Erste Rehe und planlos
Verfasst: 09.09.2021, 20:24
Hallo liebe Fori's,
nie hätte ich gedacht das wir auch mal betroffen von Hufrehe sein werden, bis es gestern doch so weit war.
Akut geht es um eine 27-jährige Hafi-Stute, die in Eigenregie am Haus steht. Letztes Jahr haben wir extra noch den Paddocktrail gebaut, wegen Vicky. Extrem durchtrittig an beiden Hinterfüßen und Arthrose. Tierarzt sagte laufen laufen laufen. Da reiten nicht mehr möglich ist, sie weder als Handpferd mitgenommen werden kann noch allein vom Stall weg geht wenn auch nur ein Pferd (es sind 5 1/2) zurück bleibt wurde der Trail gebaut. Haltung war demnach bisher: nachts Paddockbox, tagsüber im Sommer Weide, bei langem Regen und im Winter auf dem Trail, versuchsweise mit Rundballenfütterung und Netz.
Am Samstag dann war sie verändert vom Verhalten und lief klamm, ähnlich wenn es kalt ist und nachts hatten wir nur 3 Grad. Sonntag und Montag auch wieder klamm, aber mit Einlauftendenz. Am Dienstag Abend kam Wendungsschmerz dazu, Verdacht war sofort auf Rehe. Da auch die Vermutung auf Cushing liegt, aber noch nicht getestet.
Mittwoch: gelaufen ist sie so gut wie gar nicht, Pulsation eher mittel, Hufe waren nicht warm, beim Versuch zu kühlen wollte sie weg. Habe es gelassen und auf Tierarzt gewartet. Der kam gegen Mittag. Erstmal Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Blutverdünner gespritzt. Beide Vorderhufe wurden in Rivanolpolsterverband eingepackt und sollten weiter aufgegossen werden.
Heute war Tierarzt wieder da: Verbände runter, geröntgt, minimale Senkung da, wieder gespritzt und in Rivanolpolsterverband eingepackt dieses Mal mit Keil hinten. Schmerzmittel für morgen früh und Abend und ich soll ASS 500 besorgen und morgens und abends je 8 Tabletten geben.
Morgen kommt er nochmal zum schauen wie sie läuft und nochmal Schmerzmittel da zu lassen.
Parallel hab ich:
Heu reduziert und weich es ein, mindestens 2 Stunden.
Nachts ist sie in der Paddockbox, Gummimatten mit dick Späne und Paddock Sand/Rindenmulch Gemisch, tagsüber auf unserem Reitplatz mit ca. 15 cm Quarzsand.
Zur Fütterung an sich, es gibt erster Schnitt nach der Blüte gemäht und wenn es kalt ist (Winter durchgehend minus) auch mal einen zweiten Schnitt. Weide ist nicht sonderlich viel und meistens abgefressen. Außerdem vor ca. 10 Jahren umgebrochen und mit Saatgut für Pferde eingesäht worden. Die andere Weide ist leider ein Altbestand Obstwiese mit Apfelbäumen. Bisher war es problemlos auf der Obstwiese. Denke aber dass es dieses Jahr einfach zu viel war. Es gibt seltenst Müsli (grundsätzlich Getreidefrei, da zwei andere Pferde mit Kotwasser auf Getreide reagieren), keine Leckerlis und bisher Mineralfutter nur im Winter.
Körperlich betrachtet ist sie zu dick, Fetteinlagerungen hat sie aber nur am Mähnenkamm, ca. 5 cm hoch und hart. Das hatte sie allerdings genauso stark schon wie wir sie bekommen haben vor 13 Jahren.
Achja aktuell ist es jetzt so, dass sie, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit den Keilen fast normal läuft, hat aber natürlich um 16:00 Uhr auch Schmerzmittel gespritzt bekommen.
Was ich jetzt gerne wüsste wäre ob die Behandlung an sich so passt, ob das ASS okay ist und was ich sonst noch machen kann. Da es ein eigener Stall ist, ist so gut wie alles umsetzbar.
Sorry für den ellenlangen Text ...
