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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 13:27 
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Nein, Charlie bekommt noch kein Prascend. Ich habe die Diagnose erst gestern erhalten. Momentan habe ich absolut keinen Plan und lese mich bez. Cushing gerade hier im Forum ein. Bisher war das kein Thema für mich.

Ja, ich füttere teilweise Heu aus diesem Jahr. Mische es aber mit Streue (Heu aus Schilfgras) aus dem letzten Jahr und etwas Gerstenstroh (keine Ähren). Da Charlie im Jänner Rehe hatte und ganz massiv IR war (Insulin über 300) bin ich mit dem Quotienten schon ganz glücklich. Klar, über 20 wäre hübscher, aber wir arbeiten daran.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 13:41 
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Wenn du dich entschließt mit Prascend anzutherapieren was ich wirklich überlegen würde weil der Wert schon überhalb des Grauwertbereiches (bis 100) liegt sollte das aber einschleichend mit 1/8 Tablette geschehen um sich von unten der individuell erforderlichen Dosis zu nähern die ACTH wieder in die jahreszeitliche Referenz zurückführt.
Siehe auch im ABC meiner Signatur unter "Prascend"

Hauruck und halbe Tablette hinein ist sehr Risikobehaftet und hat meistens Nebenwirkungen (Inappetenz, Bauchweh, Lethargie usw.) im Gepäck die zwar nicht bedrohlich aber bei vernünftigem Umgang mit dem Medikament vermeidbar sind.
Schwupps bekommt dann nämlich nicht selten das Medikament per se zu Unrecht die Schuld, wird oft deswegen abgesetzt weil es heißt : Mein Pferd verträgt es nicht :?

Das der bisherige ACTH Wert niedrig und physiologisch war liegt zum einen in der Jahreszeit der Testung begründet weil ACTH cirkadianen Schwankungen unterliegt und auch dem Umstand das Cushing sich über lange lange Zeit entwickelt und das ACTH noch nicht immer dauerhaft erhöht sein muss.
Zum ACTH jahreszeitlichen Hoch jetzt im September steigt das ACTH bei Cushis aber ungleich höher an als bei gesunden Pferden weshalb jetzt der optimale Testzeitpunkt ist.

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LG Kathi
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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 13:47 
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Okay, bei dem vorherigen Wert wäre ich auch froh. Da sieht man mal, dass ich doch vorher hätte nachlesen sollen.....

Es ist auch so, dass auch gesunde Pferde in dieser Jahreszeit naturgemäß ein wenig IR werden, damit genug Speck für den kargen Winter ansetzen. Das ist natürlich bei unseren Haustieren nicht mehr nötig, sie bekommen ja das ganze Jahr über gutes Futter (manchmal zu gut). Da stellt sich mir die Frage, ob ein kleiner Schwupps Prascend zu dieser Jahreszeit dem Herrn gut tun würde :kinn: , möchte da aber lieber an Kathi verweisen.

Eins aber noch für Dich: 136 ist noch nicht wirklich hoch. Mein kleiner Schecke hatte bei seiner ersten Testung 750 und Kathis Hermine war noch höher. Also, bleib ruhig :tröst:

Hihi, und da ist die Kathi schneller als ich :grin:

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LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 14:09 
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Jepp, wir konnten bei Anton mit 925 und bei Hermine mit 3080 aufwarten :roll:

Aber:

Die ACTH Werthöhe sagt nichts über die Manifestation oder Tragweite der Erkrankung aus und auch die mögliche Dosis die erforderlich sein wird es in die Referenz zurückzuführen orientiert sich genauso wenig wie an Rasse oder Gewicht des Pferdes NICHT daran!


Es gibt sogar einige wenige Cushis bei denen weder ACTH noch Dexamethason Suppressionstest FÜR ein ECS sprachen es aber offensichtlich inne hatten undd unter der später eingeleiteten Prascendtherapie profitiert haben.

