Hufrehe ECS EMS Borreliose

Unabhängiges Hufrehe Forum um die Pferdekrankheiten Hufrehe, Metabolisches Syndrom, Cushing Syndrom, Borreliose und weiteren Erkrankungen vom Pferd, Pony, Esel und Muli
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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 13:04 
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Registriert: 03.11.2014, 10:30
Beiträge: 3
Wohnort: Bocholt
Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier im Forum und wollte mich erstmal vorstellen :)
Ich habe vor 2 Jahren zusammen mit meinem Freund einen kleinen Hof gepachtet, auf dem wir seitdem mit 3-5 Pferden, 3 Hunden, 1 Katze und diversen Hühnern leben.
Die Weidefläche umfasst ca. 1 Hektar + Reitplatz und Winterpaddock.
Die Pferde stehen den ganzen Tag draußen, im Sommer auf der Wiese (wenn das Wetter es zulässt auch nachts) und im Winter auf einem Paddock. Nachts gehts dann in die Box.
Ich bin gelernte Pferdewirtin (Zucht und Haltung), habe aber nochmal eine Ausbildung angefangen zur Bürokauffrau. Jetzt betreibe ich den Stall also nebenberuflich und gebe abends und am Wochenende noch Reitunterricht (englisch).
Seit wir den "eigenen" Hof haben setzte ich mich nochmal intensiver mit dem Thema Pferdehaltung auseinander, und werkele eigentlich jede freie Minute an der Umsetzung meiner Ideen.
Seit 6 Monaten habe ich ein Pferd im Stall stehen das zunehmen gesundheitliche Probleme hat, weshalb ich auch auf dieses Forum aufmerksam geworden bin. Es ist kein Rehe- oder Cushingfall, aber ich hoffe das ihr mir trotzdem helfen könnt.

Daten und Fakten zum Pferd:
Geschlecht: Stute
Alter: 5 Jahre
Größe: 1,62
Rasse: KWPN
besonderes: hatte ein Fohlen in 2013
Haltung:
seit Mai 2014: Sommer 24h Weide,
seit September 14: tägl. Weidegang, nachts Box(Stroh)
Fütterung: ca. 3 kg Müsli (Cavalor Tradition) + Luzerne (ca. 500g) und 12kg Heu auf 2 Portionen verteilt
seit Mitte Oktober 2014: Umstellung auf Leinenstroh, nasses Heu (ca 15 Minuten unter Wasser)

Krankheitsverlauf:
Ankunft des Pferdes im Mai:
sehr schlechter Allgemeinzustand, husten, Pferd sehr dünn
Es wurde eine Blutprobe entnommen, die ergab dass das Pferd extremen Zink und Seelenmangel hat. Beides wurde dann in konzentrierter Form zugefüttert
Der Husten wurde mit Antibiotika und VentiPlus behandelt.
Nach ca. 4 Wochen begannen wir das Pferd anzureiten, was sich ziemlich schwierig gestaltete - Pferd sehr temperamentvoll. Daher Stallwechsel, Pferd ging in Profiberitt. Nach 4 Wochen bekamen wir die Stute angeritten wieder, Allgemeinzustand soweit gut - aber wieder husten!
TA kam, nochmal Antibiotika und Ventiplus. Nach 10 Tagen keine durchschlagende Verbesserung, TA gab Sputolysin. Auch das half nicht wirklich. Pferd hustete vor allem morgens ohne Ende, an manchen Tagen aber auch so gut wie garnicht. Zu keinem Zeitpunkt war Schleim oder Nasenausfluss zu sehen. Auffällig war aber auch, das sie nach dem reiten (leichte arbeit ca. 20 Minuten) ewig brauchte, um wieder auf eine normale Atemfrequenz zu kommen.
Also wurde am 16.10.14 eine Bronchoskopie, eine Blutgasanalyse und ein Allergietest durchgeführt. Die Bronchoskopie ergab, dass die Bronchen nicht verschleimt aber sehr stark geschwollen sind.
Die Blutgasanalyse ergab, dass das Pferd nur noch 70% Sauerstoff aus dem Blut ziehen kann (ich hoffe ich habe das so richtig verstanden).
Um das akute Problem in den Griff zu bekommen, bekamen wir 2 Dosen Equisolon und Ventipulmin Gel mit, die ich seit dem per Medikamentenplan gebe. Und natürlich Umstellung des Pferdes auf Leinstroh und nasses Heu.
Die Ergebnisse des Allergievortests kamen 2 Tage später. Allergie gegen Gräser, Pollen, Bäume. Der TA riet zum Differenzierungstest und zur anschließenden Desensibilisierung. Also Test angeordnet.
Den Differenzierungstest hat mir der TA per Mail zugesendet, ich kann ihn gern per Mail weitersenden, wenn das jmd. zur Analyse hilft.
Per Post kam dann aber von Laboklin noch ein "Allergiepass", darauf steht folgendes:

