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 Betreff des Beitrags: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 16:02 
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Registriert: 03.11.2015, 15:47
Beiträge: 3
Schönen Guten Tag miteinander,
ich bräuchte von euch bitte Meinungen und Ratschläge zum Thema.

Meine beiden Tinker und ich ziehen demnächst um, den perfekten Stall habe ich auch schon gefunden, allerdings wird dort nur Heulage gefüttert.
Der Wallach ist jetzt 24, hat eine chronische Bronchitis und des Öfteren heftige Schübe Kotwasser, außerdem schlägt ihm Stress immer sehr auf den Magen. Die Stute ist noch jung und sehr viel robuster was die Fütterung angeht. Momentan bekommen die beiden 24Std Heu am Tag, morgens und abends Heucobs mit einer angepassten Menge Haferfreiem Müsli und Mineralfutter. 3x die Woche gibt's dann Mash anstatt der Cobs.

Ich habe jetzt schon viel über Heulage gelesen, bin mir aber trotzdem noch nicht sicher ob die Umstellung gut wäre. Gerade wenn die beiden nach einer langen Fahrt in einen neuen Stall kommen und dann auch gleich eine Futterumstellung bekommen.

Sollte ich es lieber ganz lassen, oder langsam umstellen und sehen wie er es verträgt? Was sind eure Erfahrungen mit dem Umstellen auf Heulage?

Für eure Antworten wäre ich euch dankbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 16:12 
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Registriert: 24.02.2012, 16:47
Beiträge: 11484
Hallo und herzlich Willkommen im Forum :hallo:

Eine Frage beschäftigt mich vorweg:
Warum bekommen deine Tinker neben scheinbar Heu ad lib (24 Stunden) noch weitere Futtermittel wie z.B. Müsli, Mash und Heucob angeboten? Gibt es beim Älteren Probleme mit den Zähnen? Werden sie so viel und schwer gearbeitet das sie diese Futter brauchen?

Die Problematik bezüglich Kotwasser und chr. Bronchitis kann sich durch unpassende Fütterung verschärfen, auch die Tinkerübliche Mauke wird durch unpassendes Futtermanagement zumindest begünstigt.

Die meisten Tinker die ich kenne sind zu viel Pferd für ihre Grösse und bekommen Unmengen an Futter das sie gar nicht verstoffwechseln können was in Folge zu einer Insulinresistenz führen kann, die wiederum schädigt die inneren Hufstrukturen was seinerseits im schlimmsten Fall Hufrehen zur Folge haben kann.

Heulage hat wie alle Gärfutter einen hohen Histamingehalt was heisst das dies allergische Geschehen begünstigen kann bzw. bestehende Problematiken sich weiter auswachsen könnten.
Eine abrupte Umstellung sollte in keinem Fall erfolgen sondern bisheriges Heu am besten mitgenommen und die Heulage sehr langsam eingemischt werden.

PS:
Ist der Wallach mal auf ECS getestet worden oder gibt es andere Blutwerte aus der letzten Zeit die du uns mitteilen könntest?

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LG Kathi

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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 16:52 
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Registriert: 03.11.2015, 15:47
Beiträge: 3
Hallo und danke für die Antwort,

vor 4 Jahren hab ich die beiden von haferfreiem Müsli auf Heucobs umgestellt, weil die Stute Ekzemen bekommen hat und der Tierarzt mir das auch für den Wallach empfohlen hat, damit die Zähne sich nicht so schnell abnutzen. (Die sind noch recht gut, gerade frisch gemacht) Von den Heucobs bekommen die beiden auch nur eine halbe Schaufel voll und nicht soviel wie empfohlen wird. Ist eher als Ersatz, da sie früher das Müsli bekommen haben.

Von dem Müsli bekommt der Wallach eine halbe Schaufel, da er letzten Winter sehr mager geworden ist, wir sind noch beim aufpäppeln. Das Mash bekommt er wegen dem Kotwasser, hat mir auch der Tierarzt empfohlen.

Die Stute bekommt nur Heucobs und ihr Mineralfutter.

Ein Blutbild lasse ich jedes Jahr von dem Wallach machen, das letzte ist vom Februar. Alles in Ordnung, keine Allergien, kein Mangel, nichts.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 17:22 
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Registriert: 24.02.2012, 16:47
Beiträge: 11484
Das der Wallach über Winter sehr mager geworden ist würde neben chr. Husten, seinem Alter und wiederkehrender Kotwasserproblematik zu einem ECS passen, darum noch einmal die Frage:
Ist er auf ECS getestet worden, vielleicht mittels ACTH Wert?

