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 Betreff des Beitrags: Mein Pony hat es auch erwischt...
BeitragVerfasst: 13.02.2015, 23:30 
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Hallo an alle,

ich hab schon viel und fleißig gelesen, aber trotzdem bleiben ein paar Fragen und hoffe hier auf Antworten.

Kurz zur Vorgeschichte:
Ich hab einen 17jähriges englisches Vollblut, er hatte mit 13 einen bösen Koppelunfall und daraus resultierende Arthrose. Im August 2014 habe ich einen Nervenschnitt machen lassen, damit er wieder Schmerzfrei über die Weide turnen kann, in der Nachkontrolle war auch noch alles schick. Zeitgleich wurden die Stegeisen mit Keilen gegen normale Eisen getauscht und Ende November auch diese abgenommen. Wir sind auch nur noch 3x die Woche mit Hufschuhen spazieren gegangen. Es wurde Anfang November ein Ring auf der Hufwand sichtbar, ich dachte der käm von der Umstellung der Eisen. Vor 2 Wochen lahmte mein Pferd trotz hohem Nervenschnitt. Tierärztin kam, Hufgeschwür über die gesamte Sohlenfläche, Sohle nur noch 1mm dick. Zur Sicherheit noch geröntgt: Hufrehe! :(

Eine Ursache konnte auch gefunden werden: Der Nervenschnitt! Die Nervenenden haben auf die Arterien gedrückt (konnte man im Ultraschall sehen) dadurch wurde die Durchblutung gestört. Eine wohl sehr seltene Komplikation die zu einer schleichenden Rehe führt. Momentan ist der Huf in Gips gelegt. Er bekommt Schmerzmittel, steht in einer Paddockbox (sehr ruhig) und bekommt regelmäßig Egel gesetzt. Er hat
wohl auch schon leicht mit dem Ausschuhen angefangen. Mit dem Gips läuft er aber schon wieder recht gut (in der Box und Paddock).

Laut Tierärztin brauche ich beim füttern auf diese Reheform keine Rücksicht nehmen, da es keine Futterrehe ist. Stimmt das auch in der akuten Phase?
Er bekommt Heu zur freien Verfügung und 3 Handvoll Pellets am Tag. Er war schon davor rippig, der Stress durch die Boxenruhe und weniger Futter lassen ihn momentan aber noch mehr abmagern.
Allgemein ist er recht schwerfuttrig und immer der Schlankeste in seiner Herde.

Sollte man auch so ein Pferd auf Cushing, EMS, ECS testen? Oder ist das unnötig, da wir die Ursache kennen.

Woran erkenne ich das der Schub überstanden ist? Momentan ist der Kronrand am rechten Huf noch geschwollen und das Bein auch etwas.

Es gibt ein Röntgenbild von vorne rechts, falls das jmd sehen will kann ich versuchen es einzustellen. Links werde ich noch röntgen lassen, aber erstmal war der schlimme Huf interessanter.

Die Tierärztin meinte, dass der Schmied jetzt Hufschuhe kleben soll und dannmuss man quasi abwarten, in vier Wochen kann sie dann erst eine endgültige Prognose abgeben ob er noch mal so fit wird, dass er Rentner sein kann oder ob die Regenbogenbrücke die bessere Lösung wird. Dieses Nix-tun-können macht mich wahnsinnig :cry:

Ich geh jetzt erstmal davon aus, dass er wieder fit wird. Daher plane ich schonmal weiter...
Gibt es ausschlaggebende Kriterien, die festlegen ob das Pferd dann einen Spezialbeschlag braucht oder barhuf gehen kann? Ich werd auch nochmal mit meinem Schmied drüber reden, aber vorab zu informieren halte ich immer nicht für schlecht.

Wie lange muss ich planen bis er wieder auf eine Koppel/Weide kann? Oder gar eine Umstellung in einen Offenstall vertretbar ist? Ich weiß, dass es dafür keine pauschale, genaue Antwort gibt, aber vllt grobe Erfahrungswerte.

Ich wollte meinem Pferdchen einfach nur eine schöne, schmerzfreie Rentenzeit gönnen, aber seit dem Unfall vor vier Jahren geht irgendwie nur noch alles schief...

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 07:45 
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Hallo und ein Herzliches Willkommen bei uns.

