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Ausbildungstagebuch Mr. Ed
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Autor:  schnulli [ 11.01.2018, 19:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Mr. Ed musste heute nicht zum Zahnarzt, bekommt aber trotzdem einen Eintrag:

er ist ja ein verdammt scheuer Geselle. Ich besitze ihn ja nun schon seit mehr als 2 Jahren und so richtig vertrauen tut er mir nach wie vor nicht. Aber seitdem es so nass im Paddock war, hab ich die Fütterung in die kleine Box verlegt. Und seit einigen Tagen muss ich morgens erst einmal ausgiebig "Guten Morgen"-Kraulen. Wenn ich das nicht mache, geht er nicht an sein Netz. Das finde ich richtig bezaubernd. Allerdings bestimmt er die Stellen und auch die Länge. Irgendwann hat er genug und dann dreht er ab.

Ansonsten dreht er im Paddock seine Kreise (er läuft viel herum, auch ohne Tobi), genießt die gelegentliche Fellpflege durch mich und spielt mit Tobi, wenn der in Spiellaune ist. Alles und jeder, der vorbeikommt wird neugierig beäugt und angeschaut. Im Großen und Ganzen ist er zufrieden. Natürlich sind die gelegentlichen Spaziergänge das Highlight. Da ist er interessiert, schaut sich die Welt an und findets spannend.

Autor:  schnulli [ 18.01.2018, 16:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Ich schätze Mr. Ed hat heute seinen ersten richtigen Sturm erlebt.....

Bei uns fegte "Friedericke" voll durch. Ich hatte gestern den Paddock schon so verkleinert, dass die Ponys nicht weg können, falls die Nachbarbäume von der Wiese auf den Außenzaun fallen sollten. Nun musste ich aber eben noch einmal verkleinern und einen zweiten Zaun ziehen, weil dieser elende Orkan meinen Paddockzaun droht umzuwehen :shock: . Das passte Mr. Ed überhaupt nicht. Er war so hysterisch wegen des Sturms. Tobi stand äußerlich gelassen in der Box, der kleine Schwarze ist nur umhergerannt und war super schreckhaft. Glücklicherweise ließ er sich mit einer Handvoll Stroh in die Box locken und hat dann auch gefressen. Das beruhigt ja bekanntlich auch. Und inzwischen flaut der Sturm auch ab. Einige Dachziegel sind vom Dach geweht, der Dachdecker unseres Vermieters ist ja aber glücklicherweise unser Nachbar :mrgreen: .

Die Außenvoliere der Meeris und der einen Hasengruppe hat super gehalten, obwohl sie nicht im Boden verankert ist. Ich hatte die kleinen Mäuse gestern abend schon in unseren Fahrradanbau umquartiert, weil ich Angst hatte, der Sturm kommt früher als angekündigt und die Voliere kippt um oder so. Morgen dürfen sie dann wieder raus. Das wird ihnen sicherlich besser gefallen als im Fahrradanbau im Notquartier. Das wurde gestern abend vom Hasenmann als viel zu klein befunden. Dementsprechend maulig war er und diese schlechte Laune hat er an den Meeris ausgelassen. Da ich das nicht haben will, gabs noch einmal eine Trennung und damit noch weniger Platz. Selber Schuld, der weiße Schlawiner. Aber sie sind wohl auf soweit. Den Hunden macht der Wind ja eh nix aus.

Aber hier in der Halle war es wirklich gruselig. Das gesamte Dachgebälk hat gequietscht und ständig ist Putz aus den Wänden gefallen. Aber nun kehrt langsam Ruhe ein.

Autor:  schnulli [ 14.02.2018, 19:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Hier mal ein direkter Vergleich des Schopfes von Mr. Ed. Links war vor der Kastration.

