Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Pferdefutter kritisch beurteilt bzgl. Vor- und Nachteilen:
Hufrehefutter aus der Sichtweise Endverbraucher/Hersteller bezüglich der Zusammensetzung und Bewerbung.
Wonnie
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von Wonnie »

Genau, dass war erstmal prophylaktisch da der Stoffwechsel ja tatsächlich belastet war/ist und nicht explizit nur wegen dem Cushing bzw. ACTH.

Sobald ich neue bzw. Ergebnisse habe, werde ich diese einstellen.

Liebe Grüße :)
Wonnie
Beiträge: 9
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von Wonnie »

Hallo zusammen,

ich wollte euch mal einen aktuellen Sachstand zu meinem kleinen Sorgenkind geben. Da ich leider selber mit Corona flach lag, etwas verspätet.

Als erstes habe ich mir ein Refraktometer besorgt. Ich füttere ja schon länger im Winter zusätzlich Heu (der Stall morgens/abends) den Ballen kaufen wir über den Stallbesitzer...hier hatte ich bei dem ersten Ballen 5% Zucker und beim aktuellen 8,9%. Das Heu für morgens/abends ist aus Quaderballen, diese habe ich auch getestet und kam auf ca. 11% Zucker. Deswegen fütter ich ihr aktuell nur meinen Rundballen weil unter 10%.

Schmerzmittel bekommt sie seit Sa. den 11.10. nicht mehr, nur noch Blutverdünner.

Ihr geht es auch grundsätzlich gut und macht einen munteren Eindruck.

Seit Mo. 13.10. gehe ich mit ihr 3-5 Min. Schritt, anfangs lief sie sehr vorsichtig und stacksig aber sie stand ja auch 6 Wo. feste in der Box plus die neuen Rehe Duplo's.
Am zweiten Tag lief sie auf der rechten Hand auf weichem Boden dann aber so schlecht bzw. stock lahm auf vorne links, dass ich schon wieder hätte heulen können. Als ich dann aber vom weichen auf den harten Boden kam, zack wieder klar.
Wahrscheinlich, warum auch immer, kommt sie mit dem weichen Boden einfach noch nicht zurecht...vielleicht drückt der Sand am Polster?!
Aus dem Grund sind wir ab dem 3. Tag nur eine Runde auf hartem Boden gegangen, keine Probleme.
Das ist auch bis jetzt unser Programm, aktuell 2 Runden Schritt auf hartem Boden und seit letztem Fr. kann man auch wieder ein "normales" Schreiten im Schritt erkennen. Wendungen sind noch etwas vorsichtig aber auch wesentlich besser geworden. Ziel ist weiterhin, sie für 2 Std. aufs Paddock stellen zu können.

Blut wurde auch genommen:

ACTH 189,0 pg/ml -Grenzbereich 90,0 pg/ml
Demnach also positiv.

Aufgrund des Ergebnis Cushing hat der TA mir gestern Prascend da gelassen. Ich soll eine ganze Tablette jeden Tag geben und wir machen eine neue Testung in 8 Wo.

Da ich mich hier im Forum aber bereits zum Thema Prascend und einschleichen informiert habe, hatte ich ihn gestern darauf angesprochen. Seine Aussage, hätte er noch nie gehört. Es müsse ja erstmal ein Spiegel aufgebaut werden und dann können wir runter reduzieren.
Da ich allerdings kein gutes Gefühl bei einer ganzen Tablette hatte, habe ich gestern erstmal nur eine 1/4 Tablette gegeben. Meint ihr das war richtig ?

Die Werte für Glukose/Insulin usw. stehen noch aus, denke das sie heute oder morgen kommen.

Fütterung aktuell:
2x morgens/abends eine Hand SpeedyBeets mit Paraffinöl (damit sie bei der Raubtierfütterung der anderen, die Box stehen lässt) und das Öl weil sie ja noch nicht viel Bewegung hat sowie MiFu.
Heu aus Netzen, insgesamt 8kg verteilt auf den Tag.
1x 4g Blutverdünner

Gestern haben wir zusätzlich mit einer Mikro Frequenzstrom Therapie begonnen. https://equipehealth.de/ ähnlich der Horizontaltherapie.

