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BeitragVerfasst: 07.09.2020, 17:26 
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Ich wollte die Frage ob es evtl. sinnvoll ist bei seinem Jungpferd, insbesondere wenn es sich um eines handelt das genetisch bedingt auf Kargheit ausgelegt ist und evtl. eine IR in die Wiege gelegt bekommen hat, mal z.B. ein EMS Profil zu veranlassen nochmal aufgreifen und zur allgemeinen und nicht Pferdebezogenen Diskussion stellen.
Ich meine aus meiner selbst gemachten Erfahrung heraus JA!

eff-eins hat geschrieben:
.....junges Alter (wer weiß das besser als ich mit zwei dreijährigen Cushis, EMS/IR-lern) schützt vor Krankheit bzw. genetischer Prädisposition nicht.
Auch wenn ich nicht glaube das was im Argen liegt ist es immer gut einen Status Quo aus vermeintlich gesunden Tagen zu haben an dem man sich im Falle einer Erkrankung oder bei Haltungs/ FÜtterungsveränderungen orientieren kann.


Ein junger Organismus kann bekanntlich vieles kompensieren und Schräglagen müssen nicht immer sofort und augenscheinlich ersichtlich sein. Wie oft hört man:
"Mein Pferd war immer im Sommer auf der Wiese und hat vorher nie Hufrehe bekommen".

Das war nicht unbedingt dem Umstand des Gesund sein geschuldet sondern evtl. durch Kompensation die irgendwann nicht mehr gegeben ist.

Kommen dann Krankheit (z.B. EMS, ECS) oder urlaubsbedingte Stehtage bei gleichbleibendem Futtermanagement oder Stallwechsel mit rationiertem Raufutter auf z.B. ad lib Fütterung hinzu kippt der Stoffwechsel nicht selten und eine Hufrehe ist zu beklagen.

All dem begegne ich doch viel umsichtiger wenn ich weiß wie es grundsätzlich um den Stoffwechsel bestellt ist.
Ich mache mich auch nicht übermäßig verrückt wenn es unvermeidbare ("negative") Veränderungen im Haltungs/Bewegungs/Fütterungsmanagement gibt wenn ich die Istwerte mit denen aus vergangenen, vermeintlich gesunden Tagen im Bedarfsfall vergleichen kann.

schnulli hat geschrieben:
Und noch einmal zu den Blutuntersuchungen und so: ja, der AraberXY ist ein Jungpferd und im Wachstum. Aber bei qualitativ gutem Heu und Gras und einem Mifu sowie etwas Stroh (Einstreu) wird er prima wachsen und gedeihen, ohne, dass Du Dir Sorgen machen musst. Pferde können sehr viel kompensieren und vor allem brauchen sie überhaupt nicht soviel, wie man immer denkt.

....... ich habe bei Ed bisher einmal Blut nehmen lassen als Tobi auch dran war und dann nur noch wegen der Geschichte als er sich nicht mehr anfassen ließ und wir schauen wollten, ob es ein Mangel oder evtl. eine Vergiftung ist. Ansonsten verlass ich mich auf meine Augen......


Das ein Pferd selbst wenn es jung ist nicht mehr braucht um gesund aufzuwachsen sehe ich grundsätzlich so wie du.
Leider sind die Augen nicht immer und in allem zuverlässig um mal bei Stoffwechselerkrankungen/ entgleisungen zu bleiben.
Es gibt rappeldürre EMS/ECS-ler die hochgradig IR sein können, auf der anderen Seite Schneckenfette die Gesundwerte haben.

Ich finde darum nichts Verwerfliches dabei wenn ich mal bei meinem Nachwuchs schaue ob das alles tatsächlich so gut ist wie es nach außen hin den Anschein hat denn auch gravierende Mangel an Mineralstoffen, Spurenelementen usw. zeigen sich erst später im äußeren Erscheinungsbild.

Man weiß ja nie wie die Pferde beim Züchter oder Händler tatsächlich aufgewachsen sind und es gibt genügend die z.B. nie WK bekommen haben und mit Pech ein Leben lang Probleme deswegen haben.
Es hat von daher m.E. nichts mit Überängstlichkeit sondern vielleicht eher mit Prävention zu tun wenn man einfach mal einen Check up veranlasst.