Dateianhang:
Vergleich Schopf Mr.jpg


Ich habe mit den roten Linien das jeweilige Ende des Schopfes gekennzeichnet. Von der Seite habe ich leider kein aktuelles Bild. Früher reichte die Mähne bis über die Schulter. Heute leider nicht mehr. Auch ist das Haar nicht mehr "glatt", sondern eher ein wenig kraus. Ähnlich wie bei Anton von Kathi. Auch färben sie sich gerne rötlich. Wobei das hat die Mutter auch.

Autor:  schnulli [ 20.02.2018, 21:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Mr. Ed fängt ganz zaghaft an zu fusseln. Aber wirklich zaghaft.

Ansonsten ist er im Frühling, kann sich mit Kito zusammentun, in Bezug auf überschüssige Kraft. Dummerweise lässt er die an Tobi aus. Aber da kann ich nichts dran ändern.

Zur Zeit ist er mir gegenüber auch wieder sehr anhänglich.

Autor:  schnulli [ 11.04.2018, 05:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Auch an dieser Front wird mit Macht Fell abgeworfen. Der kleine Schwarze ist mehr als munter, hat nur Blödsinn im Kopf und rast mit Tobi über den Paddock.

Er lässt sich inzwischen von mir täglich ohne Halfter gerne anfassen, allerdings hat er Tage an denen er etwas mehr Zuspruch benötigt, wo er sich scheu zeigt. Meist, wenn er eindringlich aufgefordert wurde, die Karre mit dem Mist nicht umzukippen oder er anderen Blödsinn lassen soll :roll: . Am Halfter ist er immer sehr brav und macht gut mit.

Autor:  schnulli [ 17.04.2018, 07:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Hier auch noch einige Bilder inklusive Größenvergleich:

Dateianhang:
MrEdsauber.jpg


Dateianhang:
Direktvergleich.jpg


Dateianhang:
HinternanHintern.jpg

Autor:  schnulli [ 22.05.2018, 08:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Gestern war Wiegetermin:

Mr. Ed wiegt 225 kg und misst 107 cm.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass er eigentlich noch ein wenig abspecken könnte. Wollen wir mal schauen, ob wir nun endlich mal regelmäßiger dazu kommen, ein wenig "Sport" zu machen.

Ich bin sehr stolz auf meine beiden: Sie haben hier zuhause den Hänger gesehen, sind beide gleichzeitig jeder auf seine Seite drauf gegangen. Abladen am Wiegeort ging genauso gut. Dann beide einzeln auf die Waage, ohne Zicken, ohne Meckern. Nur beim Aufladen für den Heimweg meinte Tobi, dass der Aufenthalt bei den anderen Artgenossen viel zu kurz war. Da hat er kurz mal die Füsse in den Boden gestemmt. Aber auch wirklich nur kurz.

Ganz besonder hervorzuheben ist bei Mr. Ed, dass er völlig gelassen auf die Waage gegangen ist und mein Mann, der eigentlich mal überhaupt nur ganz wenig Erfahrung mit solchen Dingen hat, ihn ganz gelassen drauf geführt hat. Irgendwie hab ich den Eindruck, Mr. Ed ist eher sein Pony als meins. Die fühlen sich zueinander hingezogen. Sehr amüsant. Leider hat Männe keine Neigung, in den Ponysport einzusteigen.....

Autor:  schnulli [ 06.06.2018, 11:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Seit der Fahrt zur Waage, ist Mr. Ed aufhalfterfreundlicher geworden. Ich habe den Eindruck, er erwartet nun immer was spannendes, wenn das Halfter kommt. Auch mal putzen ohne Halfter im Paddock funktioniert wenigstens auf einer Seite. Und meistens kann man ihn dann auch noch mal anfassen. Früher ist er sonst immer gleich weiter weggelaufen und hat sich nicht mehr anfassen lassen. Vielleicht gelangt er ja doch noch mal zu der Erkenntnis, dass wir es alle gut mit ihm meinen und ihn lieb haben......

