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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 29.09.2018, 10:15 
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So, das Gespräch mit der TK ist gelaufen und es ist gut gelaufen (nun habe ich noch einen Punkt auf der Liste, warum es sein kann, dass sie ihn mir mal irgendwann klaut, sie liebt dieses schwarze Ungetüm ;-)):

Er sagt, dass er nichts körperliches hat, er keinen TA oder Physio oder ähnliches benötigt. Eigentlich ist soweit alles ok, er mag Tobi, tobt mit ihm gerne über den Paddock. Gerne würde er in einer großen Herde leben, wo den lieben langen Tag Action ist. Es ist ihm manchmal langweilig und er würde gerne mehr erleben. Insgesamt fühlt er sich aber bei uns wohl und mit Tobi eben auch, wobei er es toll finden würde, wenn er noch einige Kumpels mehr hätte.

Aber!: vor einigen Tagen ist ein Spaziergänger vorbeikommen, der ihn angesprochen habe. Und das habe ihn an ein Ereignis in seiner Fohlenzeit erinnert, was er aber nicht genauer beschreiben will. Er hat seit dem eigentlich Angst vor bestimmten Männern. Mit meinem Männe verstehe er sich so gut, weil der das genaue Gegenteil von dieser Art Mann sei. Eben anders. Er hat vor mir auch keine Angst, weiß, dass ich ihm nichts Böses will und er sich eigentlich auch auf mich verlassen kann. Er würde gerne, traut sich aber nicht richtig, weiß nicht, wie er dieses Ereignis überwinden kann. Er hat auch keine Idee, wie ich ihm da raushelfen könnte, möchte das eigentlich nur vergessen.

Es bestätigt genau das, was ich ja schon immer sage: dieses Tier ist verprügelt worden (ich tippe auf den Schmied, ist aber nur eine Vermutung) und kann das nicht verarbeiten.

Wir werden nun an der Langeweile arbeiten und Männe muss helfen, weil er den ja wirklich sehr gerne mag. Ich bin sehr dankbar, dass Männe das mitmacht, denn man darf nicht vergessen, dass er eigentlich Angst vor Pferden hat.

Ich erhoffe mir, dass er über geistige Arbeit dieses gruselige Ereignis vergisst und volles Vertrauen fassen kann. Aber umso wichtiger ist es, denke ich, langsam mit ihm vorzugehen. Wenn er am Montag gut drauf ist und den Schmied ran lässt, dann soll es so sein. Ich werde aber nichts zulassen, was ihm Angst macht.

Soweit von dieser Front erst einmal. Schauen wir, was die nächsten Tage so bringen.

Edit: damit das nicht falsch verstanden wird. Einzig die Stimme und das Auftreten des Spaziergängers haben ihn zurück geworfen. Er hat nichts Böses getan.

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schnulli

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 29.09.2018, 19:05 
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Heute haben wir das erste Mal seit längerer Zeit mal wieder einen Spaziergang gemacht und es ist geglückt. Den letzten Versuch musste ich abbrechen, weil es mir mit ihm zu gefährlich erschien. Heute waren beide Ponys mit Freude dabei und im Anschluss war sogar Hufe auskratzen vorne und hinten möglich. Ich hoffe, dass wir uns zu normalen Verhältnissen zurück bewegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 03.10.2018, 06:22 
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Durch den Sturm ist Ed wieder etwas hysterischer, aber insgesamt ist es nicht mehr ganz so arg. super ist, dass ich ihn bisher jeden Tag halftern konnte. Mal ohne großes Aufhebens, mal gestaltet sich das alles schwieriger. Gestern war Schmiedtermin und mein Schmied hat es versucht. Männe hat ihn gehalten und ich habe mich etwas zurückgezogen. Es hat ein bisschen geklappt. Schmied hat sich an alle vier Hufe gemacht, aber nur ganz leicht bearbeitet, damit es bei jedem Huf ein Erfolgserlebnis bleibt. Hinten rechts war besonders schlimm (hinten rechts ist immer schon schwierig gewesen), da hat er sich fast fallen lassen. Er kann auf hinten links stehen, das ist nicht das Problem. Bei mir ist er noch nie so eingeknickt, auch nicht am Sonntag. Aber hat dort ein deutliches Problem. Wobei ich denke, es ist eher ein Kopfproblem. Trotzdem haben wir das geschafft und es erfolgreich beendet. Glücklicherweise hat er gute Hufe, wo nicht viel gemacht werden muss(te).

