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BeitragVerfasst: 02.08.2017, 18:47 
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Hallo zusammen,

meine Frau und ich haben eine 25-jährige Stute (Pony), bei der das Cushing-Syndrom festgestellt wurde. Seit sechs Wochen bekommt das Pferd nun Prascend.

Meine Fragen, die zwar schon tausendfach diskutiert wurden, aber meistens in veralteten Threads:

  1. Darf der Tierarzt die Ausstellung eines Rezeptes mit der Begründung verweigern, dass er das Medikament (in diesem Falle "Prascend") vorrätig habe?
  2. Stimmt es, dass man Prascend nicht mehr im Ausland bestellen kann, da es dieses Medikament in Deutschland zu beziehen gibt?

Zu Punkt 1: Mein Tierarzt hat mir heute genau diese Aussage geliefert: dass er das Medikament vorrätig habe und deshalb nicht verpflichtet sei, mir ein Rezept auszustellen. Auch meiner Bitte, eine Ausnahme zu machen, kam er nicht nach.

Ich habe daraufhin eine andere Tierarztpraxis angerufen, die juristisch auch nicht ganz sattelfest war, mir aber zugesichert hat, sich zu erkundigen, ob es gegen das Gesetz verstoße, Prascend zu verschreiben. In dieser Praxis hatte es bisher noch keine Patienten gegeben, die nach einem Rezept für Prascend gefragt hatten, insofern war die Dame am Telefon etwas überfordert. Sollte es aber legal sein, ein Rezept dafür auszustellen, würde man es auch tun, versprach man mir; ich müsse nur den frischen Laborbericht mitbringen. Grund dafür ist, dass das Pferd eigentlich vom Tierarzt, der das Rezept ausstellt, inspiziert werden muss, aber um hier keine zusätzlichen Kosten zu verursachen, würde man ggf. den Laborbericht akzeptieren. Aber auch hier wollte sich der Arzt noch durch eine rechtliche Recherche absichern, ob er damit nicht mit einem Fuß im Knast stehe, auf gut Deutsch gesagt.

Aber Ihr seht schon: Der aktuelle Tierarzt schaut nur aufs Geld - kein Angebot in irgendeiner Form. Der andere Tierarzt hingegen, den ich heute angerufen habe, setzt alle Hebel in Gang, um die Sache mit der Rezepterstellung abzuklären und mir entgegenzukommen - und das, obgleich ich noch gar nicht "Kunde" bei ihm bin.

Zu Punkt 2: Ich habe heute in der örtlichen Apotheke nachgefragt. Diese sagte mir: Ja, Bestellung von Prascend möglich, aber nicht im Ausland. Und nur mit Rezept, welches aber üblicherweise vom Tierarzt ausgestellt würde.

Zeitgleich habe ich drei Versandapotheken in Großbritannien angeschrieben, die mir innerhalb von Minuten geantwortet haben: Zwei haben den Versand von Prascend nach Deutschland abgelehnt, eine hat zugesagt - ich müsse nur das Rezept einscannen, welches dann wiederum als Kopie in das Päckchen gelegt werde, damit der Zoll im Falle einer Inspektion wisse, dass hier alles rechtens ist.

Zusammenfassung

Weiß jemand, wie die aktuelle rechtliche Lage ist? Ggf. mit Link zu irgendeiner juristischen Klausel?

Konkret:

  • Darf der Tierarzt ein Monopol aufbauen, indem er das sog. "Dispensierrecht" zu einem "Dispensiermonopol" macht, indem er sagt: "Ich habe das Pferd untersucht, ich habe das Medikament im Schrank, also werden Sie es auch von mir abnehmen, und deshalb werde ich Ihnen kein Rezept ausstellen." (Genau das wurde mir geantwortet.)
  • Wer hat nun Recht? Die Apotheke in Deutschland, die sagt, dass es widerrechtlich sei, Medikamente im Ausland zu bestellen, wenn es das Medikament auch in Deutschland zu beziehen gibt? Oder die Versandapotheke in Großbritannien, die mir ganz klar schreibt: "Kein Problem, wir versenden Prascend auch nach Deutschland, wenn Sie das Rezept vorher einscannen und uns zusenden."