Er glänzt schon fast komplett im lackschwarzen Sommeranzug. Sehr schick!

Ansonsten ist auch hier alles wie immer.

Autor:  schnulli [ 05.09.2018, 10:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Hier gibt es heute mal eine längere Geschichte, leider auch nicht erfreulich:

Alles ging normal seinen Gang, ich konnte ihn halftern, Hufe kratzen, spazieren gehen. Alles gut also. Dann kam es ganz seltsam: es fing damit an, dass mir beim Füttern aufgefallen war, dass Mr. Ed immer wieder nervös weggesprungen ist, wenn ich von einer Heukiste zur anderen gegangen bin und ihm zu nahe kam. Wild auskeilend gallopierte er dann einige Meter weg. Hatte ich den Paddock verlassen, kam er zum Fressen. Dieses Schauspiel hielt einige Tage an, legte sich dann aber langsam. Es ist nichts im Vorfeld vorgefallen: kein Schimpfen, keine schlechten Erfahrungen mit mir oder den Tüten des schwedischen Kaufhauses, in denen ich das Heu abwiege. Nichts. Aufgefallen war mir eines Nachts, dass ich dachte, er käme lahm aus der Box. War aber am nächsten Morgen nichts mehr von zu sehen, eine Verletzung o.ä. konnte ich auch nicht feststellen. Weiterhin kam er eines Tages über und über mit Stroh bedeckt aus der Box, so dass ich dachte, er hat sich vielleicht festgelegt, wie auch immer.....

Dann kam es letzen Freitag aber ganz dicke: Pony lässt sich überhaupt nicht mehr anfassen, halftern oder sonstiges. Es total verängstigt, hält die Luft an und ist total verspannt. Besonders schlimm sind die Ohren und die Beine/Hufe. An Hufe auskratzen ist zur Zeit überhaupt nicht zu denken. Halfter über die Ohren geht auch nicht, also trägt er zur Zeit 24/7 ein Halfter, was ich am Genickriemen aufmachen kann. So kann ich ihn immer fangen, um Anfassen zu üben. Berührt man ihn zuckt er zusammen, die Haut zuckt, als wenn eine Fliege drauf sitzt. Er zeigt das Weiße in den Augen und erwartet eigentlich das Ende. Es ist ganz furchtbar. Spazieren gehen ist unmöglich: er rennt in herunterhängende Äste und wird dann panisch.

Heute war der TA ja da und hat ihn sich angeschaut: Augen geprüft (o.b.B.), Genick und HWS geprüft soweit das ging (o.b.B) und allgemein angeschaut. Mehr ist nicht möglich. Wir haben noch Blut genommen (beim Zentrifugieren hat sich eine Hämolyse gezeigt :shock: (Tobis Blut war nicht hämolytisch)) und er wird Magnesium mit Tryptophan bekommen. Warten auf das Blutergebnis (großes Screening, EMS/ECS-Profil).

Mögliche Ursachen: Giftpflanzen, welche auch immer :weißnich: , Schmerzempfinden, was auf den gesamten Körper ausstrahlt, durch Festliegen oder Kopfanstossen in der Box. Wir sind ansonsten echt komplett ratlos.

Therapieversuche: Magnesium/Tryptophan-Zusatz, Zwangskuscheln ohne Druck von jedem, der sich hier bei uns aufhält (Ich, Männe und Mitarbeiterin, die ganz ruhig ist und ihn mir heute morgen noch einmal gehalftert hat, weil er sich eine Seite über ein Ohr gezogen hatte und es keine Wahl gab außer Abhalftern. Danach kam ich garnicht mehr ran, jetzt geht es schon wieder, GsD.). Um Schmerzen auszuschließen können wir nur Metacam geben, was ich aber eigentlich erst einmal vermeiden möchte und TA hat auch vergessen welches dazulassen. Ich würde erst einmal gerne das Blutergebnis abwarten.