outd.: Gräser-Mix, Roggen, Beifuß, Löwenzahn, Ragweed, Raps, Sauerampfer, Wegerich, Weißer Gänsefuß, Buche, Haspel, Pappel, Weide

ind.: Aspergillus fumigatus, Cladosporium, Penicillium, Rhizopus, Acarus, Der. farinae, der. pteronyssinus, Glycophagus, Lepidoglyphus, Tyrophagus

ins.: Kriebelmücke, Stechmücke, Bremse, Stubenfliege, Gnitze

Nachuntersung bzw. erneute Bronchoskopie erfolgt dann nächste Woche. Aufgrund der Vielzahl an Allergien müsste eigentlich 2x Serum (für die Desensibilisierung) hergestellt werden. Dies ist allerdings auch doppelt so teuer. Die ganze Behandlung hat bis jetzt (! wir sind ja noch nicht am Ende) gut 1500€ (TA + Umstellung der Haltung) gekostet.
Daher wird jetzt erst mal ein Serum gegen die 8 schlimmsten Komponenten hergestellt.

So, das zur Krankheitsgeschichte. Kommen wir zu meinem eigentlich anliegen :)

Das Pferd ist ja nun offensichtlich Allergiker und meine Haltung offensichtlich eher suboptimal. Ich habe im Turnierstall gelernt und war bisher auch vorwiegend in solchen unterwegs, habe die Haltung nur wenig in Frage gestellt (eigentlich hat mich nur der extrem wenige Weidegang gestört, und den bekommen sie bei mir Zuhause ja).
Jetzt haben wir für die Stute eine Box in unsere Werkstatt gebaut, weil sie dort garnicht mehr mit Stroh in Berührung kommt (unser Strohlager ist der Dachboden über den Pferden). Seitdem hustet sie garnicht mehr. Nebendran haben wir noch eine Ponybox gebaut, weil sie extremen Stress hat und das fressen komplett einstellt sobald sie im Stall alleine ist (auf dem Reitplatz kein Problem).
Beide Pferde stehen jetzt auf Leinenstroh und bekommen nasses Heu. Auch auf dem Paddock stehen sie separat und bekommen dort nasses Heu aus einer Heuraufe.
Die Stute bekommen weiterhin Müsli, was ja aufgrund der Milbenallergie etc. eher schlecht ist. Was kann ich hier also alternativ füttern? Wenn man google anschmeißt wird man ja überschüttet mit Produkten, aber was ist wirklich gut? Und wo bekomme ich es her?
Die Stute soll ab Januar (so es die Werte denn zulassen) tuniermäßig eingesetzt werden, ich denke ganz ohne Kraftfutter werde ich da nicht auskommen, zumal sie sowieso eher zu dünn als zu dick ist.
Ich dachte zusätzlich zum Heu an Heucobs, was haltet ihr davon?
Gestern habe ich etwas über Effektive Mikroorganismen gelesen, die helfen sollen? Hat da jemand Erfahrung? Wie und wo könnte ich sie anwenden, und macht das überhaupt Sinn?

