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 Betreff des Beitrags: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 04.09.2015, 17:24 
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Registriert: 04.09.2015, 16:27
Beiträge: 3
Hallo, liebe Pferdefreunde!
Mein Name ist Rebecca, ich bin 34 Jahre alt und komme aus NRW.
Mein Pony, eine Welshdame, habe ich vor zig Jahren in einer Reitschule kennen gelernt, in der ich Reitunterricht nahm. Ich pflegte und ritt sie einige Jahre, bevor ich sie schließlich (wissend) mit Hufrehe von der Reitschulbesitzerin abkaufte. Ich habe diesen Kauf niemals bereut und sie hatte in meinem Besitz (toi, toi, toi) auch nie wieder Probleme mit Rehe.
Leider hat sie zu ihrer Hufreheneigung (durch einen falsch behandelten Infekt) auch diverse Allergien entwickelt. Dazu gehören Schimmel, Pilze, Milben, Kräuter, Gräser, Insekten und Geflügel.
Ich habe lange gebraucht, um einen Stall zu finden, in dem ich mein Pony mit all ihren Zipperlein relativ artgerecht unterbringen kann. Sie steht jetzt seit einem Jahr in einem Allergikeroffenstall für rehegefährtete Ponys im Nachbarort. Hier wird komplett auf Stroh verzichtet, nur Heulage gefüttert und sie darf im Sommer sogar zwei Stunden auf die Weide (mit Fressbremse).
Trotzdem habe ich ein Problem, was mich nicht in Ruhe lässt.
Mein Pony leidet unter zu langen Fresspausen nachts, weil es durch die Allergie ja kein Stroh bekommen darf und Heulage auch nur rationiert gefüttert wird.
Ich überlege schon lange hin und her, wie ich ihr helfen kann. Die Stallbetreiberin hat nun angeboten, ihr auf ihrer letzten Tour durch den Stall (gegen 24 Uhr) etwas zu geben. Sie möchte aber keine Heulage füttern, denn mein Pony steht ja in einem Offenstall mit anderen Ponys und die sollen nichts bekommen - sie muss also so lange neben meinem Pony stehen, bis sie aufgefressen hat. Das wäre bei einer Heulagemahlzeit viel zu lange. Es muss also etwas sein, was sie einfach in den Trog schütten kann und auch etwas, was meine Kleine relativ schnell fressen kann.
Zuerst dachte ich an das "PRE Alpin A.spero von A.grobs". Das fällt aber leider raus, weil dort viele Kräuter enthalten sind. Auf die reagiert meine Kleine ja allergisch.
Dann hatte ich das "L.uzerne plus von A.grobs" ins Auge gefasst. Dies bekommt sie schon als Kraftfutterersatz (zweimal täglich 50g) und bisher verträgt sie es sehr gut. Allerdings habe ich hier gelesen, dass Luzerne aus mehreren Gründen problematisch ist und nun will ich ihr nicht blauäugig noch mehr von dem Zeug geben.
Deswegen dachte ich an reinen "G.rünhafer von A.grbs". Dieses Futter hat auf dem ersten Blick nicht so viele schlechte Eigenschaften, wie das L.uzerne plus, (ist aber ähnlich rohfaserreich). Aber ich weiß nicht, ob es dazu geeignet ist, eine kleine Raufuttermahlzeit zu ersetzen.
Ihr seht, ich kenne mich kaum aus und bin unsicher, was ich meinem Pony füttern soll. Gerne würde ich das Angebot meiner Stallbetreiberin annehmen, aber ich brauche ja auch ein geeignetes Futter dazu.
Kann mir hier irgendjemand helfen, der sich besser mit Futtermitteln und deren Inhalten auskennt? Gibt es vielleicht sogar andere Futtersorten ohne einweichen und ohne Kräuterzusatz, die meine Stallbetreiberin nachts gut in den Trog kippen kann und die einen hohen Rohfaseranteil haben?