Lässt man ihn in Ruhe ist er soweit ein normales Pony, frisst, trinkt, plus Gegenteil :wink: , kabbelt mit Tobi und verhält sich sonst nicht auffällig. Blöd ist, dass er nun erst einmal das Halfter drauf behalten muss. Daher füttere ich zur Zeit lose auf einem Strohbett, damit er sich nirgends aufhängen kann. Das wäre mein Horror. Ich hoffe, dass sich der Zustand zumindest schnell dahin bessert, dass er wieder ohne laufen kann.

Autor:  schnulli [ 07.09.2018, 10:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Erste telefonische Ergebnisse liegen vor:

Blutbild sieht insgesamt ok aus, lediglich Zink und Selenmangel herrschen vor. Bei einem Selenmangel kommt es häufig zu Vitamin E-Mangel. Und das wiederum kann solche seltsamen Erscheinungen zur Folge haben.

Ich habe ja kein Mineral gefüttert. Das ändert sich nun ab heute. Erst einmal wird es normales Mineralfutter geben, es sind Vit E und Selen enthalten. Schauen wir mal, was uns das bringt.

Ich habe ihm heute das Halfter abgenommen. Er hat leider eine Scheuerstelle entwickelt und fing an, beim Fressen seltsam mit dem Kopf zu nicken. Da hoffe ich, dass es vom Halfter kommt (Druck auf diese doofe Stelle). Richtig sehen kann ich es erst bei der nächsten Fütterung. Nach Abnahme des Halfters war er, nachdem ich das Halfter weggehängt hatte, recht schmusig und ich durfte ihm den Kopf kratzen. Selbst vorsichtig Richtung Genick war sehr angenehm :grin: .

Da ich die Ergebnisse noch nicht vorliegen habe, kann ich zu den EMS und Cushing-Werten noch nichts sagen. Da bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

EDIT: Ergebnisse sind da :grin:

yGt: 48,4 U/l (bis 25) +
CK: 136 U/l (bis 130) +
Kalium: 4,7 mmol/l (2,8- 4,5) +
Zink: 4,1 µmol/l (9,2-19,9) -
Selen: 39,3 µg/l (100-200) -

Und jetzt kommts :2daumenhoch: :

Gluc: 4,7 mmol/l (3,05-4,99)
Insulin: 3,3 µU/ml (bis 23,4)
Quotient: 25,636363

ACTH: 25,6 pg/ml

Nov - Juli: bis 29 pg/ml
August - Oktober: bis 47 pg/ml

Über diesen Quotienten freue ich mich mächtig. Sieht Mr. Ed nämlich eigentlich eher ein wenig zu propper aus, schon immer. Auch der Kamm ist immer fest, weist aber bei Kopf am Boden keine signifikante Beule auf. Kathi weiß, was ich meine. Da hatten wir schon einmal drüber gegrübelt.

Autor:  schnulli [ 09.09.2018, 18:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

So, kurzes Update:

es geht tatsächlich voran. Ich durfte ihn heute schon wieder recht stressfrei halftern und das zucken der Haut, wenn man ihn anfasst, ist fast weg. Teilweise springt er vor den blauen Tüten wieder weg, das war schon mal besser. Könnte aber auch Übermut sein.

Nun hat er aber auch erst zum dritten Mal Mineral und eben seine Magnesium-Mischung bekommen.

Autor:  schnulli [ 15.09.2018, 21:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Die nachgeforderten Blutwerte haben tatsächlich bei beiden Herren einen Vit-E Mangel ergeben. Mr. Ed hat ihn mehr als Tobi. Die im vorherigen Post geschriebene leichte Besserung ist aus welchen Gründen auch immer wieder futsch. Es mag aber an mir liegen, ich bin zur Zeit wegen wahnsinnig viel Arbeit, die immer auf Zeit geht und einer ziemlich kranken Hündin (die auf dem Wege der Besserung ist) ziemlich im Stress. Ach, das Meerschweinchen ist auch noch krank. Also stehe ich ein wenig unter Strom, daher kann ich diesem sensiblen Tier es nicht verdenken, dass da ein wenig rumspinnt in meiner Gegenwart.