Habt ihr noch andere Vorschläge für mich, bezüglich Haltung, Einstreu und Umgang? Vllt hat ja auch selbst jmd. einen Allergiker und kann mir berichten? Hab ich eine komponente noch garnicht bedacht?
Ich wäre über jeden Tipp dankbar :)

Und es tut mir sehr leid das der Text so lang geworden ist :) ich hoffe ich habe eure Zeit nicht gestohlen!

Achso! Ein Heubedampfer wird gerade gebaut! Ab ca. Mittwoch bedampfe ich das Heu also!

....ich bin für jeden Tipp, Rat- oder Verbesserungsvorschlag dankbar.

Liebe Grüße,

Evita


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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 14:05 
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Hallo Evita,
ersteinmal ein Herzliches willkommen bei uns.

Ich selbst habe ein solches Problem-Pönnchen mit einer futtermittelallergie/Intoleranz als mein eigenes.
Allergien sind austestbar und bei der Vielfalt ist eine Desensibilisierung häufig von einem (Teil-)erfolg gekrön t.
Teilerfolg weil meistens zusätzlich eine Futtermittelintoleranz vorliegt.
diese hat dasselbe Erscheinungsbild wie eine Allergier, ist aber ausschließlich durch eine suchdiät aufzuschlüsseln.

Mein Pony verträgt z.B. überhaupt kein Getreide und ebenso keine Luzerne, die hat als Speicherkohlenhydrat auch Stärke.
Ebenso reagiert sie extrem (wird unkontrollierbar schreckhaft) auf jede Vitamin/Mineralkomponente extra im futter.

Um das herauszufinden sollte es Deinem Pferd aktuell gut gehen und dann kannst Du für ein paar Tage 1 einzelnes Futtermittel ausprobieren bzgl. einer Verträglichkeit.

Als einen Versuch wert wären dies:
unmelassierte Rübenschnitzel
Reiskleie
Muskelfit /Holzner
Leinkuchen/

Heucobs machen wenig Sinn für ein Pferd mit Zähnen, Heucobs sind halt "nur" geschreddertes Heu.

Allerdings hilft Heu wässern leider nicht bei allen Allergikern. Bei diesen Pferden bringt die Umstellung auf Heulage den gewünschten Erfolg.

Cortison ist selbstverständlich ein lebensrettendes Medikament, ist allerdings kein Dauerzustand.
Besser und sehr effektiv sind trotz gegenteiliger Meinung vieler TAs die Dosieraerosole aus dem Humanbereich.

Dies ersteinmal in Kürze
Eddi

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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 15:17 
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Beiträge: 9069
Hallo, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum :hallo:

Unser Wallach hatte alljährlich im Sommer eine zeitlich gleich ablaufende Folge von eitriger Augenentzündung, Husten und dann Kotwasser wehalb von einem allergischen Geschehen ausgegangen wurde, ein Allergietest wurde allerdings nicht gemacht.

Er bekam dann von der THP Galphimia glauca Globulis ( insbesondere lt. Literatur bei niedrigen Potenzen wie D6 und D12 mit herkömmlichen Antihistaminika vergleichbar) die seine Beschwerden, insbesondere der immer sehr quälende, trockene Husten auf ein Minimum senkten.
Ich möchte nicht das Mittel anregen als Überlegung, das ist speziell auf unseren Anton und seine Anamnese abgestimmt, sondern das Hinzuziehen eines erfahrenen Homöopathen.

Um die Lunge zu entlasten haben wir auf Späneeinstreu umgestellt der man weniger Belastung als Stroheinstreu nachsagt.

