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 Betreff des Beitrags: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 10.12.2016, 12:40 
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Dann fange ich auch endlich mal mit einem Tagebuch an.....

Hallo Zusammen!
Wie ihr wohl feststellt bin ich neu hier, und zwar weil bei meinem Pferd nun "endlich" Cushing diagnostiziert wurde - nun häufen sich aber meine Unsicherheiten und Fragen...

Zu unserer Geschichte:
Meine 18jährige Isländer-Stute habe ich nun seit 10 Jahren, und in letzter Zeit häufen sich die gesundheitlichen Probleme leider. Bis auf eine ganz leichte Sommerekzem-Tendenz (seit ca. 8 Jahren) und eine Eosinophile Konjunktivitis vor ca. 4,5 Jahren hatte sie früher nie Probleme und war - bis auf Rosse-Zickerei-verursachte Verletzungen - immer gesund.
Im Frühling 2013 hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass sie sich für ihre Verhältnisse mit dem Fell-Abschmeißen ein wenig schwer tut, letztendlich bekam sie aber doch ein normales Sommerfell (und auch nicht deutlich später als die anderen Pferde am Hof).

Im Winter habe ich nichts besonderes festgestellt, im Frühling / Sommer 2014 blieb aber doch deutlich Winterfell übrig. Hierzu sei gesagt, dass wir im April 2014 den Stall gewechselt hatten und einfach die Vermutung aufkam, das könne das Pony allgemein "durcheinander gebracht" haben. Da es hier relativ früh im Jahr schon sehr warm war, und sie schon morgens früh ohne wirkliche Bewegung schwitzte haben wir ihr einen Rally-Streifen + die Brust geschoren. Dazu kam ein Bluttest, der außer deutlich zu niedrigem Zink nichts ergab, auch der ACTH Wert sei "normal" (leider hat mir mein damaliger TA den genauen Wert nicht genannt...).

Also Zink zugefüttert, dazu eine aus heutiger Sicht erfolglose Haaranalyse, zum Herbstfellwechsel noch eine Zink-Kur und Mineralfutter gewechselt (zum AtcomAllergoVital): Normales Winterfell und ein besserer Fellwechsel im Frühling 2015 (obwohl sie wieder sehr lange gebraucht hat).
ABER: Januar 2015 Gaskolik, seitdem immer wieder Probleme mit Aufgasen, im Frühling plötzlich eine seltsame Steifheit in der Hinterhand, anfangs mit leichter Lahmheit und im weiteren Verlauf mit ab und an leicht angelaufenen Sehnenscheiden hinten. Drei Tierärzte und zwei Chiropraktiker hatten keine wirkliche Lösung, Beugeproben nicht eindeutig, Longieren schwierig zu beurteilen da veranlagungsbedingt immer Taktunreinheiten, Spat angedacht aber nicht weiterverfolgt, ... Das ganze endete damit, dass der letzte TA einen (ebenfalls nicht weiterverfolgen) Hufbeinbruch vorne vermutete, und die 2. Chiropraktikerin (die uns schon 8 Jahre kennt aber leider für regelmäßige Behandlung zu weit weg war, für den Fall aber ausnahmsweise kam) zu dem Schluss kam, dass die Ursache evtl. eine Zerrung im Kniebereich war und mittlerweile so viel Zeit vergangen war, dass das Pony aufgrund der nun fast 3monatigen Pause einfach das mühsam antrainierte Gleichgewicht wieder verloren hatte...
In diesem Sommer war auch das Sommerekzem auffällig schlimm.

Tatsächlich habe ich sie dann einfach wieder - erfolgreich - antrainiert. Seitdem läuft sie allerdings konstant aus der Kniegegend heraus ein bisschen steif, was aber mit entsprechender Arbeit sogar besser ist als wenn sie sich frei bewegt.

Das Aufgasen blieb, teilweise so schlimm dass ich sie zur Arbeit mehr oder weniger gezwungen hab um ein bisschen "Luft rauszureiten". Im Frühling 2016 blieb dann auch wieder deutlich viel Winterfell stehen, erneuter ACTH-Test aber wieder "eindeutig kein Cushing"...
Nach Stallwechsel im Sommer hörte endlich das Aufgasen auf, und ich war ein wenig erschrocken, dass die Kleine plötzlich so ein "Hemdchen" war... der dicke Bauch, den ich verzweifelt versucht hatte wegzutrainieren, war wohl tatsächlich hauptsächlich Luft :(
Nach einer verletzungsbedingten Pause hatte sie dann aber wieder etwas zugenommen, sodass sie jetzt ganz gut aussieht.

Sooo und nun das Aktuelle:
Am neuen Stall kommen die bisherigen Tierärzte nichtmehr, und weil mich das ganze Fellthema doch nicht in Ruhe ließ habe ich bei der neuen TA-Praxis letzte Woche nochmal ein Blutbild und ACTH testen lassen: Ergebnis: Zink leicht zu niedrig und ACTH von ca. 60 ...

Die Tierärztin geht nun also von Cushing aus, obwohl der ACTH-Wert laut ihrer Aussage noch nicht deutlich hoch ist, liegt er ja wohl doch doppelt so hoch wie "normal". Daher gab es sofort (seit Freitag) 1/4 Prascent, und es gibt nochmal Zink, ansonsten soll ich aber erstmal nichts ändern und in ca. 8 Wochen möchte sie den ACTH nachkontrollieren und dann dementsprechend ggf. die Dosierung anpassen.