Ein paar Fragen bzw. Gedanken habe ich noch:
Könnte vorne links garnicht das Hufgelenk entzündet gewesen sein sondern bereits der Beginn der Rehe ? Gibt es da Zusammenhänge?
Antrainieren irgendwann ab Juni 2026 mit dem Aquatrainer sinnvoll?
Wenn ich nächstes Jahr Wiese probieren sollte....wie gehe ich da am besten vor ? Vorher testen ? Hängt wahrscheinlich auch noch von einer möglichen IR ab.
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eff-eins
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von eff-eins »

Wiese oder nicht steht gaaaanz hinten auf der Liste der Entscheidungen.
Dafür ist der Istzustand und Stiffwechsel dann entscheidend.

Das es auf dem weichen Boden mehr Probleme gab kann unterschiedliche Gründe haben.
Nicht zuletzt auch der Unstand das jeder Organismus Läuse und Flöhe gleichzeitig haben kann.
Die Sehnen sind gecheckt und in Ordnung?

Du hast mit einer Viertel Tablette alles richtig gemacht :2daumenhoch:

Man sollte sich immer von jenen der erforderlichen Dosis nähern, das ist schonender und sinnvoller.

Eine Unterdosierun siehst fu, ACTH nicht in der Referenz.
Überdosierung siehst du nicht weil das ACTH dann im physiologischen Bereich liegt und fu nicht weißt ob es einer passenden oder Überdosierung geschuldet ist.
Bei Überdosierung fällt das ACTH nicht ins Negative sondern in den physiologischen Bereich.
Wenn du dann reduziert musst du nachtedten und s hauen ob fue Fosis noch passend ist oder du wieder erhöhen musst.
Was für ein Irrsinn und viel Kristallkugelblabla.
Kein guter Ratschlag vom TA :drunter:

Meine Ponys hatten ACTH Werte von 3080 und 925 !
Bei beiden war das ACTH mit einer Minimaldosis nach 8 Wochen im Gesundbereich.

Nochmal auch für deinen TA:
Die Dosis Prascend die es braucht das ACTH wieder in die jahreszeitliche Referenz zurückzuführen ist weder Rasse, Gewichts noch Werthöhe abhängig sondern individuell.

Einschleichen verhindert Nebenwirkungen
!
Eben weil oft vom TA bzw. im Beipackzettel eine Hauruckdosis genannt wird gibt es Befindlichkeiten und der Besitzer gibt es wegen vermeintlichen Nichtvertragens nicht weiter und enthält das lebenswichtige Medikament dem Pferd vor.
Dann kommen wieder rin paar Schlaue die zu natürlichen Mitteln statt Prascend raten, dem Mönchspfeffer.
Das ist aber nachweislich nicht befähigt ACTH zu senken, ist genau genommen sogar kontraproduktiv weshalb ich persönlich dringend davon abrate.
LG Kathi
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Wonnie
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von Wonnie »

Abermals Danke für deine Antworten :daumenhoch:

Die Sehnen sind ok. Eine Woche vor dem Reheschub war die Diagnose wegen der Lahmheit vorne links, nach 3x Anästhesie, dass Hufgelenk. Nur der Huf war betäubt und da lief sie klar. Stelle mit nur die Frage, ob da vielleicht schon die Rehe im Spiel war und garnicht so sehr das Hufgelenk :kinn:
Da war sie auch schon nur auf der rechten Hand und in der links Wendung lahm.

Dann bin ich etwas beruhigter bzgl. dem Prascend und gespannt auf die nächste Testung. Mönchpfeffer bekommt sie nicht mehr.

Habe eben auch die anderen Werte bekommen.
Glucose 67 mg/dL Referenz 63-101
Insulin 29 mU/l Referenz 0-20

Hämolyse Index = negativ 1)2)
Lipämie Index = negativ 2)3)

Interpretationen und Anmerkungen:

1)
Der Hämolyse-Grad der Probe zeigt keinen signifikanten Einfluss auf die Analyse klinisch-chemischer Parameter.

2)
Nicht akkreditiert

3)
Der Lipämie-Grad der Probe zeigt keinen signifikanten Einfluss auf die Analyse klinisch-chemischer Parameter.

