Hufrehe, wie lange dauert das?
Verfasst: 10.05.2009, 18:19
Hallo Leute,
bei meiner Hafistute (17 Jahre) wurde am 18.4. Hufrehe vorne beidseitig diagnostiziert.
Wendeschmerz, Pulsation. Zunächst ging man von einer leichten Rehe aus, es wurde ein paar Tage nur mit Metacam behandelt. Nachts aufgestallt, tagsüber Paddock (Gummiboden).
Nachdem es aber nicht besser wurde, zusätzlich noch Heparin. Nach einer Woche geröngt: links 7 Grad Rotation, rechts 6 Grad. Senkung beidseitig um ca 7mm. Sofort zehenoffener Beschlag. Danach lief sie gleich viel besser. Weiterhin für 500kg Metacam und Heparin. Nach weiteren 10 Tagen erneut geröngt: Unverändert.
Seit ein paar Tagen kein Heparin mehr, ich versuche nun uns aus dem Metacam rauszuschleichen. Ab einer Dosis von 400kg sieht man nach 24 Stunden eine Verschlechterung (Wendeschmerz). Nach der Metacamgabe wird es dann über den Tag wieder besser. Heute gab es die 300kg-Dosis, da wurde es über den Tag nicht viel besser.
Ich bin jetzt ziemlich verunsichert. Einerseits finde ich es nicht so toll, wochenlang Entzündungshemmer zu geben und zu beobachten, dass der Zustand ohne das Mittel nicht besser wird. Meine TÄ meint, so lange sie nicht besser läuft soll ich das Metacam auch nicht mindern.
Ist es "normal" dass meine Maus nach nun gut drei Wochen noch immer schmerzhaft ist?
Was vor der Rehe geschah, für Euch zur Info:
Über das Thema Fütterung und die Auslöser von Rehe habe ich mich bereits im letzten Jahr schlau gemacht. Da hatten wir einen Reheverdacht, der aber dann nur ein Hufgeschwür war. Damals habe ich schon alle Register gezogen und sie seit dem wie ein EMS-Pferd gefüttert. Sie hat super abgespeckt in dem halben Jahr. Nur Speedi-Beets und gewaschenes Heu (7kg am Tag, auf viele Portionen verteilt). Keine Möhren, kein Getreide, keine Leckerchen.
Mitte März haben wir mit dem Anweiden begonnen. Vorsichtig, wie immer (wir hatten früher nie Probleme mit Rehe, obwohl sie da viel, viel fetter war und auch allen Mist zum fressen bekam). Ende März Wurmkur.
8. April massiver Zeckenbefall! Ca. 50 Stück abgepflückt. An dem Tag war TA auch gerade zum impfen da, Tetanus und Tollwut. Mit Wellcare eingerieben. Vier Tage später (Dienstag) mit Butox behandelt. Freitags Rehe.
Großes BB war unauffällig, die eingeschickten Zecken auch. Ich denke der Chemiecocktail in Verbindung mit dem Gras waren für ihren Stoffwechsel einfach zu heftig.
Sie lebt mit ihrem Partner (auch unser Pferd) bei uns am Haus (Hof) im Offenstall. Beide Pferde kleben extrem aneinander, sind seit 10 Jahren keinen Tag getrennt gewesen. Der Große (Blüter) ist vom Typ extrem sensibel, schwerfuttrig, Magengeschwür, Koppen, Kolik und gehört eigendlich auf die Weide (wir hätten auch 8ha Weideland...) Nur jetzt mit der Rehe seiner "Herzdame" hat sich das ja wohl erledigt. Trennen kann ich die beiden nicht, die drehen beide am Rad.
Wie seht ihr das Thema Weidegang mit Rehepferd? Maulkorb liegt schon hier, aber kann ich das Risiko eingehen?
Über die zu erwartende Lebensqualität meiner Maus mache ich mir die meisten Gedanken. Wird ihr neues Leben (ohne Weide) für sie lebenswert sein? Jeden Tag schaue ich ihr in die Augen und frage sie, ob sie das alles will. Aber ich bekomme keine Antwort. Ich hoffe sehr, dass ich es wirklich sehe, wenn sie irgendwann mal gehen will. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, aber ich würde sie nicht krampfhaft festhalten. Wie bekomme ich die beiden Pferde unter einen Hut? Ich liebe doch beide.
Naja, das ist eine andere Geschichte, werde schon wieder zu emmotional
Viele Grüße und Danke für's zuhören....
Kerni
P.S. Stütchen hat außerdem noch einen heftigen Arthrosebefund hinten rechts (ist seit einem Jahr immer wieder lahm) sowie Spat. Außerdem immer wieder mal Husten (Kehlkopf) und eine Allergieanfälligkeit.
bei meiner Hafistute (17 Jahre) wurde am 18.4. Hufrehe vorne beidseitig diagnostiziert.
