Hufrehe ECS EMS Borreliose

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 Betreff des Beitrags: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 16.09.2019, 17:12 
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Hallo mein Name ist Silvia und ich möchte euch gerne mein Pony Monty vorstellen. Er ist ein Deutsches Reitpony,eher von kräftigere Statur als zierlich,142cm Groß,18 Jahre , Gewichtet ca 380kg (nur geschätzt) und seit 3 Jahren in meinem Besitz. Wie man dem Bild entnehmen kann ist er übergewichtig und ein typisches EMS Pony (wurde vom TA nicht auf EMS getestet ). Er hat vor 4 Wochen noch sein Ponyleben in vollen Zügen genossen. 10 Std weide, Heu soviel er wollte. Seit seinem ersten und noch anhaltenden Reheschub ( 4 Wochen nun ) ist damit Schluss. Ich weiß leider viel zu spät. Ich war naiv....
Er steht seitdem auf einem Paddock und bekommt am Tag ca 5,5kg Heu. Kein Gras o.ä. gab es vorher auch nicht außer nur Weide und Heu. Er bekommt täglich equipalazone. Die Hufe haben wir in der Zwischenzeit geröntgt ( leichte Rotation )und 1x etwas bearbeitet.Zur Unterstützung bekommt er Hufschuhe von Equine fusion. Durch seine Rehe ist ans Training natürlich noch nicht zu denken. Meint ihr so wie ich es derzeit handhaben ist es ok und richtig? Wie steht ihr zu dem Thema Bewegung während einer Rehe.
Freue mich auf euer Feedback liebe GrüßeBild


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 16.09.2019, 17:25 
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Beiträge: 137
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Hallo,

Da sich bei uns der Reheverdacht nicht bestätigt hat, möchte ich mich mit Ratschlägen zurückhalten.
Ich kann dir allerdings empfehlen dich durch das forum etwas durchzulesen und sicherlich kommt auch bald Hilfe durch die erfahrenen hier.

Herzlich willkommen heißen möchte ich dich, trotz unschöner Umstände trotzdem.

Daumen Hufe und Pfoten sind gedrückt für euch.

Liebe Grüße!

_________________
:grin: Herzlichste Grüße von Lola mit dem ChaosKalti Karat


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 16.09.2019, 18:12 
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Beiträge: 9086
Hallo und herzlich Willkommen im Forum :hallo:

Als erstes solltest du bitte im Rahmen der unerlässlichen Ursachenforschung (nur wenn man diese kennt kann man entsprechend handeln) ein EMS/ECS Gesamtprofil veranlassen um einen umfassenden Überblick über die momentane Stoffwechsellage deines Ponys zu bekommen.

Das Profil erfordert lediglich eine einmalige Blutabnahme die am heimatlichen Stall vorgenommen werden kann und KEIN nüchternes Pferd erfordert, Heu darf und sollte bitte wie gewohnt gefüttert werden auch wenn der TA gerne anderes sagt.
Dem Dauerfresser Pferd bereitet Nahrungskarenz Stress der wiederum Blutwerte verfälschen kann, abgesehen davon will man eine realistische Situation testen :unibrow:
Absolute Nahrungskarenz ist lediglich bei Funktionstests erforderlich von denen man bei Reheleins aber unbedingt Abstand nehmen sollte!

Es muß aber ein gewisser Probenumgang eingehalten werden den du im ABC meiner Signatur unter EMS/ECS Profil nachlesen kannst und darüber sollte auch bei Terminabsprache mit dem TA darüber gesprochen werden das er das Procedere einhalten kann um verwertbare Blutwerte zu bekommen.

Dein Pony ist als Robustrasse genetisch bedingt für eine Insulinresistenz prädisponiert, dauerhaft Weidegang und Heu ad lib klappt in den seltensten Fällen dauerhaft. Vielmehr kann der Stoffwechsel lange Zeit Schräglagen kompensieren bis der berühmte Tropfen das Fass zum überlaufen bringt und eine Hufrehe zu beklagen ist.

Dein Pony ist mit 18 Jahren zudem im "besten Alter für ein Cushing".
Von einem ECS ist auszugehen wenn sich das ACTH (Im Profil enthalten) deutlich erhöht zeigt, zumeist im mehrere Hunderterbereich angesiedelt ist.
Das ACTH unterliegt sowohl tages als auch jahreszeitlichen Schwankungen.
Es ist morgens am höchsten und sinkt zum Abend hin ab. Diese cirkadianen Schwankungen hat ein Cushi nicht mehr!