4)
Insulinbestimmung beim Pferd Probenentnahme und -bearbeitung Wir möchten darauf hinweisen, dass die Resultate der Insulin-Bestimmung nur valide sind, wenn eine korrekte Präanalytik eingehalten wurde:

Vollblutentnahme in ein Röhrchen zum Abseren.

Verwenden Sie ein Serum-Röhrchen ohne Trenngel.

Die Probe sollte idealerweise vormittags entnommen werden und der Patient sollte vor Probenentnahme kein Kraftfutter, Saftfutter oder stark kohlenhydrathaltiges Futter erhalten. Die Fütterung von Heu ist legitim.

Die Probe sollte schnellstmöglich, mindestens jedoch am Entnahmetag, zentrifugiert werden.

Überführen des Serums in ein unbeschichtetes Plastikröhrchen.

Versand der Probe für die Insulinbestimmung gekühlt (4 - 6 Grad C) oder gefroren. Die Probe sollte innerhalb von 24 Stunden im Labor eintreffen.

Vorläufige Referenzwerte:

Insulin-Werte < 20 mU/l schließen das Vorliegen einer Insulin-Dysregulation mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Eine Nachkontrolle oder die Durchführung anderer diagnostischer Tests sind zu empfehlen, wenn der Verdacht einer ID weiterhin besteht.

Insulin-Werte zwischen 20-28 mU/l können auf das Vorliegen einer Insulin- Dysregulation hinweisen.

Insulin-Werte > 28 mU/l sprechen für das Vorliegen einer Insulin-Dysregu- lation.

Die Werte müssen immer in Zusammenhang mit den klinischen Symptomen interpretiert werden. Schmerzen (z. B. Hufrehe) und Stress auslösende Situationen vor oder während der Probennahme können zu falsch positiven Ergebnissen führen, da eine erhöhte endogene Kortisol- und Epinephrinausschüttung zu vorübergehend erhöhten Konzentrationen von Glukose und Insulin führen kann

----
Probe wurde morgens "nüchtern", hat nur Heu gefressen, genommen.
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von eff-eins »

Die Messeinheit von Insulin ist ulU/mL bzw.
µu/ml, richtig?

Dann muss ich der Angabe des Labors widersprechen denn dein Pferd ist mit einem Quotienten aus Insulin und Glukose, man muss die Werte zueinander und keinesfalls einzeln interpretieren, von nur 2,31 komplett IR.

G/I Ratio 2,31
RISQI wäre demnach 0,19
MIRG wäre demnach 18

Den Referenzwert für Insulin bei 20 anzusetzen ist überarbeitungswürdig was Studien längst gezeigt haben.
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von eff-eins »

RISQI (= reciprocal inverse square of insulin) stellt ein Mass für die Insulinsensitivität dar.

MIRG (=modified insulin to glucose ratio) und die I:G ratio (= Insulin:Glukose) spiegeln die pankreatische ß-Zellfunktion wieder.
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Wonnie
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von Wonnie »

Laut Befund ist die Messeinheit wie geschrieben :weißnich:
mg/dL
mU/l
Screenshot_20251023_064429_Adobe Acrobat.jpg
Ich hoffe das Foto im Anhang kann man lesen.

Wegen der IR, was ich mir schon fast dachte, sie direkt Metformin, Steglatro oder doch lieber Kräuter bekommen? Oder erstmal abwarten bis der Stoffwechsel wieder stabiler und das Prascend "eingestellt" ist ?
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Re: Hilfe mein Pferd hat Rehe_was nun ?

Beitrag von eff-eins »

Bewegung, soweit gesundheitlich möglich, und angepasste Fütterung mit Heu unter 10% Gesamtzucker und ein ausgewogenes EMS/ IR kompatibles Mineral ist i.d.R. alles was es braucht um die IR auszuhebeln.

Metformin ist nur seeehr kurzfristig, wenn überhaupt, hilfreich und hat wie alles was man ins Pferd gibt auch Nebenwirkungen.

Grundsätzlich kann man sagen:
Es lässt sich nichts durch Futter/ Ergänzungsmitteln wegfüttern was angefüttert ist.

Back to the Basics ist die Zauberformel.
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