Nun meine erste Frage: wie eindeutig ist so eine Cushing-Diagnose überhaupt? Kann man bei erhöhtem ACTH unabhängig davon wie viel erhöht er ist, bei den entsprechenden klinischen Sympthomen (Fell, im Nachhinein schlechter werdende Wundheilung, man kann ein "Einfallen" erahnen - wobei mir hier immer alle gesagt haben "sie wird halt älter") sicher von Cushing ausgehen?
Im Grunde bin ich ja froh endlich überhaupt eine Diagnose und eine eindeutige Therapie zu haben!

Und zum zweiten: Da unser letzter Stallwechsel von einer reinen Stuten- in eine gemischte Herde war, und sie stark gerosst hat und sich in der Rosse auch immer gekloppt hat bekommt sie im Moment Mönchspfeffer - beeinflusst das das Cushing und / oder das Prascent? (positiv oder negativ)


... so ich hoffe ich habe euch nun nicht überflutet, wenn ihr noch mehr wissen möchtet sagt einfach Bescheid :mrgreen
Bezüglich EMS / IR hat mir die Tierärztin zunächst von weiteren Tests abgeraten, vor allem weil sie aufgrund des klinischen Zustandes und des Allgemeinbildes keine Veranlassung hierzu sieht.

Sie kennt Tronja noch von früher, wo sie immer eher schlank war, und nun sind wir seit dem Umzug im September wieder bei der Praxis, in der sie arbeitet. Weder früher, noch im September noch jetzt hat sie die "typischen Fettpolster" - und das obwohl sie in den letzten längeren Verletzungspausen deutlich dicker war (sie hat also trotz 24 Std Heu und/oder damals noch fetter Weide mit regelmäßiger Arbeit abgenommen).

- 1/4 Prascend verträgt sie weiterhin gut, Nebenwirkungen erkenne ich keine. Sie ist weiterhin gut drauf, in der Herde unauffällig und bei der Arbeit motiviert aber ausgeglichen
- letzte Woche hatte sie 2 Tage in Folge nach der Arbeit ein wenig weißen Nasenausfluss, der aber von selbst wieder verschwand (letztes Jahr hat sie Herbst / Winter trotz Spitzwegerich und div. anderen Kräutermischungen und Akupressurpunkten nach Anleitung fast dauerhaft gerotzt...)
- der Stallbetreiber teilte mir zudem letzte Woche mit, er habe die Heu-Ration nachts erhöht da morgens früh gegen 5 schon immer alles weggeputzt war. Ich bin damit erstmal einverstanden, da ich zuletzt ihr Arbeitspensum endlich wieder steigere und 1x die Woche Gebäudefotos mache (so für mich, und zur besseren Kontrolle). Eine Reduzierung ist im Übrigen jederzeit wieder möglich, sollte Tronja doch zunehmen.

Der weitere Plan ist jetzt, das Training weiter zu steigern bis wir unseren "Normalzustand" erreicht haben, sie weiterhin gut zu beobachten und um es endlich einmal genau zu wissen ihre tägliche Futterration so gut wie möglich abzuwiegen.

Und nun gehe ich eine Diskussion hierzu eröffnen :mrgreen:

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Verfasst: 10.12.2016, 12:40 


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 10.12.2016, 17:36 
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:kinn: jetzt hat sie heute nach dem Reiten doch wieder gerotzt ... nur ganz wenig und ich würde es mal beschreiben als "weiß-transparent", also eigentlich noch nicht bedenklich, aber trotzdem finde ich das auffällig. Wie gesagt, deutlich weniger als letztes Jahr, und es geht auch später los, aber es kann doch nicht sein, dass sie 16 Jahre lang nie was hatte und jetzt auf einmal jeden Winter durch-rotzt...

... und die Waage fürs Futter hatte ich vergessen ... :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 12.12.2016, 21:43 
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Seither keine Rotznase mehr ...

Dafür kamen Sonntag und heute beim Putzen einzelne Haare aus dem Pony heraus. Ob das nun noch Restfell vom letzten (nicht vollständigen) Fellwechsel dieses Frühjahr sind kann ich nicht sagen, auszupfen konnte ich nichts.

Und: ich habe das Futter abgewogen, s. Datenblatt - nach wie vor denke ich über eine Heuanalyse nach, allein schon aus Interesse weil ich vom alten Stall ziemlich genau um diese Zeit im letzten Jahr noch eine Analyse hab (da hatten sich aber einige Einsteller zusammen getan, weil es um Schimmel-Verdacht ging).

Ansonsten war sie die letzten Tage beim Reiten sehr gut drauf. Gestern ist sie auf dem Platz sogar "freiwillig" galoppiert. Eigentlich ist Galopp so gar nicht ihre Gangart (5 Gänger ...) und vor allem auf dem Platz eher schwierig und stressig zu reiten. Meist bleibt sie auf die Galopphilfe noch 1x stehen und äppelt erst, buckelt dann leicht und "rollt" daraus in den Galopp - gestern konnte ich sie ganz normal und verhältnismäßig flüssig aus dem trab angaloppieren. Keine Ahnung ob das Prascend auch dahingehend doch positive Auswirkungen hat, sie war ja eh immer gut dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 18.12.2016, 12:42 
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In Sachen Fell habe ich mich wohl ein bisschen früh gefreut... es bleibt bei einzelnen Haaren, wenn überhaupt. Ich habe auch mehr das Gefühl, dass die ganz alten Winterfell-Haare vom letzten Winter nun entgültig so "unterversorgt" sind, dass sie eher abbrechen als wirklich ausfallen.

