Nach 6 Jahren wieder Rehe...
Verfasst: 12.04.2016, 11:47
Teil 1 - Rehe im Jahr 2010
Hallo ihr Lieben!
Ich bin seit 18 Jahren stolze Besitzerin von Winnie. Winnie ist ein inzwischen 22-jähriger Hafi-Wallach.
Vor 6 Jahren hatte er seinen ersten Reheschub. Damals lebte er mit 2 Kumpels in einem Offenstall mit ganztägigem Weidegang auf einer riesigen Wiese, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er damals schlotterfett war. Die große Weide war recht abgefressen, und weil meine zwei Hafis so fett waren, dachte ich, es wäre schlau sie nicht auf die angrenzende Weide mit hohem Gras zu stellen. Ich weiß noch, dass es erst ein paar Tage regnete und dann sonnige, warme Tage kamen…
Irgendwann kam ich an den Stall, und Winnie tickerte auf einem Huf leicht. An Rehe hab ich da noch überhaupt nicht gedacht (Winnie hatte vorher noch nie Rehe). Der Schmied hatte sich für den nächsten Tag angemeldet, und ich dachte „Mal schauen, was der dazu sagt“… Fataler Weise ließ ich Winnie bis zum nächsten Tag auf der Weide stehen.
Am nächsten Tag brauchte ich keinen Hufschmied mehr, um zu sehen, was Sache war. Ich rief den TA an, der dann auch Rehe diagnostizierte, und mir riet, Winnie in den Stall zu stellen und erstmal einen Tag hungern zu lassen. Danach sollte er möglichst wenig Heu bekommen. Das war’s. Kein Schmerzmittel, kein Blutverdünner, kein nix. Mir kam das nicht richtig vor und ich war ziemlich ratlos, hatte ich doch überhaupt keine Erfahrung mit Hufrehepferden.
Tags drauf rief ich eine Tierphysiotherapeutin an, von der ich wusste, dass sie in ihrem Stall viele Rehepferde stehen hatte. Die schlug natürlich erstmal die Hände überm Kopf zusammen und nannte mir einen anderen TA, der auch gleich bestellt wurde, aber erst am nächsten Tag Zeit hatte.
Am gleichen Tag fuhr ich nach der Arbeit an den Stall der Tierphysiotherapeutin und sie deckte mich mit Equipalazone, einer bestimmten Kräutermischung (leider weiß ich nicht mehr, was es war) und Hufschuhen ein, und erklärte mir, wie ich aus Styropor Keile in die Schuhe legen sollte, dass ich Winnie so oft es ging die Hufe kühlen sollte und er auf jeden Fall eine Mischung aus Heu und Stroh zu fressen bekommen sollte. Außerdem meinte sie, dass ich ihm ruhig jeden Tag einen Arm voll frisch abgeschnittener Brennesseln geben könnte.
Gesagt, getan. Winnie stand inzwischen rehetypisch im Stall und sah ganz elend aus. Er ließ den Kopf hängen und wackelte nicht mal mehr mit den Ohren. Ganz schlimm.
Der andere TA kam dann wie angekündigt. Mehr Equipalazone, dazu Ass. Soweit es ging sollte ich ihn täglich auf weichem Boden führen. In den folgenden Tagen wurden Röntgenbilder und ein Cushingtest gemacht. Cushing wurde nicht diagnostiziert. Er hatte aber eine Absenkung, sowie eine Rotation. Die CD habe ich leider bei einem meiner vielen Umzüge verschludert, wieviel es war, weiß ich nicht mehr. Der TA gab mir die CD mit und meinte, der Schmied solle entscheiden, ob ein Rehebeschlag drauf müsste. Der Schmied weigerte sich diese Entscheidung zu treffen. Ich bekam von keinem der Beiden eine klare Aussage. Heute würde ich denen einen husten, damals war ich planlos, frustriert und überfordert.
Winnie lief dann weiter ohne Beschlag und blieb von da an mit meinem zweiten Hafi in einem abgetrennten Teil des Offenstalls mit kleinem Paddock.
Nach ca. 6 Wochen lief er zwar noch fühlig, sonst aber normal. Wir hatten ein ganz kleines Stück Weide für die beiden Hafis abgetrennt und von dem dritten Pferd am Stall abgrasen lassen. Ich wusste es nicht besser und ließ meine Pferde viel zu früh täglich eine halbe Stunde auf dieses Stück, Winnie mit Fresskorb. So bekam Winnie dann einen zweiten Schub, der dieses Mal aber direkt erkannt und behandelt wurde und viel leichter ausfiel.
Winnie wurde ein Jahr lang nicht geritten. Später durfte er wieder stundenweise mit Fresskorb auf die Weide und wir hatten auch keine Probleme mehr.
