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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 26.05.2017, 00:04 
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Ponys4.jpg
25.05.2017
Mili ist nun sehr lange mit 1,25mg Prascend stabil (stabile Dosis seit 2,5 Jahren :2daumenhoch: ).
Aktuell geht es ihr richtig gut. Derzeit wirkt sie wie fünf statt wie 21. :mrgreen: Sie läuft ca. 6 mal die Woche in leichter Arbeit, bekommt Heu aus engem Heunetzt, aber dafür 24h/Tag und nach der Arbeit getreidefreies Müsli mit Mineralfutter (ich hab eines gefunden, dass sie meistens frisst), Reiskeimöl (bekommt ihr gut im Fellwechsel), Aminosäuren (zum Muskelaufbau), Muschelkonzentrat (gegen Athrose) und eine minimale Dosis Mariendistelpellets zur Unterstützung der Leber (wegen der vielen Medis). Diese Futterzusammenstellung kriegt sie jetzt schon über ein Jahr und damit haben wir scheinbar das gefunden, was gut zu ihr passt. Das letzte Jahr war echt toll, das hätte ich nach der Drusegeschichte 2015 nicht erwartet. Ich hoffe, dass das noch viele Jahre jetzt so weitergeht. :wink:

Letztens war die Pferdewaage da. Milli ist offiziell 127cm groß und wiegt 306kg, hat einen richtig guten BCS, an den Rippen fand er sie sogar grenzwertig, weniger sollte es nicht werden. Das denkt man so gar nicht, dass ihre Figur top ist, denn sie hat oft einen aufgeblähten Bauch und eben einen Hängebauch bei sehr großzügigem Rippenbogen.

Wahrscheinlich müssen die Ponys nächstes Jahr wieder umziehen, da wir bauen und mir der Stall dann zu weit weg ist. Ich hoffe wir finden was, wo wir die Figur halten können.

Und als Überraschung gibt es heute tatsächlich Fotos. Ihr seht darauf auch mein 2. Pferd "Atlantik", was ich seit letztem Jahr habe. Sie hat leider auch ECS und wird behandelt, ich hab es noch nicht geschafft, ihr ein Tagebuch zu machen. :oops: Die Fotos hat Atantiks RB gemacht, ich war für die Bewegung zuständig. Ich mag die Fotos sehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 26.05.2017, 00:06 
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Nachtrag: Für diese Fotos dürfte Milli das erste mal seit 8 Jahren auf eine Koppel. Sie fand es toll. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 30.06.2019, 00:22 
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Meiner Milli geht es gar nicht gut und ich habe keine Ahnung warum. :(

Milli hat seit fast 6 Jahren die gleiche Dosis von 1,25mg. (Behandelt wird sie seit 2011, mit sicher mindestens zwei Jahren davor Symptome im Graubereich.) Und damit ging es ihr bezüglich des Cushings gut. Und jetzt ist es so, als ob das Medikament nicht mehr wirkt. :weißnich:
Rückblickend könnte man sagen, dass es Anzeichen im letzten Jahr gab, das was nicht stimmt. (z.B. wiederkehrendes Stolpern eventuell als schleichende Rehe? Infekte.)
Und ja, das will man auch manchmal nicht sehen, einfach aus Angst vor dem, was da kommt. :?
Ich verstehe nur einfach nicht, warum wir es nicht mehr in den Griff kriegen.
Ich hab schon Stunden damit verbracht zu recherchieren, finde aber nichts zu langfristigen Gaben und eventuellen Folgen. Vielleicht gehen auch irgendwann die Rezeptoren kaputt, an denen das Medikament andockt?

Letztes Jahr im August hatte Milli eine schwere Bronchitis, ich dachte schon das war's. Aber sie erholte sich, würde sogar wieder geritten. Wobei die Atmung immer wieder Mal auffällig würde, ab und an hustete sie.
Im Januar bekam sie einen schweren Reheschub. Ja, sie war auch zu dick geworden, das Heu vom letzten Jahr ist einfach echt übel. Sie hat nun über 20kg wieder abgenommen, ist mir nun ca 320kg noch ca 10kg von ihrem Ideal entfernt. Wir haben zudem das Prascend auf 1,5mg erhöht.

