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BeitragVerfasst: 20.02.2013, 19:03 
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Moxidectin
Zitat:
Eigenschaften
Moxidectin ist ein makrozyklisches Lakton und gehört zur Gruppe der Milbemycine (Moxidectin, Milbemycin D, Milbemycinoxim). Es besteht eine sehr enge Verwandtschaft zu den Avermectinen (z.B. Ivermectin und Doramectin). Beide chemische Gruppen werden von bodenlebenden Strahlenpilzen (Streptomyces spp.) fermentiert und haben die gleichen biologischen Eigenschaften.

Moxidectin entsteht aus einer Kombination von natürlicher Fermentation und chemischer Synthese. Aus der von Streptomyces cyaneogriseus produzierten Substanz Nemadectin wird durch chemische Modifikation Moxidectin gewonnen (Takiguchi 1980; Steel 1993). Moxidectin stellt das 23-(O-methyloxim)-Derivat des Nemadectins dar (Alvinerie 1998). Es unterscheidet sich vom Ivermectin durch eine ungesättigte Seitenkette an Position C25 und der fehlenden Disaccharid-Gruppe an Position C13 des Makrolidringes. Daraus resultieren Unterschiede im physikalischen und pharmakokinetischen Verhalten (Takiguchi 1980; Alvinerie 1998).

Moxidectin ist wie alle Avermectine und Milbemycine eine sehr stark lipophile Substanz und gut in organischen Solventien löslich. Die Löslichkeit in Wasser ist nur gering (4,3 mg/l), jedoch höher als die des Ivermectins (0,006 - 0,009 mg/l) (Lanusse 1997).

http://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00011350/7065__f.htm

Toxizität
Zitat:
Pferde
Auch bei Fohlen wurden Intoxikationen bei Überdosierung beobachtet. Bereits 2 - 12 Stunden post applicationem kommt es zu Schwäche, Inkoordination und Koma. Besonders bei sehr jungen Tieren (Neugeborene) sind aufgrund der noch unterentwickelten Blut-Hirn-Schranke Todesfälle möglich (Johnson 1999a; Müller 2005). In der Literatur wird über die Anwendung von Sarmazenil als Antidot berichtet (Müller 2005):

● Klinischer Fall:
Ein 13 Tage altes Fohlen wurde mit 2 mg/kg Moxidectin (empfohlene Dosis: 0,4 mg/kg) behandelt und war 12 Stunden später in Seitenlage festliegend, 6 Stunden darauf bewusstlos und reagierte nicht auf Stimulation. Die Herzfrequenz betrug 40 Schläge pro Minute, die Atemfrequenz 28 pro Minute, die kapillare Rückfüllzeit 3 Sekunden. Die rektale Temperatur lag unter 32°C. Die Behandlung bestand initial in der Applikation von 4 ml/kg/h warmer 10%iger Glukoselösung und 4 ml/kg/ml Ringerlaktat. Über eine Nasenschlundsonde wurde Stutenmilch verabreicht und mittels Wärmelampe und Heizdecke die Körpertemperatur erhöht. Zusätzlich wurden 750 ml Frischplasma, Sauerstoff, Ranitidin und Ceftiofur verabreicht. Nach 15 Stunden war der Kreislauf stabilisiert und die Körpertemperatur normalisiert. Das Fohlen war jedoch immer noch bewusstlos. 14 Stunden nach Therapiebeginn wurde mit der Applikation von Sarmazenil in einer Dosierung von 0,04 mg/kg alle 2 Stunden i.v. begonnen. Daraufhin verbesserte sich der Zustand des Fohlen schnell. Nach der 3. Injektion begann es den Kopf zu heben, 3 Stunden nach der 5. Injektion erfolgte der erste Aufstehversuch, nach weiteren 4 Stunden konnte das Fohlen wieder selbstständig stehen. Nach 48 Stunden hatten sich die klinischen Symptome vollständig normalisiert (Müller 2005).


usw

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sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
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BeitragVerfasst: 22.02.2013, 11:26 
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snow hat geschrieben:
Wenn also Pferde davon betroffen sind, dann stimmt etwas anderes nicht, das kann schon eine nicht stimmige Mineralversorgung sein oder schlechte Haltungsbedingungen. Gesunde Pferde, die artgemäß gehalten werden, kommen mit Schädlingen allein klar.


