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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 18:49 
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Einen Isländer der von Natur aus auf Kargheit eingestellt ist adäquat zu ernähren ist nicht einfach (einzusehen :unibrow: ), denn das was er braucht ist ein Hauch von Nichts.
Der Isi gehört wie viele andere Kollegen der Robustrassen zu den Pferden die genetisch bedingt häufig Insulinresistent sind. Was in freier Wildbahn ein ausgeklügeltes Stoffwechselphänomen ist verkehrt sich am gut gemeint gefüllten Trog leider all zu oft ins Krankhafte. Wenn denn wie bei dir die Arbeit also Bewegung eingeschränkt ist besteht natürlich noch viel eher die Gefahr das das Stoffwechselfass überläuft weil er diesen Überfluss nicht mehr kompensieren kann. Aber nun berichte man erstmal etwas detailierter, das war nur mal so vorab etwas Allgemeines zu deinem "Problem"

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LG Kathi
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Verfasst: 16.08.2014, 18:49 


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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 16.08.2014, 19:29 
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Also ich versuche mal die ganze Geschichte und drum herum zu berichten ;)

Zu meinen Ponys:

Ernir Islandwallach 2001
Ernir hat schon einige Probleme hinter sich, ich habe ihn mit 7 Jahren gekauft. Damals war er ein sehr schmächtiges und eher dünnes junges Pony. Die Hufe waren eine katastrophe und beim einreiten wurden ihm die Wolfszähne ausgeschlagen/abgebrochen (durch trensen einwirkung). Nach Zahnarzttermin und Hufbearbeiter konnte ich nun beginnen sein Vertrauen zu gewinnen.
Es brauchte viel Geduld und Einfühlungsvermögen bis er wieder Vertrauen fasste.

Dann lief ein Jahr eigentlich alles sehr gut bis im Herbst 2005. Ernir bekam stumpfes Fell, fiel im Rang, hatte eine Atmung im Ruhezustand von z.t. über 20, konnte nach anstrengung fast nicht mehr runterfahren (brauchte ca. 20-30 minuten!) wollte nicht mehr laufen, hatte probleme beim pinkeln und wurde noch ruhiger (war für ein junges pferd schon immer sehr verdächtig rhuig, also eher die seele von einem alten pferd).
Es wurden jenste Untersuchungen gemacht, Blutproben, Lungenröntgen ect jedoch ohne Befund. Schlussendlich bekam er eine Kortison gabe mit depot Wirkung um eine mögliche Entzündung im Körper (die im blut nicht zu sehen ist) auszuschliessen.
Leider führte das Kortison zu einem ganz anderen Problem. Die Symptome verschwanden nicht Ernir legte aber massiv an Gewicht zu das er bis heute nich mehr weg kriegt! :(

Die Krankheitssyptome verschwanden dann zum Glück mit einem alternativ Mediziner und des weglassen des Sattels…ja der Sattel war Schuld an den massiven Problemen von Ernir und ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen wenn ich daran denke das ich an dem ganzen Schuld bin.
Leider hat Ernir wahrscheinlich die Kortison gabe nicht gut vertragen. Nach einem Blutbild im Jahr 2006 wies Ernir massiv erhöte Leberwerte auf (Test auf Leberegel war negativ). Er entwickelte zudem Fettdepots auf den Nieren, bauch und Schulter (Hals und Kruppe sahen immer relativ gut aus). Die Tierärzte meinten aber meist nur das sei halt der "Kaltbluttyp".
Desshalb habe ich das ganze dann auch etwas vernachlässigt und versuchte mit ausleitenden Kuren den Stoffwechsel wieder in gang zu kriegen (natürlich auch viel Bewegung vorallem im Schritt oder als Hanpferd). Irgendwie wollte das aber nicht wirklich besser werden. Kraftfutter wurde schon lange weggelassen nur Mineralfutter, etwas kräuter und als Leckerlis ganze Hagebutten.
Die Leberwerte habe ich mit einem speziellen Mineralfutter speziell für die Leber zum Glück wieder in den Normbereich bekommen (seit 2014).