Im jahreszeitlichen Verlauf steigt das ACTH bei allen, auch gesunden Pferden ab ca. Sommersonnenwende im Juni kontinuierlich an um sein jahreszeitliches Hoch im September/Oktober zu erfahren weshalb dann auch höhere Referenzwerte angegeben sind und leider oft eine zweite Hufrehewelle durch die Ställe geht.
Bei einem unerkannten Cushing steigt das ACTH ungleich höher an als bei den Gesunden weshalb gerade jetzt ein idealer Zeitpunkt für einen Test ist. Im Rahmen der Ursachenforschung einer Hufrehe, eines der ersten Cushingsymptome lange bevor atrophierte Rückenmuskulatur (Hängerücken) oder Hirsutismus (sich lockendes oder Yetifell) erkennbar wird sollte man also unbedingt immer auch an ein ECS denken.

Obwohl ACTH ein Stresshormon ist und auch durch Schmerzen ansteigen kann sollte auf eine Testung nicht verzichtet werden. Dieser Stress würde keine pathologischen Wertsteigerungen zeigen, allenfalls minimal erhöht!
Also bitte vom TA nicht auf Schmerzfreie Zeit und späterer Testung vertrösten lassen!

Die Insulinresistenz für dein Pferdchen eh schon prädisponiert ist gibt es übrigens nicht nur als eigenständige Erkrankung sondern auch als häufiges Symptom des EMS (metabolisches Syndrom) und ECS (Cushing Syndrom)
Da EMS, IR und das ECS sich überlagernde Symptome haben werden diese Stoffwechselerkrankungen mittels des o.g. Profil gegeneinander abgegrenzt bzw. jedes für sich diagnostiziert um dann Ergebnisorientiert das Gesamtmanagement erarbeiten zu können.

Momentan sollte dein Pony nur 1,5% seines ZIELkörpergewichtes als Raufutter bekommen und sonst nichts. Am besten wäre das Heu in vielen kleinen Mahlzeiten im Netz anzubieten und e zuvor einstündig in frischem Wasser einzuweichen/auszuwaschen um bis zu 30% der unstr. Kohlenhydrate zu entfernen.
Heu ist nicht immer unbedenklich, oft hat es deutlich mehr als die von EMS/IR-lern 10% tolerierten Gesamtzucker, da macht manchmal eine Heuanalyse Sinn bzw. erst einmal das strikte Waschen um das Pony aus dem Schub zu holen.

Bewegung unter Schmerzmittel ist ein no go!! und es dringend davon abzuraten.
Ist das Pferd schmerzfrei kann mit tgl. 5 Minuten Schritt in Geradeausrichtung begonnen werden und dies wöchentlich um weitere 5-10 Minuten gesteigert werden.
Zeigen sich wieder Schmerzen oder Pulsation sofort wieder alles auf Null und Hüfchen still halten.

Scher und Fliehkräfte sind auch später nicht ungefährlich für die instabilen Hufe, auf longieren, schnellere Gangarten, Sprünge oder gefrorene Huckelpisten als Paddock im Winter ist unbedingt zu verzichten.

So, nun qualmt dir sicherlich der Kopf bei der Informationsflut.
Aber du kannst ja immer wieder nachlesen und vor allem fragen wenn etwas unklar oder unbeantwortet ist.

Last but not least der Hinweis darauf das Ponys Phenylbutazon häufig nicht vertragen, eine Hufrehe darunter entwickeln oder eine bestehende Rehe dadurch unterhalten wird. Bitte mit dem TA einen Wechsel auf z.B. Metacam oder Finadyne besprechen.

Die Vorderhufe sehen sehr lang aus, da wären Hufbilder gemäß der Anleitung im ABC meiner Signatur schön damit wi uns ein umfassenderes Bild der Hufsituation machen können.

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LG Kathi
Hier gehts zum EMS- ECS- Hufrehe ABCBitte erstellt bei Cushingpferden einen ACTH sowie IR Verlauf als extra Thema mit Laborergebnissen (wenn vorhanden), der aktuellen Fütterung unter denen die Werte ermittelt wurden und aktualisiert diesen immer damit man darauf jederzeit Zugriff hat, Fragen gezielt beantworten und wertvolle Zeit für den Patienten wegen Rückfragen einsparen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 07:03 
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Registriert: 10.01.2018, 07:50
Beiträge: 166
Hallo :hallo:

Ich würde ebenfalls empfehlen, ein EMS/Cushingprofil machen zu lassen um zu wissen, wo ihr steht und dann in ein par Wochen nochmal nachtesten zu lassen, sollte dein Pony eine (kompensierte) Insulinresistenz haben.
Bewegung erst, wenn das Pony ohne Schmerzmittel beschwerdefrei läuft und dann auch nur Spaziergänge. Anfangs ein paar Minuten und dann langsam steigern.