Weiterhin ist sie ganz gut drauf, freut sich jeden Abend auf ihr präpariertes Extra-Möhrchen und hat Spaß an der Arbeit und rotzt auch nicht mehr.

Was ihr ein bisschen zu schaffen gemacht hat war wohl die Wurmkur am Montag abend. Ich hatte ihr extra schon Mo + Di das Futter durch Mash ersetzt, am alten Stall hat sie ja zuletzt immer so extrem gebläht und hatte (bevor ich dem Problem die nötige Bedeutung beigemessen habe :( ) ja auch eine Gaskolik. Glücklicherweise sind wir diesmal verschont geblieben, sie hatte zwar ein paar Tage Blähungen, und die Äppel am Tag nach der Wurmkur kamen mir auch eher klein vor aber das war wirklich harmlos. Kein Aufgasen, kein Bauchweh etc. :2daumenhoch:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 27.12.2016, 23:28 
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... da ist man über Weihnachten mal wirklich nur kurz abends zum Tablette füttern da und überlässt das Tier ansonsten sich selbst ...

Nach ca. 45 min. putzen war ich heute endlich soweit, dass ich mich getraut habe den (frisch geputzen...) Sattel + Trense drauf zu packen...
In solchen Momenten sehe ich doch durchaus die Vorzüge von Boxen- und / oder Decken-Pferden :haukopf:

Gesundheitlich war ich heute irgendwie nicht so sicher wie gut es Tronja wirklich ging...
- sie hat heute extrem "gegrunzt", es fiel mir schon beim aus-der-Herde-holen auf.
Grundsätzlich hat sie dieses "Grunzen" schon immer: ganz früher in der Reitschule und in unseren Anfängen beim Reiten fast immer, ansonsten im Prinzip in allen Situationen in denen sie sich anspannt. Erst klingt es ein bisschen "keuchend" und dann kommt ihr "Grunz-Geräusch". Laut TA bei der Ankaufsuntersuchung ist irgendwo im Rachenbereich irgendetwas zu groß oder zu lang, evtl. Gaumensegel... da sie aber sowohl damals als auch durchgängig bis heute jedem Belastungstest standgehalten hat und bzgl. Atmung, Kreislauf, Puls etc. nie auffällig war habe ich es nie weiter untersucht (Geschwister von ihr mit demselben Phänomen gehen sogar im Sport) und mit den Jahren ist es fast komplett weg gegangen - vor allem beim Reiten / bei der Arbeit ist mir das in den letzten Jahren quasi gar nicht mehr aufgefallen. Heute dann im Prinzip in einer Tour, obwohl äußerlich kein Anlass bestand und sie sich auch nicht wirklich spannig / klemmig / wehrig anfühlte sondern eigentlich durchschnittlich gut mitgearbeitet hat.
Im Ruhezustand war ihre Atmung normal, auch kein Husten oder Nasenausfluss...

- andererseits war sie heute deutlich rossig (nasser Hintern...) und obwohl man ihr das im Umgang normalerweise nicht anmerkt ist sie doch typischerweise launisch / zickig. Also habe ich das "Grunzen" zunächst darauf geschoben, auch wenn ich das Rossen zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich finde. Aber sie ist ja noch nicht sooo lange an dem Stall und somit wieder in einer gemischten Herde. Außerdem ist eine andere Stute im Moment ziemlich zickig und kämpft sich hoch und klebt sich dazu an Tronja, gerät aber auch regelmäßig mit ihr aneinander.

- dann waren evtl. noch ihre Lymphknoten ein bisschen geschwollen. Auch da bin ich mir nicht sicher ob ich nicht einfach Flöhe husten höre, denn ich habe das in den letzten Tagen öfter mal gedacht und dann war es z.B. nach dem Reiten wieder weg. Vielleicht suche ich auch ... am alten Stall war immer "irgendwas" und ich bin es auch einfach nicht mehr gewohnt, dass einfach mal nix ist und es dem Pony einfach gut geht :oops:

Abends beim Füttern schien auch wieder alles normal zu sein. Morgen nehme ich mir mal ein bisschen mehr Zeit und beobachte sie erstmal in der Herde und gucke dann nochmal in Ruhe, auch nach ihrer Atmung. Außerdem habe wir morgen Huftermin, und unser Hufbearbeiter kennt Tronja ja auch schon einige Jahre und hat auch ansonsten immer einen ziemlich guten (und neutralen!) Blick für den Allgemeinzustand der Tiere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 29.12.2016, 14:18 
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:oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :oops:

Da hat man 10 jahre lang ein Pferd, vorher über ein Jahr ein Pflegepferd und dann sowas :fahne:

Ich habe dann gestern nachmittag doch beim TA angerufen, weil die vermeintlichen Lymphdrüsen diesmal vom Ohr bis zur Ganasche runter in einem langen Strang dick waren... da hab ich dann doch ein bisschen Angst bekommen.
Wieder weder Fieber (36,8 ° Isländer-Wohlfühl-Temperatur :cool: ) noch sonstige Anzeichen für Unwohlsein. Auch kein Grunzen...

Von der Telefonzentrale in der Praxis hat man mich dann nach meiner Beschreibung und mit dem Hinweis auf Prascent-Medikation ziemlich schnell zu meiner Tierärztin durchgestellt, was mir dann noch einen weiteren kleinen Schock eingebracht hat. Normalerweise beraten sie dort am Telefon schon recht kompetent.