Kann sein das dein Lütter tatsächlich, sollte er ein Cushing entwickeln, zunächst nur zum jahreszeitlichen ein geringe Dosis Prascend benötigt was man bei Nachtestungen dann feststellen würde wenn ACTH wieder chic ist.

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LG Kathi
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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 21:07 
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Danke für die Infos.

Ich habe Charlie heute 1/8 Tablette Prascend gegeben. Ich hoffe nur, er verträgt es. Er hatte, als ich ihn 2012 gekauft habe, massive Probleme mit dem Darm; Kotwasser und immer wieder Durchfall. Es hat ewig gedauert, das in den Griff zu bekommen.

Kann Cushing Rehe auslösen, auch wenn der ACTH in Normalbereich ist ? Charlie hatte ja im Mai seinen zweiten Schub (der erste war im Jänner) und der Tierarzt hatte keine Erklärung dafür. Insulin und Glucosewerte waren sehr gut, die Rotation hatte sich seit Jänner verbessert ..


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 06.09.2018, 22:03 
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Nein, Cushing als solches kann keine Rehe auslösen! Lediglich die daraus resultierenden pathologischen Stoffwechselvorgänge wie z.B. die Cushinginduzierte IR sind dazu befähigt.


Es gibt lt. amerikanischer Literatur eine s.g. Winterlamilitis wodurch Hufrehe- vorgeschädigte- Hufe auf den Kältereiz mit Fühligkeit, Schmerzen oder Hufrehe reagieren können.....


Kalt induzierter Hufschmerz trifft auf Pferde mit Insulinresistenz. IR ist ein gut beschriebener Risikofaktor für Laminitis und selbst wenn das Pferd nicht grell lahm ist, verursacht es Schäden an den Schichten. Wir haben nicht alle Mechanismen entdeckt, die hinter einer Laminarschädigung durch hohe Insulinspiegel stehen, aber ein bekannter Faktor ist ein erhöhter Endothelin-1-Spiegel.
Endothelin-1 ist ein Peptid (kleines Protein), das von Zellen produziert wird, die das Innere von Blutgefäßen auskleiden. Es ist der stärkste bekannte Vasokonstriktor und wird normalerweise durch die Produktion des vasodilatierenden chemischen Stickoxids ausgeglichen. Kaltinduzierte Reduktion der Blutversorgung des Hufes bei Überlagerung mit der bereits bestehenden hohen Endothelin-1-Aktivität könnte erklären, warum einige IR-Pferde bei kaltem Wetter Hufschmerzen entwickeln, normale Pferde dagegen nicht.
Kalter Stress kann auch dazu führen, dass Insulin aufsteigt. Insulinresistenz ist Teil der metabolischen Anpassung an kaltes Wetter in mehreren Arten. Forscher haben auch festgestellt, dass Insulinspiegel bei Pferden bei kühlerem Wetter unregelmäßig werden.
Laminitis, die durch hohes Insulin verursacht wird, unterscheidet sich von Laminitis aufgrund anderer Ursachen. Aktivierung von Enzymen und Entzündungsreaktionen sind nicht Teil des Bildes. Dies erklärt wahrscheinlich, warum die übliche Behandlung mit NSAIDs [nichtsteroidalen Antiphlogistika] wie Phenylbutazon wenig Wirkung hat. Es gibt jedoch Hilfe.
Wenn das Pferd unter die thermoneutrale Temperatur von 45 ° F fällt, kann Kälte vermieden werden. Wenn die Unterschenkel umwickelt und die Füße in gefütterten Stiefeln geschützt sind, kann die normale Zirkulation zu den distalen Extremitäten aufrechterhalten werden.
Adaptogene sind Kräuter, die eine gesunde Reaktion auf Stressoren wie kaltes Wetter unterstützen. Jiaogulan [Gynostemma pentaphyllum] ist eine besonders gute Wahl, da dieses Kraut auch dafür bekannt ist, die Produktion des Vasodilators Stickstoffoxid zu unterstützen. Jiaogulan sollte zweimal täglich verabreicht werden, vorzugsweise vor einer Mahlzeit. Die meisten Pferde lieben den Geschmack und werden ihn als Pulver oder Paste auflecken.
L-Arginin ist der Aminosäure-Vorläufer für Stickoxid und kann zusammen mit dem Jiaogulan ergänzt werden. L-Citrullin ist eine weitere Aminosäure, die der Körper zur Stickstoffoxidproduktion in L-Arginin umwandelt. Kalte Stress führt auch zu erheblichen oxidativen Stress und Antioxidantien helfen diese freien Radikale zu neutralisieren.
Schließlich kann eine Acetyl-L-Carnitin-Supplementierung zur Unterstützung der normalen Nervenfunktion und der Glukosebehandlung angezeigt sein.
Wenn Sie den Auslöser der Winter-Hufrehe verstehen, können Sie das Pferd mit einfachen Maßnahmen unterstützen, um Kältestress zu minimieren und den normalen Blutfluss zu den Füßen aufrechtzuerhalten.

