ich möchte hier mal kurz unseren Fall schildern.
zunächst, ich bin nicht Besitzerin des Pferdes, ich reite es nur und kümmere mich, da der Besitzer nach der Trennung von seiner Liebsten quasi auf den selbstgezüchteten Tieren sitzengeblieben ist (privater Hof), leider ohne besonders viel Ahnung...
Midnight ist 11 Jahre alt, Deutsches Sportpferd, c.a. 1,75 Stockmaß, zuletzt gewogen vor Reheschub mit 670kg. Im Sommer Ganztagskoppel, im Winter tagsüber Koppel, Nachts Stall.
Sie hatte am 27.5. einen laut TA leichten Reheschub in beiden Vorderhufen, Blutwerte waren bis auf einen erhöhten Muskelwert alle ok. Weiterführende Diagnostik wollte der Besitzer nicht. Ich gehe davon aus dass sie sich an dämlicherweise über den Zaun gekipptem Grünschnitt überfressen hat oder dort etwas giftiges drin war, da sie ansonsten kein KF bekam außer den Sonntag zuvor zwei Handvoll haferfreies Müsli nach einem Ausritt.
Sie bekam 3 Tage lang Finadyne und 4 Tage Rheumocam. In der Zeit stand sie nur im Stall und kam nur zum Beine kühlen kurz raus(lief nach Schmerzmittel sofort wieder fast lahmfrei). Danach mussten wir sie schon wieder langsam auf Magerwiese umstellen da unser Heu alle wurde und kein altes Heu mehr aufzutreiben war. Seit einer Woche steht sie nun wieder in der Herde mit 24 Stunden Fressbremse auf Magerwiese. Zusätzlich bekommt sie von mir etwas Bierhefe und sobald es da ist Rehe Vital MiFu, außerdem 15ml Schwarzkümmelöl. Sie läuft normal, außer wenn sie quer zum Hang mal einen falschen Schritt macht. Bei uns ist es leider sehr hügelig und das lässt sich nicht vermeiden. Außerdem weder Wärme noch Pulsation.
Da unsere Huforthopädin im Babyjahr ist und unser Ersatzschmied sich verhoben hatte, ist sie nun erst am 22.6. mit Hufbearbeitung dran.
Laut TA soll sie wen sie auf gerader Strecke klar läuft im Schritt bewegt werden, ich zögere jedoch etwas wegen der noch nicht bearbeiteten Hufe (sind ziemlich lang, sie wäre sowieso jetzt dran gewesen). Ich mag mich aber auch nicht selbst daran vergreifen. Normalerweise hätte ich damit kein Problem, wir hatten eine zeit lang mal überhaupt keinen guten Schmied und da habe ich die Hufe nach gründlicher Recherche immer selber nachbearbeitet, aber bei Rehehufen ist das doch was anderes.
Wie seht ihr das? Bewegen trotz zu langer Hufe und Bergen oder lieber noch stehen lassen? TA meinte sogar ich könnte schon wieder anfangen Schritt zu reiten, das kommt für mich aber nicht in Frage bis die Ostheopatin Mitte Juli da war.(sie wurde im akuten Schub von ihren Herdenkameraden verprügelt bevor es bemerkt wurde, und ich will erst alles wieder eingerenkt wissen was dabei eventuell ausgerenkt wurde).
Bild vom 6.6.2016, 10 Tage nach dem akuten Schub, seitdem hat sie noch etwas abgenommen und Muskeln verloren:

Soviel erstmal hierzu, ich abe noch ungefähr eine Million Fragen aber ich durchstöbere erstmal das Forum nach Antworten.