Viele Grüße
Juli und Vicky
nie hätte ich gedacht das wir auch mal betroffen von Hufrehe sein werden, bis es gestern doch so weit war.
Akut geht es um eine 27-jährige Hafi-Stute, die in Eigenregie am Haus steht. Letztes Jahr haben wir extra noch den Paddocktrail gebaut, wegen Vicky. Extrem durchtrittig an beiden Hinterfüßen und Arthrose. Tierarzt sagte laufen laufen laufen. Da reiten nicht mehr möglich ist, sie weder als Handpferd mitgenommen werden kann noch allein vom Stall weg geht wenn auch nur ein Pferd (es sind 5 1/2) zurück bleibt wurde der Trail gebaut. Haltung war demnach bisher: nachts Paddockbox, tagsüber im Sommer Weide, bei langem Regen und im Winter auf dem Trail, versuchsweise mit Rundballenfütterung und Netz.
Am Samstag dann war sie verändert vom Verhalten und lief klamm, ähnlich wenn es kalt ist und nachts hatten wir nur 3 Grad. Sonntag und Montag auch wieder klamm, aber mit Einlauftendenz. Am Dienstag Abend kam Wendungsschmerz dazu, Verdacht war sofort auf Rehe. Da auch die Vermutung auf Cushing liegt, aber noch nicht getestet.
Mittwoch: gelaufen ist sie so gut wie gar nicht, Pulsation eher mittel, Hufe waren nicht warm, beim Versuch zu kühlen wollte sie weg. Habe es gelassen und auf Tierarzt gewartet. Der kam gegen Mittag. Erstmal Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Blutverdünner gespritzt. Beide Vorderhufe wurden in Rivanolpolsterverband eingepackt und sollten weiter aufgegossen werden.
Heute war Tierarzt wieder da: Verbände runter, geröntgt, minimale Senkung da, wieder gespritzt und in Rivanolpolsterverband eingepackt dieses Mal mit Keil hinten. Schmerzmittel für morgen früh und Abend und ich soll ASS 500 besorgen und morgens und abends je 8 Tabletten geben.
Morgen kommt er nochmal zum schauen wie sie läuft und nochmal Schmerzmittel da zu lassen.
Parallel hab ich:
Heu reduziert und weich es ein, mindestens 2 Stunden.
Nachts ist sie in der Paddockbox, Gummimatten mit dick Späne und Paddock Sand/Rindenmulch Gemisch, tagsüber auf unserem Reitplatz mit ca. 15 cm Quarzsand.
Zur Fütterung an sich, es gibt erster Schnitt nach der Blüte gemäht und wenn es kalt ist (Winter durchgehend minus) auch mal einen zweiten Schnitt. Weide ist nicht sonderlich viel und meistens abgefressen. Außerdem vor ca. 10 Jahren umgebrochen und mit Saatgut für Pferde eingesäht worden. Die andere Weide ist leider ein Altbestand Obstwiese mit Apfelbäumen. Bisher war es problemlos auf der Obstwiese. Denke aber dass es dieses Jahr einfach zu viel war. Es gibt seltenst Müsli (grundsätzlich Getreidefrei, da zwei andere Pferde mit Kotwasser auf Getreide reagieren), keine Leckerlis und bisher Mineralfutter nur im Winter.
Körperlich betrachtet ist sie zu dick, Fetteinlagerungen hat sie aber nur am Mähnenkamm, ca. 5 cm hoch und hart. Das hatte sie allerdings genauso stark schon wie wir sie bekommen haben vor 13 Jahren.
Achja aktuell ist es jetzt so, dass sie, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit den Keilen fast normal läuft, hat aber natürlich um 16:00 Uhr auch Schmerzmittel gespritzt bekommen.
Was ich jetzt gerne wüsste wäre ob die Behandlung an sich so passt, ob das ASS okay ist und was ich sonst noch machen kann. Da es ein eigener Stall ist, ist so gut wie alles umsetzbar.
Sorry für den ellenlangen Text ...
Viele Grüße
Juli und Vicky