Der Stall wurde optimiert > Racetrack mit zwei Paddocks wo sie "laufen müssen", Heu nur aus Heunetzen 3,5 x 3,5 cm und begrenzter Weidegang. Ausser im Juli/August da gehen alle unsere Pferd immer zur Sömmerung auf die Alp (2000 M.ü.M), kommen natürlich auch wohlgenährt runter, jedoch immer sehr Gesund udn wahnsinnig Glücklich.
Plötzlich kam dann die Idee der 24h Heufütterung auf, mit ganz vielen logischen und einleutenden Fakten. Dies wollten wir als "artgerechter" Stall doch ausprobieren.

Nun bin ich an dem Punkt wo ich sagen muss, ich glaube wir schaaden unseren Ponys mehr als wir gutes tun! Doch ich kann die Stall Besi nicht überzeugen (obwohl ihr Pferd mitunter das fetteste ist! :( )

Im September kommen die Ponys von der Alpsömmerung zurück und da ich mein Knie operieren musste werde ich die Pferde nicht so bewegen können wie ich es sonst mache (minestens 5-6x pro Woche, manchmal auch 2x am Tag).

jetzt mache ich mir grosse Sorgen das die Ponys ernstahft krank werden wenn das so weiter geht…

Eine Überlegung ist die Pferde abzutrennen, und nur noch abgewogenes Heu füttern (wässern wird leider etwas schwierig). Dann haben sie aber deutlich weniger Auslauf und es werden wohl oder übel Karenzzeiten entstehen…
Weide, auch wenn es nur 2 x 30 Minuten sind dann nur noch mit Fressbremse.

Habt ihr noch Idee, Anregungen was ich noch machen könnte!

Vielen Dank schon im voraus!
Soni

Ps: Bericht von Kria folgt… so wie Bilder!

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 16.08.2014, 19:51 
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Kria Islandstute 2005,

Kria kam 2011 zu mir und war damals schon eher gut genährt.
Auch sie hatte massiv schlechte Hufe mit leicht rotiertem Hufbein :( Mit meiner Barhufpflegerin wirken wir dem bis jetzt aber sehr erfolgreich entgegen und die Hufe entwickeln sich langsam. ZUM GLÜCK!

Kria ist eigentlich ein unkompliziertes Pferd und sehr hart in nehmen, dies macht mir manchmal etwas Bauchschmerzen da ich nichts verpassen möchte! Kria ist der kräftige Typ und war immer etwas übergewichtig aber nie massiv. Jedoch nun mit der 24h Heufütterung platzt sie aus allen Nähten. Auch Bewegung, jedenfalss das was ich ihr bieten kann, reicht nicht aus und jetzt wo ich dann noch ausfallen werde…phu das micht mir schon etwas Bauchscmerzen…
(ich kann gerade am eigenen Leib spühren wie schnell man zunimmt wenn man sich nicht mehr bewegen darf :( )

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 16.08.2014, 20:33 
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Ich hoffe auf den Bilder ist die Veränderung einigermassen erkennbar
(werde ev. nach der Alp ein Tagebuch eröffnen mit Fotodoku ;) wäre das interessant?)

Bild
Kria früher, deutlich schlanker…

Bild
Ernir früher, trotz Winterfell deutlich schlanker…

Bild
Ernir jetzt, deutlich übergewichtig…

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Kria jetzt, deutlich übergewichtig (leider nur Bild beim reiten)

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 17.08.2014, 10:54 
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ich bin gespannt, diese woche sollten noch das gemachte grosse blutbild eintreffen…

könnte ich da bereits etwas ableiten/ersehen falls die ponys schon auf eine stoffwechselentgleisung hinzu laufen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 17.08.2014, 13:18 
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soni hat geschrieben:
ich bin gespannt, diese woche sollten noch das gemachte grosse blutbild eintreffen…

könnte ich da bereits etwas ableiten/ersehen falls die ponys schon auf eine stoffwechselentgleisung hinzu laufen?