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LG Kathi
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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 16:59 
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Beiträge: 3
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Hallo zurück und vielen Dank für die nette Aufnahme und die kurzfristigen Antworten :)

@ Eddi:
Der Stute geht es im moment "gut", allerdings steht sie ja auch noch unter starker Medikation.
Sie hustet überhaupt nicht mehr. Beim reiten pumpt sie aber immernoch ewig nach. Das ist aber auch wirklich das einzige Merkmal, an dem man merkt das mit ihr etwas nicht in Ordnung ist. Sie hat "leider" einfach einen unglaublichen Kampfgeist und ist sehr hart im nehmen.
Aber unter Medikamenten kann ich ja nicht austesten, oder? Zumal ich ja einen Differenzierungstest habe machen lassen - ist der nicht ausreichend? (nicht falsch verstehen, ich hab einfach absolut null Ahnung).
Die Medikamentengabe wird - wenn ich den Arzt richtig verstanden habe- ja nahtlos übergehen. Wenn das Equisolon abgesetzt ist geht ja die Desensibilisierung los. Cortison soll nicht dauerhaft gegeben werden.
Geht aus diesem Allergieausweis hervor, das sie Zucker oder Stärke nicht verträgt? Oder ist das im Allgemeinen bei Allergikern so? Oder sollte man das grundsätzlich bei allen Pferden meiden? :weißnich:

Ich hatte an die Heucobs wegen der geringeren Anzahl Milben gedacht (habe zumindest gelesen, dass da weniger drin sind).
Heulage wäre auf jeden Fall auch eine Option, da hätte ich sogar eine Bezugsquelle. Kann man die auch bedampfen?

Fragen über Fragen ... :helpb:

@ Kathi

Die Sache mit dem Homöopathen ist ein guter Einwand. Ich muss mich mal schlau machen, wer da in meiner Umgebung zu empfehlen ist, auf dem Gebiet laufen ja doch viele Scharlatane herum.
Leider muss ich auch ein bisschen aufs Geld achten. Mal schauen was sich machen lässt.

Die Stute steht ja jetzt auf Leinstroh (auch als Flachs bekannt), was meines Wissens nach ähnlich staubarm und Allergikerfreundlich ist wie Späne. Ist aber etwas günstiger. Wenn das nicht stimmt lass ich mich gern vom Gegenteil überzeugen. Wie gesagt, bisher standen bei uns alle Pferde auf Stroh, ich habe da wenig Erfahrungswerte..

Mit EM hat noch keiner Erfahrungen gemacht?
Was haltet ihr vom inhalieren?


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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 17:10 
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Im Prinzip schon:
Zitat:
Gräser-Mix, Roggen, Beifuß, Löwenzahn, Ragweed, Raps, Sauerampfer, Wegerich, Weißer Gänsefuß, Buche, Haspel, Pappel, Weide
Gräser-Mix, Rogen.
Dabei handelt es sich um Süßgräser ähnlich wie alle anderen Getreidesorten im eigentlichen Sinne.
Erschwerdend in der Diagnose kommt dazu dass es eben Kreuzreaktionen und eben diese Intoleranzen welche du nur durch eine Ausschlußdiät feststellen kannst.

Bewährt haben sich nicht nur für den Übergnag die regelmäßige Anwendung von den Dosieraerosolen aus dem Humanbereich.
-->HIER
Es gibt da noch weiteres zu lesen.

LG Eddi

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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 17:22 
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Bei oralen Cortisongaben (ausser bei Inhalaten oder Salben usw.) ist immer die dadurch entstehende Disposition zum Cushing und/oder der Hufrehe im Blick zu haben weshalb es Risiko/Nutzenabwägend verabreicht werden sollte.

Von Inhalaten halte ich sehr viel und habe bei unserer Stute damit sehr gute Erfahrung machen können.