So viel ich auf dem Foto erkennen kann, finde ich die Hufe auch etwas lang. Bei eine Rotation sollte man vor allem die Zehe aus der Last nehmen und die Belastung vermehrt auf den hinteren Hufbereich bringen. Der harte Boden ist auch nicht gut. Idealerweise sollte dein Pony während des Schubes auf einem weichen (verformbaren) Untergrund stehen oder trägt er den ganzen Tag Schuhe und du hast ihn nur für's Foto auf die Pflastersteine gestellt ? Polsterst du die Schuhe - wie und womit ?

Bekommt er die volle Dosis Schmerzmittel und wie läuft er damit ? Wenn es nicht wirklich besser wird, würde ich den Arzt ansprechen und auf ein anderes Medikament (Metacam oder Finadyn/Flunixin) umsteigen.

Wie sieht die Behandlung sonst aus ? Bekommt dein Pony Blutverdünner, kühlst du, ev Blutegel .. ? Bez. Fütterung: zusätzlich zum abgewogenen Heu könntest du ihm noch Knabberäste - idealerweise Weide -anbieten. Das mögen die meisten Pferde sehr gerne und ist ein bisschen Beschäftigung

Übrigens: ein sehr schickes Pony :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 09:42 
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Beiträge: 9086
Helga hat geschrieben:
So viel ich auf dem Foto erkennen kann, finde ich die Hufe auch etwas lang. Bei eine Rotation sollte man vor allem die Zehe aus der Last nehmen und die Belastung vermehrt auf den hinteren Hufbereich bringen. Der harte Boden ist auch nicht gut. Idealerweise sollte dein Pony während des Schubes auf einem weichen (verformbaren) Untergrund stehen.... Polsterst du die Schuhe - wie und womit ?

Wie sieht die Behandlung sonst aus ? Bekommt dein Pony Blutverdünner, kühlst du, ev Blutegel .. ? Bez. Fütterung: zusätzlich zum abgewogenen Heu könntest du ihm noch Knabberäste - idealerweise Weide -anbieten. Das mögen die meisten Pferde sehr gerne und ist ein bisschen Beschäftigung


Guter Hinweis, Helga, bezgl. einer Polsterung mit schwebender aus der Last genommener Zehe. Bewährt hat sich ein halbmondförmig ausgespartes Polster das Sohle und Strahl zum mittragen heranzieht.

Kannst du uns bitte noch die Röntgenbilder hier einstellen?
Wir hatten ja die Zehe beide als zu lang empfunden und um Hufbilder gebeten, könntest du dann auch bitte auch die Röntgenbilder hier einstellen?
Sie zeigen ganz deutlich ob die Hufe rehegerecht zubereitet sind oder optimiert werden müssen (wo ich mir sehr sicher bin das das erforderlich ist) um nicht wegen permanenten Druck auf die Hufbeinspitze bzw. immer wiederkehrenden erneuten Zerreissungen des Hufbeinträgers (Elastische, Reisverschlußartige Verbindung von Hufbein und Hornkapsel, unten als weiße Linie zu sehen) die Hufrehe mechanisch zu unterhalten.

Fällt die Hufzubereitung nach den RöBis gemacht in allen Punkten rehegerecht aus und werden die Hufe dann mittels Polster, Bekleb oder Beschlag optimal unterstützt dürfte sich erfahrungsgemäß eine sofortige Verbesserung und Minimierung der Schmerzen zeigen.

Weitere gute Idee von Helga:
Weidenäste haben den Vorteil das sie quasi ein "natürliches Aspirin" sind und die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern ohne die bekannten Nebenwirkungen des pharmazeutisch hergestellten Aspirins zu haben.

Acetylsalicylsäure, also ASS, Aspirin, hat nämlich beim Pferd keinen schmerzlindernden Effekt, muss aber weil es Medis potenziert in dessen Berechnung mit einfließen und wirkt sich Schleimhautschädigend aus weshalb ich persönlich Abstand davon nehmen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 13:49 
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Hallo, vielen Dank schon mal für eure Antworten.
Einen ECS, EMS Test werde ich machen lassen. Mal sehen was dabei rauskommt.
Die Hufe haben wir vor gut 1 Woche etwas machen lassen. Natürlich nicht so wie es normalerweise wäre, aber der TA riet mir in einer akuten Rehephase eigentlich garnichts zu machen....
Ich kann gerne Fotos von seinen Hufen hier einfügen.
Equipalazone gab es täglich, 1 Beutel. Auf Empfehlung bin ich seit heute nun auf das Metacam umgestiegen. Dadurch das es ein Gel ist, lässt es sich auch viel besser verabreichen. Danke schonmal dafür.
Ich werde jetzt mal abwarten was Die Zeit bringt, mit neuem Medikament und wenn die hufschuhe da sind. An der Fütterung verändere ich erstmal nichts.Ich denke so wie es im Moment ist,ist es ok. Liebe GrüßeBild