Ersteinmal eine Rückfrage: ich lese heraus dass das Hufdilemma erst nach dem Wegfall des Spezialbeschlages entstanden sind.
solche werden ja nun zur Entlastung der Hufe angebracht und alleine der Wegfall entlastender Maßnahmen hat einen schwerwiegenden eingriff auf die inneren Strukturen zur Folge.
Von daher kann ich nur warnen und sagen: never change a running system bei solchen Huf- und Arthrosegeschichten.

Zu den Testverfahren: um auf der sicheren Seite zu sein empfehle ich wirklich das EMS/ECS-Gesamtprofil, auch wenn es jetzt nicht danach aussieht, aber wehe wenn da etwas im Untergrund brodelt....

Generell ist eine nur 1mm dünne Sohle schon hochdramatisch.
Allerdings ist auch eine solche situation nicht aussichtslos.
Stelle bitte dazu das RöBi ein, fraglich ist ob es eine Senkung ist und/oder eine rotation.
Der entstandene Hufring war parallel zum Kronenrand oder ist er nach hinten abgefallen?

Generell würde ich aktuell bei einer reinen Heufütterung bleiben, eventuell etwas stabilisierte Reiskleie, unmel. Rübenschnitzel, frisch geschrotetem Leinsamen.
Auch wenn es nicht schön anzusehen ist, bitte bedenke dass jedes kg mehr auch die schwer geschädigten Hufe belastet....
Wir haben ja kein Bild, abgemagert sollen sie nun nicht sein unsere pferdigen Patienten, schlank ist aber kein Nachteil.

LG und :daum:
Eddi

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sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
----->zum Hufrehe-ECS-EMS ABC
Bitte erstellt bei Cushingpferden einen ACTH sowie IR Verlauf als extra Thema mit Laborergebnissen (wenn vorhanden), der aktuellen Fütterung unter denen die Werte ermittelt wurden und aktualisiert diesen immer damit man darauf jederzeit Zugriff hat, Fragen gezielt beantworten und wertvolle Zeit für den Patienten wegen Rückfragen einsparen kann. Bild

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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 08:00 
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Eddi war doch schneller aber ich hatte es schon geschrieben also:
Hallo Hupe,
ein herzliches Willkommen, auch wenn der Grund kein schöner ist . Ich möchte den Experten hier nicht vorgreifen aber eine Mutmach Seite empfehle ich Dir :
28362214nx18618/tagebuecher-f59/kira-hufbeindurchbruch-an-beiden-vorderhufen-t1340.html
Es ist gut das Du Dich im vorraus schon schlau machst, damit Du Deinem Schmied auch genau sagen kannst was Du möchtest oder Dir einen Schmied suchst der wirklich wirklich sich gut mit Hufrehe auskennt, weil eben alles steht und fällt jetzt mit der Hufbearbeitung.
Ich denke die Ursache ist klar dennoch würde ich ein EMS/ECS Profil machen lassen, bitte nach diesem Prozedere:
28362214nx18618/rund-ums-blut-f53/zum-ausdrucken-gesamtprofil-ems-ecs-t4301.html#p88803
Wie Kathi sagt , man kann auch Läuse und Flöhe gemeinsam haben. Denn das er so abnimmt gefällt mir nicht so ganz.
Die Röntgenbilder wären interessant, was ist denn am auslösenden Problem gemacht worden ?

Ich wünsche Deinem Pferd alles Gute und das er sein Rentnerleben, welches Du ihm so gönnst, noch genießen kann.

LG Simone

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Wir halten ihre Leben in unseren Händen. Mögen unsere Hände immer von der Kraft der Sanftheit geleitet werden.
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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 10:38 
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Beiträge: 9187
Hallo und auch von mir ein herzliches Willkommen im forum :hallo:
Hupe hat geschrieben:
Im August 2014 habe ich einen Nervenschnitt machen lassen, damit er wieder Schmerzfrei über die Weide turnen kann, in der Nachkontrolle war auch noch alles schick. Zeitgleich wurden die Stegeisen mit Keilen gegen normale Eisen getauscht und Ende November auch diese abgenommen. Wir sind auch nur noch 3x die Woche mit Hufschuhen spazieren gegangen. Es wurde Anfang November ein Ring auf der Hufwand sichtbar, ich dachte der käm von der Umstellung der Eisen. Vor 2 Wochen lahmte mein Pferd trotz hohem Nervenschnitt. Tierärztin kam, Hufgeschwür über die gesamte Sohlenfläche, Sohle nur noch 1mm dick. Zur Sicherheit noch geröntgt: Hufrehe! :(