Millis Zustand ist trotzdem weiterhin eher schlecht.
Verbesserung sind maximal kurzfristig, ihre Stimmung schwankend zwischen normal, überfordert und depressiv. Sie läuft aktuell im Trab wieder sehr Bescheiden, das Fell ist innerhalb von ca. fünf Wochen locker 1cm gewachsen (ich hatte sie geschoren), der Behang kräuselt sich unnatürlich, sie hat sowas wie leichte Mauke (bei dem Wetter), pinkelt viel und frisst alles was sie kriegen kann, auch sämtliche Zusatzmittel (für Milli ganz untypisch, tritt nur in den schlechten Phasen auf).
Einzig das Gewicht können wir konstant halten, wenigstens ein Gutes. Ja, sie könnte noch 10kg abnehmen, aber bis jetzt hatte das Abnehmen auch nicht zu einer totalen Verbesserung geführt.
In Summe wirkt das auf mich wie unbehandeltes Cushing, trotz 1,5mg Prascend auf 320kg Pony.
Ich bin so ratlos, ich verstehe es einfach nicht.

Ich werde mit der TÄ sprechen. Jetzt fällt mir nur noch ein ein Blutbild machen zu lassen. Aber was dann tun, wenn sie auf das Prascend nicht mehr anspricht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 02.07.2019, 00:56 
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Ich bin mir unsicher, wo ich auf eure Fragen antworten soll. Ich mache das jetzt mal hier, vielleicht will ich das später nochmal nachlesen und dann findet es sich leichter. :mrgreen:

Gordo hat geschrieben:
Es tut mir Leid, dass es Milli nicht gut geht und sie sogar wieder einen Reheschub hatte. Hat sie den denn halbwegs gut überstanden oder gibt es Veränderungen am Huf/Hufbein?
Von außen betrachtet denke ich nicht,dass die Hufe jetzt so viel schlechter da stehen. Aber wir machen Morgen Röbis, das erste Mal rseit gut 10 Jahren. Damals war die Rotation minimal, ich hab aber leider die Bilder nicht.
An sich bin ich ja nicht so für Röbis bei Hufrehe. Ich finde, man erkennt von außen alles. (Ich weiß, heiße Diskussion, gehört jetzt aber nicht hierher.) Aber gerade will ich einfach auch alles ausschöpfen, was geht. Nur um ganz sicher zu sein.

Gordo hat geschrieben:
Ein Bluttest ist sicherlich eine gute Idee. Geht das inzwischen stressfreier für Milli?
Nein, das geht nach wie vor nur mit Nasenbremse. Aber Milli reagiert sehr gut auf Nasenbremse, von daher denke ich ist die Verfälschung gering. Wir wollen Morgen auch Blut abnehmen, wenn es klappt.

Gordo hat geschrieben:
Nach 6 guten Jahren mit 1,25 mg erscheint mir eine Erhöhung nicht ungewöhnlich, denn die Krankheit schreitet ja weiter voran. Wie hat sie denn die Erhöhung auf 1,5 mg vertragen? Wie lange hat sie das bekommen und warum hast Du wieder reduziert?
Wir haben nicht reduziert, sie ist weiter bei 1,5mg. Tatsächlich fand ich die Wirkung der Erhöhung nur sehr gering. Früher hat 1/4 mehr immer erstmal viel ausgemacht. :weißnich:

Gordo hat geschrieben:
Hast Du schon einmal das Tagebuch von Serilein gelesen? Das ist ein Pferd, was zu den Hochdosis-Cushis zählt. Man kann gut mitlesen, wie trotz immer höherer Tablettengabe der ACTH-Wert nicht dauerhaft gesenkt werden konnte, bis sie bei einer Dosis von 4 mg (!!) waren.
28362214nx18618/diskussionen-zu-den-tagebuechern-f60/atseri--nun-sind-auch-wir-ein-cushelchen-t7326.html
Oh krass. Danke, gucke ich mal rein.

eff-eins hat geschrieben:
Welche Zusatzmittel bekommt Milli denn, was genau und wieviel und wie sieht die aktuelle Fütterung (Heu ink. Kiloangabe und ob es einstündig gewaschen wird) aus?
Milli kriegt von Agrobs das Alpengrün-Müsli als quasi Träger für den Rest. Mineral das Naturmineral von Agrobs (Tierärztin empfahl mir jetzt das ATCOM REHE-VITAL), pure Aminosäuren als Pulver, Kräuter zur Unterstüzung der Leber (dauerhaft, ohne geht gar nicht mehr, wird sie schnell schlapp/müde), Grünlippenmuschelpuver gegen die Athrose. Neu seit ca. vier Wochen was für den Darm (MASTERHORSE DARM-PERFEKT), weil sie immer so gebläht ist, hilft etwas und der Zustand ansonsten hat sich nicht wirklich verändert seitdem.
Heu wird weder gewaschen noch gewogen. Das müsste ich selber machen und das geht beim besten Willen nicht. Seit Februar (wegen der Rehe bei Milli) haben sie aber nicht mehr 24/7 Heu, sondern stehen beide von ca 16Uhr bis 8Uhr extra und kriegen was zugeteilt, so das beide Pferde gut abgenommen haben. Gefüttert wird dann oft erst 20Uhr, das hält dann bis in die Nacht rein (mindestens bis Mitternacht, da war ich einmal da und sie hatten noch was). also sie haben wenigstens zweimal am Tag eine Fresspause von 4-6 Stunden. (Ich weiß, über 4 Stunden Fresspause ist auch nicht optimal, geht aber nicht anders zu organisieren.) Und tagsüber sehe ich sie auch mal woanders, nicht nur am Futter.