Es stellt sich auch immer wieder heraus, dass er wirklich nur mit Menschen ein Problem hat. Die Auflösung, warum, gibts bei Tobi......

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 09.10.2018, 18:34 
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Ich werde morgen einen Termin in der Tiho für ihn anberaumen. Es macht alles keinen Sinn, wenn wir nicht wissen, ob organisch alles ok ist und mein Bauch sagt, dass es genau da hakt. Problem was ich bei einer häuslichen Untersuchung sehe: er muss wahrscheinlich recht tief in Sedation gepackt werden. Ansonsten kommt niemand so gut an ihn ran, dass man ihn untersuchen könnte. Ich habe mal vor Jahren ein aufgeregtes Pferd in Sedation sterben sehen. Danke, das brauch ich bei meinem eigenen auf keinen Fall! In der Tiho können sie alles recht schnell anberaumen: Sedierung, Zähne gucken, Lunge horchen, Ultraschall (wenn nötig), HWS röntgen (falls er sich festgelegt hat), Ohren schauen (falls Tiere drin sind), usw und usf. Und dann ist er unter Kontrolle beim Aufwachen. Das kann ich hier nicht leisten. Tobi geht mit, und hält Hüfchen.

Heute hat er gezielt nach mir getreten. Sicher könnte auch Tobi gemeint gewesen sein, der neben mir lief, aber er wusste, dass ich dazwischen stehe. Das geht garnicht und macht Angst und Unsicherheit bei mir. So kommen wir aus der Spirale nicht heraus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 11.10.2018, 18:46 
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Mr. Ed wird entweder am 21.10 oder am 28.10 für 1-2 Tage in die Klinik gehen. Vorher ist nichts zu machen. Da er aber sonst unauffällig erscheint und keine akuten Krankheitszeichen zu erkennen sind (gestern und heute durfte ich ihn sogar kraulen :cool: ), werde ich jetzt nicht nach einem früheren Termin in einer anderen Klinik suchen. Ich kenne die TiHo, fühle mich mit allen Tieren dort gut aufgehoben, der heute zurückrufende Tierarzt war sehr nett und sympathisch und vor allem verständnisvoll. Er hat mich nicht für bekloppt erklärt.

Zu witzig war heute: ich musst mit meinem einen Meeri zum Fäden ziehen (dieses Tier hat eine ganz seltsame Sache, die noch keiner aus der Tiho gesehen hat. Leider hilft kein Medikament und ich hoffe, dieser Spuk geht irgendwann einfach von selber weg - er ist doch erst 1 Jahr alt). Auf jeden Fall hab ich der Fr. Dr. für die Meeris und Nins erzählt, dass das Pony auch bald bei ihnen aufgenommen wird und sie fragte, was er hat. Lässt sich nicht mehr anfassen, ist hysterisch, von jetzt auf gleich; so meine Kurzform. Was sagt sie, sie aus der Pistole geschossen:"C1!". Also 1. Halswirbel. Das ist ja auch mein Verdacht. Werde ich also dem Kollegen von den Pferden gleich mitteilen, dass seine Kollegin von den Meeris schon eine Ferndiagnose gestellt hat..... :lol: .

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 22.10.2018, 15:41 
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Irgendwie scheint auf meiner Stirn zu stehen, dass ich alle Tiere, die vergoldet werden möchten, nehme :| .

Also hier die ersten Ergebnisse aus der Klinik:

1. Mr. Ed kann nicht richtig gucken. Er wird dort unruhig/hektisch, wenn man ihn von Tobi trennt. Und zwar genau in der Form, die man eben erwartet, wenn ein Pferd nicht richtig gucken kann. Das Auge an sich reagiert normal, es gibt auch glücklicherweise keine Netzhautablösung. Erklärt aber, warum er draußen so unruhig und schreckhaft ist.

2. Hochgradig empfindlich, auch in Sedation, ist der Genick- und Ohrenbereich. Selbst in Sedation war es nicht möglich, die Plüschohren von den Haaren zu befreien. Auf den dann angefertigten Röntgenbildern ist dann der Chip aufgefallen, der leider recht dicht an den 2. Halswirbel gewandert ist. Das kann zu Irritationen/Entzündungen ins umgebende Gebiet führen und damit eben auch solche Auffälligkeiten.
Man könnte den Bereich lokal anästhesieren, um zu schauen, ob damit alle Probleme aus der Welt wären. Dies birgt aber die Gefahr, dass das Lokalanästhetikum ins Gewebe flutet und auch das Rückenmark erreicht. Und das hätte natürlich massive Bewegungsausfälle zur Folge. Das wollen wir natürlich nicht riskieren.

