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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 08.10.2019, 19:30 
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au man! Auf dem Handy waren die Bilder genau richtig angezeigt. In der Desktopansicht erschlägt es einen. Tut mir leid, aber ich hab das hier noch nicht ganz raus wie es besser/richtig geht :cry:

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Viele Grüße

Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 08.10.2019, 20:29 
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Als Mineral wird hier in der Regel Atcom empfohlen. Das ist von der Zusammensetzung her gut, allerdings mögen es nicht unbedingt alle Pferde. Mein ziemlich verfressener Hausmeister rührt es nicht an, der Praktikant dagegen haut es weg.

Die Bilder können wir richten, kein Problem. Einer von uns macht das.

Auf jeden Fall zeigen sie recht deutlich eine Rotation und das sieht man auch am Seitenbild. Oben wächst die Kapsel steiler heraus, die Hufwand hat einen Knick. Hier gilt es nun anhand der Röntgenbilder schnellstmöglich die Huf durch gute Hufbearbeitung zu optimieren, sprich, die Zehe zu kürzen und den Knick zu begradigen. Auch meine ich eine Hufbeinsenkung zu sehen. Wie gesagt, hier gehört ein reheerfahrener Hufbearbeiter ans Pferd, der den Hufen die Chance gibt, wieder normal und gesund herunter zu wachsen. Wenn das so bleibt, wird es immer wieder Probleme geben, im schlimmsten Fall bis zur nächsten, in diesem Fall mechanischen (vor allem durch die Rotation) Rehe. Der Hufbearbeiter sollte die Röntgenbilder zur Bearbeitung heranziehen.

Und noch etwas: du gehst uns nicht auf den Senkel. Jede Frage ist vor allem zum Wohle des Pferdes gestellt und wird dementsprechend auch gerne beantwortet.

Soweit ganz kurz, Kathi wird sich sicher noch ausführlich melden. Sie kann das so schön :)

Außerdem ist das ein wirklich hübsches Pferd. Sehr klasse Farbe mit der Mähne......

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LG

schnulli

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 08.10.2019, 20:39 
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Die Röntgenbilder und Hufbearbeitung sind zwischen TA und Schmied abgesprochen worden. Beide waren sich einig, dass Shasar keine Eisen braucht. Zehe kurz und in kurzen Abständen bearbeiten. Denn Huf und Horn wachsen bei dem Wildfang echt wie Unkraut.

Danke fürs Bilder richten :2daumenhoch:

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Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 08.10.2019, 21:11 
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Ich sehe, genau wie schnulli, sowohl eine Rotation als auch eine Senkung.

Verstehe ich das richtig, die RöBis sind NACH einer geplant Rehegerechten Hufzubereitung gemacht worden?
Wenn dem so, was ich nicht hoffe, wäre die Hufzubereitung inadäquat!

Wenn die Hufzubereitung hingegen nach den Röntgenbildern erfolgt ist bleibt zu hoffen das allen Erfordernissen die die Hornkapsel und Hufbeinlage zeigen in vollem Umfang entsprochen wurde.

Hier reicht eine Zehe kürzen und nach oben zur Anbindung anpassen alleine nicht aus.
Auch müssen vermutlich die Trachten gekürzt werden um eine Winkelkorrektur der Knochenachse anzustreben die dann ihrerseits erlaubt die Hufwände wieder weitgehend parallel zur Hufbeinlage zu raspeln und dem Huf damit ein gesundes Herunterwachsen in Anbindung zu ermöglichen.

Inwieweit eine Trachtenkürzung erforderlich und machbar ist wird der HS in der Sohlenansicht sehen können.

Mitunter erfordert ein Trachtenkürzen um eine physiologische Hornkapsel und Gesundung anzustreben ein sofortiges höher stellen der Trachtenregion durch einen Keil.
Das ist dann der Fall wenn durch das Trachten kürzen zu viel Zug auf die tiefe Beugesehne ausgeübt würde.

Das hört sich paradox an aber dem Huf wird durch die "Manipulation" der Hornkapsel durch passendes raspeln zur Hufbeinlage ein Optimum vorgegeben das der Huf braucht um gesund herunterwachsen zu können ohne das der Hufbeinträger (Reißverschlussartige Verbindung von Hornkapsel und Hufbein, unten als weiße Linie erkennbar) immer wieder schmerzhaft zerreißt was ohne dies der Fall wäre.
Da aber dann u.U. zu viel Zug auf die t.Beufgesehne kommen würde wird diese durch den Keil wieder ENTlastet und man bedient alle Erfordernisse an eine adäquate Rehehufzubereitung.

