|
Hier als Ergänzung mein TB aus dem alten Forum, an dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön an Anke (Friesin) die sich die Mühe gemacht hat die Daten zu retten:
5.07.2007
Hallo ihr Lieben,
nachdem ich schon vor einigen Monaten hier zu lesen begonnen habe muss ich mich nun wohl auch in die Reihe der "Rehepferdebesitzer" eintragen.
Zunächst mal fülle ich den Fragebogen aus, wenn ihr noch weitere Fragen habt, nur zu - ich hätte jedenfalls gerne Anregungen, Meinungen, Erfahrungsberichte... zu diesem doch (hoffentlich) seltenen Fall.
Allgemeines:
1. Rasse des Pferdes : Arabisches Vollblut
2. Geschlecht : Stute
3. Alter : geb. 01.April.1991 (ja, ein kleiner Aprilscherz)
Fütterung:
4.Futterzustand : dünn, eher sehnig-muskulös, schlechte Futterverwertung
5. Fütterung : Heu ad libitum, Hafer, Mineralfutter, Luzerne, Öl
6. Futterzustand vor/zwischen/nach der Rehe : immer schon eher schlank bis mager, aktuell zu dünn.
Die Rehe:
7. 1. Reheausbruch : Montag den 2.07.2007, klammer Gang, warme Hufe (alle vier), Pulsation fühlbar
8. Auslöser : Folgen einer Vergiftung mit Robinie, Leberschaden
9. Tierärztliche Behandlung : Heparin und Enteroferment
10. gibt es Primärerkrankungen : EMS getestet, Cushing schliesse ich persönlich aus
11. Bisherige Behandlung : Hufe werden gekühlt, Entgiftung der Leber und Darmunterstützung, Pferd wurde vom Offenstall in die Notbox gebracht, steht dort dick auf Spänen.
Haltung: bisher Offenstall mit Weidegang (ganztägig, ganzjährig). Weide ist "Heu am Stiel", Pferd steht in Italien, daher ist alles eher ausgedörrt und kaum nahrhafter als Heu.
12. Hufbearbeitung : Pferd ist barhuf und wird es auch bleiben, Klebebeschlag wird in Betracht gezogen - Besprechung mit TA und HS nach Röntgen.
13. liegen Röntgenbilder vor (wenn ja mit welchem Ergebnis?) : werden morgen angefertigt
Bewegung:
15. Trainingszustand vor der Rehe : Pferd ist Distanzpferd, bis 120km letzte Saison, nach der Vergiftung nicht mehr im Training. (Dezember 2006)
Ich hoffe einige Hilfestellungen zu bekommen, vor allem was die Sanierung des Stoffwechsels betrifft - unter der Voraussetzung dass dieses Pferd leider einen erhöhten Grundbedarf an futter hat.
Edit: zur Ergänzung - seit Dezember hat das Pferd sich leider nie wirklich erholt, es gab zwar Tage und Wochen an denen es ihr besser ging. So richtig "über den Berg" war sie aber nie.
Lg, Sonja
09.07.2007
Heute habe ich die ausgewerteten Röntgenbilder erhalten, keine Rotation und keine Absenkung zu erkennen. Nun geht es darum diesen Zustand auch beibehalten zu können.
Leider wird Thanita in ihrer Paddockbox sehr unruhig und hektisch, da sie nicht zu "ihrer" Herde darf (sie steht normalerweise mit zwei Ponystuten im Offenstall).
Daher bekommt sie ab morgen Früh ein abgetrenntes Stück Offenstall und Paddock (4x5m) in der Hoffnung dass sie dort ruhiger bleibt.
Die Hufe sind noch deutlich zu warm, aber es war keine Pulsation zu erfühlen, wir kühlen weiterhin da sie es sehr zu geniessen scheint wenn die Hufe in den Wassereimern stehen.
Leider verweigert sie schon wieder alle Nahrung mit Ausnahme von Heu, mir fällt schön langsam nichts mehr ein um ihr das futter schmackhaft zu machen.
12.07.2007
So...
in ihrem abgetrennten Offenstallstück ist sie nun deutlich ruhiger, bewegt sich zwar im Schritt hin und her, aber das macht sie in der Box auch - Schmerzmittel bekommt sie nicht.
Momentan hat sie 4x3m überdachte Fläche und etwa 4x5m Auslauf auf Sand, im Innenbereich liegen Softbetten und noch schön dick Späne drüber damit sie weich steht, normalerweise wird nicht eingestreut.
Sie lahmt auch nicht wirklich, sondern geht nur leicht klamm auf hartem Boden, im Stall/Paddock ist alles normal.
Leider verweigert sie alles bis auf Heu, daher bekommt sie nun Öl und Mineralfutter direkt ins Maul gespritzt damit sie zumindest das zu sich nimmt. Die Medikamente muss man ohnehin mehr oder weniger mit Gewalt ins Pferd bringen.
Meine Sorge ist nun dass sie weiter abnimmt, was für ihr Allgemeinbefinden und vor allem ihre Abwehrkräfte usw.nicht wirklich gut wäre. Ich hoffe dass wir auch dieses Problem bald in den Griff bekommen.
Lg, Sonja
|