Eleanor Kellon, VMD

Quelle:
https://drkhorsesense.wordpress.com

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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 07.09.2018, 07:02 
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Danke, also "passiert" Hufrehe bei Cushingpferden auch über einen erhöhten Insulinspiegel da durch das erhöhte ACTH mehr Cortisol gebildet wird, das wiederum den Blutzcker in die Höhe treibt.

Kann das "beginnende" Cushing in Chalies Fall die Ursache für seine IR sein, obwohl die Cushingwerte erst jetzt auffällig sind od muss das Cushing schon längere Zeit und in heftigerer Form bestehen um die IR verursachen zu können. ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 07.09.2018, 09:53 
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Ja genau, so "passiert" Hufrehe :2daumenhoch:


Da ein ECS oft schon Monate wenn nicht Jahre unentdeckt im Untergrund brodelt und das ACTH dann oft noch nicht daauerhaft sondern evtl. zunächst erst nur zum jahreszeitlichen Hoch im September erhöht ist ist die IR vor der ECS Diagnose durchaus denkbar.

Und eine leichte oder heftige Form von ECS gibt es leider nicht, es ist wie bei einer Schwangerschaft die sowohl in der achten als auch in der 32 Woche eine Schwangerschaft IST.
Lediglich die Symptomatik nimmt zu, so ist der Hirsutismus oft ein spätess Zeichen des ECS wenn es sich bereits manifestiert hat während die Hufrehe ein frühes Symptom ist und das ECS oft wegen der Ursachenforschung bezgl. Hufrehe überhaupt erst enttarnt wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 10.09.2018, 12:55 
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Danke für die Erklärung. Ich werde die Prascendgabe jetzt
langsam steigern, hoffen dass er es verträgt und dann in ein paar Wochen noch einmal nachtesten. Wie lange muss er die "vermutete" Dosis von einer halben Tablette bekommen haben, dass ein neues Blutbild Sinn macht ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 10.09.2018, 14:13 
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Ich persönlich würde es zunächst bei einer 1/8 Tablette vom Antherapieren belassen und nicht steigern und wenn überhaupt dann nur auf 1/4 Tablette um dann darunter erneut zu testen.

Es sollte eine Dosismenge konstant über 3-4 Wochen verabreicht worden sein bis zur ACTH kontrolle.

Zur Info:

Unsere Hermine ist damals bei einem ACTH von 3080 mit 0,25mg antherapiert worden womit das ACTH binnen 72 Tagen in die jahreszeitliche Referenz zurückgeführt werden konnte.
Viel hilft bekanntlich nicht viel und gerade beim Prascend ist ein umsichtiger Umgang entscheidend darüber ob das Pferd sichtlich davon profitiert und am Ende gut eingestellt ist oder aber in eine Überdosierung "abgeschossen" wird und vermeidbare Nebenwirkungen entwickelt.