Gibt es etwas das gegen eine Beschlag/Bekleb spräche?

Ein passender Rehebeschlag, hier ist insbesondere der Reheduplo eine gute Wahl, erleichtert die Gesundung enorm und wirkt einem nachsinken/rotieren entgegen.

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LG Kathi
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 08.10.2019, 21:26 
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Nein, die RöBis sind vor der Bearbeitung gemacht worden.

Shasar hatte noch nie in seinem Leben Beschläge. Und ist auch kein besonders netter Vertreter beim Hufschmied. Von daher sind wir ganz glücklich, dass sich alle Beteiligten einig waren, es ohne zu versuchen

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Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 09.10.2019, 07:32 
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Ich finde auf den Fotos sieht man trotz Winterfell die Kuhlen und Rippen. Allerdings bin ich der Meinung, dass das dünne Erscheinungsbild durch Muskelabbau verstärkt wird. Der Muskelabbau am Rücken ist u.a. ein Anzeichen für Cushing, insofern ist es gut, dass der Bluttest in Arbeit ist. Täuscht es oder macht er auch einen müden Eindruck?

Bierhefe ist eine sehr gute Ergänzung und wird hier im Forum generell empfohlen. Ich musste langsam mit der Bierhefe anfange, damit sich das Pferd an den Geschmack gewöhnen konnte. Nach 2 Tagen reduzierter Menge hat er es gerne gefressen. Du solltest darauf achten, dass die Bierhefe treberfrei ist, um unnötige Mengen an Zucker einzusparen.

Beim Mineralfutter kommt auch noch Formula 4 Feet in Frage.

Dein Shasar ist ja wirklich ein Hübscher mit seinen Farben und ich finde es toll, wenn Du das Forum nutzt, um Dich zu informieren, Deine Fragen zu stellen und auch davon berichtest, wie es euch geht. Dann hoffe ich mal, dass ihr schnell die Ergebnisse bekommt und sie aussagekräftig sind. :daumenhoch:

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 09.10.2019, 10:08 
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Nein, müde ist er eigentlich nicht. Ist ein aufgewecktes Kerlchen. Aber Laufen in der Halle fand er an dem Tag total blöd. Shasi macht generell am Liebsten was er mag und ist ein sturer Esel (nicht bös gemeint), wenn es nicht so läuft, wie er es geplant hatte. Er wird auch nur mit Kette geführt, weil er einen sonst schonmal über die Schulter abrollt und einfach mal weg ist, wenn er lieber was anderes tun wollen würde.

Das mit dem Muskelabbau in Bezug auf Cushing hatte ich hier auch schon irgendwo gelesen. Insofern bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis des Tests.

Ich suche die Tage mal Bilder aus, wie er "normalerweise" aussah/aussieht. Mit ordentlich Muskulatur (an der gesamten Oberlinie) ist er ein wirklich totschicker Mix, dem man sein Alter nicht ansieht.

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Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 09.10.2019, 10:23 
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Beiträge: 9069
Das Allergo Vital ist wie gesagt sehr geeignet weil es frei von unsinnigen oder EMS/IR ungeeigneten Zusätzen ist und beim Calcium/Phosphor Verhältnis zur reinen Raufutter nicht getreidelastigen Fütterung passt.

Das Formular4feet ist ohne Selen, das nur falls daran Interesse besteht und Luzernegrünmehl basiert.
Luzerne hat zwar weniger Zucker als Grasheu, dieser ist aber leider vorrangig Glukose mit einer entsprechend hohen glykämische Last das zu Insulin und Glukosepeaks führt und darum bei IR-lern unter Vorbehalt zu sehen ist.

Auch geringe Mengen Ungeeignetes wie das tgl. Mineralfutter können einem angeschlagenen KH Stoffwechsel arg zusetzen, das ist schlimmer als einmalige, seltene Extras weil der Spiegel quasi unterhalten wird.

Aber nun warten wir mal die Blutwerte ab, bis dahin ist ja alles hypothetisch.

Er ist schon relativ mager, mehr abnehmen sollte er für mein Empfinden nicht und rechtzeitiges Gegensteuern mit gesunden Futtermitteln scheint mir sinnvoll.
Die sind z.B. unmel. Rüschnis, Leinsamen/Leinkuchen, die sehr hochkalorische stab. Reiskleie, Sonnenblumenkerne.
Um unnütze Energie einszusparen bietet sich bei kaltem, regnerischem oder windigem Wetter eindecken an.

