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 Betreff des Beitrags: Thanita - Rehe nach Vergiftung? Leberschaden
BeitragVerfasst: 25.08.2007, 23:39 
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Hallo,

hatte im alten Forum schon ein Tagebuch begonnen aus dem eine sehr interessante Diskussion entstanden ist. Leider hatte ich keine Zeit es zu kopieren und jetzt nicht mehr die Möglichkeit dazu.

Also mal nur kurz als Einleitung:

Beginnen muss ich wohl im Dezember letzen Jahres (2006), mein Pferd hat auf der Weide Robinie erwischt welche ein Nachbar über den Zaun geworfen hat.
Nach einigen Komplikationen, Leberschaden, ZNS-Störungen und sonstigem dachte ich dass Thanita mittlerweile "über den Berg" ist, bis sie im Juli Anzeichen für Hufrehe zeigte.

Röntgen war zum Glück absolut ok, keine Senkung, keine Rotation. Daher bekam sie "nur" Stallruhe in einem eigens abgetrennten Bereich des Offenstalls und Hufverbände verordnet.
Die Fühligkeit war nach ca.2 Wochen verschwunden - das schlechte Gefühl bleibt.

Momentan bin ich noch auf der Ursachenforschung, da mein Pferd immer schon zu dünn ist bekommt sie (obwohl momentan nicht gearbeitet) relativ große Mengen Futter - erste mögliche Ursache.
Eine Belastungsrehe kommt kaum in Frage da sie wie gesagt nicht gearbeitet wird/wurde, mMn kommt am ehesten eine Vergiftungsrehe durch den beschädigten Stoffwechsel in Frage - aber so genau werde ich dies kaum in Erfahrung bringen können.

Zur momentanen Situation:

Thanita steht noch alleine, bzw.stundenweise mit "ihren" zwei Ponies auf der Weide bzw.im Offenstall (Ponies dürfen nicht auf Gras, somit ist sie dort alleine), Lahmheit bzw.Fühligkeit habe ich keine mehr beobachtet.
Sie frisst trotz Allem sehr schlecht, knabbert eher lustlos an Heu und Gras und beachtet ihr Kraftfutter garnicht.

Wir waren extrem "mutig" und haben ihr zwei Wochen lang Schmermittel "auf Verdacht" gegeben, um ausschliessen zu können dass sie wegen uns unbekannter Schmerzen das Futter verweigert.
Gebracht hat es nichts, geschadet aber zum Glück wohl auch nicht.

Ich werde in nächster Zeit nochmal Röntgenbilder anfertigen lassen, bevor ich anfange etwas längere Spaziergänge mit ihr zu unternehmen.

Lg, Sonja


Zuletzt geändert von Thanita am 26.08.2007, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26.08.2007, 18:40 
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Hier als Ergänzung mein TB aus dem alten Forum, an dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an Anke (Friesin) die sich die Mühe gemacht hat die Daten zu retten:

5.07.2007

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich schon vor einigen Monaten hier zu lesen begonnen habe muss ich mich nun wohl auch in die Reihe der "Rehepferdebesitzer" eintragen.
Zunächst mal fülle ich den Fragebogen aus, wenn ihr noch weitere Fragen habt, nur zu - ich hätte jedenfalls gerne Anregungen, Meinungen, Erfahrungsberichte... zu diesem doch (hoffentlich) seltenen Fall.

Allgemeines:

1. Rasse des Pferdes : Arabisches Vollblut

2. Geschlecht : Stute

3. Alter : geb. 01.April.1991 (ja, ein kleiner Aprilscherz)

Fütterung:

4.Futterzustand : dünn, eher sehnig-muskulös, schlechte Futterverwertung

5. Fütterung : Heu ad libitum, Hafer, Mineralfutter, Luzerne, Öl

6. Futterzustand vor/zwischen/nach der Rehe : immer schon eher schlank bis mager, aktuell zu dünn.

Die Rehe:

7. 1. Reheausbruch : Montag den 2.07.2007, klammer Gang, warme Hufe (alle vier), Pulsation fühlbar

8. Auslöser : Folgen einer Vergiftung mit Robinie, Leberschaden

9. Tierärztliche Behandlung : Heparin und Enteroferment

10. gibt es Primärerkrankungen : EMS getestet, Cushing schliesse ich persönlich aus

11. Bisherige Behandlung : Hufe werden gekühlt, Entgiftung der Leber und Darmunterstützung, Pferd wurde vom Offenstall in die Notbox gebracht, steht dort dick auf Spänen.

Haltung: bisher Offenstall mit Weidegang (ganztägig, ganzjährig). Weide ist "Heu am Stiel", Pferd steht in Italien, daher ist alles eher ausgedörrt und kaum nahrhafter als Heu.

12. Hufbearbeitung : Pferd ist barhuf und wird es auch bleiben, Klebebeschlag wird in Betracht gezogen - Besprechung mit TA und HS nach Röntgen.

