20 jährige Stute mit Hufrehe
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Ok....das ist gut zu wissen...danke!
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Hallo,
Happy geht es weiterhin ganz gut. Sie geht mittlerweile vormittags auf einen Sandpaddock und wir sind bei ca. 40 min Schritt gehen...
Wir haben nochmal die Blutwerte genommen um den Verlauf zu sehen. Die sind trotz angepasster Fütterung leicht gestiegen. Die Tierärztin meint noch weiter so verfahren und in ca 8 Wochen Blut nochmal prüfen..
Folgende Werte liegen jetzt vor:
Glucose: 66 (vorher 106)
Insulin 16.6( 11)
ACTH 16(11)
Ich finde das nach wie vor bedenklich, denn die Fütterung haben wir ja total angepasst...
Vielleicht könnt ihr ja mal drüber schauen...Vielen Dank!
Happy geht es weiterhin ganz gut. Sie geht mittlerweile vormittags auf einen Sandpaddock und wir sind bei ca. 40 min Schritt gehen...
Wir haben nochmal die Blutwerte genommen um den Verlauf zu sehen. Die sind trotz angepasster Fütterung leicht gestiegen. Die Tierärztin meint noch weiter so verfahren und in ca 8 Wochen Blut nochmal prüfen..
Folgende Werte liegen jetzt vor:
Glucose: 66 (vorher 106)
Insulin 16.6( 11)
ACTH 16(11)
Ich finde das nach wie vor bedenklich, denn die Fütterung haben wir ja total angepasst...
Vielleicht könnt ihr ja mal drüber schauen...Vielen Dank!
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Insulin 16,....welche Maßeinheit?
Was fütterst du genau, bitte alles namentlich angeben.
Was fütterst du genau, bitte alles namentlich angeben.
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Hii, beim Insulin ist es ulU/ml.
Wir habe ja in der akuten Phase auf 7 Kilo Heu, gewaschen, umgestellt. Das Füttern wir immer noch, von Maroske das Mineralfutter in der angegebenen Menge ( 70g pro Tag) und eine kleine Hand Leinkuchen...das wars...
Liebe Grüße
Wir habe ja in der akuten Phase auf 7 Kilo Heu, gewaschen, umgestellt. Das Füttern wir immer noch, von Maroske das Mineralfutter in der angegebenen Menge ( 70g pro Tag) und eine kleine Hand Leinkuchen...das wars...
Liebe Grüße
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Okay, daran ist nichts falsch...
Fremdfütterung ist ausgeschlossen ebenso wie naschen am Rand o.ä.?
Eigentlich sollte sich der Insulinwert unter dem passenden Mangement verbessern und nicht ansteigen.
Habt ihr unter identischen Rahmenbedingungen getestet, das Labor ist dasselbe?
In 8 Wochen bei bleibendem, angepasstem Management nochmals das EMS/ ECS Profil wiederholen macht unbedingt Sinn.
Vielleicht steckt doch ein PPID dahinter was sich unter dem cirkadianen jahreszeitlichem Rhythmus dann hoffentlich deutlich am ACTH zeigen wird.
Das muss gerade zu Beginn noch nicht zwingend dauerhaft erhöht sein.
Fremdfütterung ist ausgeschlossen ebenso wie naschen am Rand o.ä.?
Eigentlich sollte sich der Insulinwert unter dem passenden Mangement verbessern und nicht ansteigen.
Habt ihr unter identischen Rahmenbedingungen getestet, das Labor ist dasselbe?
In 8 Wochen bei bleibendem, angepasstem Management nochmals das EMS/ ECS Profil wiederholen macht unbedingt Sinn.
Vielleicht steckt doch ein PPID dahinter was sich unter dem cirkadianen jahreszeitlichem Rhythmus dann hoffentlich deutlich am ACTH zeigen wird.
Das muss gerade zu Beginn noch nicht zwingend dauerhaft erhöht sein.