eff-eins hat geschrieben:
Ich schließe aus deinem Bericht das du im vergangen oder vielleicht auch davor keine regelmäßigen Therapiekontrollen von sowohl ACTH als auch von den KH Stoffwechselwerten gemacht hast sondern eher nach der klinischen Beobachtung gegangen bist?
Ja. Dazu hatte ich mich entschieden, weil ich den TAs tatsälich bei der Blutentnahme nicht traue und ich es dann auch lassen kann. Ich kenne zum Beispiel keinen mit transportabler Zentrifuge. Die TÄ Morgen meinte, sie kühlt das unterwegs, fährt dann gleich nach Hause zum zentrifugieren und dann weg ins Labor. Ich hoffe das passt. :weißnich:
Und beide Ponys lassen sich extrem schlecht Blut abnehmen. Atlantik eigentlich gar nicht, Milli nur mit Nasenbremse.

eff-eins hat geschrieben:
Das würde natürlich immer die Gefahr mit sich bringen das man den Zeitpunkt wo man Prascend erhöhen muß um das ACTH innerhalb der Referenz zu wissen wohlmöglich verpasst.
Ja, das weiß ich. Aber das ist der Fall von "so müsste es" und "so ist es machbar".

eff-eins hat geschrieben:
Eigentlich ist Mönchspfeffer trotz der Bewerbung für die Anwendungsebiete beim Hypophysenadenom eher kontraindiziert.
Das weiß ich. Tatsächlich wurde mir auch von TAs schon zweimal dazu geraten. :weißnich: Man hätte damit gute Erfahrungen gemacht. Ich bin noch skeptisch, aber wenn sonst nichts mehr hilft, würde ich es versuchen.

eff-eins hat geschrieben:
Du hast jetzt vor der Erhöhung nicht das ACTH überprüft? Dann ist es natürlich schwer die Ursache durch eine jetzige Testung konkret benennen zu können und auch eine Therapieüberprüfung ob die Erhöhung ausreichend war gestaltet sich schwieriger es sei denn das ACTH ist bei der Testung noch immer astronomisch hoch.

Wann genau hast du erhöht? Die Dosis sollte idealer Weise 4 Wochen konstant gegen sein um darunter einen Test zu machen.
Dei Erhöhung war Januar oder Febuar. Also zumindest ist das jetzt "stabil" um zu gucken, wie es darunter aussieht.

Also zusammenfassend der Plan für Morgen:
Morgen kommt die TÄ. Sie selbst hatte einen Termin bei ihrer Kollegin mit transportablen Röntgengerät und hat uns den jetzt gegeben, weil Milli gerade wichtiger sei.Voll nett finde ich.
Und dann wollen wir noch Blut abnehmen. Ich hoffe das klappt alles.
Generell machte meine TÄ einen skeptische Eindruck wegen der Erhöhung. Obwohl im Beipackzettel ganz klar beschreiben ist, dass man noch deutlich höher gehen kann, bei Milli bis 3,5 Tabletten theoretisch.
Aktuell hab ich gar kein richtiges Gefühl dafür, ich warte jetzt einfach ab was da nun raus kommt.
Ich hoffe, dass ich daran denke auch nochmal die Zähne anzugucken. Mir wurde erzählt, dass sich das ACTH auch bei EOTRH erhöhen kann. Obwohl das nie Thema war bei den Zähnen, aber sicher ist sicher.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 02.07.2019, 01:26 
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BeitragVerfasst: 02.07.2019, 01:27 
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Das pben sind neue Fotos. Beide Ponys frisch geschorenen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 02.07.2019, 14:52 
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Hat alles gut geklappt heute!
Die Tierärztin mit dem Röntgengerät hat was gesagt, da hätte ich diesmal fast vor Freude geheult.
Sie hat sich Milli angeschaut, nach Rasse, Alter und Geschichte gefragt und meinte dann: "Und dann sieht die noch so gut aus! Da hab ich schon gesunde 23jährige Ponys gesehen, die deutlich schlechter da standen."

