Gefahr für Weidepferde: Atypische Weidemyopathie
Verfasst: 18.09.2008, 10:12
Die atypische Weidemyopathie des Pferdes/Ponys
Was ist das für eine Erkrankung?
Die atypische Weidemyopathie ist eine Muskelerkrankung der Pferde, diesporadisch auftritt und ausschließlich Weidepferde betrifft.
Auslöser scheinen besondere klimatische Bedingungen zu sein, da alle bisher bekannt gewordenen Fälle nach plötzlichen Kälteeinbrüchen im Herbst
oder Winter aufgetreten sind.
Die Erkrankung wurde in Deutschland erstmals im Herbst 1995 festgestellt. Auffällig war das gehäufte Auftreten
im norddeutschen Raum.
Die Erkrankung ist ansteckend.
Wie erkennt man die Erkrankung?
Betroffen sind Pferde und Ponys aller Altersstufen und Rassen, allerdings nur bei reiner Weidehaltung.
Die Erkrankung tritt plötzlich auf und zeigt einen raschen Verlauf.
Plötzliche Schweißausbrüche, Steifheit,Muskelzittern, schwankender Gang und der Absatz von dunkel verfärbtem
Harn sind charakteristische Anzeichen.
Die Pferde wirken matt oder apathisch und haben erhöhte Puls- und Atemfrequenzen.
Innerhalb vonein bis drei Tagen kommen die Tiere zum Festliegen und zeigen möglicherweise Streckkrämpfe und Ruderbewegungen, die mit einer Kolik verwechselt werden können.
Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und einer Blutuntersuchung gestellt.
Die Sterblichkeit ist hoch (90 – 95 %).
Die Ursache dieser Erkrankung:
Die Ursache dieser Erkrankung liegt in der Haltungsform.
Das Auftreten der Erkrankung nach einem Kälteeinbruch ist allen bisher beschriebenen Fällen gemeinsam.
Ein Toxin ,welches vermutlich durch Kälte in die Pflanzen oder dort angesiedelten Mikroorganismen produziert oder freigesetzt wird, konnte bisher nicht sicher nachgewiesen
werden.
Es handelt sich möglicherweise um ein multifaktorielles
Krankheitsgeschehen, bei dessen Entstehung das Wetter und der Jahresklimaverlauf eine erhebliche Rolle spielt.
Behandlung:
Da die Ursache der Erkrankung nicht bekannt ist, können nur die Symptome behandelt werden.
Dabei stehen Maßnahmen zur Verbesserung
der Durchblutung der Muskulatur, Verabreichung von
entzündungshemmenden Medikamenten und die Unterstützung der Nierenfunktion im Vordergrund.
Erkrankte Pferde sollten an einen warmen, trockenen Ort verbracht werden.
Längere Transporte sind jedoch zu vermeiden.
Eine Heilung ist nur in vereinzelten Fällen möglich.
Vorbeugung:
1. Pferde nachts aufstallen
2. Weidepferden sollte im Herbst/Winter ausreichend trockenes Heu zugefüttert werden (überdachte Futterraufe).
3. Weidepferde sollten trockene Unterstände zur Verfügung haben
4. eventuell Sperrung der Weiden, auf denen Pferde erkrankt waren
5. Zufütterung eines guten vitaminisierten Mineralfutters
(insbesondere Vit. E / Selen).
Quellen:
Brandt,K. et al. : Atypische Myoglobinurie der Weidepferde.
Pferdeheilkunde 13, 27 – 34 (1997).
Gehlen,H. et al.: Zur aktuellen Problematik der atypischen
Weidemyopathie des Pferdes.
Der Praktische Tierarzt 86, 178 – 183 (2005).
Was ist das für eine Erkrankung?
Die atypische Weidemyopathie ist eine Muskelerkrankung der Pferde, diesporadisch auftritt und ausschließlich Weidepferde betrifft.
Auslöser scheinen besondere klimatische Bedingungen zu sein, da alle bisher bekannt gewordenen Fälle nach plötzlichen Kälteeinbrüchen im Herbst
oder Winter aufgetreten sind.
Die Erkrankung wurde in Deutschland erstmals im Herbst 1995 festgestellt. Auffällig war das gehäufte Auftreten
im norddeutschen Raum.
Die Erkrankung ist ansteckend.
Wie erkennt man die Erkrankung?
Betroffen sind Pferde und Ponys aller Altersstufen und Rassen, allerdings nur bei reiner Weidehaltung.
Die Erkrankung tritt plötzlich auf und zeigt einen raschen Verlauf.
Plötzliche Schweißausbrüche, Steifheit,Muskelzittern, schwankender Gang und der Absatz von dunkel verfärbtem
Harn sind charakteristische Anzeichen.
Die Pferde wirken matt oder apathisch und haben erhöhte Puls- und Atemfrequenzen.
Innerhalb vonein bis drei Tagen kommen die Tiere zum Festliegen und zeigen möglicherweise Streckkrämpfe und Ruderbewegungen, die mit einer Kolik verwechselt werden können.
Die Diagnose wird aufgrund des klinischen Bildes und einer Blutuntersuchung gestellt.
Die Sterblichkeit ist hoch (90 – 95 %).
Die Ursache dieser Erkrankung:
Die Ursache dieser Erkrankung liegt in der Haltungsform.
Das Auftreten der Erkrankung nach einem Kälteeinbruch ist allen bisher beschriebenen Fällen gemeinsam.
Ein Toxin ,welches vermutlich durch Kälte in die Pflanzen oder dort angesiedelten Mikroorganismen produziert oder freigesetzt wird, konnte bisher nicht sicher nachgewiesen
werden.
Es handelt sich möglicherweise um ein multifaktorielles
Krankheitsgeschehen, bei dessen Entstehung das Wetter und der Jahresklimaverlauf eine erhebliche Rolle spielt.
Behandlung:
Da die Ursache der Erkrankung nicht bekannt ist, können nur die Symptome behandelt werden.
Dabei stehen Maßnahmen zur Verbesserung
der Durchblutung der Muskulatur, Verabreichung von
entzündungshemmenden Medikamenten und die Unterstützung der Nierenfunktion im Vordergrund.
Erkrankte Pferde sollten an einen warmen, trockenen Ort verbracht werden.
Längere Transporte sind jedoch zu vermeiden.
Eine Heilung ist nur in vereinzelten Fällen möglich.
Vorbeugung:
1. Pferde nachts aufstallen
2. Weidepferden sollte im Herbst/Winter ausreichend trockenes Heu zugefüttert werden (überdachte Futterraufe).
3. Weidepferde sollten trockene Unterstände zur Verfügung haben
4. eventuell Sperrung der Weiden, auf denen Pferde erkrankt waren
5. Zufütterung eines guten vitaminisierten Mineralfutters
(insbesondere Vit. E / Selen).
Quellen:
Brandt,K. et al. : Atypische Myoglobinurie der Weidepferde.
Pferdeheilkunde 13, 27 – 34 (1997).
Gehlen,H. et al.: Zur aktuellen Problematik der atypischen
Weidemyopathie des Pferdes.
Der Praktische Tierarzt 86, 178 – 183 (2005).