Nach meiner Beschreibung fragte die TÄ dann aber nach der Haltung "die sind doch jetzt auch den ganzen Tag draußen, wieviel ist denn auf der Wiese noch drauf?" ... Ergebnis: es sind die Ohrspeicheldrüsen, sie sagte das sei zu dieser Jahreseit typisch für Weidepferde. Bei manchen weniger, bei anderen halt mehr, vor allem wenn sie viel kurzes Gras knabbern - sprich: Kopf lange unten, viel Kaubewegung aber wenig im Maul zum Einspeicheln.

Passt dazu, dass der Stallbesitzer felsenfest davon überzeugt ist, dass morgens immer alles dünn war (Nachts Box mit Heu) und es auch nach dem Putzen + Reiten + "Tüddeln", sagen wir mal nach ca. 2 Stunden, auch wieder alles abgeschwollen war. Und dazu, dass die Herde gestern als ich kam gerade noch auf der "unteren Weide" war (morgens / mittags Sonne), da ist wirklich fast gar nix mehr, nur noch ein bisschen zum "knibbeln". Sie können bei uns quasi einmal um den Hof herum und weiter oben (nachmittags noch länger Sonne) ist noch ein Stück das noch nicht so lange offen gesteckt ist und wo noch überständige, grobe Halme stehen.

Gestern war ich aber relativ früh da weil wir ja Huftermin hatten (auch hier große Zufriedenheit auf allen Seiten), und die Herde war halt vorher wohl länger auf dem richtig abgefressenen Stück gewesen...

Bisschen peinlich, die TÄ war aber froh mich so schnell beruhigen zu können und ich erst recht! Ist halt der erste Stall wo ich bin, an dem die Pferde auch im Winter richtig viel raus kommen, nicht "nur" in einen Matsch-Auslauf mit Heu. (Wobei das selbst dem Stallbesi neu war, und er hält dort die Pferde seit >20 Jahren so... andererseits ist im Winter dort nicht viel los bzw. die meisten kommen halt erst abends wenn die Pferde schon in den Boxen sind.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 01.01.2017, 23:11 
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Ich hoffe Ihr und Eure Vierbeiner hattet einen guten und vor allem stressfreien Start ins neue Jahr. Ich persönlich war ja noch nie so der Silvester-Fan...

Bei uns haben sie schon tagelang vorher geböllert, nun ist Tronja gottseidank einigermaßen schussfest wenn es nur mal 1-2-3 mal knallt, sodass sie bis gestern noch ganz entspannt war (wie eigentlich die ganze Herde auch). Ich glaube so einzelne "Schüsse" kennen die hier alle aus der Jagdsaison.

Allerdings hatte ich so meine Bedenken, was die erste Silvesternacht in einer Box so bringen würde. Bisher war sie immer so untergebracht, dass sie 1. 24 Std. in der Herde war und 2. die Herden auch Nachts zumindest wählen konnten ob sie lieber im Stall oder im Freien (Auslauf / Offenstall o.ä.) sind. Zumindest bei meiner Kleinen hatte ich immer das Gefühl sie fühlt sich unter freiem Himmel wohler, wenn sie alles im Blick hat.

Die Umstände waren leider auch eher ungünstig, ich war mittags kurz am Stall und ein Ründchen mit ihr spazieren. Da war sie schon - sagen wir mal - sehr aufmerksam. Und die Nachbarn waren offenbar schon dabei sich aufzuwärmen...
Als ich abends dann zur Prascend-Gabe nochmal da war, war Tronja schon auf 180. Sie wäre mir fast abgehauen als ich die Box aufgemacht habe und hat fast nicht bemerkt, dass ich ein "Möhrchen" für sie habe, weil sie so sehr damit beschäftigt war einen Weg aus der Box zu finden. Glücklicherwese sind die Boxen schön groß und offen, zum Nachbarn jeweils nur eine kleine Mauer (klein bisschen höher als Tronjas Stockmaß) die darüber nicht vergittert ist, sodass es nicht eng und zu ist und alle Pferde sich zumindest sehen können - der 3jährige Hafi nebenan hatte fast permanent den Kopf bei ihr drüber, fast so als wolle er sie beruhigen.

Der Stallbesi war auch grad noch da und erzählte, dass er die Pferde zwar ein bisschen früher hatte reinholen wollen, leider kamen aus dem Nachbardorf aber genau in dem Moment die ersten 2 Kanonenschüsse. Sonst wissen die eigentlich wenn der "Bauer" abends pfeift geht's rein und es gibt frisches Heu und zwar ohne Konkurrenz :lol: dann kommen die meist von allein rein und sortieren sich nach und nach in ihre jeweiligen Boxen. Gestern ging wohl gar nix und er hatte eine ältere Stute zuerst am Halfter rein gebracht, anschließend auch Tronja und dann noch eine 3., junge Stute. Die anderen 5 waren leider nicht so folgsam und sind unter der Führung der Leitstute wild kreuz und quer über die Weiden galoppiert - dementsprechend die Stimmung bei den bereits "eingesperrten" Pferden bis endlich alle an ihrem Platz waren.