Vielleicht weiß jemand über den aktuellen Stand der Gesetzeslage Bescheid.

Und falls jemand die Versandapotheke aus Großbritannien genannt haben möchte: Kann ich gerne nennen, aber soweit ich weiß, verstößt es gegen die Forenpolicy. Oder? Aber PN geht immer.

Und noch eine Bitte: Vermutungen der Art wie "Ich meine, der Bruder meiner Freundin hat auch ein Pferd, und da war das meines Wissens so, dass..." helfen keinem weiter. Wenn wir uns gegen Abzocke wehren wollen, brauchen wir Fakten. Also: Wer kennt die Gesetzeslage, wer hat von seinem Tierarzt aktuell (und nicht vor 10 Jahren - da waren die Gesetze ggf. anders) ein Rezept für Prascend ausgestellt bekommen, wer kann ebenfalls bestätigen, aktuell erfolgreich in Großbritannien Prascend bestellt (und geliefert bekommen) zu haben?

Ich hoffe, das klingt nicht zu frech. ;-)

Und: Danke im Voraus. :-)


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BeitragVerfasst: 02.08.2017, 21:01 
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Hallo,

ich weiß zuverlässig das Prascend noch immer aus dem Ausland bezogen werden kann und dies seit Langem so mit Prascend gehandhabt wird.
Inwieweit das bei einem vorliegenden Veterinär-Rezept dann legal ist vermag ich nicht zu sagen und werde mich schwer hüten hier für Auslandsbestellungen Werbung zu machen.

Der TA darf selbstverständlich ein Rezept über Prascend ausstellen ohne das er sich in irgendeiner Form strafbar macht, das ist gängiges Procedere.
Lediglich Pergolid, welches derselbe Wirkstoff ist und früher an Pferde verabreicht wurde, darf er nicht rezeptieren weil es "dank" der Umwidmung von Pergolid auf Prascend keinen Therapienotstand im Vetbereich gibt der das Humanpräparat rechtfertigen würde.

Und genau da ist das Problem gewesen, um Geld zu sparen wurde versucht an Pergolidrezepte zu kommen und diese dann aus dem Ausland zu beziehen.

Rezeptiert ein Veterinär Pergolid macht er sich in der Tat strafbar, das ist nur dem Humanmediziner vorbehalten.

Dies dürfte er nur dann tun wenn das Pferd nachweislich weniger als 0,5mg Wirkstoff benötigt um ausreichend und nicht übertherapiert zu sein was mit Prascend von 1mg und nur einer Sollbruchstelle nicht umsetzbar ist.

Aber selbst in diesen Ausnahmefällen verweigern die TÄ das in aller Regel weil sie Ärger mit dem dahinter stehenden Pharmakonzern zu Recht fürchten.

Ob der TA verpflichtet ist dir ein Rezept über Prascend auszustellen wenn er das Medikament vorrätig hat kann dir vielleicht schnulli beantworten, ich leider nicht.

Meine persönliche Vorgehensweise wäre z.B. eine nahe gelegene Pferdeklinik oder wie geschehen in einer anderen Praxis wegen des Prascends anzufragen.
Es gibt nämlich durchaus TÄ die die Tabletten zum Selbstkostenpreis abgeben, der ist oft sogar geringer als Auslandbestellungen und alles ist legal.

Sorry für meinen vermutlich wenig hilfreichen Beitrag, aber ich wollte deine Anfrage auch keinesfalls unveachtet lassen und wünsche dir viel Glück bei der Suche nach Lösungen preiswerter an die Tabletten zu kommen.

Welchen Betrag fordert dein beh. TA denn überhaupt für die 160 Stück Packung?