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 14:09 
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Das sind die Röntgenbilder vom 05. sept
zu der zeit waren die Hufe noch nicht bearbeitet. Die letzte Bearbeitung lag ca 10 wochen zurück.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 15:58 
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Meines Erachtens haben sich beide Hufbeine abgesenkt was sich an dem Verlassen der Parallelität zum Hufbein im unteren Hufrückenbereich zeigt. Dort ist der Abstand deutlich größer, die Zehe zeigt sich schnabelnd.

Die eigentliche, physiologische Wuchsrichtung der Hornkapsel in gesunder Anbindung zeigt sich oben direkt unter dem Kronsaum. Legt man hier nur ein Lineal an sieht man wo sich die Zehenwand eigentlich befinden müßte und das was jenseits der gelben Linie ist quasi über ist.

Abrupte Radienübergänge wie sie bei euch mit der letzten Hufzubereitung stattgefunden haben sollten vermieden werde. Besser wäre eine Anpassung des Hufrückens nach oben zur Anbindung und unten lediglich eine s.g. Mustangroll die das Abfußen erleichtert, den Abrollpunkt nochmals komfortabel weiter nach hinten verlegt und Druck auf den Hufbeinträger minimiert.

Den Trachtenbereich erachte ich als zu lang (nicht zu hoch, das ist ein Unterschied!)
Würde man wie in der Sohlenansicht eingezeichnet die Trachten in der Länge kürzen würde der gesamte Huf und die Lastaufnahme weiter nach hinten und unter den Körperschwerpunkt gerückt werden.

Das Abfußen wird aktuell durch die "Schwimmflossen" stark erschwert, es wird bei jedem Schritt Druck auf den Hufbeinträger ausgeübt der immer weiter schmerzhaft zerreißt und einer Gesundung im Wege steht. Das ist deutlich an der rundherum gezerrten weißen Linie (rote Dreiecke) ersichtlich.

Wäre es mein Pferd würde ich zeitnah einen Reheerfahrenen Huffachmann an das Pony holen und eine Rehegerechte Barhufbearbeitung vornehmen lassen. Diese ist Grundvoraussetzung für alles Weitere und positive Entwicklung.
Ohne diese bzw. wenn diese inadäquat ausfällt wie es aktuell der Fall ist helfen weder Bekleb/Beschlag, Hufschuhe oder Polster.
So ausgemessen sitzen auch die bestellten Hufschuhe nicht korrekt.
Das ist wie wenn man ein Luxusdach auf ein marodes Haus setzen würde, das Dach verhindert den Einsturz des Gebäudes nicht.

Ich habe Gesagtes mal mit ein paar Einzeichnungen im vorhandenen Bildmaterial deutlich gemacht was nur exemplarisch zu verstehen ist.
Dessen letztendliche Beurteilung muß natürlich nach den aktuellen RöBis und der Hufansicht vor Ort am bewegten Pferd erfolgen und umgesetzt werden.

Schaue dir bitte nochmal die Fachinformation Reheduplo an um dir die Bedürfnisse eines Rehehufes an die Hufzubereitung und Unterstützung klar zu machen. Diese Information ist vom Reheduplo Entwickler und Rehefachmanns W. Busch verfasst worden.
Auch bei http://home.equivetinfo.de/ unter "Hufrehe" und dann unter "Hufbeinsenkung" finden sich gute Erklärungen dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 18:27 
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Ok.kurz gesagt, es soll was gemacht werden ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 20:27 
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eff-eins hat geschrieben:

Besser wäre eine Anpassung des Hufrückens nach oben zur Anbindung und unten lediglich eine s.g. Mustangroll die das Abfußen erleichtert, den Abrollpunkt nochmals komfortabel weiter nach hinten verlegt und Druck auf den Hufbeinträger minimiert.

Würde man wie in der Sohlenansicht eingezeichnet die Trachten in der Länge kürzen würde der gesamte Huf und die Lastaufnahme weiter nach hinten und unter den Körperschwerpunkt gerückt werden.