Stimmt, Scharlatane gibt es leider sehr viele auf dem Gebiet der Heilkunde aber auch der Futtermittelindustrie die sich in Werbeversprechen verliert die den Tieren eher schaden als helfen. Man darf heute wirklich nichts mehr unreflektiert an oder ins Pferd/Mensch lassen, zum Teil selbst wenn es ärztlich angeordnet ist finden sich Fehler die fatal enden können. :(
Drücke euch die Daumen für eine Therapie bzw. ein Handling die/das greift und dem Pferd das Atmen leichter macht :daum:

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LG Kathi
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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 19:30 
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PS:
Aus dem Forum fällt mir aus dem Stehgreif nur Wommilein ein die gegen alles Mögliche allergisch ist.

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BeitragVerfasst: 03.11.2014, 20:07 
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Hallo :hallo:
Finni ist auch allergiker ;) (heustaubmilben, Gräser, birke, getreide usw)
Glücklicherweise ist bei ihr die atmung meistens normal...sie hustet meist einmal ab bzw an manchen tagen ist leider auch die ruheatmung erhöht (erst seit diesem jahr) bei ihr sind ja mehr die augen betroffen
Finni wurde auch desensibilisiert - was bei ihr leider nur eine verschlechterung brachte :/
Finni wurde dann auch homöopathisch behandelz, was besser half als die chemie
Insgesamt wird es von jahr zu jahr besser...von anfangs 3/4 des jahres massiven beschwerden, sind wir jetzt bei 1/4 - wobei sie diesen herbst noch nicht einmal zugeschwollene augen hatte (normal fings spät. Im oktober an)
Bei finni brachte quch heuwaschn und auf Späne stellen nichts...
Ich denke es ist einfach individuell zu sehen und man muss durchprobieren, was am besten hilft

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Lg Julia
<<die Träume von heute, sind die Wirklichkeit von morgen>>

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BeitragVerfasst: 04.11.2014, 11:41 
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Registriert: 03.11.2014, 10:30
Beiträge: 3
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Guten Morgen,

vielen Dank nochmal für eure Antworten! Hat mir schon sehr viel gebracht.
Im Grunde ist der Plan neben der tierärztlichen Behandlung jetzt erstmal:
Futter umstellen - denke unmelassierte Rüschnis sind die sicherste Bank?! + Heulage bedampft
Inhalieren - ich habe so einen Pari-Boy. Nützt der auch was, oder bringt es nur die Ultraschallinhalation? und womit inhalieren? einfach Kochsalz?
Homöopathen kommen lassen.
Hab ich etwas vergessen?

Ich werde der Sache mit den EM´s nochmal nachgehen, das hört sich für mich sehr interessant an. Und wegen der Dosieraerosole spreche ich auch mal mit meinem Dòc, obwohl ich mich da wohl noch einlesen muss, so richtig schlau wird ich da noch nicht draus :helpa:
Ganz schön umfangreiches Thema so ein Allergiker! :roll:


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BeitragVerfasst: 04.11.2014, 12:47 
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Registriert: 17.05.2006, 00:00
Beiträge: 25748
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Also der pari Inhalierboy bringt mit den entsprechenden Medikamenten schon etwas ( ist ein Ultraschallvernebler ;) )
Es gibt da die entsprechenden medikamente für wie Cortisol, etwas zum Erweitern und /oder auch ein antiallergischer Wirkstoff (Cromoglicinsäure).
Dies bringt allertdings herzlich wenig bei nicht inhalativen Allergieauslösern.
Reines NaCl ist viel zu wenig und passt bei einer Erkältun g mit Verschleimung.

Meiner eigenen Erfahrung nach helfen die DAs aus dem Humanbereich (auch da gibt es die o.g. Komponenten) erheblich mehr als der pari obwohl die TAs das verneinen.
Die Wirkstoffe kommen schon immer etwas tiefer an den richtigen Ort.

Sehr hilfreich hat sich bei allergien auch eine eigenbluttherapie erwiesen (THP)

LG Eddi

PS Ich bin selbst Allergiker und habe Nahrungsmittelintoleranzen ;) Deshalb bin ich in dem Thema richtig fit.

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