Autor:  schnulli [ 25.09.2018, 08:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Uff - mal schnell Luft hole - hier ist grad mal wieder Land unter (kranker und damit sehr anstrengender Hund; kranken Meerschweinchen, wo eine Beinamputation im Raum steht und zu guter Letzt noch ein übers Wochenende in der Klinik einquartiertes Kaninchen, was nun von den anderen gejagt wird :? ; dazu Messemontagen), daher jetzt mal schnell hier den Stand der Dinge notiert:

Es ist zum Mäuse melken mit dem Schwarzen. Er hat Zeiten, da lässt er uns ran. Beim Füttern ist er inzwischen teilweise leicht aggressiv gegen über Tobi. Er legt auch uns gegenüber die Ohren an und droht. Ich habe jetzt erst einmal als erste Maßnahme das Magnesium-Präparat wieder weggelassen. Bei zuviel Magnesium kann die beruhigende Wirkung auch in das Gegenteil umschlagen. Ab Morgen füttere ich dann nur Mineralfutter und schaue mal, was das bringt.
Weiterhin habe ich nun doch meine Freundin angeschrieben, ob sie mal bei ihm anfragen kann. Ich hatte ihr von den bisherigen Problemen nichts erzählt und erhoffe mir, dass was bei rumkommt. Wenigstens den Hinweis, ob wir nach einem Schmerzgeschehen schauen müssen. Sollte dies der Fall sein, kommt die Physio ins Spiel, um ihn durchzuschauen. Wenn das alles nichts bringt, bin ich mit meinem Latein am Ende. Dann muss ich mir überlegen, was ich mit ihm mache. Tatsächlich steht dann auch eine Trennung im Raum. Ich kann das nicht leisten.

Ich bin hoffentlich bald Besitzerin einer hübschen Rundraufe und habe meine Futterzeiten angepasst. Die derzeitige Fütterung ständig und immer, kann ich aus vielerlei Gründen nicht mehr garantieren. Daher wird schon seit einigen Tagen "nur" noch dreimal am Tag Heu gefüttert, dazu gibt es Stroh ad lib aus der Raufe (zur Zeit in der Box oder draussen). Die Blutwerte sind schon mit Stroh ad lib genommen worden, von daher gehe ich davon aus, dass das passt. Die Heumenge habe ich bisher nicht gekürzt. Da warte ich auf die Zuckerwerte, die gestern auf die Reise ins Labor gegangen sind. Ich rechne Ende der Woche damit.

Autor:  schnulli [ 27.09.2018, 13:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Oh :grin: , ich freu mich sehr:
heute haben wir ihn mit Tobi rausgefischt (Töchterchen ist da und hat ihn gehalftert :daumenhoch: ) und ich durfte ihn wirklich vorsichtig überall anfassen und streicheln. Immer ganz vorsichtig und in Zeitlupe, aber er hat es sich sehr gut gefallen lassen. Hat kaum gezuckt, nur an der Hinterhand hat der Muskulatur angespannt. Aber insgesamt hat er nach wenigen Strichen über das Fell den Kopf fallen gelassen und durchgeatmet. Also entspannt. Ich durfte auch die Hufe anheben und drunter schauen. Das Auskratzen habe ich erst einmal gelassen, auch den für Tobi dringend erforderlichen Schmied werde ich erst einmal bei ihm ausfallen lassen, ich will ihn grade jetzt nicht überfordern.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Unten im Paddock angekommen, hat er mich nach dem Abhalftern auch sehr erleichtert angeschaut. Aber nicht, weil es vorbei war, sondern es sah eher so aus, als wenn er stolz auf sich war, dass es geklappt hat und er es genießen konnte.