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Vielen Dank für die Einschätzung. Gleiche Rahmenbedingungen , kein Gras vom Rand....steigt der Wert nicht auch Jahreszeitbedingt? Aber wir machen in 8 Wo auf jeden Fall noch mal die Blutuntersuchung...Liebe Grüße
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Ja, das ACTH steigt jahreszeitlich an.
Sollte es noch im Verborgenen schlummern kann es sein das sich eine PPID induzierte IR entwickelt.
Aber das bleibt nun alles abzuwarten und ist noch hypothetisch zu sehen.
Sollte es noch im Verborgenen schlummern kann es sein das sich eine PPID induzierte IR entwickelt.
Aber das bleibt nun alles abzuwarten und ist noch hypothetisch zu sehen.
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Hallo, nun melde ich mich nach längerer Zeit nochmal...leider hatten wir einen erneuten Reheschub, der derzeit am Abklingen ist. Schmerzmittel fahren wir gerade runter...
Wir haben die Insulinwerte erneut getestet( heunüchtern) .
Leider sind die Werte immer noch nicht ok, obwohl wir das Diätprogramm weiter geführt haben. Happy hat auch schon viel abgenommen.
Weiter oben sind die Werte aus April. Jetzt haben wir einen Insulinwert von 14.5 ulU/ml und einen Glucosewert von 118 mg/dl. Im April Glucose 66 und Insulin 16.6.
Den ACTH Wert zu nehmen hielt die Tierärztin für unnötig, da der ja in der Vergangenheit unauffällig war.
Sie sagt nun Diät weiterführen...
Ich bin da jetzt etwas ratlos, da die Werte sich ja anscheinend mit Diät nicht verbessern und ich auch sehe dass das Pony körperlich dünn genug ist( das fand die Tierärztin übrigens auch)... habt ihr vielleicht noch einen Ratschlag für mich?
Liebe Grüße
Andrea
Wir haben die Insulinwerte erneut getestet( heunüchtern) .
Leider sind die Werte immer noch nicht ok, obwohl wir das Diätprogramm weiter geführt haben. Happy hat auch schon viel abgenommen.
Weiter oben sind die Werte aus April. Jetzt haben wir einen Insulinwert von 14.5 ulU/ml und einen Glucosewert von 118 mg/dl. Im April Glucose 66 und Insulin 16.6.
Den ACTH Wert zu nehmen hielt die Tierärztin für unnötig, da der ja in der Vergangenheit unauffällig war.
Sie sagt nun Diät weiterführen...
Ich bin da jetzt etwas ratlos, da die Werte sich ja anscheinend mit Diät nicht verbessern und ich auch sehe dass das Pony körperlich dünn genug ist( das fand die Tierärztin übrigens auch)... habt ihr vielleicht noch einen Ratschlag für mich?
Liebe Grüße
Andrea
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Moin,
ja, ACTH testen und zwar dringend. Nur, weil ein Wert früher unauffällig war, muss er das nicht geblieben sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass nun ein neuer Schub zu beklagen ist. Poche drauf, du bezahlst, du hast alles Recht dazu, dass der nochmal gecheckt wird .
In der Regel steigt der ACTH ab der Sommersonnenwende auch bei gesunden Pferden an, aber bei Cushis steigt er enorm.
Also: Blut zapfen und checken.
Alles Gute weiterhin
ja, ACTH testen und zwar dringend. Nur, weil ein Wert früher unauffällig war, muss er das nicht geblieben sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass nun ein neuer Schub zu beklagen ist. Poche drauf, du bezahlst, du hast alles Recht dazu, dass der nochmal gecheckt wird .
In der Regel steigt der ACTH ab der Sommersonnenwende auch bei gesunden Pferden an, aber bei Cushis steigt er enorm.
Also: Blut zapfen und checken.
Alles Gute weiterhin
Viele Grüße
Uli
Uli
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Da bin ich ganz bei schnulli und verstehe nicht wirklich das die TÄ eine erneute ACTH Testung für unnötig erklärt hat.