Die Idee durch einen Nervenschnitt eine weitere Schmerzreduktion zu bewirken war sicherlich generell eine Gute, das sich daraus Komplikationen entwickelt haben nicht vorhersehbar nun aber unabänderlich und man muss schauen ob und wie jetzt zu agieren sinnvoll ist.
Wer hatte dir geraten die Hufunterstützung generell und dann auch noch im ersten Schritt zeitgleich mit der OP zu ändern?
Das war nicht so gelungen denn trotz Schmerzreduktion ist der darunter liegene Huf kein totes Gebilde und reagiert auf unzureichende Hufbearbeitung oder Unterstützung genau wie bei mechanischen Problemen natürlich nicht anders als vorher auch mit allen auch negativen Folgen in der Konsequenz.
Das sich bereits im November Rillen (wobei wie Eddi schon fragte ob diese divergierend im Trachtenbereich oder rundherum Kronrandparallel waren was dann eher auf Medikamente und Futterveränderungen hinweist und nicht als pathologisch anzusehen ist="Futterringe") könnte schon ein Hinweis auf ein Rehegeschehen gewesen sein das aber noch zeitlich davor gewesen sein muss weil die Hornkapsel eine gewisse Zeit braucht bis der Ring herunter gewachsen und sichtbar ist.
Da steht unter Umständen zeitlich der Nervenschnitt zur Diskussion was die Frage nach in dem Zusammenhang verabreichten Medikamenten aufkommen lässt, kannst du uns die bitte mitteilen?

Ein so ausgedehntes Hufgeschwür muss natürlich reifen und sich öffnen um den in der Hornkapsel fest eingeschlossenen Strukturen wieder Raum zu geben und dem Pferd die unsäglichen Schmerzen die es dadurch erleidet.
Wurde darunter schon Schmerzmittel gegeben und wenn ja welches Schmerzmittel wurde insgesamt verabreicht?
Wieviel zeitlicher Abstand lag zwischen den Diagnosen Hufgeschwür und Hufrehe?
Schmerzmittel sind zeitgleich auch Entzündungshemmer was bei Hufgeschwüren natürlich unerwünscht ist weshalb sich hier eher Angussverbände anbieten.

Hupe hat geschrieben:
Laut Tierärztin brauche ich beim füttern auf diese Reheform keine Rücksicht nehmen, da es keine Futterrehe ist. Stimmt das auch in der akuten Phase?
Er bekommt Heu zur freien Verfügung und 3 Handvoll Pellets am Tag. Er war schon davor rippig, der Stress durch die Boxenruhe und weniger Futter lassen ihn momentan aber noch mehr abmagern.

Heu ad libitum und 3 Hand voll Pellets sind doch schon einiges an Futter für ein Pferd das Rentner ist und nicht mehr arbeitet, wieviel und welches Futter hat es zuvor bekommen weil du von aktuell weniger Futter sprichst?
Generell sollte Futter schon im Verhältnis zur Bewegung stehen, bei Krankenlager und eingeschränkter Bewegung sowieso.
Bei schlanker Gestalt ist oftmals die Futteroptimierung im Sinne geeigneter Futtermittelauswahl gesünder für den Organismus, denn überspitzt gesagt macht Sahnetorte nicht gesünder und insgesamt satter=zufriedener aber bedient die Fettdepots. Darum auch hier die Frage um welche Pellets es sich handelt?


Hupe hat geschrieben:
Sollte man auch so ein Pferd auf Cushing, EMS, ECS testen? Oder ist das unnötig, da wir die Ursache kennen.

Ja in jedem Fall! Nur so kann man sich einen Überblick über die Stoffwechselsituation machen.


Hupe hat geschrieben:
Es gibt ein Röntgenbild von vorne rechts, falls das jmd sehen will kann ich versuchen es einzustellen. Links werde ich noch röntgen lassen, aber erstmal war der schlimme Huf interessanter.