Je nachdem was das von deinem TA angeforderte Blutbild enthält ja, zumindest Triglyceride (Fettstoffwechsel) und manchmal Fruktosamine ( Zuckerstoffwechsel) werden neben der eigentlich immer beinhaltenden Glukose bei einigen Labors mitgetestet. In der Regel kann man bei den Labors weitere Parameter nachordern da die Proben bis zu einer Woche bei denen aufbewahrt werden, nachfragen kann also lohnen. Insulin wäre ein wichtiger Wert der aber nicht nachgeordert werden kann da er genau wie ACTH stab.Röhrchen usw. (siehe ABS meiner Signatur unter EMS/ECS Profil) erfordert, auch Leberwerte lassen sich von einer älteren Probe nicht mehr korrekt ermitteln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 17.08.2014, 13:23 
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hey danke für die antwort!

die tierärzte haben mir von weiteren Tests abgeraten…
da sie meinten das bringe mir sowieso nichts ausser das es viel kostet, ich muss da glaueb ich nochmals nachforschen.

Leberwerte habe ich "bestellt" :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Sonis Isländer aus der Schweiz
BeitragVerfasst: 17.08.2014, 13:36 
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soni hat geschrieben:
die tierärzte haben mir von weiteren Tests abgeraten…
da sie meinten das bringe mir sowieso nichts ausser das es viel kostet, ich muss da glaueb ich nochmals nachforschen.

Um zu schauen ob deine Pferde Insulinresistent sind reicht es Glukose und Insulin (stab.Röhrchen, zentrifugieren, Eisversand) zu ermitteln und diese Werte gegeneinander mit Hilfe des IR-Calculators unter Angabe der aktuellen Fütterung zu interpretieren. Das sind keine kostspielige Tests, auch für Rehepferde durchführbar und zeigen ob die momentane Fütterung und Haltung passend ist. Diese beiden Werte eignen sich hervorragend um Angedachtes auf "Gefahrlosigkeit" zu überprüfen, wie z.B. wenn man wegen Frost kein Heu mehr waschen kann und es trocken gefüttert werden muss. Der Quotient verändert sich schon deutlich unter den verschiedenen Fütterungen, schau mal in den ACTH Verlauf z.B. meines Antons der unter optimierten Bedingungen wieder aus der kompletten IR heraus ist. Dies ist er aber nicht weil er gesund geworden ist sondern weil das Management entsprechend ist, bei Zugeständnissen würde sich das sofort wieder verkehren!

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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 13:50 
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Ich habe mal die einzelnen Beiträge zusammengefasst und in deiner Signatur verlinkt, so ist das etwas übersichtlicher was hoffentlich in deinem Interesse war?! :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 16:21 
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Hey Kathi,

ou super DANKE! :2daumenhoch:

war zu doof um es selbst zu tun :haukopf:


Was meint ihr von den Bilder her wäre ein IR-Test sinnvoll?
Die Rippen lassen sich bei beiden sehr schwer/kaum mehr erspüren :(

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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 17:14 
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soni hat geschrieben:
Was meint ihr von den Bilder her wäre ein IR-Test sinnvoll?
Die Rippen lassen sich bei beiden sehr schwer/kaum mehr erspüren :(

Ein Isi der Weidegang und Heu ad libitum gefüttert bekommt, genetisch IR prädisponiert ist ist alleine schon Grund genug nach einer IR zu schauen bevor der Stoffwechsel eskaliert und Hufrehen zu beklagen sind, ich würde es in Angriff nehmen.

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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 20:08 
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hey liebe Kathi,

also Weide haben sie eigentlich nicht at libitum sondern max 1 h pro Tag.
Nun gut die Alpzeit
Jedoch besteht das Gras auf der Alp mehrheitlich aus Kräuter und es ist ein ganzes Tal wo die Pferde auf "futtersuche" gehen müssen und Rangkämpfe erldegien, also wie in der Natur. Die Pferde kommen zwar immer wohl genährt nach der Alp zurück haben aber bis jetzt immer spätestens im Winter wieder ihr normal Gewicht erreicht. Auch legen sie immer an Muskulatur zu auf der Alp und auch das "fette" wirkt irgendwie immer "anders".

Erst seit sie 24 h haben (ab dem 6 Monat) haben sie nun so wahnsinnig zugenommen.
Also d.h. sie haben seit Januar bis Juni stetig mehr zugenommen.

Beim Alpbesuch im August hatten sie sogar eher ein paar Kilo weniger drauf.
Desshalb lassen wir die Pferde auch meistens solange wie möglich oben da dann das Gras langsam knapp wird (an den einfach zu erreichenden Stellen) und die Pferde weite Strecken für ihr Futter zurücklegen müssen. Wenn es ein guter Sommer ist und wir die Pferde lange oben lassen können kommen sie sogar nicht dicker zurück, dieses Jahr wahrscheinlich sogar schlanker.