Die cirkadiane Rhythmik sollte ihr ebenso bekannt sein wie der Umstand das sich ein PPID oft sogar über Jahre hin entwickelt. Bevor man andere mögliche Optionen anvisiert um das Insulin zu senken sollte das ACTH sehr zeitnah bestimmt werden.
Das Heu ist auf den Zuckergehalt ( zumindest in Eigeninitiative mit Refraktmoter) getestet?
Fütterst du außer Mineral ( noch Maroske?) noch irgendetwas dazu?
Die cirkadiane Rhythmik sollte ihr ebenso bekannt sein wie der Umstand das sich ein PPID oft sogar über Jahre hin entwickelt. Bevor man andere mögliche Optionen anvisiert um das Insulin zu senken sollte das ACTH sehr zeitnah bestimmt werden.
Das Heu ist auf den Zuckergehalt ( zumindest in Eigeninitiative mit Refraktmoter) getestet?
Fütterst du außer Mineral ( noch Maroske?) noch irgendetwas dazu?
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Hi, ich werde morgen nochmal bei der TÄ nachhaken...
Ich füttere die7 kg Heu, mineral von maroske...die Erhaltungsdosis und mittlerweile eine kleinstMenge Leinkuchenpellets..das wars. Und das machen wir seit März. Da müsste doch mittlerweile doch das Insulin runtergehen. Zumal sie wirklich viel abgenommen hat. Gibt es denn noch andere Ursachen dafür? Mal abgesehen von Cushing? Kann man durch Kräuter oder.ä. eine Verbesserung erzielen?
Ich kann sie ja nicht immer dünner füttern...
Liebe Grüße
Ich füttere die7 kg Heu, mineral von maroske...die Erhaltungsdosis und mittlerweile eine kleinstMenge Leinkuchenpellets..das wars. Und das machen wir seit März. Da müsste doch mittlerweile doch das Insulin runtergehen. Zumal sie wirklich viel abgenommen hat. Gibt es denn noch andere Ursachen dafür? Mal abgesehen von Cushing? Kann man durch Kräuter oder.ä. eine Verbesserung erzielen?
Ich kann sie ja nicht immer dünner füttern...
Liebe Grüße
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Ja, es gibt noch andere Möglichkeiten wenn diagnostisch nichts erklärbar ist.
Damit sollte aber sensibel und nur nach Ausschöpfung aller möglichen Stellschrauben umgegangen werden.
Alles was wirkt hat auch mögliche Nebenwirkungen.
Steglatro (Wirkstoff Ertugliflozin) wird inzwischen von einigen Pferdekliniken und spezialisierten Tierärzten off-label bei Pferden mit Insulindysregulation (ID/EMS) und insbesondere bei Hufrehe aufgrund von Hyperinsulinämie eingesetzt. Es ist allerdings nicht für Pferde zugelassen, sondern ein Humanarzneimittel.
Ohne PPID ausgeschlossen zu haben würde ich persönlich nicht danach greifen.
Melde dich gerne wenn du Rücksprache mit der TÄ gehalten hast. Dann können wir gemeinsam die weiteren Schritte abklären, okay?
Damit sollte aber sensibel und nur nach Ausschöpfung aller möglichen Stellschrauben umgegangen werden.
Alles was wirkt hat auch mögliche Nebenwirkungen.
Steglatro (Wirkstoff Ertugliflozin) wird inzwischen von einigen Pferdekliniken und spezialisierten Tierärzten off-label bei Pferden mit Insulindysregulation (ID/EMS) und insbesondere bei Hufrehe aufgrund von Hyperinsulinämie eingesetzt. Es ist allerdings nicht für Pferde zugelassen, sondern ein Humanarzneimittel.
Ohne PPID ausgeschlossen zu haben würde ich persönlich nicht danach greifen.
Melde dich gerne wenn du Rücksprache mit der TÄ gehalten hast. Dann können wir gemeinsam die weiteren Schritte abklären, okay?
