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Wertfrei von mir zur Diskussion gestellt und zum nachdenken anregend.
Es geht in dem Beitrag vorrangig um die Frage nach der Notwendigkeit, Erfolge aber auch Kosten von Kolik OP'S auf Grund gemachter Erfahrung und zweier letztlich toter Pferde.
Wird zu schnell und zu teuer in Kliniken operiert?
Liegt die oberste Priorität von Inhaber geführten Praxen/ Kliniken eher auf der Tiergesundheit als auf Profit was Ketten/ Verbundbildenden häufig angelastet wird?
Habt ihr schon Erfahrungen mit Klinikaufenthalten und OP's, gemacht?
Als wie ausführlich und nachvollziehbar habt ihr die Aufklärung über Notwendigkeiten von Untersuchungen und Maßnahmen empfunden?
Hat die Aufklärung auf " Augenhöhe stattgefunden", wurden z.B. Anregungen angenommen?
Kann man im Nachhinein sagen das die gleiche Behandlung auch im heimatlichen Stall hätte durchgeführt werden können?
Würdet ihr euer Pferd auf Grund von Kolik operieren lassen?
Habt ihr eine OP Versicherung und diese schon in Anspruch genommen, hat diese eure Erwartung der Kostenübernahme erfüllt?
Abzocke oder Notwendigkeit, Pferdekliniken
Abzocke oder Notwendigkeit, Pferdekliniken
LG Kathi
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Re: Abzocke oder Notwendigkeit, Pferdekliniken
Ich habe mir das Video jetzt nicht angesehen, aber zu den genannten Fragen kann ich eineGeschichte erzählen:
Mein Herzenspferd hatte mit 10 Jahren seine erste Kolik. Verstopfung, zu wenig getrunken, es war Winter, tiefster eisiger Winter. Eine Woche habe wir gekämpft, alle samt. Und es hat geklappt.
Mit 25 bekam er wieder eine Kolik. Relativ leicht lt. TA-Aussage. Das übliche Programm Zuhause am Stall. Reichte aber nicht, also doch in die TiHo gefahren. Dort zwei Tage Stationär und als geheilt entlassen. Zuhause angekommen ging's gleich wieder los. Also direkt wieder in die TiHo gefahren, gleicher Arzt hatte noch Dienst. Wieder einige Zeit Stationär, wieder nach Hause. Natürlich fanden in der Klinik reichlich Untersuchungen statt und Überlegungen, warum er immer wieder Bauchweh hatte. Eigentlich sahen die Ergebnisse gut aus. Wir gingen dann beim zweiten Mal davon aus, dass auch die Zähne ein Problem sein könnten. Wegen massivem EORTH, was dort durch röntgen festgestellt wurde, haben wir ihm dann die oberen Schneidezähne komplett extrahiert. Das hat er gut überstanden und wir durften ihn dann abholen.
Das Glück währte aber nicht lange. Die Bauchweh kamen zurück und ich habe mich direkt entschieden, ihn wieder in die TiHo zu bringen, weil es ihm auch sichtlich schlecht ging. Da würde dann im Sono, was bisher immer ohne Befund war, eine Unstimmigkeit im Blinddarmbereich festgestellt. Der Tierarzt (wieder der gleiche) war komplett irritiert. Sie haben dann versucht, ihn mit Morphium schmerzfrei zu bekommen. Hat leider nicht geklappt und die Unstimmigkeit im Schall blieb. Da blieb uns keine Wahl, er musste operiert werden. Aus dieser Narkose ist er nicht mehr aufgewacht, bzw. haben wir ihn nicht mehr aufwachen lassen. Seine Überlebenschancen lagen bei 5%. Das gesamte Netz im Bauch war mit stecknadelkopfgroßen Tumoren durchzogen. Die Histologie ergab bösen Krebs. Metastasen.
Ob der Haupttumor in der Lunge (er hatte lange Husten vorher) oder aber im Darm lag, das wissen wir nicht.
Meine Erfahrung ist, dass in der TiHo (weder Kette noch privat) vorrangig versucht wird ohne OP klar zu kommen. Man schneidet nicht wild drauf los. Ich fühlte mich exquisit beraten und betreut. Besonders hervorheben möchte ich die Empathie der Tierärzte. Der behandelnde TA kam mit Tränen in den Augen aus dem OP, um mir die Sachlage zu erklären. Es tat ihm derart leid.
