Aus selbst gemachter Erfahrung kann ich dir sagen das eine fortgeschrittene Arthrose auch mitunter ein unwillkürliches Wegknicken durch z.B. plötzlich einschießenden Schmerz oder weil sich etwas "verkantet" auslösen kann. Auch geschädigte Sehnen zollen ihren Tribut und können Stürze begünstigen.
Das es immer die selbe Seite ist die bei deinem Pferd durch Stürze betroffen ist spricht m.E. für einen Zusammenhang zur Arthrose rechts bzw. zu linksseitiger Vorerkrankung und gegen eine Narkolepsie.
Ob er nun fällt weil er Probleme mit seinen Beinen hat oder er vielleicht schon früher gelegentlich unbemerkt gestürzt ist und sich besser fangen konnte als jetzt im höheren Alter und vermehrter gesundheitlicher Probleme ist auch eine Überlegung wert.
Sowohl Narkolepsie als auch EOTRH werden immer wieder bei Cushis beobachtet von daher ist ein Zusammenhang zum ECS durchaus denkbar.
Auch kann es alleine durch die Raumforderung die das Hypophysenadenom u.U. durch Entartung aufweist zu neurologischen Störungen kommen.
Wenn dein Pferd eine nachts geschlossene Box gewohnt ist kann die geöffnete Box schon als Stress empfunden werden, nicht zuletzt weil sich nachts auch eher mal Tiere herumtreiben die tagsüber bei regem Treiben seltener oder gar nicht anzutreffen sind.
Sich zum schlafen abzulegen erfordert Vertrauen was vielleicht so nicht gegeben war. Schön das die Mistflecken im Fell dir gezeigt haben das er wieder im Liegen geschlafen haben muß
Ich glaube nicht das mehr Box für ihn stressfreier gewesen wäre.
Einem Dauerfresser und Steppentier tut es an der Seele gut ausdauernd aber gemächlich unterwegs zu sein, der Arthrose sowieso.
Das du ihn mit IR nicht auf die Wiese lassen möchtest finde ich richtig, aber vielleicht wäre eine zeitweise Fressbremse eine Überlegung wert ihm zu mehr Abwechslung und Bewegung zu verhelfen?
Jetzt nochmal umziehen würde ich persönlich versuchen zu vermeiden weil, selbst wenn aktuell nicht alles optimal erscheinen würde, das immensen Stress bedeutet.
Hier muß immer das Risiko gegen den Nutzen abgewogen werden.
Ich finde schlimm das man sich als verantwortungsvoller Besitzer stoffwechselkranker Pferde immer wieder erklären und rechtfertigen muß warum man seinen Liebling so "sträflich behandelt, ihm Futter reglementiert und ausgesucht anbietet, Weidezeiten begrenzt oder gar nicht gestattet.
Bewährt hat sich die Gegenfrage ob man deren an Diabetes erkrankten Mutter/ Oma/ Kind denn Schokolade und Sahnetorte je nach deren Heißhunger darauf anbieten und ihnen Insulin und gesundes Essen als Therapiemaßnahme vorenthalten dürfe.
Sicher kommt irgendwann der Tag an dem man sich fragt ob man seinem Pferd ein längeres Leben ohne nennenswerte Lebensqualität im goldenen Käfig zumuten möchte oder den Tagen die es noch hat mehr Leben geben möchte.
Um sich das beantworten zu können braucht es das Wissen um alle Gesamtumstände und die Fähigkeit sein Pferd in seinen Bedürfnissen und Erwartungen "lesen" zu können.
Bleib mit deinem Liebling im Gespräch und lass dich nicht durch Unwissende, Außenstehende verunsichern, dann werdet ihr euren individuellen Weg finden.