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Danke, ja ok das mache ich gerne!
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Hallo nochmal,
Wir haben jetzt also den neuen ACTH Wert...er ist 21 pg/ml...im April hatten wir 16,6.
Die Tierärztin möchte noch kein Medikament geben, da Happy ja nur im Verdachtsbereich liegt. Sie hat gesagt, das evtl die Fütterung von Corticosales positiven Effekt haben könnte. ..
Was meint Ihr? Ansonsten ist das Blutbild unauffällig.
Liebe Grüße
Andrea
Wir haben jetzt also den neuen ACTH Wert...er ist 21 pg/ml...im April hatten wir 16,6.
Die Tierärztin möchte noch kein Medikament geben, da Happy ja nur im Verdachtsbereich liegt. Sie hat gesagt, das evtl die Fütterung von Corticosales positiven Effekt haben könnte. ..
Was meint Ihr? Ansonsten ist das Blutbild unauffällig.
Liebe Grüße
Andrea
Re: 20 jährige Stute mit Hufrehe
Das Ergebnis des ACTH ist nicht einmal annähernd therapiebedürftig sondern zu dieser Jahreszeit physiologisch bei allen Pferden erhöht.
Der Graubeteich siedelt sich ü 100 an und auch von der Symptomatik sollte es Hinweise auf ein mögliches PPID geben.
Leider wird oft zu früh ohne gesicherte Diagnostik antherapiert was dann zwangsläufig zu negativen Veränderungen führt und vermeintlich nicht vertragen wird. So eilt dem Prascend ein schlechter Ruf voraus den es als Goldstandard in der PPID Therapie einfach nicht verdient hat.
Cushis profitieren von dem Medikament das bisher als einziges nachweislich befähigt ist das ACTH zu senken.
Zum Corticosal:
Mönchspfeffer durch Studie belegt kein ACTH und stellt keine Therapie dar.
Es maskiert ein bestehendes Cushing indem die klinische Beurteilung in der Tat besser ausfällt während das Cushing weiter voranschreitet.
Es hat sich zudem gezeigt die Gabe von MP das lebensrettende und Lebensqualitätverbessernde Pergolidmesilat quasi " aushebeln" kann. Nutze gerne mal die Suchfunktion des Forum zum Mönchspfeffer.
Auch das Argument es zu geben weil es möglicherweise oder gesichert ein PPID im Anfangstadium ist ist Quatsch.
Entweder es liegt ein PPID vor oder nicht. Ein bisschen Cushing gibt es gensudiwenig wie ein bisschen schwanger.
Mein Apell lautet:
Informiert euch umfassend und nehmt nicht unreflektiert Zusatzfutter wie dieses auch wenn die Werbung anderes suggeriert, der TA dieses vertreibt.
Der Graubeteich siedelt sich ü 100 an und auch von der Symptomatik sollte es Hinweise auf ein mögliches PPID geben.
Leider wird oft zu früh ohne gesicherte Diagnostik antherapiert was dann zwangsläufig zu negativen Veränderungen führt und vermeintlich nicht vertragen wird. So eilt dem Prascend ein schlechter Ruf voraus den es als Goldstandard in der PPID Therapie einfach nicht verdient hat.
Cushis profitieren von dem Medikament das bisher als einziges nachweislich befähigt ist das ACTH zu senken.
Zum Corticosal:
Mönchspfeffer durch Studie belegt kein ACTH und stellt keine Therapie dar.
Es maskiert ein bestehendes Cushing indem die klinische Beurteilung in der Tat besser ausfällt während das Cushing weiter voranschreitet.
Es hat sich zudem gezeigt die Gabe von MP das lebensrettende und Lebensqualitätverbessernde Pergolidmesilat quasi " aushebeln" kann. Nutze gerne mal die Suchfunktion des Forum zum Mönchspfeffer.
Auch das Argument es zu geben weil es möglicherweise oder gesichert ein PPID im Anfangstadium ist ist Quatsch.