Treberfreie Bierhefe findest du z.B. bei Makana, die ungeeignete an Treber gebundene erkennst du am Zusatz BT.
Aber Vorsicht:
Der Landhandel Raiff…..bietet eine Bierhefe an wo in der Deklaration nur 100% reine Bierhefe steht und in Wahrheit (ich hab weil ich dem nicht traute beim Hersteller nachgefragt) zig ungeeignete Zusätze drin sind schaust du hier:
eff-eins hat geschrieben:
Die vom Landhandel scheint auf den ersten Blick demnach okay ist aber wenn man mal hinterfragt so gar nicht empfehlenswert:
eff-eins hat geschrieben:
Ich habe mich HIER über die angebotenen Bierhefe Pellets (Zusammensetzung: Bierhefe pelletiert, Analytische Zusammensetzung: Rohprotein: 24,0 %, Rohfett: 9,5 %, Rohasche: 5,0 %, Rohfaser: 12,0 %)
die z.B. im Raiffeisen erhältlich sind wegen der Inhaltstoffe erkundigt nachdem man mir meine Fragen im Markt nicht beantworten konnte.
Kein BT dahinter :kinn: hm dann müsste es doch eigentlich REINE Bierhefe sein oder?
Weit gefehlt denn auf meine Mailanfrage hat man mir folgendes geantwortet:

Lieber Kunde,

reine Bierhefe gibt es so leider nicht. Es sind immer Zusatzstoffe mit inbegriffen. Die Zusammensetzung unserer Bierhefe-Pellets ist wir folgt:

Bierhefe, Biertreber, Gerste, Weizengrießkleie, Leinsamen aufgeschlossen, Mais aufgeschlossen, Chiccoree.

Wir hoffen, dies hilft weiter.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Kundenservice

Also liebe Leute die ihr Stoffwechselkranke Pferde habt, FRAGT IMMER nach was wirklich drin ist!!!!

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LG Kathi
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 11.10.2019, 15:33 
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Habe gerade die Blutergebnisse bekommen. Shasi hat definitiv Cushing. Heißt er bekommt jetzt Prascend (schreibt man das so?)

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Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 11.10.2019, 16:52 
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Ja, es heißt Prascend das richtig und einschleichend!!!! dosiert ein Segen für jeden Cushi ist unter dem man eine positive Verbesserung binnen kürzester Zeit bemerkt.

Hast du vielleicht mal die Blutwerte inkl. Laborreferenz und Einheit für uns?

Bitte mit Prascend unbedingt einschleichend antherapieren weil das i.d.R. frei von Nebenwirkungen ist, folgt man hingegen dem Beipackzettel (und dem folgen leider auch oft die TÄ)mit 0,5mg Schritten oder wegen des hohen Pferdegewichtes gar mit 1mg ist dies erfahrungsgemäß stark Nebenwirkungsbehaftet und vermeidbar.

Die Dosis die erforderlich ist das ACTH in die jahreszeitliche Referenz zurück zu führen ist weder Rasse, Gewichts oder ACTH Werthöhe abhängig sondern individuell!
Ein schwerer Tinker kann durchaus mit einer viertel Tablette schon gut beraten sein während ein Shetty irgendwann 1,5mg benötigt, alles ist möglich.

Wir im Forum haben folgendermaßen gute Erfahrungen gemacht:
für 8-10 Tage 1/8 Prascend
für weitere 8-10 Tage 1/6 oder 1/4 Prascend usw.
Bei der halben zu erwartenden durchschnittlichen Anfangsenddosis sollte der Therapieverlauf mittels ACTH-Test nach 4-8 Wochen unter dieser Dosishöhe überprüft werden.
Bei einem 500kg Pferd wäre das bei 0,5mg.

Die Therapie und deren Erfolg sollte immer unter zu Hilfenahme von ACTH Kontrollen stattfinden.

Bitte das Prascend abends zwischen 18 und 20 Uhr verabreichen und im mindestens 2 stündigem Abstand zu schleimbildenen Futtermitteln um keinen Wirkstoffverlust zu riskieren.

ACTH unterliegt sowohl Jahres als auch tageszeitlichen Schwankungen. ACTH ist morgens am höchsten und fällt zum Abend hin b. Dieses Gefälle hat ein Cushi nicht mehr.
Gibt man also abends das Prascend (am besten in einem Stück Möhre) wird das ACTH dadurch gesenkt und somit der Natur entsprochen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 11.10.2019, 18:39 
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Die Blutwerte muss ich nachliefern. War im Auto unterwegs als der TA anrief. Die Besi wird das Prascend beim TA abholen und sich die Blutwerte ausdrucken lassen. So haben wir es ausgemacht.