Und kostentechnisch lagen wir auch bei über 10000€. Ohne Versicherung und vor der GOT-Erhöhung. Wir durften in Raten abzahlen, ist dort eigentlich nie ein Problem.
Ich als TFA brauche, um gewisse Dinge zu verarbeiten, die sachliche medizinische Ursache und ich würde immer operieren lassen, wenn der Hauch einer Chance besteht, dass es helfen kann oder zum Verständnis beiträgt. War auch bei zwei unserer Hunde so. Der eine hat's geschafft, der andere leider nicht
. Aber die OP ist für eine Möglichkeit, ein Leben zu retten bzw wieder lebenswert zu machen oder eben die Gewissheit zu haben, ich habe alles versucht und aus dem oder dem Grund hat es leider nicht geklappt.
Mein Herzenspferd hatte mit 10 Jahren seine erste Kolik. Verstopfung, zu wenig getrunken, es war Winter, tiefster eisiger Winter. Eine Woche habe wir gekämpft, alle samt. Und es hat geklappt.
Mit 25 bekam er wieder eine Kolik. Relativ leicht lt. TA-Aussage. Das übliche Programm Zuhause am Stall. Reichte aber nicht, also doch in die TiHo gefahren. Dort zwei Tage Stationär und als geheilt entlassen. Zuhause angekommen ging's gleich wieder los. Also direkt wieder in die TiHo gefahren, gleicher Arzt hatte noch Dienst. Wieder einige Zeit Stationär, wieder nach Hause. Natürlich fanden in der Klinik reichlich Untersuchungen statt und Überlegungen, warum er immer wieder Bauchweh hatte. Eigentlich sahen die Ergebnisse gut aus. Wir gingen dann beim zweiten Mal davon aus, dass auch die Zähne ein Problem sein könnten. Wegen massivem EORTH, was dort durch röntgen festgestellt wurde, haben wir ihm dann die oberen Schneidezähne komplett extrahiert. Das hat er gut überstanden und wir durften ihn dann abholen.
Das Glück währte aber nicht lange. Die Bauchweh kamen zurück und ich habe mich direkt entschieden, ihn wieder in die TiHo zu bringen, weil es ihm auch sichtlich schlecht ging. Da würde dann im Sono, was bisher immer ohne Befund war, eine Unstimmigkeit im Blinddarmbereich festgestellt. Der Tierarzt (wieder der gleiche) war komplett irritiert. Sie haben dann versucht, ihn mit Morphium schmerzfrei zu bekommen. Hat leider nicht geklappt und die Unstimmigkeit im Schall blieb. Da blieb uns keine Wahl, er musste operiert werden. Aus dieser Narkose ist er nicht mehr aufgewacht, bzw. haben wir ihn nicht mehr aufwachen lassen. Seine Überlebenschancen lagen bei 5%. Das gesamte Netz im Bauch war mit stecknadelkopfgroßen Tumoren durchzogen. Die Histologie ergab bösen Krebs. Metastasen.
Ob der Haupttumor in der Lunge (er hatte lange Husten vorher) oder aber im Darm lag, das wissen wir nicht.
Meine Erfahrung ist, dass in der TiHo (weder Kette noch privat) vorrangig versucht wird ohne OP klar zu kommen. Man schneidet nicht wild drauf los. Ich fühlte mich exquisit beraten und betreut. Besonders hervorheben möchte ich die Empathie der Tierärzte. Der behandelnde TA kam mit Tränen in den Augen aus dem OP, um mir die Sachlage zu erklären. Es tat ihm derart leid.
Und kostentechnisch lagen wir auch bei über 10000€. Ohne Versicherung und vor der GOT-Erhöhung. Wir durften in Raten abzahlen, ist dort eigentlich nie ein Problem.
Ich als TFA brauche, um gewisse Dinge zu verarbeiten, die sachliche medizinische Ursache und ich würde immer operieren lassen, wenn der Hauch einer Chance besteht, dass es helfen kann oder zum Verständnis beiträgt. War auch bei zwei unserer Hunde so. Der eine hat's geschafft, der andere leider nicht
Viele Grüße
Uli
Uli