Entweder es liegt ein PPID vor oder nicht. Ein bisschen Cushing gibt es gensudiwenig wie ein bisschen schwanger.
Mein Apell lautet:
Informiert euch umfassend und nehmt nicht unreflektiert Zusatzfutter wie dieses auch wenn die Werbung anderes suggeriert, der TA dieses vertreibt.
eff-eins hat geschrieben: 17.05.2026, 11:11 Gibt es Neuigkeiten zu PPID, Diagnostik, Therapie oder Verlauf die abweichend von den bisherigen Empfehlungen des Forums zum Thema getroffen wurden?
Kurz und knapp beantwortet: Leider Nein!
Ich bin trotzdem mal auf die Suche gegangen weil momentan in Social Media viel auf den Zug aufgesprungen wird der schon seit Jahren, für Jedermann KOSTENLOS zugänglich, auf dem Bahnhof bereit steht.
Das EMS/PPID Rad muss nicht neu erfunden werden und therapeutischer Goldstandard bleibt belegbar noch immer Prascend.
Es wäre auch zu schön gewesen wenn es Evidenzbasierte Alternativen dazu geben würde die vielfach versprochen werden.
Bei nachgewiesenem PPID sollte ein Verantwortungsvoller Umgang mit Prascend erfolgen das, einschleichend mit geringer Wirkstoffgröße antherapiert, kaum und wenn nicht längerfristig Nebenwirkungsbehaftet ist.
Das, so haben die Erfahrungen im Forum gezeigt, entsteht insbesondere dann wenn klinische Auffälligkeiten fehlen bei nicht diagnostisch Beweisführendem ACTH Wert oder dem Beipackzettel Folge geleistet und schlichtweg überdosiert wird.
Soviel wie nötig, so wenig wie möglich unter Zuhilfenahme von mindestens jährlichen Kontrollen ob alles noch passt haben sich bewährt.
https://doi.org/10.3390/vetsci12080780
Die Zusammenfassung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu PPID beim Pferd (2025)
Die aktuelle Übersichtsarbeit fasst den heutigen internationalen Wissensstand zu Pituitary Pars Intermedia Dysfunction zusammen.
Die Arbeit bestätigt klar, dass PPID eine echte, chronisch fortschreitende neurodegenerative Erkrankung ist und keine „Modekrankheit“ oder bloße Alterserscheinung. Ursache ist ein Verlust dopaminerger Nervenzellen im Hypothalamus. Dadurch fehlt die natürliche Hemmung der Pars intermedia der Hypophyse, was zu einer übermäßigen Produktion verschiedener Hormone führt, insbesondere ACTH.
Die Erkrankung betrifft nicht nur ältere Pferde. Zwar steigt die Häufigkeit mit dem Alter deutlich an, jedoch beschreibt die Literatur auch jüngere Tiere mit gesicherter PPID-Diagnose. Entscheidend sind dabei nicht einzelne Werte allein, sondern klinisches Bild, Verlauf und Therapieansprechen.
Pergolid/Prascend als Goldstandard
Die Übersichtsarbeit bezeichnet Pergolid ausdrücklich als Therapie der Wahl bzw. Goldstandard bei PPID.
Pergolid wirkt als Dopaminagonist und setzt direkt an der eigentlichen Krankheitsursache an: dem Verlust dopaminerger Hemmung.
Unter Pergolid zeigen Studien:
*Signifikante Senkung des ACTH
*Häufige Rückkehr in den Referenzbereich
*Verbesserung klinischer Symptome,
geringeres Hufreherisiko
*Bessere Lebensqualität
Eine Stabilisierung über viele Jahre ist möglich.
Die Therapie gilt dabei nicht als heilend, sondern als kontrollierend.
PPID bleibt lebenslang bestehen, kann aber oft sehr gut stabilisiert werden.
ACTH bleibt zentraler Kontrollparameter!
Die Arbeit bestätigt, dass basales ACTH der wichtigste Parameter zur Therapiekontrolle ist.
