Mir ist aufgefallen, dass die Referenzwerte, die vom Labor angegeben werden, mit der Zeit verändert und angepasst wurden. Das ist ja auch normal, wenn über eine Stoffwechselerkrankung immer mehr Details bekannt werden, die sogar u.a. zu einer offiiziellen Umbenennung geführt haben. Ich finde es sehr gut, dass die Monate in Bezug auf die Referenzwerte inzwischen genauer aufgelistet werden, immerhin gibt es ja auch einen jahreszeitlichen Verlauf. Ebenso begrüße ich es, dass ein Verdachtsbereich (Grauzone) inzwischen generell berücksichtigt wird.
Nun habe ich aber festgestellt, dass im Vergleich zu den Vorjahren auch die Referenzwerte niedriger angesetzt worden sind. Der aktuell als leicht erhöht einzustufende Wert hätte vor einigen Jahren noch als gesund gegolten. Nun liegt der Wert im Verdachtsbereich, aber was ist eigentlich bei nachgewiesenen und in Therapie befindlichen PPID-Kandidaten? Soll der angestrebte ACTH-Zielwert im Bereich gesund inkl Verdachtsbereich liegen, also nur nicht eindeutig PPID oder eindeutig Gesundbereich?
Den Abgleich mit dem klinischen Bild nehme ich hier gerade bewusst raus, da es mir um das grundsätzliche Prinzip und Ziel anhand der Laborwerte geht. Wie handhabt ihr das und ist euch das bei euren Laboren auch aufgefallen? Und habe ich mich eigentlich verständlich ausgedrückt?