Die Bilder kriege ich die Tage noch per Mail. Wir haben sie gleich angeschaut. War für mich jetzt keine Überraschung dabei. Das Hufbein ist etwas rotiert, aber nicht dramatisch. Sonst sieht alles gut aus, vorne keine Athrose zu sehen oder so. Genug Sohle hat sie auch unter dem Knochen, daher können die Schmerzen also nicht kommen. Blutergebnisse brauchen nun ein paar Tage.

Meine TÄ hat noch klar gesagt, dass wir hier ja nun eine chronische Rehe haben und unsere einzige Chance die Fütterung ist. Sie muss halt noch mehr abnehmen, da führt kein Weg dran vorbei. Noch bevor wir über mehr Medikamente nachdenken, denn beide Tierärzte fanden die Dosis hoch.

Ich muss das jetzt noch mit der SB kommunizieren, davor grauelt es mich schon. Die geben sich wirklich ganz dolle Mühe am Stall, aber im Gegensatz zu den Ställen vorher ist die Fütterung hier zu gut gemeint. Ach man, immer ist irgendwas.
Zumal Milli von den anderen ganz schön getrietzt wurde heute. Das geht aktuell natürlich auch nicht, weil sie so blöd läuft. Das macht ja noch mehr Stress. Also Werd ich meine Beiden am besten wieder extra Stellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 02.07.2019, 16:01 
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Ich habe gerade mit der SB telefoniert. Total toll, sie war sofort dabei mit allem. Sie hatte auch schon heute früh mit den Pflegern überlegt, dass die Herde für Milli gerade nicht optimal ist und hat von sich aus vorgeschlagen die Heunetze ab zu wiegen, dass keiner Blödsinn macht mit der Futtermenge. Sie meinte, unsere Milli, die wollen wir doch noch behalten. Bin ganz gerührt.
Sie sucht heute Abend wie viele Netze wir noch haben und ob die Waage noch da ist, sonst besorge ich noch eine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 03.07.2019, 15:11 
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Die Bilder. Senkung und Rotation sind zu sehen. Die Hufbeinspitzen sind gebogen, vor allem rechts.
Aber für mich war das zu erwarten, waren ja schon mehrere Schübe über die Jahre. Nichts, was man nicht in den Griff bekommen kann, denke ich. Bild

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BeitragVerfasst: 05.07.2019, 23:26 
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Milli scheint den Extrapaddock zu genießen. Sie wirkt entspannter. Leider läuft sie immer noch schlecht. Gefühlt wieder schlechter. Obwohl sie seit Dienstag schon ca fünf Kilo verloren hat laut Gewichtsmaßband. Ich vermute, dass die Schadstoffe aus dem Fettgewebe die Rehe eventuell erstmal verschlimmern.
Die TÄ meint, wenn es sich verschlimmert könnte man auch Schmerzmittel geben.
Der ACTH-Wert ist super, also an der Dosis sollten wir nichts verändern. (Referenz <29, sie hat 20) Es scheint also gar nicht das Cushing zu sein, sonder eher das EMS. Ich muss das wirklich wieder vermehrt im Blick haben, dass Milli da eben mit zwei Sachen zu kämpfen hat.
Leider hat sie heute auch wieder gehustet. Ich hoffe da kommt jetzt nicht noch ein Infekt wieder dazu.

Ich hab kein EMS-Profil machen lassen, ha da echt nicht mehr dran gedacht nochmal nach zu fragen. Aber die Optik spricht dafür und irgendwas muss ich ja machen, es bleibt also nur noch eine strikte Diät und die Hoffnung, dass sie sich wieder erholt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 29.06.2020, 17:22 
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Hallo ihr Lieben,

lang war ich nicht hier, aber ich dachte ich berichte euch jetzt mal unseren weiteren Werdegang. Vielleicht ist er für den ein oder anderen eine Idee dabei die weiterhelfen könnte.

So viel vorweg, beiden Ponys geht es aktuell gut. Die Milli ist immer noch bei 1,25 mg, die Atlantik bei 2 mg Prascend.