Autor:  schnulli [ 28.09.2018, 08:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed

Um es Querlesern und Lesern, die mich nicht kennen zu verdeutlichen: ich bevorzuge es, wenn ich zum Hufe kratzen kein Halfter anlegen muss und meine Ponys dabei brav stehen bleiben. Ausserdem mag ich es, wenn meine Pferdchen beim Putzen außerhalb des Paddocks unangebunden stehen und dabei nicht ständig auf Futtersuche sind. Das ist eigentlich auch nicht schwer anzutrainieren und ich konnte sogar meinen Großen im Gelände stehen lassen, wenn ich mal schwups ins Gebüsch musste. Und das alles ist auch für meine Tiere bisher selbstverständlich gewesen. Es gibt Regeln, an die wir uns beide halten.

Nur Mr. Ed wollte das bisher so nicht hinnehmen, aber er war problemlos handelbar. Hat brav die Hufe gegeben, wenngleich man immer vorsichtig anfragen musste, weil er sonst sehr sensibel reagiert hat. Aber man konnte ihn putzen, fand er gut. Spazieren gehen am lockeren Strick, super toll. Hänger fahren noch viel besser. Auch beim Füttern (ich füttere das Heu aus Ikea-Tüten, die natürlich knistern) gab es nie Probleme bzgl. Schreckhaftigkeit.

Bis vor einiger Zeit: da fing es an, dass er beim Füttern komisch wurde. Die Heukisten stehen nebeneinander, getrennt durch Litze, weil Mr. Ed zum Schicken neigt. Ich gehe also zur ersten Kiste, stopfe das Heu ins Netz, Tobi ist schon da, Mr. Ed wartet. Normalerweise gab es nie Probleme, wenn ich zur zweiten Kiste gehe. Mr. Ed geht an die erste Kiste, Tobi folgt mir zur zweiten. Ich gehe dann mit den leeren Tüten weg. Tja, und irgendwann fing es an, dass Mr. Ed dann in dem Moment, wo ich ihn passiere, sich ruckartig um dreht und wild davon galoppiert, um dann, nachdem ich den Paddock verlassen habe, wieder zurück zu kehren und weiter zu fressen.
Anfangs hab ich mir dabei nichts gedacht, dachte, er hat sich vor den knisternden Tüten erschrocken, oder so. Es war auch mal schlimmer, mal besser. Er war aber sonst ok, ich konnte ihn halftern und bürsten und Hufe kratzen. Auch Anfassen ohne Halfter und kraulen ging.

Und dann kam der Tag, an dem ich ihn nicht mehr anfassen durfte. Habe dann ein Halfter geholt, das ging aber nicht mehr über die Ohren zu ziehen. Er ist total abgedreht, hat gezittert und mich nicht mehr rangelassen, ausser am Maul. In den Augen war das Weiße zu sehen. Wir haben es dann zu zweit versucht, keine Chance.

Ich habe ihn dann einige Zeit mit einem Halfter laufen gelassen, das hat aber gescheuert. Dann kam der TA und wollte ihn raus nehmen. Dem ist er fast auf den Arm gesprungen. Er kennt den Kleinen schon solange ich ihn habe und war entsetzt. Konnte sich das nicht erklären, hatte eben von Anfang an den Verdacht auf einen Mangel. Der hat sich ja auch bestätigt.

Und ich glaube, es wird stündlich besser: heute Abend hat der Nachbar seine Schafe auf eine Wiese in unserem Garten gestellt. Er kennt Mr. Ed auch schon lange, weil der sich immer von ihm am Zaun kraulen lässt. Gestern ging das garnicht, der Nachbar war entsetzt. Heute durfte er ihm über den Zaun gebeugt den Rücken kratzen und Ed hat es genossen. Vielleicht ist der Knoten geplatzt. Ich werde morgen berichten.....

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