schon seit Jahren habe (bedingt durch unser Heu was schon seit Jahren dieses Ungleichgewicht hat und sie halt nur von Heu lebt, Auswaschungsverluste kommen zusätzlich noch dazu) habe ich mich entschieden die Defizite mt Einzel-Ergänzung anzugehen.
DIe nächste Heuananalyse steht an, dann sehe ich ja wie sich das verhält und ich kann überlegen / rechnen wie ich weiter mache. Und dann muss ich beobachten und schauen wie sich das entwickelt.
Irgendwie hab ich jetzt nach der Diagnose auch schon überlegt ob solche Zahnwurzelauflösung auch mit Mineralstoffdefiziten zusammen hängen kann. Unser Heu hat ja zB ein viel zu weiters Ca:Ph Verhältnis.
Das ist ein Kelch, von dem ich jedem Pferd wünsche, dass er an ihm vorbei geht. Aber mit einer regelmäßigen Kontrolle des Zahnzustandes und bei Bedarf zügiger Handlung und einem genauen Blick von Dir, wie sie frisst etc., kommt man auch damit klar. Das Gute an den sich auflösenden Wurzeln ist, dass die Zahnextraktion nicht so aufwändig ist. Meinem Pummel mussten bisher 11 Zähne entfernt werden und alle konnten am Stall unter Sedierung gezogen werden. Manchmal mussten noch abgebrochene und nachgeschobene Wurzelreste raus. Wichtig bei uns war/ist, lockere Zähne nicht möglichst lange zu halten, da ein sich lösender Zahn im Maul sehr schmerzhaft und störend werden kann. Das Schlechte daran ist, dass mit jedem verlorenen Zahn sich die nächsten eventuell schneller lockern, weil Gegenspieler/Stützen fehlen. Deswegen ist es auch wichtig, die Schneidezähne aus der Last zu nehmen und die Reibung der Kauflächen zu prüfen. Hast Du einen zahnkundigen TA?
Die TÄ hat gemeint im Moment ist noch kein Handlungsbedarf, die Zähne sind alle noch fest. Aber gut schon mal Bilder zu haben für die Verlaufsüberwachung. Da bleibe ich auf jeden Fall dran. Ich hab aktuell normale TÄ, die Zahnspezialisten kommen ja immer nur für mindestens x Pferde und ich hab halt nur 2. Das ist schwierig. Früher hab ich immer Zahn-TA gehabt, aber wie es halt so geht. Die, die jetzt da war, schien sich zumindest ganz vernünftig auszukennen.