Sollte die 1/8 Tablette dann nicht ausgereicht haben kannst du immer noch erhöhen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 12.09.2018, 07:33 
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OK werde ich so machen. Da trotz bisher unbehandeltem Cushing Insulin und Blutzucker im grünen Bereich sind hoffe ich mal, dass - auch wenn 1/8 Tablette zu wenig sein sollte - rehetechnisch bis zur nächsten Blutabnahme nichts passiert.

Eine Frage hätte ich noch zur Bewegung. Charlie hatte ja im Jänner den Schub mit 7 Grad Rotation bei beiden Vorderhufen, der Schub im Mai hatte glücklicherweise keine Auswirkungen. Die hohle Wand ist längst rausgewachsen. Muss ich den Maischub bez Belastung trotzdem miteinrechnen oder kann ich sagen, seit Jänner sind es jetzt 9 Monate und langsam können wir wieder mit der "Arbeit" beginnen ?

Ich werde in den nächsten Tagen hier ein Tagebuch anlegen und die Röntgenbilder/Blutwerte einstellen und Angaben zur aktuellen Fütterung machen. Dann wird es etwas übersichtlicher. Werde auch die Hufe mal wieder fotografieren und ein Ganzkörperfoto machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 13.09.2018, 10:41 
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Oh sorry, du bist mir schlicht durchgerutscht :oops: nun aber schnell meine persönliche Meinung zur Bewegung, also:

Auch wenn der Schub im Mai zu keiner weiteren Lageveränderung des Hufbeines geführt hat so ist trotzdem der Hufbeinträger unter dem Reheschub geschwächt worden weswegen ich den letzten Schub nicht völlig außer Acht lassen würde.
Gut zu bewerten ist das die bekannte hohle Wand runter und raus gewachsen ist. Ob aber in Folge noch Schäden aus Mai ersichtlich werden wenn der Huf soweit runter gewachsen ist bleibt eine spannende Frage deren Beantwortung ich dir schuldig bleiben muß :weißnich:

Ich selbst hatte gerade die Situation das ich entsetzt darüber war das die Ponyhufe gerade so extrem ausbrechen wo doch eigentlich alles okay zu schein scheint und die HS alle 4-5 Wochen kommt.
Im Gespräch mit meiner HS erklärte es sich plötzlich für mich wie von selbst als sie nach Blutwerten fragte und ich den Zinkmangel erwähnte :leuchte: .
In dem Moment fiel es mir wie Schuppen aus dem Haar: Logisch, das unter dem vermutlich schon länger bestehenden Mangel gebildete Horn ist jetzt eben unten angekommen und zeigt seine "Minderwertigkeit". :haukopf:

Rehehufe sollten ja generell mit Argusaugen und penibelster Sorgfalt beobachtet, belastet, zubereitet und gepflegt werden. Das ist ja bei dir gegeben.

Mein persönliches Vorgehen auch im Hinblick darauf das der KH und Fettstoffwechsel Arbeit unbedingt braucht um wieder in physiologische Bahnen gelenkt werden zu können (das kleine Krausköpfchen vermutlich auch um nicht an Langeweile zu sterben) wäre mit Arbeit zu beginnen aber so Dinge wie longieren, Sprünge oder sehr enge Wendungen zu vermeiden um dem Huf die nötige Entlastung in der Rekonvaleszenzzeit zu sichern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 13.09.2018, 12:34 
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Ich merke bei Chalie schon auch, dass die Hornqualität nicht dieselbe ist wie vor dem Schub. Ihm ist in letzter Zeit auch immer mal wieder was ausgebrochen; zwar nur Kleinigkeiten, aber das kannte ich bei ihm vorher gar nicht. Das war aber zu erwarten und wundert mich daher nicht wirklich; zwei Schübe, Medikamente ... Ich hoffe nur, dass die Hornqualität, wenn der Huf mal durchgewachsen ist, wieder dieselbe ist, wie früher.