Vom Einschleichen hat die TA nichts erwähnt :weißnich: nur vom 1 Tablette täglich und dann in 6-8 Wochen ein weiterer Test.
Allerdings erzählte mir das mit dem Einschleichen eine andere Einstallerin, die auch ein Cushing-Pferd hat.

Danke für die genaue Anweisung wie das zu erfolgen hat. Das Forum hier ist echt Gold wert (gibt es hier keinen Drück-euch-Smiley?)

So, und jetzt noch die Frage: Schleimbildende Futtermittel? Damit sind Rüschnis gemeint? Die mag Stasi ja eh nicht. Gab mit Möhrenstück? Ein klein winziges? Darf er das dann wieder? Bisher waren wir sehr streng und haben nichtmal ein klitzekleinwinziges Leckerli oder sonst was anderes als Heu und Heucobs gegeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 11.10.2019, 20:44 
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Es freut mich wenn dir die Erfahrungen aus diesem Forum weiterhelfen :mrgreen:

Grrrrrrr :evil: eben weil das immer wieder passiert das TÄ unreflektiert dem Beipackzettel folgen und so an sich vermeidbare Nebenwirkungen quasi vorprogrammiert sind weisen wir auf das bewährte Einschleichen hin.
Mein TA therapiert selbst bei schweren Pferden mit max. 1/4 Tablette an und hält die Hauruckmethode auch für Wahnsinn und meckert ab und zu auch mal über Kollegen deswegen.

Folgt man dem Beipackzettel und das Pferd zeigt Nebenwirkungen (die zwar nicht dramatisch aber Lebensqualitätseinbußen und schlimmsten Falles Abmagern, Kolik und Durchfall zur Folge haben) wird das einzig therapeutisch wirksame Cushingmedikament oftmals von den Besitzern abgesetzt und zu Unrecht wird dann verbreitet wie furchtbar das doch damit gewesen wäre, das Pferd es nicht vertrug und man seinem Pferd das lieber erspart und mit Homöopathie ja soooo viel besser fahren würde.

Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Mönchspfefferhaltige Präparate die im Preis vergoldet und durch Studie nachweislich nicht befähigt sind das ACTH zu senken, das obliegt derzeit ausschließlich Pergolidmesilat.
Abgesehen davon ist Mönchspfeffer bei Hirntumoren (ECS= Hypophysenadenom) sogar kontraindiziert und wenn gemerkt wird das das nicht den gewünschten Erfolg bringt greift unter Umständen das lebensrettende Prascend nicht mehr oder es dauert zumindest deutlich länger!
Kurz und knapp:
Es wird dem Pferd ein Lebenserhaltendes und Lebensqualitätsicherndes Medikament vorenthalten während das ECS im Verborgenen weiter sein Unwesen treibt und das Tier im Prinzip irgendwann unbehandelt regelrecht verreckt.

Jeder im Forum der sorgsam und einschleichend antherapiert hat wird dir bestätigen können das die Pferde sich sehr zeitnah verjüngt zeigten, Probleme rückläufig waren und keine Nebenwirkungen auftraten.

Prascend ist in einem Möhrenstück am besten aufgehoben weil sich Möhre dauerhaft als einziger Trägerstoff herauskristallisiert hat der scheinbar keine geschmacklich ekelige Allianz eingeht. Alles andere, so gerne es eigentlich gefressen wird/wurde wird irgendwann verweigert.
Meine beiden Kökelnasen freuen sich seit 8 Jahren allabendlich auf ihr Prascendmöhrchen und es hat nicht einen einzigen Tag mal Akzeptanzprobleme gegeben.

Schleimbildende Futtermittel sind z.B. Leinsaat, Leinkuchen, Hafer, Chia, Flohsamen und auch Heilerde oder Moorprodukte sollten nicht zeitgleich zum Prascend gegeben werden. Rübenschnitzel dürfen gerne zum Prascend verabreicht werden, die quellen ja nur auf, bilden aber in dem Sinne keinen Schleim.
Das Medikament schwabbelt im Glibber und kann nicht vernünftig aufgenommen werden bzw. wird es quasi "gebunden" .

So, nun hab ich dich aber ordentlich "zugetextet", sorry dafür :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 11.10.2019, 21:09 
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Beiträge: 17
Och, bitte texte gern weiter! Ich bin froh um jedes bisschen was mich schlauer macht :unibrow:

Also schleimbildend geht ja nicht, da er es ja eigentlich nicht bekommen sollte. Oder darf er dann jetzt doch ab und an ein Schmackofatz wie z.B. Mash haben? Sorry, wenn ich blöde Fragen stelle, aber ich hänge noch im Krankenwirrwarr fest.