Die Tierärztin meinte, dass der Schmied jetzt Hufschuhe kleben soll und dannmuss man quasi abwarten, in vier Wochen kann sie dann erst eine endgültige Prognose abgeben ob er noch mal so fit wird, dass er Rentner sein kann oder ob die Regenbogenbrücke die bessere Lösung wird. Dieses Nix-tun-können macht mich wahnsinnig :cry:

Röntgenbilder sind immer gut, wenn es also machbar ist sie hier einzustellen denn mal los.
Hufschuhe kleben? Von kleben jedweger Art würde ich persönlich momentan Abstand nehmen da dies ein langes Aufhalten der Hufe erfordert (Trocknungsprozess, Zurücklegen von Wegen zu einem sauberen ebenen Platz usw.) das dem Pferd zusätzlich Schmerzen bereiten kann.
Um einem Rehelein den Hufschmiedbesuch so angenehm wie möglich zu machen kann man es mit den wehen Hufen auch auf eine doppelt gelegte Isomatte oder zusammengefaltete Decke stellen.
Zudem ist eine Hufunterstützung/Hufzubereitung am besten direkt nach aktuellem Röntgenbild anzufertigen um ein Optimum zu erreichen das im Endeffekt über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Auch sollten die HS Intervalle bei max. 4 Wochen liegen sodass der Istzustand immer erhalten bleibt und nichts nachwächst was das bisher Erreichte zu nichte macht wie z.B. eine zu lange Zehe die dem klassischen Rehehuf typisch ist aber zu erneuten, schmerzhaften Zerreissungen führt.
Sehr anschauliche Infos warum und vor allem wie eine passende Hufunterstützung auszuführen ist kannst du z.B. HIER nachlesen.


Hupe hat geschrieben:
Ich wollte meinem Pferdchen einfach nur eine schöne, schmerzfreie Rentenzeit gönnen, aber seit dem Unfall vor vier Jahren geht irgendwie nur noch alles schief...
Viele Grüße

:tröst: Ja manchmal steckt der Wurm drin, aber du musst zuversichtlich sein das ihr es schaffen könnt auch wenn es manchmal kein leichter Weg ist.
Kopf hoch und anpacken, du schaffst das :daum:

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LG Kathi
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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 18:02 
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Hallo,

danke für eure antworten, ich versuche mich mal im Beantworten der Fragen:

Die Eisen mussten geändert werden, da ein Überbein (auch von dem Unfall) auf der Sehne scheuert, zur Op mußten die Eisen eh ab, bei der Nachkontrolle war das Überbein auch wieder aktiv, für den Fesselträger sollten also laut Klinikarzt keine Steigeisen mehr drauf.
Zu den Medikamenten damals kann ich wenig sagen, die Narkose und Antibiotika, genauer weiß ich es leider nicht, da müsste ich vllt mal in der Klinik anfragen.

Das Hufgeschwür wurde zeitgleich mit der Hufrehe entdeckt, also im gleichen Termin. Er hat auch einen Angussverband bekommen und Antibiotika und auch Schmerzmittel, aber auch hier muss ich zugeben, dass ich nicht genau weiß was er bekommen hat. Das Hufgeschwür ist auch offen und der Eiter raus.
Er hat wohl eine Rotation und eine Absenkung.

Ich hab im November Bilder von den Hufen gemacht, versuche ich auch gleich mit einzustellen, die Hufe sehen da dolle aus, die Zehe ist viel zu lang und die Trachten untergeschoben, dass wurde durch die Keile in den letzten Jahren halt immer schlimmer und mein Schmied hat sie etwas gekürzt, meinte aber das man nicht zu viel auf einmal machen kann und er lieber alle 3 Wochen ein wenig korrigieren wird als eine Hau-Ruck-Aktion.

Zum Futter: Er hat vorher morgens und abends je 1/2 Maß Hafer und mittags 5 Handvoll Pellets erhalten. Seit dem Nervenschnitt ist er wieder sehr viel im Schritt über die Koppel gelaufen. Heu gab es auch ad libitum.

Die Nervenenden wurden mit einem Entzündungshemmer gespritzt und sind seitdem deutlich besser.

Wegen diesem Test werd ich mal meine Tierärztin ansprechen.

So, nun muss ich noch eure Links in Ruhe lesen,
wollte mich nur vorher schonmal melden und euch auch für die Antworten danken.


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 18:06 
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Das mit den Bildern hab ich noch nicht so gut drauf :roll:


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 18:10 
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Hilfe, es wäre lieb, wenn jemand die Bilder auf normale Größe verkleinern könnte! Danke!

Das Röntgenbild hat wer gemacht? Zur Beurteilung, ob Rehe, Rotation, Absenkung oder sonstwas ist das mit Sicherheit, so, wie es sich hier darstellt, nicht geeignet. Es gibt keine Markierungen, die eine Beurteilung einer Senkung zulassen, es ist insgesamt sehr dunkel und es ist nicht einmal der gesamte Huf drauf. Diese Aussage bezieht sich aber jetzt auf die Ansicht, was hier hochgeladen ist. Ist das das Original?