3. Weiterhin hat er natürlich auch Haken an den Zähnen, die Einfluss auf die jeweiligen Gelenke und damit weiterführende Beeinträchtigungen haben können.

4. Da der Ohrenbereich so dermaßen empfindlich ist, ist eine Mittelohrentzündung nicht auszuschließen. Kein Pferd, so die Aussage der Klinik, lässt sich in wachem Zustand die Ohren endoskopieren. 5 % in einfacher Sedation. Die meisten muss man tiefer weglegen. Und da man, selbst, wenn man den äußeren Gehörgang einsehen kann nicht genau sagen kann, ob da im Mittelohr was gärt, ist ein CT angeraten, weil auch Ultraschall da nicht ran kommt.

Ende vom Lied also: Mr. Ed wandert in den CT. Glück im Unglück ist, dass er so klein ist, dass ich zum Preis vom CT eines Teilstücks eines Großpferdes das geramte Pony gescannt bekomme :-D. Das hat den Vorteil, dass wir auch evtl. noch andere Baustellen entdecken könnten. Er hat in der Klinik ataktische Ausfälle der Hinterhand gezeigt, die auch genauer abgeklärt werden sollen (diese Ausfälle hat er hier ja auch gezeigt, aber halt nur ab und zu kurze Momente. Mitgeteilt hatte ich es der Klinik natürlich, vor allem die Problematik mit den Hinterhufen). Hab ich dann ja schon drin. Und auch die Zähne kann man dann noch einmal genauer beurteilen. Die Haken werden dann natürlich auch gleich entfernt. Und wenn das Geld, was ich jetzt freigeben habe, noch reicht, dann werden wir auch den Chip entfernen, so die Chirurgen im Vorfeld meinen, dass das überhaupt geht. Das blöde Sch....-Ding sitzt nämlich wohl ziemlich doof.

Heute abend ist noch einmal "bildgebende" Visite, da wird Eds Klinik-TA alles besprechen und auch den Termin zum CT anberaumen. Damit auch ja alle Zeit haben: Anästhesisten, Radiologen, Zahnärzte, Chirurgen und was auch immer noch benötigt wird. Wahrscheinlich müssen die beiden doch noch ein oder zwei Tage länger im Krankenhaus verweilen.Sollte tatsächlich eine Mittelohrentzündung als Diagnose herauskommen, dann müssen wir hoffen, dass die medikamentöse Therapie anschlägt. Leider können nicht alle Mittelohrentzündungen geheilt werden. Und dummerweise ist das auch beim Pferd ziemlich aufwändig. Aber nun haben wir das alles angefangen, nun bringen wir es auch ordentlich zu Ende und vielleicht ist ja doch nur das doofe Gebiss und der doofe Chip Schuld.

Soweit zu den ersten Ergebnissen. Ich muss gestehen, ich weiß überhaupt nicht, was ich als Diagnose haben will:

- Mittelohrentzündung, die schwer zu therapieren ist
- Chip, der wandert und nicht operativ entfernt werden kann
- Zähne, die so blöd wachsen, dass die Kopfgelenke mit 5 Jahren schon im Eimer sind

:| :weißnich:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 23.10.2018, 09:43 
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nächster Rückschlag :( :

die GLDH ist bei Ed massiv erhöht. Tobi wird jetzt gegen getestet, damit wir einen Anhaltspunkt bekommen, ob es das Futter oder der Boden hier ist oder ein Problem nur bei Ed. Weiterhin wird zur weiteren Diagnostik ein Schall der Leber gemacht. Ich könnte kotzen! Der ist doch erst 5 Jahre alt :cry: .

CT wird am Donnerstag gemacht.

Da die Studenten sich ständig darum kabbeln, wer mit den Lütten spazieren gehen darf, werde ich keinen Besuch machen. Sie sind lieb und vorbildlich und fühlen sich augenscheinlich wohl. Kommen halt mehrfach am Tag raus und nehmen am Klinikleben regen Anteil.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 24.10.2018, 17:56 
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Nächste Ergebnisse:

- Tobis Leberwerte sind in Ordnung. Bedeutet, es liegt nicht am Futter oder am Wasser oder am Boden (das hatten wir gestern eh schon ausgeschlossen. Die Glasproduktion ist hier vor 90 Jahren eingestellt.). Schon mal gut.

- der Ultraschall ergab ein vergrößertes Organ bei gleichmäßiger Struktur. Bedeutet: gleichmäßige Struktur ist sehr gut, vergrößert ist natürlich nicht gut, vor allem nicht in dem Alter.

