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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 13.12.2021, 07:55 
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Es läuft weiterhin sehr gut bei uns. Wir sind momentan bei 25 Minuten traben angekommen. Sie ist sehr motiviert (manchmal schon zu motiviert "Jetzt Galopp, Mutti? Ja? Ja? Nee? Ach menno!" :grin: ) Immernoch mit Hufschuhen, allerdings ohne Einlagen.
Ab Januar arbeitet meine Schmiedin wieder :2daumenhoch: und wir haben direkt in der 1. Januarwoche einen Termin. Hat der Strahl auch bitter nötig, da geh ich ja nicht dran außer mal ein bisschen die losen Zumpel weg machen. Danach entscheide ich mit ihr wie es weiter geht, ob wir ohne Schuhe reiten können/dürfen oder vielleicht sogar sollen?
Aktuel raspel ich sehr viel. Die Rille ist fast runtergewachsen, ist allerdings bei dem Matschwetter echt Mist. Durch das auzfgeweichte Horn und die Sollbruchstelle an der fast rausgewachsenen Rille bricht das jetzt immer wieder mal was weg. Nicht doll, aber trotzdem doof. Hattet ihr das auch?

Gestern haben wir wieder Equikinetic gemacht und es hat sich eingebürgert, dass sie sich einmal vorher und einmal nachher wälzen darf. Wenn wir fertig sind nehm ich ihr immer den Kappzaum ab und räume während sie sich wälzt die Gassen weg. Bisher war sie auch immer brav. Gestern ist sie dann nach dem Wälzen hoch und ist direkt bockend, gallopierend durch die Halle gerast :shock: ein Pfiff und sie parierte direkt durch und kam zu mir... auffordernd zum spielen. Als ich nicht drauf einging bockte sie wieder los... ein Pfiff und sie kam wieder direkt zu mir. Habe mit ihr geschimpft "das ist zu Frau Frau Esel, mach dich nicht wieder direkt kaputt!" Den Blick hättet ihr sehen sollen, zerreißt einem das Herz, aber mein Herz ist mir bei der Aktion ganz schön in die Hose gerutscht. Zum Glück war es nach der Equi, da war sie zumindest warm gelaufen und hat keinen Kaltstart hingelegt . Scheint aber alles gut gegangen zu sein

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 15.12.2021, 11:30 
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Wenn die Schmiedin ihr okay im Januar gibt werde ich wieder zwischendurch an der Doppellonge arbeiten, natürlich eher ganze Bahn. Aber das hat damals so geholfen als wir mit anreiten begonnen haben mit dem Muskelaufbau. Ich hoffe da spricht dann nix gegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 20.12.2021, 08:07 
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Freitag gabs die große Wurmkur...hatte schon ein wenig schiss, weil viele sagen die große könne einen erneuten Schub auslösen. Bisher scheint aber alles gut zu sein. Schnell auf Holz klopf :haukopf:
Allerdings wächst momentan meine Angst etwas, weil ab morgen bei uns Frost angesagt ist. Das mit der Winterrehe ist halt noch im Kopf. Hufschuhe habe ich zwar da, aber bei der Matsche aktuell kann ich die nicht anziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 03.01.2022, 08:24 
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Wurmkur war völlig unproblematisch und auch die paar Tage Frost hat sie gut weggesteckt.
Aktuell sind wir bei 30 Minuten Traben angekommen und nehmen nun im Schritt und Trab immer mal wieder einen Zirkel dazu. Bisher läuft alles super. Die Reherille ist fast nicht mehr zu sehen und am Freitag kommt meine Schmiedin endlich wieder. Ich bin so gespannt was sie sagt und wie es weiter geht. Ich denke in nicht allzu ferner Zukunft kann ich auch mal ein Galöppchen wagen. Momentan reiten wir noch mit Hufschuhen, denke aber je nach dem was meine Schmiedin sagt können wir auf diese bald zumindest in der Halle oder auf dem Platz verzichten können. sie lief selbst auf dem knüppelhart gefroren Boden vor ein paar Tagen nicht fühlig ohne Schuhe.

Hier mal ein Foto von Silvester Bild

Gestern haben wir etwas Equikinetic gemacht und danach darf sie sich immer wälzen. HAt sie gestern auch gemacht und hatte dann ziemlich gute Laune und ist dann buckelnd und galoppierend durch die Halle gepest. Gott sei Dank lies sie sich mit einem Pfiff wieder direkt zu mir holen, aber diese Freude ließ mir Pipi in die Augen treiben. Sie ging ganz klar und normal. Als wäre nie was gewesen. Sie ist dann noch einmal abgespackt und kam dann im gestreckten Galopp auf mich zu nach meinem Pfiff, als wenn sie sagen wollte "Guck Mutti, alles in Ordnung! Wir können loslegen!" Mir ging echt das Herz auf.