Wendeschmerz, Pulsation. Zunächst ging man von einer leichten Rehe aus, es wurde ein paar Tage nur mit Metacam behandelt. Nachts aufgestallt, tagsüber Paddock (Gummiboden).
Nachdem es aber nicht besser wurde, zusätzlich noch Heparin. Nach einer Woche geröngt: links 7 Grad Rotation, rechts 6 Grad. Senkung beidseitig um ca 7mm. Sofort zehenoffener Beschlag. Danach lief sie gleich viel besser. Weiterhin für 500kg Metacam und Heparin. Nach weiteren 10 Tagen erneut geröngt: Unverändert.
Seit ein paar Tagen kein Heparin mehr, ich versuche nun uns aus dem Metacam rauszuschleichen. Ab einer Dosis von 400kg sieht man nach 24 Stunden eine Verschlechterung (Wendeschmerz). Nach der Metacamgabe wird es dann über den Tag wieder besser. Heute gab es die 300kg-Dosis, da wurde es über den Tag nicht viel besser.
Ich bin jetzt ziemlich verunsichert. Einerseits finde ich es nicht so toll, wochenlang Entzündungshemmer zu geben und zu beobachten, dass der Zustand ohne das Mittel nicht besser wird. Meine TÄ meint, so lange sie nicht besser läuft soll ich das Metacam auch nicht mindern.
Ist es "normal" dass meine Maus nach nun gut drei Wochen noch immer schmerzhaft ist?
Was vor der Rehe geschah, für Euch zur Info:
Über das Thema Fütterung und die Auslöser von Rehe habe ich mich bereits im letzten Jahr schlau gemacht. Da hatten wir einen Reheverdacht, der aber dann nur ein Hufgeschwür war. Damals habe ich schon alle Register gezogen und sie seit dem wie ein EMS-Pferd gefüttert. Sie hat super abgespeckt in dem halben Jahr. Nur Speedi-Beets und gewaschenes Heu (7kg am Tag, auf viele Portionen verteilt). Keine Möhren, kein Getreide, keine Leckerchen.
Mitte März haben wir mit dem Anweiden begonnen. Vorsichtig, wie immer (wir hatten früher nie Probleme mit Rehe, obwohl sie da viel, viel fetter war und auch allen Mist zum fressen bekam). Ende März Wurmkur.
8. April massiver Zeckenbefall! Ca. 50 Stück abgepflückt. An dem Tag war TA auch gerade zum impfen da, Tetanus und Tollwut. Mit Wellcare eingerieben. Vier Tage später (Dienstag) mit Butox behandelt. Freitags Rehe.
Großes BB war unauffällig, die eingeschickten Zecken auch. Ich denke der Chemiecocktail in Verbindung mit dem Gras waren für ihren Stoffwechsel einfach zu heftig.
Sie lebt mit ihrem Partner (auch unser Pferd) bei uns am Haus (Hof) im Offenstall. Beide Pferde kleben extrem aneinander, sind seit 10 Jahren keinen Tag getrennt gewesen. Der Große (Blüter) ist vom Typ extrem sensibel, schwerfuttrig, Magengeschwür, Koppen, Kolik und gehört eigendlich auf die Weide (wir hätten auch 8ha Weideland...) Nur jetzt mit der Rehe seiner "Herzdame" hat sich das ja wohl erledigt. Trennen kann ich die beiden nicht, die drehen beide am Rad.
Wie seht ihr das Thema Weidegang mit Rehepferd? Maulkorb liegt schon hier, aber kann ich das Risiko eingehen?
Über die zu erwartende Lebensqualität meiner Maus mache ich mir die meisten Gedanken. Wird ihr neues Leben (ohne Weide) für sie lebenswert sein? Jeden Tag schaue ich ihr in die Augen und frage sie, ob sie das alles will. Aber ich bekomme keine Antwort. Ich hoffe sehr, dass ich es wirklich sehe, wenn sie irgendwann mal gehen will. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, aber ich würde sie nicht krampfhaft festhalten. Wie bekomme ich die beiden Pferde unter einen Hut? Ich liebe doch beide.
Naja, das ist eine andere Geschichte, werde schon wieder zu emmotional
Viele Grüße und Danke für's zuhören....
Kerni
P.S. Stütchen hat außerdem noch einen heftigen Arthrosebefund hinten rechts (ist seit einem Jahr immer wieder lahm) sowie Spat. Außerdem immer wieder mal Husten (Kehlkopf) und eine Allergieanfälligkeit.