Ich bin dann Nachts nochmal hin, Tronjas Heu sah noch völlig unberührt aus, außer dass sie reingeäppelt und -gepinkelt hatte (sonst verteilt sie es immer in der ganzen Box und äppelt nach draußen auf die Stallgasse) und als sie mich kommen sah hat sie wieder sofort versucht sich durch die Gitterstäbe zur Stallgasse hin zu quetschen (was ihr leider 1x geglückt ist, als wir ihr die Box zum 1. Mal gezeigt hatten, bevor der Stallbesi sie enger gesetzt hat :oops: ich denke dass ihre Bemühungen daher rührten). Da sie ansonsten zwar angespannt aber nicht irgendwie panisch war hab ich mich am Ende der Stallgasse in unsere zum "Räumchen" umfunktionierte leere Box gesetzt und beobachtet. Kurz vor Mitternacht kamen dann auch der Stallbesi und ein paar andere Einsteller. Als das Feuerwerk so richtig im Gange war waren natürlich alle Pferde nervös, und jedes zeigt das ja auch anders. Tronja ist in der Box herumgetrabt und gestiegen und hat immer wieder versucht durch die Gitter zu kommen.
Irgendwann ging es dann, und sie hat sich wieder auf ihre "alte Position" gestellt. Gefressen hat sie nicht mehr solange wir da waren, aber immerhin schien sie nicht irgendwie unter Schock zu stehen oder so ... da hat sie ja den Vorteil sehr extrovertiert zu sein und ihren Stress immer sofort körperlich raus zu lassen. Heute morgen hatte sie lt. Stallbesi wohl immernoch fast die gesamte Ration Heu in der Box, als die Herde aber raus auf die Weide kam war wohl wieder alles gut. Auch als ich heute nachmittag kam waren sie friedlich am Grasen.

Beim Reinholen hab ich dann geholfen, weil die Herde wieder nicht so wollte - sie folgten aber als wir die ältere Stute und die Leitstute am Halfter rein gebracht haben. Leider hatten die Nachbarn wenig Nachsehen und haben auch heute abend nochmal ordentlich geböllert, sodass Tronja wieder nicht ans Heu ging, auch das Mash das ich ihr gemacht hab ließ sie links liegen. Sie stand nur wieder genau wie gestern da, Kopf oben, Augen weit auf und extrem "wachsam". Ich habe es dann (warum ist mir das gestern nicht eingefallen?) mit Akkupressur versucht, darauf spricht sie eigentlich immer ganz gut an, glücklicherweise auch heute. Sie hat erst das Genick entspannt, den Kopf ein bisschen gesenkt und dann sogar die Unterlippe hängen lassen, tief durchgeatmet und ein bisschen gekaut. Danach hat sie zumindest das halbe Mash gefressen und aus der Hand eine Mini-Portion heu.

Ich hoffe jetzt, dass sie keine Kolik bekommt vor lauter Stress und ohne Heu, sprich weniger Rohfaser (sie sah aber nicht danach aus, der Bauch war normal, die Äppel sahen auch normal aus), ob sie über Nacht trinkt weiß ich ja auch nicht. Eine ähnliche Situation hatten wir beim Umzug... Sie bekam Durchfall und am 3. Tag eine Kolik :(
So habe ich heute abend dann den Stallbesi angesprochen - er wollte später nochmal nach dem Rechten sehen und die Pferde morgen früh ein bisschen länger drin lassen in der Hoffnung, dass das Geböller heute Nacht und morgen Früh aufhört. Außerdem hatte er eh schon überlegt noch ein neues Weidestück dazu zu stecken, auf dem rohfaserreicheres Gras steht, und zusätzlich Heu + Futterstroh auf der Weide anzubieten.

Morgen, spätestens übermorgen wird der Spuk ja wohl ein Ende haben, und hoffentlich merkt Tronja dann auch dass ihr in der Box nichts passiert und alles wieder normal und ruhig ist :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 10.01.2017, 22:36 
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:shock: vorgestern hat Tronja mir zum ersten Mal die Tablette wieder vor die Füße gespuckt! Ich fing gerade an tatsächlich zu glauben, dass sie sie gar nicht wirklich wahrnimmt...

Ich bin ähnlich wie in einer Beschreibung hier irgendwo vorgegangen (wer war es?) und schnitze mir ein Stückchen Möhre zurecht. Zwar höhle ich es nicht so gekonnt aus wie es hier stand, sondern ich halbiere das Stück und schneide dann in einer Hälfte ein kleines Loch für die Tablette und setze es dann wieder zusammen. Das bekommt sie dann auf der Stallgasse, sodass ich sehen kann falls ein Teil wieder heraus kommt, und anschließend gibt's noch eine kleine Scheibe Möhre "pur" hinterher.

Vor 3 Tagen hatte ich schon das Gefühl sie wird stutzig, vorgestern kam dann die Tablette wieder heraus und Tronja hat ganz wild mit dem Kopf geschlagen :roll: Ich habe den Rest dann eingesammelt und ein neues Stück Möhre wie bisher präpariert, nur dass ich die Tablette zusätzlich pulverisiert habe. Das Möhrenstück noch ein bisschen eingeritzt und es entsteht eine Art "Paste", die ich schön fest im Löchlein und ein bisschen auf der Schnittfläche verteile und dann mit der 2. Hälfte sozusagen verschließe. Bisher nimmt sie das ohne Murren und Meckern!

Ansonsten bin ich im Moment relativ faul, was das Arbeiten mit dem Pony angeht. Ich bin eigentlich gar nicht so der Schönwetter-Reiter, aber seit dem Wochenende ist bei draußen überall Eis und der Reitplatz ist gefroren. Eine Halle haben wir zwar auch, aber das ist eher eine Bewegungs- als eine Reithalle, ca. 10 x 25 / 10 x 30? Wenn ich da reite, dann fast nur Schritt weil es für einen Fünfgänger doch eher enge Kurven sind ... ansonsten mache ich immer mal 20 Minütchen Freiarbeit oder "kaspere" ein bisschen herum während die Rüschnis quellen und alle paar Tage hat sie Pause. (Immerhin schaffe ich das mittlerweile wieder ohne mir gleich Sorgen zu machen)

Wirklich zugenommen hat sie augenscheinlich aber nocht nicht, ich denke dass mir da auch die Temperaturen und die zugeschneite Weide in die Karten spielen. Obwohl der Stallbesi mittlerweile draußen Heu anbietet scharren die Pferde irgendwie lieber im Schnee herum :2daumenhoch:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 15.01.2017, 22:06 
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Endlich genug Schnee um wieder reiten zu gehen!