Seit dem 01.01. steht Frau Esel auch wieder in ihrer Herde ganztags. Werde dann mal schauen wie sie das mit dem unrationierten Heu verknüsert, sonst muss ich das über die Abendportion gggf. etwas regulieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 11.01.2022, 08:09 
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Freitag war meine Schmiedin wieder da. Sie war begeistert und hat gesagt ich habe einen guten Job gemacht :2daumenhoch:
Sie hat die Hufe wieder schön gemacht, vorallem den Strahl. Die Reherille ist jetzt komplett weg und sie hat ihr okay gegeben jetzt auch ohne Schuhe zu reiten. Ich solle es einfach ausprobieren. Aber sie hätte so schöne Hufe mit einem super Sohlengewölbe, dass sie da keinen Grund sieht in der Halle oder auf dem Platz weiter mit Hufschuhen zu reiten.

Tja..und jetzt falle ich erstmal aus.... Am Sonntag ist mir eine anderthalb Jahre alte Quarterstute auf den Fuß gesprungen. Es ist zum Glück nix gebrochen. aber alles dick geschwollen und geprellt. sieht fies aus. Komme aktuell in keinen Schuh, max. Crocs und kann kaum laufen. Hoffe das geht schnell weg. Mache täglich mehrmals Arnica drauf.



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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Alpenquarters
BeitragVerfasst: 27.01.2022, 09:21 
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So, der Fuß ist nur noch wenig dick und ich komme wieder einigermaßen in Schuhe, also wurde auch schon wieder geritten *gg

Am ersten Tag (Samstag) gabs erstmal eine Runde Equi, weil der Fuß beim Laufen doch noch weh tat. Frau Esel hatte aber nach 2,5 Wochen reiner Stehzeit doch etwas viel Power... sie tänzelte schon in der 1. Runde wie eine 2 jährige und grunzte und versuchte zu buckeln. Habe dann den Kappzaum abgenommen und ihr direkt gesagt "Aber mach dich nicht wieder kaputt jetzt" und schon spurtete sie buckelnd und galoppierend durch die Halle... so 5 Minuten. Dann kam sie zu mir, schob mir ihre Nase entgegen, pumpte ein bisschen und schaute mich nach dem Motto "So, jetzt können wir arbeiten!" :2daumenhoch:
Sonntag sind wir dann geritten, sie war schön chillig, anfangs faul und nach ein paar Runden dann etwas fleißiger. Sie läuft schön fluffig und auch der ein oder andere Zirkel im Trab wird mittlerweile geritten. Alles ohne Schuhe und sie scheint das gut zu vertragen.
Gestern sind wir auch wieder geritten. Am Anfang war sie etwas triebig im Trab, dass ich erst dachte irgendwas stimmt nicht. Dann aber hat sie ihren Gang gefunden und lief wie auf Wolken. Haben wieder ein paar Zirkel mit geritten und auch ein paar Schritt-Trab Übergänge.
Dann passierte es... als ich aus der Ecke antraben wollte meinte Frau Esel "nö komm, wir galoppieren jetzt!" und galoppierte an. habe es unterbrochen , was Frau Esel doof fand und das gleiche in der nächsten Ecke wieder machte. Aber auch das wieder unterbrochen und Frau Esel quitierte das mit einem genervten grunzen.3 Runden war Ruhe und dann in der 4. Runde galoppierte sie wieder an. Habe sie dann gelassen... eine lange Seite Galopp ... ein herrliches Gefühl nach 19 Monaten (wegen des vorhergehenden Fesselringbandrisses). Frau Esel schnaubte ordentlich ab als wenn sie sagen wollte "siehste, geht doch." Sie lief weiter im Trab und Schritt ganz normal und klar , hatte fast Pippi inne Augen.
Ich werde langsam weiter machen wie bisher. Wirklich galoppieren will ich erst auf dem großen Reitplatz, weil wir da einfach mehr Platz haben, aber ich denke wir haben es mit Blut, Schweiß und Tränen geschafft. Danke auch an Euch für das dauernde Mut zusprechen und die vielen Tipps.
Jetzt heißt es weiter gesund bleiben. Zumindest dieses Jahr wird Frau Esel noch nicht wieder auf die Weide gehen. Ob jemals wieder entscheide ich je nach dem wie es ihr in ihrem Separee gehen wird. Mal schauen.
Wie habt ihr denn Eure wieder aufgebaut? Oder anders: Ab wann meint ihr kann man mit gymnastizierender Arbeit beginnen? zumindest erstmal im Schritt, wir wollen ja nix kaputt machen.
Ich bin immer noch total geflasht von gestern Abend :mrgreen:

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