Liebe Grüße und vielen Dank,
Rebbi


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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 04.09.2015, 18:14 
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Beiträge: 10339
Hallo Rebecca, herzlich Willkommen im Forum :hallo:

Zwei Dinge sind mir aufgefallen in der aktuellen Fütterung die nicht zu einem Pony (IR Prädisponiert wie alle Robustrassen) bzw. zu allergischem Geschehen passen.
Luzerne wird häufig nicht von Insulinresistenten Pferden vertragen, die Gründe dafür sind nicht vollends geklärt. Luzerne ist wenn du so willst ein Kraftfutter das m.E. nicht an ein Pony verfüttert werden sollte und hat zudem einen hohen Eiweißanteil.
Ich würde es aus der Ration streichen und statt dessen Heu anbieten.

Heu, da sind wir beim nächsten Punkt:

Heulage gehört zu den Gärfuttern die einen hohen Histamingehalt aufweisen den man aber bei Allergikern unbedingt vermeiden sollte weil Histamin das allergische Geschehen negativ beeinflussen kann.
Besser wäre hier tatsächlich Heu um dem allergischen Geschehen keinen Vorschub zu leisten.

Eine Raufuttermahlzeit wirst du kaum mit anderen Futtermitteln ersetzen können, denn es geht dabei nicht nur um die Nahrungskarenz die dadurch minimiert würde sondern auch um fehlende Beschäftigung und die Tatsache das Heu/lage auch u.a. als "innere Heizung" (besonders im Winter nicht unwichtig) fungiert.
Alles was du so mal eben schnell füttern könntest erfüllt eigentlich die Erfordernisse nicht oder unzureichend, vor allem braucht man keine Kraftfuttergaben bei einem Pony das vermutlich nicht arbeitet sondern Freizeitreiterlich genutzt wird.

Warum bekommen nicht alle OS Pferde eine Nachtmahlzeit? Von langen Fresspausen ist ja dann vermutlich nicht nur dein Pferd betroffen :kinn:

Als weitgehend unbedenkliches Futtermittel ohne die Blutwerte deines Ponys zu kennen mit hohem Rohfasergehalt fallen mir persönlich nur unmel. Rübenschnitzel ein die aber vorher eingeweicht werden müssten.

Vielleicht magst du mal den Futterplan des OS berichten wann was wie gefüttert wird und wann welche Pferde Weidegang haben, so kann man sich einen besseren Überblick deiner Probleme verschaffen.
Mein Gefühl sagt mir das insgesamt vielleicht eine Veränderung für ALLE Pferde am sinnvollsten wäre weil sie alle Dauerfresser sind denen längere Fresspausen als 4 Stunden Probleme bereiten können.....

Interessantes zum Thema Raufutter vs. Kraftfutter:

Pferde sollten möglichst häufig kleine Mengen fressen, und sie müssen kauen, kauen, kauen, damit viel Speichel produziert wird. 40 Liter täglich und noch weit mehr. Der Speichel enthält viel Bikarbonat, ist deshalb basisch. Man hat die Kaubewegungen gezählt: 80 Kaubewegungen pro Minute sind es bei Raufutter, also u. a. für Heu. Das Pferd braucht, um 1 kg Heu zu kauen, ungefähr 40 bis 50 Minuten. Dabei produzieren die Speicheldrüsen etwa 4 Liter Speichel. Für 1 kg Hafer aus einem Futtertrog braucht ein Pferd nur etwa 8 bis 15 Minuten und produziert dabei nur 1 l Speichel..... Quelle

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LG Kathi
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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 04.09.2015, 19:16 
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Registriert: 17.05.2006, 00:00
Beiträge: 25748
Wohnort: Bünde
Zu Heulage:
Heulage wird von meiner Liska problemlos vertragen, bei Heu ist es lediglich bis ca. Dezember.
Es ist nicht nur Histamin welches man beachten muss sondern noch vieles andere.
Also für LisKa ist Heulage = hustenfreies Leben.

Ein ideales Zufutter für euch sind m.M. nach die unmelassierten rüschnis!
Die liefern Faser, sind reheunbedenklich und werden schnell gefressen.

Alles andere ist ja nun im endeffekt nix anderes als vergoldetes Heu.