Dabei müssen saisonale Referenzbereiche berücksichtigt werden, da ACTH physiologisch im Spätsommer und Herbst ansteigt.
Der TRH-Stimulationstest wird vor allem als diagnostisches Instrument beschrieben, besonders bei frühen oder unklaren Fällen. Für die Verlaufskontrolle unter Pergolid ist ACTH deutlich besser geeignet.
Wichtig ist, dass ACTH nie isoliert bewertet werden sollte.
Moderne Empfehlungen berücksichtigen immer:
klinische Symptome
Verlauf über mehrere Messungen
Jahreszeit
EMS-/Insulinsituation
Hufgesundheit
Allgemeinzustand
EMS und PPID müssen gemeinsam betrachtet werden.
Die aktuelle Literatur betont stark die Verbindung zwischen PPID und
Equine Metabolic Syndrome.
Insulin Dysregulation gilt heute als zentraler Risikofaktor für Hufrehe. Deshalb wird empfohlen, zusätzlich zu ACTH regelmäßig:
Insulin
Glukose
Triglyceride
ggf. Fruktosamin
zu kontrollieren.
Der moderne Ansatz bewertet nicht nur einzelne Laborwerte, sondern die gesamte metabolische Stabilität des Pferdes.
Naturheilkundliche und alternative Therapien
Die Übersichtsarbeit beschreibt keine alternative Therapie mit vergleichbarer Evidenz zu Pergolid.
Für Kräuter, Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) oder andere naturheilkundliche Verfahren konnte bislang nicht konsistent gezeigt werden:
dass ACTH zuverlässig sinkt
dass die Progression der Erkrankung gestoppt wird
dass das Hufreherisiko vergleichbar reduziert wird
Alternative Ansätze können teilweise unterstützend wirken, etwa auf Fellwechsel, Allgemeinbefinden oder Stoffwechsel. Sie ersetzen jedoch nach aktuellem wissenschaftlichem Stand keine Pergolidtherapie.
Nebenwirkungen und Verträglichkeit von Pergolid
Die Literatur beschreibt Pergolid insgesamt als gut wirksam und überwiegend gut verträglich.
Mögliche Nebenwirkungen sind:
Appetitminderung
leichte Lethargie
reduzierte Futteraufnahme
selten Durchfall oder Verhaltensveränderungen
Diese Effekte treten meist:
zu Beginn der Therapie
oder bei zu schneller Dosiserhöhung
auf und sind häufig vorübergehend.
Das sogenannte „Pergolide veil“ bessert sich oft durch langsames Einschleichen oder kleine Dosisanpassungen.
Die wissenschaftliche Literatur beschreibt Pergolid nicht als „auszehrend“ oder grundsätzlich schädlich.
Im Gegenteil:
Viele typische Verschlechterungen wie Muskelabbau, Leistungsabfall oder schlechte Wundheilung werden vielmehr dem Fortschreiten der unbehandelten Erkrankung zugeschrieben.
Moderne Fütterungsempfehlungen
Aktuelle Empfehlungen bei PPID + EMS konzentrieren sich heute vor allem auf:
*stabile Insulinwerte
*zucker- und stärkearme Fütterung
*ausreichende Eiweißversorgung
*Muskelerhalt
*konstante Fütterungsbedingungen
*Heu bleibt die wichtigste Grundlage der Fütterung.
Die Empfehlungen bevorzugen:
*analysiertes Heu
*niedrige NSC-Werte
*möglichst konstante Fütterung
*Vermeidung großer Zuckerschwankungen
Komplettes Fasten wird heute nicht empfohlen. Für Insulinmessungen gilt „Heu-only“ als etablierter Standard!
Gesamtfazit der aktuellen Literatur
Die heutige wissenschaftliche Datenlage beschreibt PPID als klar definierte neurodegenerative Erkrankung, die langfristig behandelt und überwacht werden muss.