Ich bin einfach im Zwiesplat mit der 24 h Heufütterung da ich es einerseits eine sehr gute Sache finde und andererseits sehe das es bis jetzt nicht funktioniert.

Ich habe einfach etwas Bedenken von den Karenzzeiten und das die Ponys wieder gierig und gestresst werden, wenn ich meine Abtrenne und sie nur noch wenig bekommen… Andererseits habe ich keine Wahl.

Aber ein IR test wäre vielleicht mal interessant um zu sehen wie es aussieht. Können Pferde innerhalb von 6 Monaten eine IR entwickel? Muss hier nur noch einen TA fiden der dies anbietet (ist gar nicht mal so einfach bei uns…)

Danke für deine Inputs

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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 20:38 
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Meine Stute hat immer nur 3 x täglich Heu bekommen und stundenweise Weide täglich abgesteckt , eher Magerweide, viel Quecke was sie nicht mögen.
Kein Kraftfutter, im Winter mal Möhren oder Rote Beete.
Davon war sie immer schon zu dick.
Einen Winter mit abgewogenem Heu (350 kg Idealgewicht 6 kg Heu täglich) und 2-3 mal die Woche reiten brachten keine Abnahme und 1 Stunde dann im Frühjahr auf der Weide brachten das Fass zum überlaufen.
Ich möchte damit nur sagen das diese Art von Ponys schon von zuviel Heu fett werden und daraus dann krank.
Zur Zeit wässern wir die Hälfte von 6 kg Heu, 4 Tassen entm. Rübenschnitzel, Bierhefe, Bockshornkleesamen, Schwarzkümmelöl, keine Weide mehr und fast tägliche intensive Bewegung ( viel Trab , schon mal bis zu 2 Stunden durchtraben) damit hat sie gut abgenommen und zur Zeit eine gute Figur.
Das zeigt das auch die regelmässige Bewegung ein muss ist , auch bei schon abgewogenem Heu !
Ein Camargue ordne ich genauso wie einen Isi zu den sehr Leichtfuttrigen.
LG Simone

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Dominique Barbier


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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 20:51 
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Ach so , bei uns gehen die anderen auf die Weide, meine bekommt 2 doppelt übereinander gezogene engmaschige Heunetze (3,5 cm Mascheinweite) hingehängt, kein Stress sie hat ja was zum zubbeln. Mittags mit den anderen 0.5 kg Heu, die gehen Nachmittags nochmal auf die Weide dann bekommt meine das 2. Heunetz und um 22.00 bekommt sie die Rüschis und mit den anderen noch 1 kg Heu. Wir basteln noch an einer automatischen Tür , damit die doch lange Zeit von 22.00- 7.30 mit noch einer Heumahlzeit unterbrochen wird (insgesamt wie gesagt bleibt es bei 6 kg )
Das ist aufwendig zu organisieren , bei uns geht es irgendwie.
Hin und wieder gibt es noch Zweige zum knabbern.
Irgendwie brach die Welt erst für mich zusammen und ich habe gemeint ich ertrage das nicht, dem Pony scheint es aber wenig auszumachen.
Heute hat sich alles eingespielt und lässt sich gut händeln und ertragen :daumenhoch:
Denn noch haben wir nur eine IR und noch keine Rehe und die wollen wir ja nicht auch noch dazu , ergo keine Wahl!!!

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BeitragVerfasst: 18.08.2014, 05:50 
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Besser als von Camarguepony kann man es nicht sagen.

Die Insulinresistenz ist ähnlich dem Diabetes Typ 2 eine schleichende Entwickelung.
Diese kann man im Vorfeld bereits durch einen veränderten Glukose/Insulinquotient beurteilen.
Als Vorstufe erscheint zunächst ein etwas engeres Verhältnis als bei ganz gesunden Pferden um dann in den Bereich der kompensierten IR zu kommen.
Bis dahin merkt man eigentlich gar nichts.
Weiteres dazu findest Du im ABC erklärt und auch mit ein igen Beispielen.

Kannst Du zur Blutabnahme nicht in eine Klinik fahren?

LG Eddi

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sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
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