Ist mal der Insulinwert getestet worden?

Heucobs als "Zahnschoner" zu empfehlen empfinde ich persönlich sehr fragwürdig, gerade die Kauschläge setzen das Einspeicheln der Futtermittel in Gange was überaus wichtig ist und dem Magen/Darm zu Gute kommt.

Ekzeme können durch eine zu zuckerlastige Nahrung hervorgerufen bzw. unterhalten werden, das macht man mit Heucobs deren Gesamtzuckergehalt z.T. hoch und undeklariert ist nicht unbedingt besser. Diese sollten also Zahnkranken Tieren als Heuersatz vorbehalten bleiben wenn sie dies nicht mehr kauen können.
Machst du Mash selber oder nutzt du ein Fertigprodukt und wenn ja welches?
Fertigprodukte haben mit dem eigentlichen, ursprünglichem Mash das ein Rekonvaleszenzfutter ist nur noch wenig zu tun.

Aufpäppeln bzw. gesund!! auffüttern kann man gewiss mit anderen Futtermitteln weitaus besser die auch als Basiskrippenfutter für Normalgewichtige geeignet sind.
Zum Beispspiel eignen sich hier unmel. Rübenschnitzel, Ölsaaten wie Lein und Sonnenblumensamen, stabilisierte Reiskleie als Hochkalorisches Futtermittel, zum abrunden der Ration Treberfreie Bierhefe usw.

Ich fürchte das dich der TA da nicht so kompetent beraten hat wie es für deine Tinker wünschenswert gewesen wäre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 03.11.2015, 18:30 
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Registriert: 19.05.2014, 08:48
Beiträge: 987
Hallo und herzlich willkommen auch von mir.
Nochmal deutlich; im normalen Blutbild kann man kein ECS erkennen. Dazu bedarf es am besten ein EMS/ECS Gesamtprofil ( um auch die IR abzuklären) mit dem erforderlichen Prozedere :
28362214nx18618/rund-ums-blut-f53/zum-ausdrucken-gesamtprofil-ems-ecs-t4301.html#p88803
Vielleicht magst Du Dich zuerst hier einlesen , da Tinker auch zu den gefährdeten Rassen für IR EMS /ECS gehören:
http://equivetinfo.de/html/stoffwechsel ... ungen.html

Einen lieben Gruß
Simone

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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 04.11.2015, 09:33 
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Registriert: 03.11.2015, 15:47
Beiträge: 3
Er wurde noch nie auf ECS getestet und auch der Insulinwert nicht.

Der Hauptgrund warum er letzten Winter nur noch Haut und Knochen war, ist Stress. Ich hatte die beiden letztes Jahr in einem Pensionsstall stehen und die anderen Pferde haben ihn so gepiesackt, dass er nie ans Heu konnte und im Prinzip nur seine abendliche Ration und die Heucobs bekommen hat. Seitdem hat er auch so schlimm Kotwasser.

Mash und Senior Müsli sind von Marstall, genau wie die Heucobs.

Der Tierarzt lässt in letzter Zeit generell zu wünschen übrig, was sehr schade ist, da ich ihn schon seit 13 Jahren habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umstellung von Heu auf Heulage
BeitragVerfasst: 04.11.2015, 16:44 
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Registriert: 24.02.2012, 16:47
Beiträge: 11484
Kann es sein das es dir lediglich um die Heu/ Heulagefrage ging und du weiter gar nicht auf die Gesundheit durch Haltung und Fütterung deiner Pferde eingehen möchtest?

Das wäre ja durchaus in Ordnung, ich möchte es nur wissen weil du sehr knapp antwortest und ich dir dann keine "Romane" mehr schreiben brauche.

Stress ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Pferdegesundheit, beim ECS (Cushing) ist ACTH was seinerseits als Stresshormon bekannt ist erhöht was weitreichende Folgen haben kann wenn man es nicht durch Prascend therapiert und ACTH wieder in die Norm bringt. Darum fragte ich danach ob dein Pferd mal auf ECS getestet wurde, für einen Cushi wäre Stress nämlich der Supergau.

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