Wer jetzt auf die Idee kommt, wie Kathi :hallo: , dass dies die Ursache für seine Ausfälle sein könnte, dem sei mitgeteilt, dass die GLDH im September voll in der Norm war. Und das Blutbild ist ja eigens für diese Ausfälle entstanden. Passt also leider auch nicht.

Morgen gehts in den CT und dann wird ausgewertet. Man kann dann die Leber sogar dreidimensional am Rechner darstellen, so dass wir gute Chancen haben, etwas zu finden, wenn es was zu finden gibt.

Ich werde sofort informiert, wenn er aufgestanden ist, bis dahin bibbere ich vor mich hin, befinde mich gerade in einem Deja-vu-Erlebnis, irgendwie: Etienne sollte auch nur wegen einer milden Kolik behandelt werden..... .Allerdings ist Ed ja auch im Liegen unter weitaus weniger überwachten Umständen kastriert worden und auch wieder gut aufgestanden. Ich hoffe also.

Nach Auswertung der Bilder und Besprechung derselben wird mich der Doktor dann in Kenntnis setzen und wir schauen, wie es weiter geht. Eigentlich hoffe ich, dass ich die beiden spätestens am Freitag abholen kann, um dann vielleicht auch noch einmal mit dem Doktor persönlich zu sprechen. Sie fehlen mir inzwischen und ich möchte sie nicht besuchen, weil Tobi sonst jammert und mit heim will. Bei dem weiß ich das ganz genau, bei Ed bin ich mir nicht sicher, wobei er natürlich Tobi nicht allein gehen lassen würde. Aber Tobi geht ganz stark davon aus, dass ich ihn abhole, wenn ich komme und die Enttäuschung möchte ich ihm nicht antun. Auch mir würde es schwer fallen, die beiden dann dort lassen zu müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 29.10.2018, 18:25 
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Zahnsanierung ist gelaufen, sie haben aber nicht komplett alles gemacht, weil die Umstellung zu groß gewesen wäre. In spätestens einem halben Jahr ist Kontrolle und weil die Klinik für uns ja nicht weit ist und sie diese Krux-Zähne nun angefangen haben, wird er dann auch da dann wieder dort behandelt werden. Mein TA ist zwar Zahnexperte und die Klinik hat einen Befundbogen aufgefüllt, damit er genau weiß, wo die fiesen Stellen sind, aber wer mich kennt, weiß, dass ich solche Dinge nicht gut hier zuhause haben kann. Da lasse ich Männe lieber fahren und nehme die zwei Tage Klinikaufenthalt in Kauf. Das schon meine Nerven enorm und damit auch die aller Familienmitglieder :oops: :roll: .

Heute nachmittag hat er wohl auch gleich wieder gefressen. Damit ist also alles gut erstmal. Er bekommt seit der Vollnarkose Metacam und jetzt nach der Zahnsanierung soll er das noch einmal 5 Tage weiter bekommen (weiterer Vorteil der Klinik: ich bekomme 5 Einzeldosen mit und nicht gleich eine ganze Pulle, die hier absteht, weil gerade Metacam nach 28 Tagen aufgebraucht sein soll. In der Klinik ist halt immer eine Flasche offen, beim Haus-TA natürlich nicht).

Die Leberwerte haben sich deutlich verbessert nach einer Woche Klinikfutter. Nun wird er hier nur mein Heu und Stroh bekommen und in 14 Tagen sollen die Werte noch einmal kontrolliert werden. Die Ponys haben zwar die ganze Zeit das gleiche Futter bekommen, es ist aber nicht auszuschließen, dass in dem Häcksel-Kram oder dem Mineral, was ich gerade neu gekauft hatte, etwas drin ist, auf das Mr. Ed empfindlich reagiert. Natürlich kann es auch sein, dass irgendjemand (Spaziergänger oder Nachbarskinder (obwohl ich die letztens schon einmal zur Sau gemacht hatte und seit dem Dorfgespräch bin) etwas gefüttert hat (wobei ich nicht wüsste, was, wir haben hier eigentlich nichts mehr stehen, was man abrupfen könnte.). Es könnten auch die herabgefallenen Blätter der Bäume sein, aber so richtig dran glauben wollen wir alle nicht. Ob er im letzten Herbst schlechte Leberwerte hatte wissen wir ja nicht. Ich werde allerdings wohl einen weiteren Zaun um den Paddock ziehen, damit die Leute nicht mehr ran kommen. Und den werde ich auch unter Strom setzen :twisted: , mit Schildchen dran.