Hallo ihr Lieben!
Ich bin seit 18 Jahren stolze Besitzerin von Winnie. Winnie ist ein inzwischen 22-jähriger Hafi-Wallach.
Vor 6 Jahren hatte er seinen ersten Reheschub. Damals lebte er mit 2 Kumpels in einem Offenstall mit ganztägigem Weidegang auf einer riesigen Wiese, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er damals schlotterfett war. Die große Weide war recht abgefressen, und weil meine zwei Hafis so fett waren, dachte ich, es wäre schlau sie nicht auf die angrenzende Weide mit hohem Gras zu stellen. Ich weiß noch, dass es erst ein paar Tage regnete und dann sonnige, warme Tage kamen…
Irgendwann kam ich an den Stall, und Winnie tickerte auf einem Huf leicht. An Rehe hab ich da noch überhaupt nicht gedacht (Winnie hatte vorher noch nie Rehe). Der Schmied hatte sich für den nächsten Tag angemeldet, und ich dachte „Mal schauen, was der dazu sagt“… Fataler Weise ließ ich Winnie bis zum nächsten Tag auf der Weide stehen.
Am nächsten Tag brauchte ich keinen Hufschmied mehr, um zu sehen, was Sache war. Ich rief den TA an, der dann auch Rehe diagnostizierte, und mir riet, Winnie in den Stall zu stellen und erstmal einen Tag hungern zu lassen. Danach sollte er möglichst wenig Heu bekommen. Das war’s. Kein Schmerzmittel, kein Blutverdünner, kein nix. Mir kam das nicht richtig vor und ich war ziemlich ratlos, hatte ich doch überhaupt keine Erfahrung mit Hufrehepferden.
Tags drauf rief ich eine Tierphysiotherapeutin an, von der ich wusste, dass sie in ihrem Stall viele Rehepferde stehen hatte. Die schlug natürlich erstmal die Hände überm Kopf zusammen und nannte mir einen anderen TA, der auch gleich bestellt wurde, aber erst am nächsten Tag Zeit hatte.
Am gleichen Tag fuhr ich nach der Arbeit an den Stall der Tierphysiotherapeutin und sie deckte mich mit Equipalazone, einer bestimmten Kräutermischung (leider weiß ich nicht mehr, was es war) und Hufschuhen ein, und erklärte mir, wie ich aus Styropor Keile in die Schuhe legen sollte, dass ich Winnie so oft es ging die Hufe kühlen sollte und er auf jeden Fall eine Mischung aus Heu und Stroh zu fressen bekommen sollte. Außerdem meinte sie, dass ich ihm ruhig jeden Tag einen Arm voll frisch abgeschnittener Brennesseln geben könnte.
Gesagt, getan. Winnie stand inzwischen rehetypisch im Stall und sah ganz elend aus. Er ließ den Kopf hängen und wackelte nicht mal mehr mit den Ohren. Ganz schlimm.
Der andere TA kam dann wie angekündigt. Mehr Equipalazone, dazu Ass. Soweit es ging sollte ich ihn täglich auf weichem Boden führen. In den folgenden Tagen wurden Röntgenbilder und ein Cushingtest gemacht. Cushing wurde nicht diagnostiziert. Er hatte aber eine Absenkung, sowie eine Rotation. Die CD habe ich leider bei einem meiner vielen Umzüge verschludert, wieviel es war, weiß ich nicht mehr. Der TA gab mir die CD mit und meinte, der Schmied solle entscheiden, ob ein Rehebeschlag drauf müsste. Der Schmied weigerte sich diese Entscheidung zu treffen. Ich bekam von keinem der Beiden eine klare Aussage. Heute würde ich denen einen husten, damals war ich planlos, frustriert und überfordert.
Winnie lief dann weiter ohne Beschlag und blieb von da an mit meinem zweiten Hafi in einem abgetrennten Teil des Offenstalls mit kleinem Paddock.
Nach ca. 6 Wochen lief er zwar noch fühlig, sonst aber normal. Wir hatten ein ganz kleines Stück Weide für die beiden Hafis abgetrennt und von dem dritten Pferd am Stall abgrasen lassen. Ich wusste es nicht besser und ließ meine Pferde viel zu früh täglich eine halbe Stunde auf dieses Stück, Winnie mit Fresskorb. So bekam Winnie dann einen zweiten Schub, der dieses Mal aber direkt erkannt und behandelt wurde und viel leichter ausfiel.
Winnie wurde ein Jahr lang nicht geritten. Später durfte er wieder stundenweise mit Fresskorb auf die Weide und wir hatten auch keine Probleme mehr.







