ich bin ganz neu hier und habe mich angemeldet, um mich in das Thema EMS einzulesen und ggf. auch darüber auszutauschen. Vorab meine Situation:
Ich habe eine 12-jährige Araber-Stute. Ich habe sie jetzt 2 Jahre, schon als ich sie gekauft habe litt sie unter chronischem Kotwasser, immer wieder auch Durchfall - im Sommer mehr, im Winter weniger. Hufe und Zähne sowie das ganze Pferd waren in einem sehr schlechten Zustand. Ich habe sie gut aufpeppeln können. Was geblieben ist, ist das Kotwasser, sehr weicher Kot, immer wieder Probleme mit ihrem Bewegungsapparat (sie leidet unter Muskelverspannungen und ich vermute auch unter Schmerzen in den Gelenken, vor allem bei Nässe und Kälte, außerdem ist sie sehr "steif", vor allem im Bereich der Hinterhand). Sie ist sehr fühlig an den Hufen, barfuß gehen geht überhaupt nicht, selbst mit den Hufschuhen läuft sie sehr sehr "vorsichtig" (wir haben ein steiniges ausreitgelände). Sie ist oft sehr träge, ich muss sie ständig treiben und "wachrütteln". Sie hatte immer wieder auch Probleme mit Strahlfäule und Mauke - zur trockensten Zeit mittem im Hochsommer.
Letzte Woche war der TA da um die Zähne zu kontrollieren und hat mich darauf hingewiesen, dass sie wirklich "zu viel auf den Rippen" hat. Der Mähnenkamm wäre dick und an der Kruppe würden sich erste Fettablagerungen bilden. Er sagte, es sei noch nicht Alarmstufe rot, das müsste aber definitiv runter und dürfte keinesfalls mehr werden. Ich habe diese Probleme dann mit meinem Futterlieferanten besprochen; die erste Frage, die man mir stellte, war, ob sie an EMS erkrankt sei. Ich habe das verneint, weil ich bis dato noch nichts damit zu tun hatte, habe mir jetzt aber angefangen, Gedanken zu machen, und zu recherchieren. Einige der Symptome würden zutreffen, wie zum Bsp. die Fühligkeit beim Ausreiten, das Kotwasser, die Muselverspannung, der Fettansatz am Mähnenkamm. Ich bin jetzt sehr verunsichert und weiß nicht, was ich tun soll. Reagiere ich über? Oder sind meine Gedanken berechtigt?
Ich muss dazu sagen, dass sie in einem Offenstall steht und 24 Stunden Futter (Heu und Wiese) zur Verfügung hat. Das nutzt sie auch in höchstem Maße...
Ich hoffe, ihr könnt mir mit Erfahrungswerten vielleicht einen Rat geben, ob ich mich weiter damit auseinander setzen soll oder ob ich einfach nur ein empfindliches Pferd habe, was durch übermäßige Futteraufnahme momentan ein paar Kilo zu viel mit sich rum trägt...
Vielen Dank & viele Grüße