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LG Kathi
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BeitragVerfasst: 02.08.2017, 21:25 
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Ein Tierarzt ist grundsätzlich überhaupt nicht verpflichtet, ein Rezept auszustellen, wenn er das Medikament vorrätig hat oder aber zeitnah besorgen kann. Mein eigener macht das aus: ich bekomme von ihm kein Rezept; punkt-um-aus. Nun hab ich die Wahl, es mir mit ihm zu verscherzen (wer nimmt dann das Blut zur Kontrolle?) oder aber in den sauren Apfel zu beissen, einige Cent mehr zu bezahlen. Da mein Lütter "nur" 1/4 Tablette bekommt, nahm ich die ordentliche Blutabnahme. Sprich, ich zahle eben mehr fürs Prascend, was ich jederzeit bekomme.
Denn: die Ersparnis ist nicht mehr so enorm. Zumindest bei meinem Pony nicht.

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BeitragVerfasst: 02.08.2017, 22:19 
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Ganz vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

Nun, es ist ein Endmaßpony, wobei man sehen muss, ob die Dosis irgendwann gesenkt werden kann.

Was mich allerdings erstaunt, ist die Tatsache, dass der Tierarzt einen zur Abnahme des Medikamentes beim ihm zwingen kann, indem er die Ausstellung eines Rezeptes verweigert. Man stelle sich das mal in der Humanmedizin vor. Und wer legt den Preis fest? Kann das der Tierarzt alleine entscheiden?

Die 60er-Packung kostet beim Tierarzt 132 EUR. In der Apotheke bekomme ich die gleiche Packung für 128 EUR. Gut, das ist keine große Ersparnis, zumal der Weg über die Apotheke inklusive der Rezeptgebühr wohl unterm Strich sogar teurer wäre. Geschenkt.

Aber in Großbritannien bekomme ich die 60er-Packung für ca. 78 EUR (exkl. Versandkosten). Das ist schon ein Unterschied.

Traurig finde ich, dass mit diesem Prascend ordentlich abgezockt wird. Tausendmal diskutiert, brauchen wir nicht neu aufzuwärmen. Aber es gibt Tierärzte und Tierärzte. Den Arzt, den ich heute angerufen habe, und zu dem ich wohl auch wechseln werde, hatte da einen ganz anderen Ton drauf. Er wolle sich juristisch kundig machen, und wenn dem nichts im Wege stehe, bekomme ich das Rezept, um meine Bestellung selber zu tätigen. Vor meinem aktuellen Tierarzt wurde ich im Stall von anderen Pferdebesitzern bereits vor einigen Monaten mit den Worten gewarnt: "Bei dem geht es nur ums Geld, und das nicht zu knapp."

Ich muss dennoch vorsichtig sein, dass man mich nicht falsch versteht: Gute Arbeit soll gut belohnt werden - keine Frage. Es geht mir nicht darum, beim Tierarzt zu knausern. Aber wenn es um unverhältnismäßig große Gewinnmargen geht, die mit der Macht der Pharmaindustrie und deren Einfluss auf die Gesetzgebung bewirkt werden - hey, come on: ya mother! ;-)


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BeitragVerfasst: 03.08.2017, 07:59 
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Der Preis wird in der Arzneimittelpreisverordnung (https://www.gesetze-im-internet.de/ampr ... 70980.html) geregelt. Der TA darf auf Medikamente soundsoviel % draufschlagen. Wird der EK teurer, wird in der Regel auch der VK teurer.

Vet-Medizin darf man nicht mit Humanmedizin vergleichen. Der Humanarzt darf keine Medikamente verkaufen. Daher muss er ein Rezept ausstellen. Er kann lediglich Muster mitgeben.
Der Vet-Mediziner wiederum hat in der Regel alle von ihm benötigten Medis auf Vorrat da und stellt daher in der Regel nur bei Umwidmungen Rezepte aus. Und da der Einkauf von Medis im Europäischen Ausland eher eine Grauzone ist, weigern sich Tierärzte immer häufiger, ein Rezept für Prascend auszustellen.

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BeitragVerfasst: 03.08.2017, 09:40 
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Was ich bei dem immer wieder sehr ärgerlichen Prascend-Preis-Thema ganz vergessen habe zu fragen ist:

Wodurch, also welcher Test oder Laborparameter, wurde ein ECS diagnostiziert und mit welchem Ergebnis?
Ist das ECS auch gegen ein EMS und die IR (Insulinresistenz) abgeglichen worden, idealer Weise mittels EMS/ECS Gesamtprofil?
Was war überhaupt Anlass dazu nach einem möglichen ECS zu schauen, gab es Auffälligkeiten in der klinischen Beurteilung wie Hirsutismus z.B.?