Gestern waren wir ein halbes Stündchen auf dem Platz, wie schön der Rücken im Trab plötzlich ganz von alleine schwingt :2daumenhoch:
Der Schnee hatte wirklich die perfekte Höhe, und Tronja war so motiviert, dass sie - obwohl ich eigentlich nur ein bisschen Schritt und Trab machen wollte - nach der ersten Schrittpause im Trab so eilig war dass ich sie habe gehen lassen. Da hat sie einmal gebuckelt und ist erstmal 2 Runden galoppiert :mrgreen:

Heute war ich dann vormittags mit einer Stallkollegin ausreiten, hauptsächlich im Schritt, aber wir sind ziemlich weit den Berg rauf geritten und mussten zum Schluss auch noch einen Umweg nehmen. Die eigentlich geplante Strecke war leider komplett vereist unterm Schnee, das war uns bergab dann doch nicht ganz geheuer.

So waren wir knapp 2 Std. unterwegs und die Pferde ziemlich geschwitzt (Wobei Tronja schon immer schnell und eher viel geschwitzt hat). Wir haben uns dann noch einen Tee getrunken und die beiden ca. 45 min mit Abschwitzdecken (habe sogar 1x gewechselt) und etwas Heu auf der Stallgasse gelassen bevor wir sie zurück auf die Weide gebracht haben, wo Tronja sich erstmal ausgiebig im Schnee gewälzt hat. Das war gegen halb 2 heute mittag.

Heute abend, ca.7 Uhr war ich ja dann nochmal für die Tablette da, und sie war immernoch ziemlich nass. Vor allem an der Brust und am Hals, aber auch unterm Bauch und an den Flanken. Ich habe ihr dann nochmal eine neue Decke drauf gelegt, diesmal eine mit Halsteil und habe sie damit nochmal 15 min geführt und sie bis ich wieder gefahren bin drauf gelassen. Ich würde sagen igs. nochmal gut 45 min, danach war zumindest die Unterwolle trocken.

Das habe ich so bei ihr noch nie gehabt, bisher haben 45-60 min Abschwitzdecke immer mehr als gereicht, zumal ich ja sogar zwischendurch einmal gewechselt habe. Laut Stallbesi ist die Herde zwar vorm Reinholen noch kurz die Wiese rauf galoppiert aber davon dürfte sie so stark eigentlich nicht schwitzen. Er gibt mir nun morgen früh Bescheid ob sie über Nacht getrocknet ist...

Ich hatte schonmal überlegt ob das "Cushing"-Fell evtl. anders bzw. langsamer trocknet. Es ist ja unser erster Winter in dem sie noch Restfell vom letzten Winter hat :?:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 26.01.2017, 22:31 
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So endlich mal wieder ein Update von uns, wenn auch ein kurzes (ich glaub ich hab mir was eingefangen...)

Ein weiterer Schneeritt letzten Sonntag zeigte ein sehr munteres Pony, das am liebsten die komplette Strecke durchgaloppiert wäre :grin:
Das Schweißbild bzw. Nachschwitzen hinterher war nicht wirklich auffällig, vielleicht kamen beim letzten Mal auch mehrere ungünstige Faktoren zusammen...

Auffällig finde ich, dass offenbar tatsächlich schon der Fellwechsel beginnt! Damit ist sie für ihre Verhältnisse, vor allem in den letzten Jahren, früh dran, auch wenn es sich derzeit auf den Bereich der Schläfen begrenzt.

Letzte Woche hatte ich immer mal das Gefühl, dass Tronja irgendwie Bauchweh hat, jedoch ohne einen wirklichen Hinweis auf Kolik. Einen Tag hab ich ihren Bauch in der Box abfühlen wollen, als ich die Hand vor die linke Flanke gelegt habe wurde sie extrem zickig - das kann aber auch dem Hafi nebenan gegolten haben, der in dem Moment mit dem Kopf über die Boxenwand kam. Auf das Zicken hin verschwand Hafi wieder, eine erneute Berührung vor der Flanke wurde dann mit einem Tritt auf meinen Oberschenkel beantwortet :shock: Sie hat noch nie nach mir getreten!!! Eigentlich tritt sie überhaupt gar nicht nach Menschen und wird immer gelobt was ihr Verhalten z.B. bei TA - Kontrollen, Chiro-Behandlungen, etc. angeht...
Also ab in die Halle - wo sie erstmal geäppelt hat - und außerhalb ihrer Box, weg vom Futter und dem Nachbarn nochmal gefühlt: linke Seite vor der Flanke extrem empfindlich (Schweif schlagen, wegdrehen und dabei Ohren anlegen und angedeutetes Schnappen) - rechte Seite nix. Sonst aber völlig normal. Arbeitswillig, frisst, säuft, äppelt, pinkelt. Im Nachhinein vermute ich, dass sie dort einen Tritt abbekommen hat, denn mittlerweile ist sie wieder auf beiden Seiten unempfindlich, sie hatte aber auf derselben Seite auch eine kleine Trittverletzung am Bein.