Nicht ganz so unbedenklich gibt es von der Scharnebecker Mühle Grasmehlpellets oder wenn es etwas kalorienreicher sein darf von Holzner das muskelfit, welches aus Grasgrünmehl.Reiskleie, Leinschrot und Bierhefe besteht.

LG Eddi

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sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 05.09.2015, 00:19 
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Registriert: 04.09.2015, 16:27
Beiträge: 3
Hallo ihr Beiden!
Ich danke euch herzlich, dass ihr euch meiner angenommen habt.
Eff-eins, du hattest ja nach der Fütterung meiner Kleinen gefragt.
Sie bekommt morgens um 7 Uhr zwei Kilo Heulage und um 8 Uhr gibt es Kraftfutter (bei ihr ja das Luzerne plus). Zwischen 12 Uhr und 13 Uhr bekommt sie die Mittagsmahlzeit, diesmal ein Kilo Heulage. Da wir ja momentan noch Weidesaision haben, kommt sie gegen 16 Uhr für zwei Stunden auf die Weide (mit Fressbremse). Um 20 Uhr gibt es dann wieder zwei Kilo Heulage und gegen 21 Uhr nochmal Kraftfutter.
Im Winter fallen die zwei Stunden Weideaufenthalt aus und sie bekommt bei jeder Mahlzeit doppelt so viel Heulage (4kg,2kg,4kg), zudem wird die Mittagspause um zwei Stunden nach hinten verschoben.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe das Luzerne plus blauäugig, der Werbung vertrauend gekauft und dann als Kraftfutterersatz auch gefüttert. Da auch zwei andere Ponys im Offenstall das bekommen, habe ich darauf vertraut, dass ich damit nichts falsch mache. Nun habe ich aber in den letzten zwei Tagen (eigentlich auf der Suche nach einem Nachthappen) so viel Schlechtes über das Futter gelesen, dass ich es meiner Kleinen gar nicht mehr füttern mag. Wobei ich nicht weiß, wie ich das gut ersetzen kann, denn ich würde ihr zu den Kraftfutterzeiten schon gerne etwas (Rohfaserreiches) geben.

Heulage habe ich als Raufutter deshalb ausgewählt, weil meine Stute davon keine Asthmaanfälle bekommt. Sie reagiert extrem empfindlich auf Heustaub, Milben und Schimmelpilze darin, dass sie vor einem wohlriechendem Heuhaufen fast erstickt. Heu wässern hat nicht den erwünschten Effekt gehabt, so dass ich auf Heulage umgestiegen bin. Seitdem hat sich das gebessert und sie hustet nicht mehr und muss auch nur noch einmal am Tag inhalieren.
Bis zum Mai diesen Jahres haben wir den Ponys Heulage zur freien Verfügung angeboten. Natürlich unter einem engmaschigen Netz. Damals hatte ich noch keine Probleme mit der nächtlichen Fresspause. Das kam erst zum Weidebeginn. Zwei Ponybesitzer aus dem Offenstall wollten plötzlich keine Heulage zur freien Verfügung mehr. Weil die dritte Besitzerin im Bunde auch in diese Richtung umschwankte, musste ich mich der Mehrheit beugen und auf die Heulageflatrate verzichten. Quasi seitdem suche ich fieberhaft nach einer Möglichkeit meinem Pony die Nacht erträglich zu machen. Dabei hatte ich mich recht schnell gegen Heucobs und Rübenschnitzel entschieden, weil man die ja vorbereiten, also einweichen muss. Ich bin zwar täglich bei meinem Pferd (meistens vormittags) aber ich glaubte, dass ich Heucobs/Rübenschnitzel nicht viele Stunden vor den Mahlzeiten einweichen darf, weil wir nur einen kleinen Holzstall haben und die Temperaturen Hitze oder Frost ungehindert das Futter befallen könnten. Und zum Angebot meiner Stallbetreiberin passt so eine Mahlzeit eh nicht, weil sie gerne etwas Trockenes in den Trog schütten will. Also war ich weiterhin auf der Suche nach rohfaserreichem aber trockenem Futter für nachts und auch einem Kraftfutterersatz.