Erstens habe ich keine gesunden Ponys, und zum Thema schlechte Haltungsbedingungen siehe man sich mal die Bilder im folgenden Link an.Sie zeigen das es jedes Pferd treffen kann ohne Fremdkontakte zu anderen Tieren gehabt zu haben oder weil sie in schlechter Haltung stehen.
Interessante Bilder zu einzigartigen "Taxis" die unerfreuliche Fahrgäste transportieren und meine Frage woher unsere Ponys das haben könnten etwas erklärt haben..:
https://www.google.de/search?q=Milben+M ... 08&bih=609

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LG Kathi


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BeitragVerfasst: 24.02.2013, 11:37 
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Mit Schädlingen allein klar kommen, ist etwas anderes als gar keine bekommen :wink:

Und ich habe doch extra dazu geschrieben, dass meine Aussage nichts mit deinen Ponies zu tun hat, sondern allgemein getätigt war ;)

Milben kommen bei Pferden äusserst selten vor. Haarlinge schon öfter. Damit hab ich schon so meine Erfahrungen gemacht und hatte gesunde Ponies neben befallenen stehen. Die gesunden Ponies haben trotz auch durchaus engen Körperkontakt keine Probleme bekommen, weil ihr Immunsystem damit umgehen konnte. Wäre das nicht so, müssten ja alle Pferde ständig unter Milben leiden, wenn es nach deiner Theorie ginge.

Die Bilderserie, die du verlinkt hast, sagt ja mal so gar nichts aus :roll:

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BeitragVerfasst: 24.02.2013, 12:35 
Das Thema „Übertragungswege von Milben“ wäre eigentlich ein eigenes Thema. Da eff-eins aber den Link hier eingestellt hat, möchte ich ihn kurz kommentieren.
Die auf den Bildern sichtbaren Milben sind Käfermilben und haben mit den mikroskopisch kleinen Milbenarten, die die Pferde befallen, nichts zu tun. Vergleichbar ist das mit unseren Hausstaubmilben. Es wäre schön, wenn die auf Käfern angereist kämen. Dann könnte ich sie rechtzeitig vor der Matratze oder der Couch abfangen und wieder in den Garten befördern. Abgesehen davon ist ja gerade Winter und Käfer sind ja jetzt keine unterwegs. Dieser angedachte Übertragungsweg fällt also eindeutig weg.
LG
Regina


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BeitragVerfasst: 24.02.2013, 12:39 
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Registriert: 24.02.2012, 15:47
Beiträge: 11151
n3679 hat geschrieben:
Das Thema „Übertragungswege von Milben“ wäre eigentlich ein eigenes Thema. Da eff-eins aber den Link hier eingestellt hat, möchte ich ihn kurz kommentieren.
Die auf den Bildern sichtbaren Milben sind Käfermilben und haben mit den mikroskopisch kleinen Milbenarten, die die Pferde befallen, nichts zu tun. Vergleichbar ist das mit unseren Hausstaubmilben. Es wäre schön, wenn die auf Käfern angereist kämen. Dann könnte ich sie rechtzeitig vor der Matratze oder der Couch abfangen und wieder in den Garten befördern. Abgesehen davon ist ja gerade Winter und Käfer sind ja jetzt keine unterwegs. Dieser angedachte Übertragungsweg fällt also eindeutig weg.
LG
Regina

Ah :leuchte: , okay, danke für die Info :2daumenhoch:

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LG Kathi


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