Ansonsten wird Shasi sich auf jeden Fall auf seine abendliche Möhre freuen. Er wird mich dafür lieben schätze ich :2daumenhoch:

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Birgit
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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 12.10.2019, 08:40 
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Beiträge: 388
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Ja, am Anfang sind es sehr viele Informationen, die sich auch noch teilweise zu widersprechen scheinen. Aber mit der Zeit klärt sich alles und durch gezieltes Ausprobieren findet man zusammen mit dem Pferd ein passendes Gesamtmanagement.

Aus eigener Erfahrung mit einem 450 kg Pferd bitte unbedingt einschleichen bei Prascend. Der Wirkstoff im Medikament ist bereits in geringen Mengen hochwirksam, so dass alles für ein langsames Steigern spricht. So bekommt der Stoffwechsel schon Unterstützung und kann sich langsam darauf einstellen und Du kannst beobachten und durch regelmäßige Tests prüfen, bei welcher Dosierung die Werte wieder in der Referenz sind.

Bei Cushing allein muss die Ernährung nicht sooo streng sein in Bezug auf Zucker und Stärke. Da aber ein großer Prozentsatz (ich meine ca. 60%) der Cushis auch eine Insulinresistenz entwickelt, ist man gut beraten, direkt die Ernährung möglichst optimal einzustellen. Das mache ich auch, obwohl meiner keine IR hat, aber ich möchte auch vermeiden, dass es dazu überhaupt kommt. Letztlich hilft eine möglichst aufs sinnvolle Minimum reduzierte Futtermenge meinem Pferd generell, egal ob krank oder gesund. Kurz gesagt, mit gutem Grundfutter (Heu, Stroh) und sinnvoll ausgewähltem Zusatzfutter bei Bedarf entspricht man den Bedürfnissen der Pferde mehr, als wenn man aus gut gemeinter Absicht Futtermischungen mit verschiedensten Zusätzen anbietet. Allerdings fällt es mir deutlich leichter, bei meinen Tieren konsequent zu sein, als bei mir. Da schummelt sich doch irgendwie immer wieder Schokolade, zuckerhaltige Müslimischungen u.ä. in meine tägliche Ernährung. :unibrow:

Um das jetzt noch einmal auf einen Cushi zu beziehen: ein Stück (keine ganze) Möhre für die Tablette täglich ist akzeptabel, v.a. auch im Hinblick auf das Körpergewicht. Kathis Hinweis auf die Geschmacksauswirkung von Prascend auf andere Träger wie Apfel, Banane etc. ist richtig und wurde schon öfter hier im Forum berichtet. Meiner nimmt die Tablette allerdings nach 1 Jahr immer noch mit verschiedenen Trägern.

Meiner mag zur Zeit auch nur eine kleine Menge RüSchni, wenn noch andere leckere Zusätze enthalten sind. Das sind bei mir Leinpellets, damit Magen und Darm eine Unterstützung bekommen, denn Prascend kann zu einer Belastung des Magens bei empfindlichen Pferden führen. Meiner gehört dazu und neigt leider zu Kotwasser.

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 Betreff des Beitrags: Re: Shasar hat Rehe
BeitragVerfasst: 12.10.2019, 10:02 
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Börgi hat geschrieben:
Also schleimbildend geht ja nicht, da er es ja eigentlich nicht bekommen sollte. Oder darf er dann jetzt doch ab und an ein Schmackofatz wie z.B. Mash haben? Sorry, wenn ich blöde Fragen stelle, aber ich hänge noch im Krankenwirrwarr fest.



Es gibt keine blöden Fragen!!!! Frag uns also gerne Löcher in den Bauch :mrgreen:

Ich habe dir nur IR/EMS konforme Zufutter genannt und natürlich darf er davon was bekommen insbesondere weil er an der Grenze zum Mageren ist und schlanker nicht werden sollte.

Mash ist heute ein kreiertes Modefutter mit unsinnigen Bestandteilen die mit dem eigentlichen, ursprünglichen Rekonvaleszenzfutter so gar nichts mehr gemein haben.
Also bitte lieber die Finger davon lassen oder wenn man partout nicht darauf verzichten möchte aus Weizenkleie (würde ich jetzt bei einem Rehelein nicht geben) und Leinsamenschrot selbst machen.

Bitte teile uns sofort nach Erhalt die anderen Blutwerte mit damit wir nach einer möglichen IR schauen können.

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