Leider haben die drei Stoffwechselerkrankungen sich überlagernde Symptome, bei der IR besteht zudem eine genetische Disposition bei Robustrassen und es gibt sie nicht nur als eigenständige Erkrankung sondern leider oft auch als Symptom des ECS und EMS.

Da ein älterer Cushi oftmals anders gefüttert werden muß um ein paar Kilos auf seinen Rippchen sein Eigen nennen zu können besteht oft die Gefahr die vielleicht auch ECS induzierte IR unwissentlich durch unpassende Futtermittel/Zuviel Grundfutter mit hohem Gesamtzuckergehalt zu nähren.
Nicht selten muß also neben der medikamentösen Therapie auch das restliche Management in Haltung, Bewegung und Fütterung optimiert werden.
Von daher gehören die Werte aus dem KH Stoffwechsel zur ECS Diagnostik wie das Amen zur Kirche.

Wir haben leider schon sehr häufig erlebt das kein EMS/ECS Gesamtprofil gemacht wurde und gering erhöhte ACTH Werte so allein für sich betrachtet eine ECS Diagnose zur Folge hatten und zu Unrecht antherapiert wurde.

Eindeutig Beweisführende ACTH Werte siedeln sich meistens im mehrere Hunderterbereich an, bei meinen Ponys war es z.B. 925 und 3080

Habt ihr einschleichend antherapiert und bei welcher Dosis seid ihr jetzt?

Das hat sich insofern bewährt weil es deutlich weniger Nebenwirkungsbehaftet ist und man sich von unten der individuellen Dosis die DEIN Pferd benötigt um ACTH wieder in die jahreszeitliche Referenz zurückzuführen zu nähern.
Nur soviel Wirkstoff wie nötig, so wenig wie möglich. Schont sowohl das Pferd, dessen Wohlbefinden und auch das Portemonnaie.

Prascend nach guten Laborwerten wieder zu verringern hat sich als sehr gewagt gezeigt denn ein innerhalb der Referenz befindliches ACTH zeigt an das man das Therapieziel erreicht hat und bei der Dosis auch bleiben sollte.

Bei MIRO, dem kleinen Shettymann aus dem Forum war diese sogar vom TA angesagte Verringerung der Anfang vom Ende, nach einem 3/4 Jahr ist er leider über den Regenbogen galoppiert :?
spirit_78 hat geschrieben:
Ich weiß bald nicht mehr weiter. *seufz* Hätte ich letzten herbst bloß nicht auf Anraten einer anderen TÄ das Pergolid runtergefahren, weil er so abgebaut hat. Damit ging alles los und jetzt kommen wir nicht mehr raus.
Jahrelang war alles gut, und jetzt das. Ich beiss mich in den Hintern. :(


Vielleicht weißt du all das Geschriebene schon, vielleicht ist aber doch noch der ein oder andere Hinweis enthalten der wertvoll sein könnte.
Wir hatten mal den Fall das nur eine günstige Bezugsquelle angefragt wurde und letztendlich hat die Besi, zum Glück!!, ihr Pferd hier vorgestellt wo vom TA viele Versäumnisse offenkundig wurden, nachzulesen HIER
Letztendlich haben wir alle gemeinsam alles aufdröseln und dem Muck noch eine schöne Zeit bescheren können.

Von daher schreib ich lieber mal was Zuviel als Zuwenig, sorry dafür :oops:

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LG Kathi
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BeitragVerfasst: 11.08.2017, 14:03 
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Registriert: 02.08.2017, 14:20
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Erst einmal vielen Dank für die vielen Informationen (in die ich mich noch einlesen muss)!