Die aktuell am besten belegte Therapie besteht aus:
Pergolid/Prascend
angepasstem Stoffwechselmanagement
EMS-Kontrolle
geeigneter Fütterung
regelmäßigen Verlaufskontrollen
ACTH bleibt der wichtigste Marker für die PPID-Kontrolle, während Insulin und metabolische Parameter entscheidend für das Hufreherisiko sind.
Die Literatur unterstützt nicht die Behauptung, PPID sei eine Modediagnose oder Pergolid grundsätzlich schädlich. Stattdessen wird Pergolid international weiterhin als Goldstandard der evidenzbasierten PPID-Therapie angesehen.
eff-eins hat geschrieben: 01.10.2025, 23:42eff-eins hat geschrieben: 24.07.2025, 11:51 Vorsicht bei der Kombination von Mönchspfeffer mit Pergolid bei Cushing-Pferden
Mönchspfeffer (Chastetree Berries, auch Chasteberry oder Vitex agnus-castus) ist ein pflanzliches Mittel, das ich erstmals im Jahr 2000 bei Pferden mit PPID (Cushing-Syndrom) eingesetzt habe. Man hatte herausgefunden, dass Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel normalisieren kann, indem er an Dopamin-Rezeptoren im Gehirn bindet. Da ein Dopaminmangel im Gehirn die Hauptursache von PPID ist, habe ich beschlossen, es auszuprobieren.
Die erste Untersuchung war eine Beobachtungsstudie. Alle Pferde waren korrekt diagnostiziert, aber die Nachkontrollen durch Blutuntersuchungen waren nicht standardisiert. Der Schwerpunkt lag auf den sichtbaren Symptomen. Die Reaktionen waren sehr positiv, besonders was Fellbeschaffenheit und Hufkomfort betraf. Schon in dieser kurzen Vorstudie zeigte sich jedoch, dass Mönchspfeffer nicht für fortgeschrittene Fälle geeignet sein könnte. Zudem bestand von Anfang an die Sorge, dass es Wechselwirkungen mit Pergolid geben könnte, da beide Substanzen an dieselben Dopamin-Rezeptoren binden.
Seitdem ergab eine Studie der New Bolton Klinik keinen Nutzen von Mönchspfeffer – allerdings bei fortgeschrittenen Fällen und mit variabler Pergolid-Dosierung, während die Dosis von Mönchspfeffer konstant blieb. Eine andere Langzeitstudie der Laminitis Trust in Großbritannien fand hingegen deutliche Symptomverbesserungen bei den Pferden, jedoch keine konsistente Wirkung auf Hormonwerte wie ACTH.
Die neueste Studie untersuchte Pferde mit bestätigtem PPID unter drei Bedingungen:
nur Mönchspfeffer
nur Pergolid
Kombination aus beiden
Pferde mit der Kombination zeigten ein besseres Fellbild,
ABER: die ACTH-Werte waren deutlich höher als bei den Pferden, die nur Pergolid erhielten – besonders beim saisonalen Anstieg der ACTH-Werte im Herbst. Das deutet darauf hin, dass Mönchspfeffer die Wirkung von Pergolid abschwächen kann, wahrscheinlich weil es mit dem Medikament um die Rezeptorbindung konkurriert, aber eine schwächere Wirkung entfaltet.
Fazit:
Pergolid ist der Goldstandard in der Behandlung von PPID/Cushing.
Mönchspfeffer allein reicht nicht aus. Die Symptome können sich kurzfristig bessern, aber das krankhafte Wachstum in der Hirnanhangdrüse schreitet ungebremst voran.
Wenn Mönchspfeffer seine Wirkung verliert, ist es oft viel schwieriger, den Krankheitsverlauf wieder unter Kontrolle zu bringen.
Die Kombination mit Pergolid kann problematisch sein, da Mönchspfeffer die Wirkung des Medikaments blockieren kann.
QUELLE
LG Kathi
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE

klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
HERMINES REGENBOGENBRÜCKE


klicke hier zum EMS ECS Hufrehe ABC