Gestern chiropraktische Untersuchung: sehr zufriedenstellend für ihre fast 19 Jahre, keine Blockaden, kein gar nix. Auch die Hinterhand hat sich nicht mehr wirklich verändert - sie fand es vom Bewegungsablauf "hahnentrittähnlich", und vermutet eine Art Nervenschädigung... evtl. besteht da ein Zusammenhang mit einer alten Verletzung, sie hatte vor einiger Zeit mal eine ganz heftige Prellung auf der Kruppe. Sie empfiehlt viel Vitamin B (habe eh mit Bierhefe angefangen, s.u.) und evtl. 2-3x im Jahr eine hochdosierte Vitamin B Kur.

Bzgl. Futter:
Ich versuche im Moment meine "Beifütterung" nochmal umzustellen, da sie immer mäkeliger wurde und ich im Prinzip doch täglich die 50g Müsli untermischen musste. Ein kurzer Test zeigte deutlich, dass es mal wieder am Mineralfutter liegt. Nun hatte ich eh immer mal wieder an Bierhefe herum überlegt, zudem lassen wir ja jetzt eh regelmäßig Blut abnehmen sodass ich es nun einmal wage und das MiFu durch die Bierhefe ersetze.
Tronja scheint es zu lieben und schleckt seitdem die Schüssel immer gaaanz sauber. Angefangen habe ich mit ca. 10g und bin nun nach ca. 5 Tagen bei 30g, was lt. Hersteller in etwa als regelmäßige Dosis passen müsste. (Reine Bierhefe, kein BT, von Makana)
So gern wie sie es im Moment frisst sehe ich tatsächlich eine Chance ihr Zusatzfutter komplett auf die Rüschnis + Bierhefe + Kurweise Öl reduzieren zu können! Damit hätte ich sie endlich Getreidefrei :mrgreen:

Und nun, lang erwartet: Montag die erste ACTH-Nachkontrolle, Blutabnahme kurz nach 18 Uhr vor der tägl. Prascent Gabe. Habe nochmal bzgl. des Verfahrens gefragt und sie scheinen alles richtig zu machen: Stabilisierungs-Röhrchen, Zentrifugieren direk bei Rückkehr in die Praxis (je nach Verkehr gut 20 min), sofortiges Einfrieren und komplettes "durchfrieren" + Express-Versand ans Labor.
Ergebnis: ACTH 37,7. Immernoch ein bisschen hoch.
Vorschlag 1: von 1/4 auf 3/8 erhöhen, Vorschlag 2: um vor allem dem Fellwechsel möglichst gut auf die Sprünge zu helfen auf 1/2 erhöhen. Dabei streng die "üblichen Verdächtigen" beobachten, sprich vor allem Appetit und Arbeitsbereitschaft. Dafür (2) haben wir uns auch jetzt entschieden - wobei ich überlege noch für ein paar Tage einen Zwischenschritt über 3/8 zu gehen. (Da ich von der aktuellen Tablette noch das letzte Viertel über hatte hat sie das heute nochmal so bekommen)
In jedem Fall wird in 8 Wochen nochmal nachkontrolliert, die TÄ meinte dass wir im Sommer evtl. auf 3/8 oder sogar wieder auf 1/4 zurückgehen können.

Und nein: in Richtung EMS / IR haben wir nichts gemacht... ich weiß auch nicht so recht. Die TÄ hält es wohl komplett für unnötig, sie hatte ja letztes Mal schon gesagt, dass sie das bei Tronja so gar nicht sieht. Zudem sei sie ja bis ca. 1 Std. vor Blutentnahme noch auf der Weide gewesen und hatte seitdem Heu in der Box (da kenn ich mich auch einfach nicht gut genug aus... müssen die nüchtern sein, bzw. sollte man eine gewisse Futterkarenz einhalten?) Mal davon abgesehen, dass es echt saukalt war und sie eh nur das eine Röhrchen dabei hatte (wobei sie der Weg zurück zu Auto jetzt auch nicht überfordert hätte)... ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, was ich noch groß bzgl. Haltung / Fütterung ändern könnte - an diesem Stall ist das kaum möglich und ein weiterer Stallwechsel... und dann wohin, das ist hier in der Gegend richtig schwierig. Andererseits kann es ja auch nicht schaden einen aktuellen Stand zu haben. Ach ich weiß nicht :?

Äh jo, doch nicht ganz so kurz... :oops: :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 17.02.2017, 18:23 
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:kinn: wenn die Abstände in denen ich hier poste immer länger werden, ist mein Pony dann stabiler? :haukopf:

Im Moment kann ich nur positives berichten. Wir sind bei 3/8 Tablette geblieben, keine für mich erkennbaren Nebenwirkungen.
Pony frisst gut, ist munter bis frech und findet sich auch langsam damit ab :lol: , dass der Reitplatz nicht mehr gefroren ist und wir da nun wieder regelmäßig kurze Reiteinheiten absolvieren können. Sie ist zwar die ersten 10 min. immer ein wenig faul, läuft sich aber richtig schön ein und reagiert sehr fein (feiner als früher?) auf meine Hilfen und arbeitet schön im Rücken mit.

Unser Hufbearbeiter letzte Woche war auch zufrieden, man kann weiterhin die Rippen mit flacher Hand fühlen und ich bilde mir ein, dass die Flanken - die ich im Sommer für ein wenig eingefallen hielt - wieder normaler aussehen :grin:

Bis zur nächsten ACTH Kontrolle werde ich wohl erstmal so weiter machen, und hoffe dass unsere (unfreiwillig wetterbedingte) Fast-Winterpause vorbei ist und ich Frau Pony wieder antrainieren kann.

