Ich bin neu hier im Forum und hoffentlich im richtigen Bereich gelandet.
Kurz zu uns: Ich habe unter anderem eine inzwischen 27 Jahre alte Warmblutstute. Der Tierarzt war letzte Woche da und hat gemeint, dass er vermutet, dass sie Cushing hat, weil das viele ältere Pferde hätten und sie typische Symtome hat. Jedoch meinte er man müsste es nicht unbedingt behandeln, wenn ich es aber genau wissen wolle, müsste man einen Bluttest machen. Andererseits habe ich auch schon Meinungen in Foren gelesen die besagen dass man ein Pferd besser einschläfern sollte als Cushing unbehandelt zu lassen, sei es aus finanziellen oder sonstigen Gründen. Was stimmt denn nun?
Die Symptome die er nannte sind:
- einige längere (etwa doppelt so lang wie das restliche Fell) Haare, überwiegend an Hals und Bauch
- Probleme mit dem Fellwechsel, haart auch jetzt kaum und dauerte letztes Jahr bis zum Sommer bis ein Großteil des Winterfells dann wirklich runter war
- steht öfters mit eher gesenktem Kopf und eher abwesend herum
- hat so gut wie keine Muskulatur mehr, insbesondere keine Rückenmuskulatur
- ist schwerfuttrig und mager trotz viel Futter
ABER
Es handelt es sich eben auch um ein altes Pferd. Sie wird nicht mehr geritten und wir gehen nur noch spazieren, dass sie Muskelmasse verliert finde ich da nicht allzu verwunderlich. Bisher hat ihr außerdem jeder Winter zugesetzt und sie hat sehr abgenommen, sobald die Weidesaison anfing regulierte sich das aber. Außerdem hat sie keine Fettdepots irgendwo sondern ist insgesamt mager und sieht schlecht aus momentan. Mit Hufrehe hatte und hat sie keinerlei Probleme und sie futtert bald 3 kg Kraftfutter am Tag um wenigstens ihr Gewicht halbwegs zu halten. Diese "Dosis" bekommt sie schon seit Jahren, weil sie immer schwerfuttrig war und das Futter nicht gut verwertet hat. Die Zähne sind auch nicht mehr die tollsten, darum gibts auch Rübenschnitzel (die normalen), Heucobs und Mash für die Verdauung sowie Öl.
Ich habe inzwischen viel gelesen und unter anderem auch, dass Cushing so eine Art Modediagnose ist, die oft ausgesprochen wird.
Lohnt es sich wirklich diesen Bluttest machen zu lassen? Ganz sicher soll dieser wohl auch nicht sein?
Der Preis von 300 EUR pro Packung von Prascend erschreckt mich ehrlich gesagt auch ganz schön. Mein Pferd bekommt sowieso schon jeden Monat Zusatzfutter/Medikamente für Arthrose und Spat die über 50 EUR kosten und ich habe von Pferden gelesen die teilweise 2 Tabletten pro Tag brauchen.
Sollte ich nun testen lassen oder nicht?
Grüße