Ich habe ihn in letzter Zeit immer mal wieder zum Joggen mitgenommen; keine langen Strecken und dazwischen immer wieder Schritt, weicher Boden und Hufschuhe mit Gelsohlen. Ich merke ihm ganz deutlich an, dass ihn die vielen Spaziergänge der letzten Wochen und Monate wirklich langweilen. Er schlurft ganz motivationslos neben mir her. Ich versuche zwar, immer wieder die Strecken zu wechseln, aber irgendwann sind die Möglichkeiten ausgeschöpft. Joggen findet er schon besser. Wahrscheinlich, weil er auf diese Weise immer mal wieder Haselnussblätter auf den Waldwegen erwischt. Er saust quasi mit offenem Maul neben mir, damit ihm ja nichts entgeht :roll:
In dem Fall werde ich die Joggingrunden jetzt etwas ausdehnen und auch mal wieder eine kleine Wanderung mit ihm machen. Bergauf laufen findet er super.

Wie lange hatten deine/eure Pferde einen Hufschutz (wenn überhaupt) ? Charlie trägt zwar im Stallbereich keine Schuhe, beim Spazieren aber immer. Ich überlege, ob ich langsam anfangen soll, sie immer mal wieder wegzulassen; jetzt nicht unbedingt beim Joggen oder bei den Wanderungen, sondern auf kleinen Spazierrunden ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hufrehe und Hyperlipämie Shetty
BeitragVerfasst: 13.09.2018, 15:35 
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Zu steile Hänge sollte ihr wenn möglich nicht laufen weil die schräg auf den Huf einwirkende Last (Scherkräfte) solange der Hufbeinträger nicht absolut top ist schlimmsten Falles zu Lageveränderungen des Hufbeines kommen kann.

Es gibt Reheleins die bevor der Huf einmal gesund in Anbindung herunter gewachsen war auf Grund von gefrorenem Paddock (also quasi Buckelpiste) und dem dadurch nicht gleichmäßig belasteten Huf Rückfälle erlitten haben. ( Magnesiumchlorid kann man dem entgegenwirken)

Meine Hermine hatte damals keinen temporären Hufschutz (nicht zuletzt weil TA und HS das offenbar nicht für erforderlich hielten, dies gar nicht zum Thema machten und ich auch noch Reheneuling war) und wurde während der Zeit als der Huf einmal in Anbindung herunter wachsen sollte über alle Böden Barhuf bewegt.
Es hatte aber nur eine geringe Rotation stattgefunden, der Hufbeinträger zeigte offensichtlich zumindest gar keine Schwächung und sie hatte ein ausgeprägtes Sohlengewölbe.

Für den Hufmechanismus ist Barhuf natürlich optimal. Ob das bei deinem Charlie auch so umsetzbar ist kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, vielleicht sprichst du da auch mal mit deinem HS drüber oder versuchst es auf Geradeausstrecken die asphaltiert sind. Asphalt stellt im Schritt einen durchaus komfortablen Untergrund für Reheleins dar weil der Huf plan auffußen kann.

Voraussetzung ist natürlich das der Huf eine entsprechende, Rehegerechte Zubereitung erfahren hat und die akute Rehe längst überstanden und man schon in der Aufbauphase ist. Dann sollte es gerade bei den Leichtgewichten eigentlich auch Barhuf klappen.
Bei schweren Pferdenrassen oder bei massiven Reheschäden sehe ich generell einen Rehebeschlag als am sinnvollsten an bis der Huf einmal gesund heruntergewachsen ist.


Du siehst, es gibt leider nichts das Allgemeingültigkeit hat. Der Rehehuf und dessen Belastung, wann, wieviel, und mit was ist und bleibt eine Gewissensfrage und Gratwanderung und sollte generell Fallabhängig am besten vor Ort und nach RöBis beurteilt werden.

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