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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 18:57 
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Das war die Tierärztin.
Abends, in der Box. Das Bild wurde aber gemacht um einen Bruch auszuschließen, nicht explizit wegen der Rehe, daher kam auch niemand auf die Idee Markierungen zu machen. Nur schnell ein Bild wenn er mal halbwegs absetzt...


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 19:35 
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Es ist zur Diagnose Rehe nicht tauglich. Ist ja auch ok, wenn es wegen einer anderen Ausschluss-Diagnostik gemacht wurde, aber eine Rehe kann man anhand diese Bildes, einer Meinung nach, nicht diagnostizieren. Ich würde glatt nochmal eins machen lassen, was aber mit genau dem Rehegeschehen als Hintergrund gemacht wird. Mit Markierungen und vor allem komplett sichtbarer Sohle und Hufbeinspitze. Erst dann kann man über das Ausmaß irgendwelcher Rotation und/oder Absenkung reden.

Ich muss auch sagen, ich sehe jetzt nicht wirklich einen Rehering an dem Huf. Aber das hat nicht wirklich was zu sagen. Einmal, weil ich mich irren kann, zum anderen muss auch nicht unbedingt ein Ring erscheinen, obwohl eine Rehe vorliegt.

Ich will auch nicht behaupten, dass da keine Rehe ist oder die Diagnose falsch wäre. Das steht mir nicht zu.

Bzgl. der Figur: für mich sieht der nach Stress aus. Sind Magenprobleme ausgeschlossen worden? Kann es sein, dass er vor lauter Stress und Medikamenten ein Magengeschwür entwickelt hat?

Ich habe ein ziemlich altes und ziemlich dünnes Pony. Die ist aber in der Flanke nicht so eingefallen wie Deiner. Ich würde nochmal die TÄ auf eine evtl. Magenproblematik ansprechen. Dann würde nämlich mehr Futter garnix bringen.

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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 21:52 
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Okay, wieder etwas gelernt :daumenhoch:

Die Tierärztin meinte, dass man halt auf dem Röntgenbild sieht, dass das Hufbein nicht mehr parallel zur Zehenwand sei, was halt in Kombination mit der Pulsation für eine Rotation spricht und da die Sohle nun so dünn sei, was wohl laut dem Klinikarzt im August noch nicht war eine Absenkung vorliegt.
Aber dann werd ich mal um richtige Reheröntgenbilder bitten, hatte mich davor damit auch nie so wirklich beschäftigt, außer darauf zu achten das er nicht fett wird.

Hmmh. Also ein Ring ist vorhanden, der ist da noch relativ weit oben, werd mal schauen wie ein typischer Rehering aussieht. Man konnte halt gut sehen, zumindest in Natura,, dass die Zehenwand darüber steiler gewachsen ist als die alte Hufwand. Ich dachte halt das sei die Reaktion auf die fehlenden Keile und das dadurch der Winkel wieder korrekt eingestellt wird. Ich hab noch ein Bild, was deutlich später gemacht wurde. Ich hoffe es ist nicht wieder so groß


Dateianhang:
VB klein.jpg


Das Bild von seinem Rumpf ist kurz vor der Lahmheit entstanden, also bevor es die Medikamente gab. Da haben wir auch gerade entwurmt und ich wollte schauen ob es danach besser wird, dafür hab ich das Vergleichsbild erstellt. Ansonsten wäre ein Blutbild dran gewesen bzw. werd ich das wohl noch machen, aber das wird jetzt bestimmt durch die Medikamente verfälscht sein :weißnich:
Die Flanke sieht da auch echt extrem aus. Das sah heute zumindest besser aus. Vllt waren da auch schon die ganzen Entzündungsprozesse im Gang die ihm so zugesetzt haben?

Zumindest hab ich jetzt einige Punkte, die ich mal beim nächsten Tierarzttermin ansprechen sollte. :)


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 21:54 
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Ohje, ich weiß wirklich nicht wie ich die Bilder kleiner rein bekomme :haukopf:


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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 22:11 
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Er ist Vollblüter, richtig?! Ist er je auf der Bahn gelaufen, ist er für Rennen gezüchtet worden? Die Vollblüter sind leider durch den Stress in ihrer Jugendzeit prädestiniert für Magengeschwüre.