Oh und :mrgreen: ich stelle fest, dass ich mittlerweile in den Stall komme und meinem Pferd zuerst ins Gesicht gucke - nicht auf den Bauch!
Und morgen wird - so der Plan - der erste Tag, an dem ich nicht am Stall sein werde (bin unterwegs) und ich Tronja sich selbst überlasse, bzw. die Tablettenfütterung jemand anderem.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch Tronja
BeitragVerfasst: 26.03.2017, 21:03 
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Sooo da bin ich auch mal wieder :grin:

Das wichtigste zuerst: unser letztes ACTH-Ergebnis war im Normbereich :2daumenhoch:
28,1 - trotz meines Erachtens leichtem Stress kurz vor der Blutabnahme letzte Woche, da ich sie abends als einzige nochmal von der Weide geholt habe. (Wir haben dann noch ein 2. Pferd dazu geholt, aber da stand die Tierärztin quasi schon im Türrahmen.)
Es war also mal wieder eine gute Idee auf Euch zu hören und nicht gleich auf 1/2 Tablette zu gehen.

Jetzt muss ich nur Montag nochmal mit meiner eigentlichen TÄ telefonieren, wie es weiter geht und wann die nächste Kontrolle ansteht, denn diesmal war sie noch im Urlaub und eine Vertretung (aber aus derselben Praxis) war da.

Auch sonst kann ich fast nur positives berichten, denn außer dass sich doch in den letzten Tagen wieder ganz leichter, hellweißlicher Nasenausfluss einstellt, geht's Tronja richtig gut.

Das antrainieren klappt gut, und vor allem ohne muskuläre Probleme. Ich hatte ja ab und zu mal Probleme mit leicht atropierten Stellen und / oder Ausgleichsmuskulatur vor allem an der rechten Schulter und neben der Wirbelsäule in dem Bereich wo die Sattelkissen hinten enden, trotz etlicher Sattel- und Chiro-Kontrollen. Bisher zeigt sich da aber noch nix, außerdem ist das Pony munter, locker und macht einen fröhlichen und konzentrierten Eindruck bei der Arbeit :grin:

Seit ca. 2 Wochen haben wir eine neue Stute in der Herde. Da die neue Einstellerin keinen allzu langen Weg hatte ist sie "rüber" geritten, und wir haben sie zu viert mit unseren Pferden im Gelände abgeholt - mit dabei: der Chef, die 2. Chefin (Tronja...), unsere älteste Ruhepol-Stute und unser 5jähriger Jungspund.
Es hat auch super geklappt: der Ritt war ganz entspannt, im Gelände konnten sich "unsere" und die Neue schon mal beschnuppern und - Tataaa - die erste Eingliederung, die ich mit Tronja je erlebt habe, bei der wir nicht einen Kratzer abbekommen haben :kinn: :2daumenhoch:
Diese Herde ist wirklich extrem friedlich, und die Neue hat sich von Anfang an gut benommen und auch relativ schnell verstanden, dass sie bei Tronja nix zu melden hat :fahne:

Im Moment bleibt die Herde auch schon je nach Wetterlage die ersten Nächte draußen, dann füttert unser Bauer draußen Heu zu. Wenn es zu kalt oder zu nass ist kommen sie weiterhin nachts in die Boxen.

An der alljährlichen Frühjahrs-Aktion "weg mit dem Pelz" nehmen wir im Moment auch fleißig Teil! Ich hoffe ja mal dass noch so einiges raus kommt, im Moment sieht sie mitunter ein wenig gerupft aus, vor allem "unten rum"... der Rücken ist schon richtig schön flauschig weich und die ganz langen Haare sind raus (im Prinzip genau wie bei der gesunden Isi-Stute, die bei uns steht). Am Hals vorn und an der Schulter sind auch nur noch ganz wenige lange Haare übrig. Der Kinnbart ist aber noch ziemlich ordentlich und auch unterm Bauch kommt noch nicht so ganz viel. Die Röhrbeine haaren noch gar nicht.
Was ich aber sagen muss:
1. sie haart bisher deutlich gleichmäßiger ab als in den letzten Jahren, oben sind bis auf die Fellinseln die noch vom letzten Jahr übrig sind keine neuen dazu gekommen.
2. ich hab einen Furminator, der einmal die Woche zum Einsatz kommt. Letztes Jahr kam 1-2 Tage danach kaum weiter Fell raus, dieses Jahr kann ich auch am ersten Tag danach schon wieder gut Fell ausbürsten.

Da ich aber versuche, meine Euphorie ein bisschen im Zaum zu halten und nicht zu viel zu erwarten hätte ich schon eine Schermaschine parat - nur für den Fall dass doch nicht genug raus kommt und/oder der Sommer sehr heiß wird. Aber das warten wir erstmal ab :roll:

Zum Abschluss habe ich mal noch eine Frage:
Wann gebe ich die Tablette jetzt nach der Zeitumstellung optimalerweise weiter - zwischen 19 und 21 Uhr? Oder mach ich mir da zu sehr nen Kopf drum?
Ich meine als wir angefangen haben war die Empfehlung zwischen 18 und 20 Uhr, da in der Zeit der Wert bei gesunden Pferden üblicherweise auf natürlichem Wege sinkt, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das passt auch ganz gut, da ich die Woche über nach der Arbeit eh abends am Stall bin. Sollte ich die Tablettengabe nun 1 Std. schieben? Oder ändert sich mit den (jahreszeitlich, nicht kalendarisch) längeren Tagen auch die Zeit in der der "normale" ACTH sinkt?

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