Meine Stute ist übrigens 138cm groß und wiegt zierliche 205kg.
Sie ist eher schwerfuttrig und wird freizeitmäßig gefahren.

Eddi, unmelassierte Rübenschnitzel würde ich gerne füttern, ich weiß aber nicht, wie das bei extremen Temperaturen mit dem Vorbereiten aussieht. Deine anderen Tipps google ich mal, vielen Dank dafür.


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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 05.09.2015, 07:50 
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Beiträge: 25748
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großes hermosgefäß für Mttagessen z.B. ;)

Puh, Dein Pönnchen ist bei diesen riesigen Futtermengen aber ganz schön dünn!
Hattest Du mal einen Cushingtest veranlasst? So dünn ist wirklich nicht normal.

Andererseits gebe ich zu bedenken: Luzerne ist ein Eiweißfutter und ein Überschuß davon wird verstärkt über die Nieren abgebaut und verbraucht dann mehr energie als aufgenommen werden kann.

Ich würde generell auf unm.Rüschnis plus Reiskleie umsteigen, alternativ zusätzlich und als Austausch gegen Heucobs und Luzerne auf das muskelfit umsteigen, das wird trocken gefüttert ebenso wie die Grasgrünmehlpellets der Scharnebecker Mühle.
Es sind da zwar nicht mehr so viele Fasern vorhanden welche man sehen kann.
Dies ist allerdings nur für den Kauvorgang entscheidend und NICHT für die Verdauung: Faser bleibt Faser ;)

Ich hatte dies schon richtig verstanden.

Allerdings ist ausschließlich die erste Kombi völlig unproblematisch bei Rehleins.

LG Eddi

PS Ich kenne es dass gewaschenes Heu bei Allergikern nicht ausreicht.
Allerdings habe ich beim Stroh die gegenteilige Erfahrung gemacht.
Mein Pony verträgt kein Stroh aus dem letzten Jahr, also wieder ca ab Januar. Tauche ich dies allerdings für ein paar Minuten ist alles o.k.

Nachtrag zur Allergie: es gibt ein weiteres Erscheinungsbild, die Intoleranz. Diese hat dasselbe Erscheinungsbild wie eine Allergie, lässt sich aber nicht durch einen Allergietest nachweisen.
Mein Pönnchen ist völlig hustenfrei und leistungsbereit geworden.
Sie verträgt wie gesagt kein überjähriges Heu und Stroh, kein Getreide, keine Luzerne und auch keine Mineralergänzung in Kleinstmengen.
Ich würde da wirklich einmal einen 14 tägigen strengen Versuch machen ausschließlich mit den Graspellets der Mühle.
Hast du damit Erfolg kannst Du einzelne Komponenten für jeweils 1 Woche hinzufügen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 05.09.2015, 08:54 
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Registriert: 24.02.2012, 16:47
Beiträge: 10339
Ui, das Gewicht ist aber tatsächlich zu gering für die Grösse, man muss nur aufpassen das man jetzt im Versuch etwas mehr Kilos auf die Rippchen zu bekommen sich nicht verleiten lässt Unpassendes zu füttern.

Einen Test auf ECS würde ich dir ebenso wie Eddi dringend anraten, momentan hat Boehringer eine Testaktion laufen wo ACTH kostenlos (also Laborkosten) per Gutschein angeboten wird, schaust du HIER KLICKEN

Allerdings fände ich auch die Werte aus dem Kohlenhydratstoffwechsel wichtig zu wissen die eigentlich bei ECS Verdacht immer mitgetestet werden sollten, von daher musst du mal schauen wie und ob du das in Angriff nehmen möchtest.

ACTH ist schon seeeehr wichtig, gerade weil momentan das saisonale ACTH Hoch bei allen Pferden zum Tragen kommt und es unaufhaltsam auf den Winter zugeht und ein zu mageres Tier keine guten Voraussetzungen für Kälte hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 05.09.2015, 16:29 
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Registriert: 04.09.2015, 16:27
Beiträge: 3
Ohje - meint ihr wirklich, meine Kleine könnte Cushing haben?!
Ich hatte das dieses Jahr im Frühsommer schon mal vermutet und den Tierarzt bestellt, der aber meinte, dass sie einfach einen wahnsinns Stoffwechel hat und ja auch viel tut. Sie hat auch nicht diese typischen Symtome. Ihre Rippen sieht man nicht. Sie wechselt das Fell problemlos,... ist fit und leistungsbereit. Keine Hautprobleme, kein vermehrter Durst...
Trotzdem werde ich gleich heute den Tierarzt bestellen, jetzt habe ich nämlich doch etwas Angst.