Wäre es mein Pferd würde ich zeitnah einen Reheerfahrenen Huffachmann an das Pony holen und eine Rehegerechte Barhufbearbeitung vornehmen lassen. ….und über einen Rehebekleb/Beschlag (z.B. Reheduplo) nach der hochschmerzhaften Akutphase nachdenken und mir bis dahin mit passenden Hufschuhen mit halbmondförmig ausgesparter Einlage behelfen und das Pferd, wie Helga schon erwähnte, in einen abgegrenzten Bereich mit tiefer, weicher, verformbarer Einstreu (z.B. Torf, Sand, Holzspäne, gewässerte Holzpellets usw.) stellen und es nicht zu Bewegung animieren. Die ist derzeit unter Schmerzmitteln und unzureichend versorgten Hufen mehr als heikel und kann ansonsten Nachrotation/sinken begünstigen

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 21:07 
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Sille9589 hat geschrieben:
Ok.kurz gesagt, es soll was gemacht werden ?


Ja, nochmal einen reheerfahrenen Hufschmied/Hufpfleger/Hufbearbeiter kommen lassen. Wäre es mein Pony würde ich die Trachten zurücksetzen, die Zehe von vorne mind bis zum unpigmentierten Wandhorn (eher bis zur weißen Linie) zurücknehmen und besser berunden um das Abrollen zu erleichtern und zu verhindern, dass die Lamellenschicht bei jedem Schritt gezerrt wird (sehr schmerzhaft für das Pferd) und die Zehe von außen beraspelt.
Ich kann die Aussage deines Tierarztes, dass der Huf im Schub nicht bearbeitet werden soll, ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Gerade im Schub ist die richtige Hufbearbeitung extrem wichtig. Was ich im Schub keinesfalls machen würde, ist nageln.

Bis die Schuhe da sind, das Pony auf einen weichen, verformbaren Untergrund stellen, damit es die Hufe so "eingraben" kann, wie es für ihn bequem ist. Die Schuhe unbedingt polstern und zwar so, wie meine Vorschreiberin :hallo: schon geschrieben hat (hinterer Hufbereich)
Ich hatte bei meinem Reheponby dünne Gelsohlen (flächig) in den Schuhen, habe die Strahlfurchen mit Watte ausgestopft und den Huf selber bis zur Strahlspitze abgepolstert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 17.09.2019, 21:13 
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Falls du im Stall keinen geeigneten Untergrund hast, würde ich - bis die Schuhe da sind - einen Verband anlegen. Polstern, mit Flex Bandage am Huf fixieren und darüber Teerverband (Klauenband).

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 18.09.2019, 09:38 
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Beiträge: 9086
Helga hat geschrieben:
Ich kann die Aussage deines Tierarztes, dass der Huf im Schub nicht bearbeitet werden soll, ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Gerade im Schub ist die richtige Hufbearbeitung extrem wichtig.


Kann dem nur beipflichten weil die richtige Bearbeitung über das Beenden des Schubes und daraus resultierendem extremen Schmerzgeschehen maßgeblich wenn nicht gar ausschlaggebend ist!
Das in der Hufversorgung und vermutlich auch im Gesamtmanagement (keine Ursachenforschung wie z.B. unerkannte IR, EMS oder ECS das nur mittels EMS/ECS Gesamtprofil beurteilt werden kann und Ergebnisorientiert entsprechend agiert werden muß mit z.B. Futteroptimierung, im ECS Fall antherapieren mit Prascend usw.) noch etwas unrund läuft sieht man daran das dem Schub auch nach nunmehr 4 Wochen noch immer mit Schmerzmitteln begegnet werden muß.

Unsere Erfahrung lautet:
Profil beauftragen und Reheerfahrenen HS holen um durch rehegerechte Hufzubereitung die Hufe zu optimieren ist jetzt wirklich das was sehr zeitnah erfolgen sollte.
Alles andere wäre ein "rumpuscheln" aber keine Hufrehetherapie und zudem wenig Erfolgversprechend um deinen Hübschen zur Hufgesundheit zurück zu führen was ja dein Anliegen war als du hier um Rat gefragt hast.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 26.09.2019, 08:07 
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Hallo Silvia,
ich wollte mal vorsichtig nachfragen, wie es Monty geht. Hast Du noch etwas zur Ursache herausfinden können und an den Hufen verändert?

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LG Gordo

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Pony Monty EMS&Rehe
BeitragVerfasst: 28.09.2019, 19:38 
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Registriert: 15.04.2015, 20:28
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hmm

also ich find das Pony auf dem obigen Foto jetzt nicht zu dick :fahne:

Die Hufsituation geht sicher zu verbessern, aber da bist du ja schon dran. Im akuten schub aber langsam machen.


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