Die letzten anderthalb Jahre waren für uns und Milli wirklich sehr schwierig, insgesamt hatten wir tatsächlich vier Reheschübe. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass es einzig und allein nur eine Fütterung lag. Ich wollte es anfangs nicht wahrhaben, da eben alle Sonderregelung immer mit viel Aufwand und Schwierigkeiten verbunden sind, aber es führte kein Weg dran vorbei.
Ich musste die Ponys wirklich ganz stark im Heu reduzieren, also gesamt 12 kg auf den Tag verteilt für beide.
Das führte vor allem nachts leider zu langen Fresspausen. Daraufhin gab es am Stall einige Streitpunkte, andere Einsteller haben sich beschwert ich würde meine Pferde verhungern lassen und so weiter. Die Stallbesitzerin war absolut immer auf meiner Seite und hat sich die größte Mühe gegeben, da kann ich absolut nichts zu sagen. Auf Dauer war die seelische Belastung für mich aber einfach überhaupt nicht mehr zu tragen.

Deshalb sind wir vor kurzem einen ganz neuen Weg gegangen, und zwar sind die Ponys umgezogen auf einem Selbstversorgerpaddock, welchen wir uns ganz allein aufgebaut haben. Ich hatte und habe viel familiäre Unterstützung dafür, auch weiterhin in der Versorgung der Ponys. Das ist ein richtiges Familienprojekt geworden und ich bin sehr dankbar dafür.

Wir haben uns also von einem bekannten Landwirt Fläche gemietet. Die Ponys standen ja vorher nur noch auf 100 Quadratmeter, jetzt haben sie 2800 Quadratmeter zur freien Verfügung. Grasfrei natürlich. Zudem haben wir viel Geld investiert für die Fütterung. Die Ponys werden jetzt mit einem Raufomaten gefüttert. Ich werde mal gucken dass ich später noch Bilder dazu einstellen kann.
Damit wird der Zugang zum Heu elektronisch gesteuert, so dass die Ponys auch nachts Futter kriegen.
Ich habe vorher mehrfach Heu ganz genau abgewogen und habe mehrfach die Zeit gemessen, die Sie brauchen um dieses Heu zu fressen, daran haben wir uns jetzt orientiert.
Aktuell sind die Ponys bei 7 Fütterung zu je einer Stunde über den Tag verteilt und das Gewicht hält sich damit gut.

Ich hatte immer wieder Diskussionen mit anderen Pferdemenschen, dass ich ja meine Pferde einfach nur deutlich mehr bewegen müsste um sie schlank zu halten und das alles andere Tierquälerei wäre.
Ich habe mir das alles wirklich nicht einfach gemacht aber auch die Tierärztin hat mich darin unterstützt, das Bewegung gerade bei solchen Ponys mit solchen Anfälligkeiten einfach allein nicht reicht. Man kommt nicht drumherum was mit der Fütterung zu machen.

Ich hoffe, dass das jetzt so gut weitergeht und die Milli uns damit ein paar weitere Jahre gesund erhalten bleibt.
Zum Glück sind die Hufe nicht so stark geschädigt, sie kann immer noch ohne Schutz laufen, zumindest jetzt außerhalb der akuten Phase wieder. Zwischendurch hatten wir Klebeeisen an den Vorderhufen.
Sie möchte auch laufen, wirkt aktuell wirklich entspannt und ich hoffe, dass das jetzt noch ein paar Jährchen so weitergehen kann.

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BeitragVerfasst: 29.06.2020, 17:33 
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Hier unsere selbst gebaute Holzraufe mit dem Raufomaten. Einmal geschlossen und einmal offen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Milli - EMS und ECS
BeitragVerfasst: 29.06.2020, 17:38 
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BeitragVerfasst: 29.06.2020, 17:39 
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BeitragVerfasst: 03.07.2020, 22:59 
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Futtertechnisch haben wir festgestellt, dass wir keinen ganzen Heuballen in die Raufe machen können. Die beiden brauchen einfach zu lang um den Ballen zu fressen und wenn der dann voll regnet fängt es tatsächlich unten irgendwann an zu schimmeln. :?
Neuer Ballen ist schon auf die Palette gelegt mit so Heuvlies drüber und dann werden wir maximal Wochenportionen reinfüllen in unserer großes Ballennetz.
Es auf der einen Seite natürlich etwas mehr Arbeit, auf der anderen Seite sind wir so auch ein bisschen unabhängiger. Der SB kann den Ballen einfach hinstellen wenn er Zeit hat und wir befüllen uns dann soviel wie wir brauchen. Wir brauchen dann halt niemanden der den Ballen in die Raufe packt.

Hat alles Vor- und Nachteile. :cool:

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