Ich habe heute morgen die restlichen Luzerne plus an eine Stallkollegin verschenkt. Die füttert das Zeug mit Überzeugung und hat sich gefreut. Eben habe ich mir die Grünmehlpellets der Scharnebecker Mühle (Grasmehlpellets hat er nicht gefunden, ist das Desselbe?) genauer angesehen. Die Produktbeschreibung klingt wie immer vielversprechend. Ich bin trotzdem weiterhin unsicher. Ich finde der Proteinwert ist ziemlich hoch. Ist das unbedenklich? Gibt es andere Nachteile?

Unmelassierte Rübenschnitzel habe ich ja hier, die wird sie nun wohl nach dem Inhalieren bekommen. Ich denke das ist ganz gut. Was ist der Vorteil bei Reiskleie? Davon habe ich noch nie gehört.

Das mit dem nassen Stroh ist ein guter Tipp. Ich weiß zwar nicht was die anderen Ponybesitzer davon halten, das auszuprobieren, aber ansprechen werde ich das gewiss mal.

Mein Pony hat letztes Jahr im Frühjahr einen Allergietest gemacht, der nach annover geschickt wurde. Dort wurden all ihre Allergene festgestellt. Kann das trotzdem nur eine harmlose Unverträglichkeit gegen irgendein Futtermittel sein? Sie bekommt schon extra nichts aus der Hand. Kein Leckerlies, kein Obst, kein Gemüse...


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 Betreff des Beitrags: Re: Luzerne + oder purer Grünhafer?
BeitragVerfasst: 05.09.2015, 18:15 
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Registriert: 17.05.2006, 00:00
Beiträge: 25748
Wohnort: Bünde
Ja, kann es.
Allergien und Intoleranzen haben dasselbe Erscheinungbild (also zum teil) Nahrungsmittelintoleranzen lassen sich ausschließlich durch eine suchdiät feststellen.
Ich bin da ziemlich fit drin, da ich selbst vor vielen Jahren diese Odyssee durchgemacht habe.
Ja, die Grunmehlpellets der Scharnebecker Mühle sind aus Gras, ansonsten verbirgt hinter Grünmehl Grasmehl oder Luzernemehl.
Magst du uns mal ein Bild Deines Pferdchens zukommen lassen?
Meine beiden Pönnchens sind 137 und 143 cm groß, von daher habe ich eigentlich einen guten Gewichtsvergleich und 200kg rechnet man für ein kräftiges großes Shetlandpony von ca 110cm....

Leider können (und dürfen) wir aus der Ferne keine Diagnosen stellen. Wir melden uns halt wenn uns etwas auffällt was nicht ganz normal erscheint und können dann Tipps geben in welcher Richtung man suchen sollte.

Stabilisierte Reiskleie bekommst z.B. bei Holzner und hat ziemlich viele ungefährliche Kalorien.

Einen "wahnsinns-Stoffwechsel finde ich etwas weit hergeholt und eine "Diagnose" ähnlich dem der "Psychosomatischen Störung" wenn ihnen nix weiter einfällt.

Bei Pferden nicht unmöglich aber äußerst selten wäre eine Schilddrüsenstörung die in einem solchen ausmaß mittels Funktionstest diagnostiziert und dann behandelt werden müsste.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwurmung, Bandwürmer fressen mit und lassen sich nicht ganz leicht ertappen.
Vielleicht ist dies ein erster Ansatzpunkt.
Und eben beim ECS hast Du auch diese enormen Futtermengen bei immer dünner werdenden Pferden.

Und wie gesagt ein aktuelles Seitenbild bevorzugt mit Pferdenase auf dem Boden ist sehr hilfreich.

LG Eddi

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