Als wir Jule damals geschenkt bekamen (vor ca. 7 Jahren), wurde uns gesagt, dass sie eventuell ECS haben könnte, weil der Fellwechsel manchmal etwas längert dauert. Jule war aber fit wie ein Turnschuh und hatte überhaupt keine der Anzeichen für ECS, die sonst so genannt werden. Diejenigen Pferde mit ECS, die im Stall bei uns untergebracht waren – ja, was soll ich sagen: Zwischen Jule und denen lagen Welten, alleine schon optisch. Diese extreme Lockung im Fell hatte sie überhaupt nicht, und wie gesagt: Für ein Pferd Baujahr 1992 war sie topfit.

Jetzt im Frühjahr hatte sie zum ersten Mal einen partiellen Haarausfall beim Fellwechsel, wobei die kahlen Stellen aber schon Tage später wieder zugewachsen waren. Da sie aber nach dem Fellwechsel länger als in den vergangenen Jahren zum Zunehmen brauchte (in der Fellwelchselphase von Winter auf Sommer hatte sie immer an den Hinterbeinen etwas abgenommen), haben wir daraufhin den Test auf ESC durchführen lassen. Der ACTH-Wert lag bei 105.

Bisher müssen wir uns um Jule keine Sorgen machen. Sie wird robust gehalten (Weide 365 Tage mit kleinem Stall), und ihr geht es gut soweit.

Ich habe jetzt eine Tierärztin am Start, die sich der Sache mal genauer annehmen will: sowohl der Blutwerte als auch der finanziellen Seite (was legal möglich ist, um der Abzocke zu entgehen). Wir werden demnächst einen neuen Bluttest machen lassen (ggf. auch einen genaueren mit mehreren Parametern), und dann sehen wir weiter, wie es mit der Dosis ausschaut.


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BeitragVerfasst: 11.08.2017, 18:23 
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Beiträge: 7516
Perot hat geschrieben:
.... Jule war aber fit wie ein Turnschuh und hatte überhaupt keine der Anzeichen für ECS, die sonst so genannt werden. Diejenigen Pferde mit ECS, die im Stall bei uns untergebracht waren – ja, was soll ich sagen: Zwischen Jule und denen lagen Welten, alleine schon optisch. Diese extreme Lockung im Fell hatte sie überhaupt nicht, und wie gesagt: Für ein Pferd Baujahr 1992 war sie topfit.

Jetzt im Frühjahr hatte sie zum ersten Mal einen partiellen Haarausfall beim Fellwechsel, wobei die kahlen Stellen aber schon Tage später wieder zugewachsen waren. Da sie aber nach dem Fellwechsel länger als in den vergangenen Jahren zum Zunehmen brauchte (in der Fellwelchselphase von Winter auf Sommer hatte sie immer an den Hinterbeinen etwas abgenommen), haben wir daraufhin den Test auf ESC durchführen lassen. Der ACTH-Wert lag bei 105.

Bisher müssen wir uns um Jule keine Sorgen machen. Sie wird robust gehalten (Weide 365 Tage mit kleinem Stall), und ihr geht es gut soweit.


Ein ECS brodelt oft Jahrelang schon unterschwellig im Organismus bis es mit dem Kardinalsymptom Hirsutismus aufwartet, besser ist man erkennt ein ECS vorher und lässt es gar nicht dazu kommen das sich die schlimmen Symptome der Erkrankung mit all ihren oft fatalen Folgen zeigen.
Mein Wallach hatte übrigens überhaupt gar keine Symptome und wurde nur aus einem Bauchgefühl und dem Verwandtschaftsverhältnis zu unserer ECS Stute heraus mit einem ACTH von 925 positiv getestet.

Da ein Pferd aus Überlebensstrategie heraus erst sehr spät Unpässlichkeiten zeigt ist der klinische Eindruck oft subjektiv betrachtet (noch) positiv.

Den partiellen Haarausfall würde ich nicht zwingend zum ECS sehen, leider kann ja jeder Organismus Läuse und Flöhe gleichzeitig haben und man muß da sicher auch andere Ursachen in Erwägung ziehen.
Ein Abmagern über Winter wird hingegen häufig bei unbehandelten Cushis beobachtet und auch das Auffüttern ist oftmals dann sehr schwer zumal das gesund erfolgen muß um nicht versehentlich eine das ECS begleitende/ induzierte IR zu nähren.

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