13. liegen Röntgenbilder vor (wenn ja mit welchem Ergebnis?) : werden morgen angefertigt


Bewegung:

15. Trainingszustand vor der Rehe : Pferd ist Distanzpferd, bis 120km letzte Saison, nach der Vergiftung nicht mehr im Training. (Dezember 2006)

Ich hoffe einige Hilfestellungen zu bekommen, vor allem was die Sanierung des Stoffwechsels betrifft - unter der Voraussetzung dass dieses Pferd leider einen erhöhten Grundbedarf an futter hat.

Edit: zur Ergänzung - seit Dezember hat das Pferd sich leider nie wirklich erholt, es gab zwar Tage und Wochen an denen es ihr besser ging. So richtig "über den Berg" war sie aber nie.

Lg, Sonja

09.07.2007

Heute habe ich die ausgewerteten Röntgenbilder erhalten, keine Rotation und keine Absenkung zu erkennen. Nun geht es darum diesen Zustand auch beibehalten zu können.

Leider wird Thanita in ihrer Paddockbox sehr unruhig und hektisch, da sie nicht zu "ihrer" Herde darf (sie steht normalerweise mit zwei Ponystuten im Offenstall).
Daher bekommt sie ab morgen Früh ein abgetrenntes Stück Offenstall und Paddock (4x5m) in der Hoffnung dass sie dort ruhiger bleibt.

Die Hufe sind noch deutlich zu warm, aber es war keine Pulsation zu erfühlen, wir kühlen weiterhin da sie es sehr zu geniessen scheint wenn die Hufe in den Wassereimern stehen.

Leider verweigert sie schon wieder alle Nahrung mit Ausnahme von Heu, mir fällt schön langsam nichts mehr ein um ihr das futter schmackhaft zu machen.

12.07.2007

So...

in ihrem abgetrennten Offenstallstück ist sie nun deutlich ruhiger, bewegt sich zwar im Schritt hin und her, aber das macht sie in der Box auch - Schmerzmittel bekommt sie nicht.
Momentan hat sie 4x3m überdachte Fläche und etwa 4x5m Auslauf auf Sand, im Innenbereich liegen Softbetten und noch schön dick Späne drüber damit sie weich steht, normalerweise wird nicht eingestreut.

Sie lahmt auch nicht wirklich, sondern geht nur leicht klamm auf hartem Boden, im Stall/Paddock ist alles normal.

Leider verweigert sie alles bis auf Heu, daher bekommt sie nun Öl und Mineralfutter direkt ins Maul gespritzt damit sie zumindest das zu sich nimmt. Die Medikamente muss man ohnehin mehr oder weniger mit Gewalt ins Pferd bringen.

Meine Sorge ist nun dass sie weiter abnimmt, was für ihr Allgemeinbefinden und vor allem ihre Abwehrkräfte usw.nicht wirklich gut wäre. Ich hoffe dass wir auch dieses Problem bald in den Griff bekommen.

Lg, Sonja


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BeitragVerfasst: 26.08.2007, 18:49 
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Und nun noch ein Foto:
Mai 2007, also ein paar Monate nach der Vergiftung. Allgemeinzustand wieder halbwegs i.O. Pferd zu dünn und aufgrund von Gleichgewichtsstörungen ziemlich angeschlagen und zerkratzt.
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Lg, Sonja


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BeitragVerfasst: 24.09.2007, 10:34 
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Nachdem ich nun länger nicht zum schreiben gekommen bin nun mal ein Update:


Nachdem eine Zeit lang alles sehr positiv ausgesehen hat hatten wir nun wieder einen "Rückfall" diesmal anderer Art.
Als ich am WE bei meinem Pferd in Italien war ist sie mir nicht wie üblich zum Tor entgegengekommen sondern stand mit hängendem Kopf und deutlich "leidendem" Ausdruck im Offenstall.

Eine rasche Untersuchung ergab extrem verhärtete Muskulatur in Kruppe, Lendenpartie und Oberschenkel. Kreuzverschlag? Wovon? Weder wurde am Bewegungsmanagement etwas verändert noch an der Fütterung, Wetter war sonnig-warm bei etwa 20° -25°. Ich kann es mir nicht erklären.

Die Befürchtung geht nun in Richtung stoffwechselbedingter Muskelprobleme: PSSM, RER.

Sonntag Abend sah sie schon deutlich besser aus, aber immer noch nicht wirklich über den Berg.

Sie wird weiterhin ein paar Mal am Tag unters Solarium gestellt, bekommt hochdosiert Vit E und Selen und eine Back on Track Decke. Abwarten...
Seufz

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BeitragVerfasst: 26.09.2007, 09:27 
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Neues aus dem sonnigen Süden:

Selen habe ich wieder abgesetzt, Vit E bekommt sie weiterhin, ebenso ihr tägliches Sonnenbad.

Da sie ja absolut nicht bewegt wird kann ich nur palpatorisch die Muskulatur untersuchen - definitiv wieder "weicher" nicht mehr so hart und verspannt.
Vielleicht sind wir wieder mal mit einem blauen Auge davongekommen...

Die Fütterung ist jetzt so angepasst worden dass sie kein Getreide mehr bekommt, sicher ist sicher.

Lg, Sonja

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BeitragVerfasst: 14.01.2008, 12:30 
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Hallo ihr Lieben,

einige Wochen nach dem Umzug nun ein Update von meinem Traumzauberpferdchen und mir.

