Die Kriebelmücke

Gedankenaustausch und Tipps zum Sommerekzem!
Antworten
Benutzeravatar
Eddi
Globalmoderator
Beiträge: 25617
Registriert: 17.05.2006, 00:00
Wohnort: Bünde

Die Kriebelmücke

Beitrag von Eddi »

Kriebelmücken-Befall (Simuliotoxikose)


Inhaltsverzeichnis
1 Ursache
2 Symptome und Diagnose
3 Therapie und Prophylaxe



Ursache
In Europa sind über zehn Arten der Kriebelmücke (Simulidae) bei Pferden festgestellt worden. Sie leben bevorzugt in Feuchtgebieten und an Flussniederungen, sind 1,5 - 4 mm lang und haben ein stechendes Mundwerkzeug. Die Kriebelmücke entwickelt sich über sechs Larvenstadien im Wasser. Die Eiablage erfolgt auf Pflanzenteile über der Wasseroberfläche.

Hauptschwärmzeit der Kriebelmücke ist zwischen Mitte April und Anfang Juni. Die weibliche Kriebelmücke braucht eine Blutmahlzeit für die Eiproduktion, beim Einstich wird ein Toxin (Gift) eingeimpft. Dieses Speicheltoxin ist für die Ausbildung der u.g. Symptome (Simuliotoxikose) verantwortlich.

Ein Mückenschwarm lässt die weidenden Pferde unruhig werden, sie wälzen sich, suchen Schutz in Stallungen und können in großen Panikattacken auch durchgehen.

>>> nach oben



Symptome und Diagnose
Die Kriebelmücken sind hauptsächlich in der Morgen- und Abenddämmerung meist in Massen an den befallenen Tieren zu finden. Bevorzugte Stichstellen der Kriebelmücken sind Schenkelinnenflächen, Euter, Hodensack sowie die Umgebung von Maul, Nase und After. Aus den nadelstichartigen Blutungen entstehen kleine Knötchen. Bei starkem Kriebelmücken-Befall können Allgemeinstörungen mit Fieber, Mattigkeit, Schwanken, Pulsbeschleunigung und -schwäche sowie hohe Atemfrequenz auftreten. In Extremfällen kann das Tier innerhalb weniger Stunden verenden.

Die Simuliotoxikose ist häufig Ursache des Sommerekzems der Pferde.

>>> nach oben



Therapie und Prophylaxe
Im Frühjahr sind die Krankheitsanzeichen sehr ausgeprägt, weil zu dieser Zeit die Weidetiere noch nicht ausreichend gegen das Kriebelmücken-Toxin immun sind. In den fortschreitenden Sommermonaten wird dann in der Regel eine Immunität aufgebaut. Aus diesem Grund ist ein Weideauftrieb vor der Hauptschwärmzeit der Kriebelmücken empfehlenswert, da es dann durch den Stich von bereits vereinzelt vorhandenen Kriebelmücken zur Immunisierung kommt. Eine Schutzhütte bei Weiden, die an Feuchtgebieten angrenzen, ist für die Tiere dringend zu empfehlen. Am sichersten kann man sie vor der Kriebelmücke schützen, indem man sie nur nachts oder an regnerischen Tagen auf die Weide lässt. Die Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln (wie z. B. Tiroler Steinöl Hausschmiere oder pflanzlichen Duftölen) am Tier ist zu empfehlen.
Quelle: Tierklinik Friedrichsdorf http://www.mietz-und-meise.de/seiten/ha ... uecken.php
sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
----->zum Hufrehe-ECS-EMS ABC
Bitte erstellt bei Cushingpferden einen ACTH sowie IR Verlauf als extra Thema mit Laborergebnissen (wenn vorhanden), der aktuellen Fütterung unter denen die Werte ermittelt wurden und aktualisiert diesen immer damit man darauf jederzeit Zugriff hat, Fragen gezielt beantworten und wertvolle Zeit für den Patienten wegen Rückfragen einsparen kann. Bild

Hufrehe
ECS Datenblatt
ECS Tagebuch Sputnik †12.12.2008

ECS Tagebuch Püppe
Diskussion Püppe

Bild
Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain).
GabyBeetsy
Beiträge: 4083
Registriert: 11.07.2010, 20:22

Re: Die Kriebelmücke

Beitrag von GabyBeetsy »

Habe mir mal die Geschichte mit dem Tiroler Steinöl angesehen. Ich werde es dieses Jahr ausprobieren. Es soll zwar stinken wie Hulle und man sollte Handschuhe tragen wegen des Gestanks.... aber die Kriebelmücken hassen es wie die Pest (die Bremsen übrigens auch).

Hier der Link des Originals.

Liebe Grüße
Gaby
Antworten

Zurück zu „Das Sommerekzem“