Beim Besuch gestern war er deutlich besser. Ich konnte ihn überall anfassen und ich hatte auch den Eindruck, dass er in der Klinik "angekommen" ist, er steuerte nach dem Spazierengehen im Hof gleich auf eine Tür zu und wollte da rein. Er fühlt sich dort wohl :shock: . Den großen Außenplatz kannte er noch nicht, die beiden wurden immer in die kleine Halle gestellt zum bespaßen. Dort waren wir gestern auch und er war deutlich ruhiger als am Samstag draußen. Die Studenten dürfen auch alle an ihn ran, lässt er sich mit Vorsicht gefallen. Tobi will allerdings nach hause und ich glaube nicht, dass sie Ed da behalten wollen, zumal Ed hibbelig wird, wenn Tobi nicht mehr in seinem Blickfeld ist. Morgen um 16 Uhr hab ich Termin mit dem Doc. Dann werde ich auch endlich mal mein gescanntes Pony sehen :grin: .

Noch einmal zu den Augen: es scheint so zu sein, dass er nicht mehr das gesamte Blickfeld hat wie ein gesundes Pferd. Warum das so ist, kann leider nicht festgestellt werden und die Ärzte finden es ziemlich unbefriedigend, denn es kann mir keiner sagen, dass das nicht noch schlechter wird. Das Auge ansich ist organisch absolut unauffällig, Sehnerv ok. Es passt aber auf den Fall zu Beobachtungen, die ich auch gemacht habe, nur dass ich sie nicht in Worte fassen konnte. Ich denke aber, er wird sich daran gewöhnen und ich kann damit auch leben. Und wer weiß, wie lange er das schon hat.

Ich freue mich schon riesig auf die Kleinen und werde nun noch schnell einen Fragebogen anfertigen, damit ich morgen beim Arzt nix vergesse, was er mir noch erklären soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 15.11.2018, 19:23 
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Die Blutkontrolle hat eine weitere Verbesserung der Leberwerte ergeben. Leider hat er sich total aufgeregt beim Pieken und ist ziemlich ausgeflippt. Die Vene hat in der Klinik schwer gelitten. CK und LDH sind leicht erhöht, LDH-Erhöhung ist neu. Ich gehe aber davon aus, dass das von der Anspannung kommt. Er ist ja nach wie vor nicht relaxed, obwohl die Übungseinheiten ordentlich verlaufen. Mal besser, mal schlechter.

Heute habe ich einen Kappzaum bestellt und am Halfter (weil Kappzaum noch nicht da) am langen Strick (7 m) die ersten Longier-Runden absolviert. Hat er brav gemacht. Mal sehen, ob er das longieren noch lernt. Leider ist ihm da die Sehschwäche echt im Weg, weil er ja hinten Richtung Hinterhand nicht gut sehen kann. Da muss ich mal sehen, wie ich ihn vortreibe, ohne, dass er sich jedes Mal erschrickt, wenn das Strickende in seine Richtung kommt (es gibt niemals eine Berührung, eben wegen der Schreckhaftigkeit). Und mal schauen, ob er Lust dazu hat. Tobi hat derweil immer hinter mir gestanden. War ein wenig umständlich, hat aber kurz geklappt. Ab sofort sperre ich ihn aber aus, das geht so nicht.

Bzgl. der neuen Blutwerte warte ich noch auf den Rückruf der TiHo.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildungstagebuch Mr. Ed
BeitragVerfasst: 29.11.2018, 11:23 
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Wir sind einen großen Schritt weiter in unserer Arbeit:

beim letzten Huftermin konnte der Schmied lediglich ein wenig ausschneiden, hinten rechts ging garnicht, da hat sich Mr. Ed fast hingelegt. Heute war komplettes Huftuning möglich, sogar mit Huf auf den Bock stellen vorne (hinten stellt mein Schmied die niemals auf den Bock, weil er dann zu wenig Platz zum Raspeln hat :lol: ).

Weiterhin habe ich vor einigen Tagen auch die erste Runde im Gelände wieder allein mit den beiden gemeistert. Das ging auf allen Seiten auch prima. Ich traue mir und vor allem meinem Nervenkostüm oft nicht, da wir nur wenige Meter von einer vielbefahrenen Bundesstraße entfernt wohnen und ich ja schon einmal ein Pferd in einem Auto stehend hatte. Das sitzt leider nach wie vor tief, zumal Etienne doppelt so massig war und damit mehr Chancen hatte. Aber ich gebe nicht auf und so langsam wirds.

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