Thanita scheint sich in Ihrer neuen Heimat sehr wohl zu fühlen, tobt mit Ihrem neuen Shettyfreund auf der Koppel herum, steht dösend in der Sonne und knabbert hin und wieder an Ihrem Heu.

Da ihr Freund (Moritz), Shetty mit etwa 1m Stockmaß etwas andere Ansprüche an die Fütterung stellt habe ich mir eine Chipgesteuerte Schranke gekauft mir der ich einen Bereich des Stalles abgesperrt habe. Thanita kann so jederzeit zur Heuraufe, im gemeinsamen Bereich hingegen gibt es nur gutes Futterstroh und zwei Heunetze am Tag.
Der kleine Shettymann hat mittlerweile eine sehr ansprechende Figur (war etwas moppelig als er zu uns kam) und Thanita wird ganz allmählich etwas runder.

Kraftfutter bekommt sie auch in Ihrem "Privatbereich", momentan 4mal täglich, erfreulicherweise bleibt so gut wie nichts mehr übrig sondern wird innerhalb von etwa einer Stunde (pro Ration) verputzt.

Moritz wurde mir als Beistellpony zur Verfügung gestellt nachdem Thanitas eigentlicher Offenstallgefährte in einen anderen Stall zog. Ich hoffe dass er noch lange bei uns bleiben darf - die zwei sind wirklich ein Herz und eine Seele.

Und zuletzt eher private Neuigkeiten...
... Thanita wird Tante, (bzw. ich Mutter :wink: ) der Zwerg in meinem Bauch sollte Mitte Juni herauskrabbeln...

Lg, Sonja

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Zuletzt geändert von Thanita am 17.11.2008, 19:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.01.2008, 18:34 
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Hallo Ihr Lieben...

hab ganz tolle Neuigkeiten für euch.

Heute war ich mit Thanita fast eine Stunde im Gelände unterwegs, das erste Mal seit langem wieder im Sattel gesessen...
Ich bin ja seit sie hier ist fast täglich spazieren gegangen, hab dann begonnen sie auf gemütliche Runden mit dem Fahrrad mitzunehmen und hab heute beschlossen dass sie so fit und gut aussieht dass ich auch mal wieder eine Runde reiten kann.

Abgesehen vom beissenden Wind war es einfach nur traumhaft, zurück im Stall habe ich sie noch ein bisschen verwöhnt und unters Solarium gestellt - alles bestens, extrem lockere Muskulatur, keinerlei Anzeichen von Anstrengung. Hach...

Vor lauter Freude habe ich zwar vergessen Fotos für euch zu machen aber die kommen dieses WE bestimmt.

Lg, Sonja
*Immer noch drei Meter über dem Boden*

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 Betreff des Beitrags: Re: Thanita - Rehe nach Vergiftung? Leberschaden
BeitragVerfasst: 15.11.2008, 09:39 
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Hallo ihr Lieben,

nachdem Eddi ( :2daumenhoch: ) so nett war mir Dumpfbacke meinen alten Account zurückzugeben nun auch hier ein Update.

Dem Traumzauberpferdchen geht es sehr, sehr gut, ich bin ja mittlerweile umgezogen, zwar nur ein paar km, aber im Zuge dessen habe ich einen lieben kleinen O-Stall entdeckt in dem ein alter Haflinger Wallach alleine leben musste.
Die Besitzerin hat nicht das nötige Geld den Oldie zu behandeln (Cushing) und zusätzlich ein zweites Pferd als Gesellschafter durchzufüttern, klar dass die Priorität erst mal auf den Medikamentenkauf gefallen ist.
Da sie relativ strikte Ansichten bezüglich Fütterung und Haltung hat war niemand bereit sein Pferd als Beisteller zu ihr zu bringen - wir ergänzen uns diesbezüglich aber sehr gut und haben daher mal getestet was die zwei Hauptdarsteller dazu sagen.

Wie erwartet harmonieren die zwei Zottelmonster prächtig, Thanita ist schwer verliebt und hat nur noch Herzchen in den Augen und der Oldie (ist schon 29) blüht sichtlich auf und dürfte sich über die nette Damengesellschaft freuen.

Ich werde bei Gelegenheit mal Fotos von unserem Pärchen machen. Sie sind echt niedlich zusammen - manchmal stehen sie wie ein altes Ehepaar nebeneinander am Zaun und beobachten Spaziergänger, Radfahrer und sonstige Passanten (die synchronen Kopfbewegungen bringen uns da immer wieder zum schmunzeln).

Da ich ja seit 17.6 Mama bin freue ich mich auch über die Arbeitserleichterung, die Fütterung klappt 100%, wobei wir uns da abwechselnd, sie hat Früh-und Spätdienst und ich mache die Mittagsrunde und z.T. auch die Abendfütterung wenn sie verhindert ist oder mal weggehen will.
Der Stall an sich ist zwar nicht wirklich luxuriös, aber die Pferde haben alles was sie brauchen. (auch davon werde ich mal Fotos machen).

Lg, Sonja

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