Leider ist das Bild Richtung Trachten zu dunkel, um zu erkennen, ob der Ring (den auch ich jetzt sehe :leuchte: ) abfallend ist. Aber durch das steilere Nachwachsen, was deutlich zu erkennen ist, mag eine Rotation vorliegen. Das kann ich nicht beurteilen. Zumindest nicht von aussen. Eine Stellungsänderung bzgl. des Weglassens der Keile könnte ich mir auch vorstellen.

Mein Vorgehen bei diesem Pferd: Blutbild mit Organstatus (Leber ist wichtig wegen der Narkose und der Medikamente) und EMS/ECS-Profil (Alter ist passend für ECS; unbedingt das korrekte Procedere für dieses Profil einhalten!). Ich würde dann auch die Zähne, falls noch nicht erfolgt, kontrollieren lassen und evtl. einen Magenschutz auf Verdacht geben. Da gibt es beispielsweise von Iwest das Magnoguard, was zwar nicht ganz so wirksam ist wie ein echter Säureblocker (Gastrogard) ist, aber auch nicht so teuer. Wobei das (Magnoguard) erst zum Einsatz kommen sollte, wenn EMS abgeklärt ist. Soweit ich mit erinnere ist das nicht für EMSler geeignet (Eff-eins, hilfst Du mir da mal auf die Sprünge, bitte). Unbedingt korrekte Röntgenbilder auf Rehe machen lassen. Diese mit Markierungen, vernünftiger Belichtung, damit sie auszuwerten sind. Dann den Schmied nach den Bildern arbeiten lassen.

Das Futter kann man dann anpassen, wenn man die Blutwerte hat.

Leider ist das alles nicht unbedingt günstig. Da muss man natürlich abwägen, was bezahlbar ist und was nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Ich hab jetzt mal nur überlegt, was man machen kann. Ob sich das, eben aus finanziellen Gründen, wirklich alles umsetzen lässt, musst Du dann auch in Absprache mit Deiner TÄin entscheiden.

Ich drücke Euch die Daumen und wünsch Euch alles Gute.

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BeitragVerfasst: 14.02.2015, 23:17 
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Ja, er ist ein englisches Vollblut, aber nie im Rennen gelaufen, ich kenne ihn seit er 1 Jahr alt ist und habe ihn mit 2 Jahren von meinen Eltern damals geschenkt bekommen, eine Rennbahn kennt er gar nicht.

Ich find es super, alle Richtungen zu erfahren, die man ggf. abklären sollte. Schmied und Tierärztin wollen sich ja auch vor der ersten Behandlung vom Schmied zusammen setzen, dann sollen die sich nochmal Röntgenbilder machen wie sie die brauchen, dass muss ja unbedingt sein.

Und wegen dem EMS/ECS und Blutwerte spreche ich sie auch nochmal an. Zähne werden 1x im Jahr von nem Zahnspezialist gemacht. Da sollte eigentlich nix sein, der war zuletzt im September dran.

Naja, dass der Spaß nicht billig wird hab ich auch schon nicht mehr gehofft. Aber ich glaub fast jeder Pferdebesitzer weiß, dass es riesige Sparschweine sind, wo man jede Menge Geld rein stecken kann und das nicht mehr wieder sieht. :2daumenhoch:

Was kommt den so an Kosten für so ein EMS/ECS Profil auf einen zu?

Vielen lieben Dank


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BeitragVerfasst: 15.02.2015, 06:34 
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Ich zahle um die 150 Euro mit Anfahrt und allem, was dazugehört für zwei Blutabnahmen. Wenn Du allerdings noch den Organstatus überprüfen lässt, dann wirst Du sicher insgesamt bei 1 Pferdchen mit Preis rechnen müssen.

Ansprechen würde ich die TÄin trotzdem auf Magengeschwüre oder Gastritis (Magenschleimhautentzündung). Wenn ich mich recht entsinne, dann sind die Blüter leider bekannt dafür, schon als Fohlen, auch ohne Rennen, Magenprobleme zu entwickeln. Fragen kostet ja nix.

Jupp, das mit dem Sparschwein stimmt schon. Erlebe ich auch grad….

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BeitragVerfasst: 15.02.2015, 07:36 
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Hier schon mal das Bild mit Linien:

Dateianhang:
VB kleinLinien.jpg


Wie lange ist da der Schmied her?
Ist das Foto aktuell?
So wie sich die Hufe hier darstellen ist die Hufbearbeitung schlichtweg eine Katastrophe :(

Wenn die Barhufbearbeitung nicht stimmt kannst du den Rest leider vergessen....

Sorry, leider bewahrheitet sich das immer wieder.

LG Eddi

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