_________________
LG Kathi
Hier gehts zum EMS- ECS- Hufrehe ABCBitte erstellt bei Cushingpferden einen ACTH sowie IR Verlauf als extra Thema mit Laborergebnissen (wenn vorhanden), der aktuellen Fütterung unter denen die Werte ermittelt wurden und aktualisiert diesen immer damit man darauf jederzeit Zugriff hat, Fragen gezielt beantworten und wertvolle Zeit für den Patienten wegen Rückfragen einsparen kann.

Antons ECS Datenblatt--------Hermines ECS Datenblatt
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Antons
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BeitragVerfasst: 07.09.2020, 20:18 
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Ich bin halt anderer Meinung, die ich mir persönlich aus vielen Jahren Pferdehaltung angeeignet hab. Jeder kann mit seinem Tier machen, was er meint machen zu müssen.

ÉDIT: um eine. Mangel an Mineralstoffmangel und Spurenelementen nachzuweisen und vor allem zu eliminieren, muss man das Grundfutter analysieren, damit man zielgerichtet substituieren kann. Da reicht es aber nicht eine Probe aus einem Ballen zu ziehen.....

_________________
LG

schnulli

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BeitragVerfasst: 14.09.2020, 21:54 
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Tja, und ich liege zwischen euch mit meiner Meinung - wie langweilig! :unibrow:

Ich kann Kathis Argumentation aufgrund ihrer Erfahrungen verstehen, würde aber selber nicht aus diesem Grund das Blut untersuchen lassen. Allerdings kann ich nichts Nachteiliges an einer frühen und genauen Blutuntersuchung finden, um einen status quo zu haben, wenn es einem wichtig ist.

schnullis Ansicht, dass die Pferde meist besser mit weniger groß werden und zurecht kommen, zeigt und bestätigt sich ja leider (wegen der angefütterten Probleme) vielfach. Elementar ist halt ein gutes Grundfutter.

Ich bin der Meinung, dass das Grundfutter in unserem Stall gut ist, aber die analytische Zusammensetzung (Heu, Stroh, Wiese) kenne ich nicht. Sicher, wenn das Pferd ein munteres Allgemeinbefinden zeigt, kann/sollte kein krasser Mangel oder Überschuss vorliegen, aber wie sieht es abgesehen davon mit dem Mineralienhaushalt aus? Da interessieren mich auch Werte, die vielleicht nicht optimal sind. Hat das Pferd eine Über-/Unterversorgung bzw bekommt es alles, was es braucht? Diese Frage stellt sich natürlich nicht nur bei jungen Pferden, aber die kennt man eben noch nicht so gut und lange.

Da ich alles richtig machen möchte, insbesondere im Wachstum, um später ein belastbares Pferd zu haben, habe ich im Netz recherchiert. Dabei bin ich sowohl auf die Fraktion "möglichst wenig" als auch "auf jeden Fall MiFu & Co" gestoßen. War also nicht sehr hilfreich. Als ich dann von einer ehemaligen Stallkollegin hörte, dass ihr inzwischen 3jähriger Probleme mit den Gelenken hat, weil er nicht ausreichend MiFu (nämlich gar keins) bekam, habe ich mich entschlossen, ein Blutbild in Auftrag zu geben. Im Endeffekt war das für mich richtig, denn so konnte ich mich bewusst entscheiden, Mifu in Maßen zu geben. Der Bedarf verändert sich aber, deswegen finde ich es nur konsequent, nach einer angemessenen Zeit, noch einmal ein Blutbild anfertigen zu lassen, um zu sehen, wo die Reise hingeht. Ob ich das nun tatsächlich mit einem Gesamtprofil kombiniere, weiß ich noch nicht. Vermutlich eher nicht, sofern es keine Auffälligkeiten gibt oder ich etwas füttere, bei dem ich den Stoffwechsel im Blick behalten möchte.

_________________
Viele Grüße
Gordo

Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte des Pferdes.

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