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 Betreff des Beitrags: Hufbearbeitung - Allgemeine Fragen
BeitragVerfasst: 28.11.2007, 16:28 
Es wird ja immer gesagt, dass das Ziel ist die Parallelität zwischen Hufbein udn Hufwand zu gewährlieisten oder bei Rotation zurückzuführen udn dass dies durch Bearbeitung voon Außen gecshieht, indem die Hebel genommen werden, damit die Hufwand wieder parallel nachwächst.

Nur: wird da eine Dauerhafte Veränderung des Winkels vollbracht oder "zieht" eine parallel zum Hufbein Hornwand das Hufbein wieder in eine halbwegs korrekte Lage?

In meinem speziellen Fall ist es ja so, dass Arinas Hufbein auf dem Röntgenbild senkrecht steht - folgluch würde die Hufwand auch senkrecht bearbeitet werden müssen, aber ist das richtig so?


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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 14:44 
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tja, nicht so einfach und pauschal zu beantworten...
prinzipiell ist auf jeden fall eine möglichst weitgehende wiederanbindung der hornwand an die lederhaut anzustreben, um den huf einigermassen tragfähig zu bekommen.
gleichzeitig ist im rahmen der insbesondere vom bandapparat (da vor allem der bandanteil der tiefen beugesehne) vorgegebenen möglichkeiten eine reduktion des winkels der hufbeinfläche zum boden sinnvoll, die i.d.r. eher sehr vorsichtig erfolgen muss, um nicht quetschungen der sohlenlederhaut, deformationen und/oder auflösung des hufbeins im vorderen randbereich, und last not least erneute nachrotationen des hufbeins in der hornkapsel zu riskieren.
es ist also gut möglich, dass nach "erfolgreicher" behandlung eines solchen hufes eine art bockhuf mit eigentlich zu steiler, aber parallel zum hufbein gelagerter zehenwand bei rauskommt, man muss eben vor ort mit viel fingerspitzengefühl an einer optimierung arbeiten.
denn der grat zwischen eben noch tolerabler stellung und erneuter ablösung des horns von der lederhaut ist hier sehr schmal, ebenfalls schwierig ist es, ein gleichgewicht zu finden, mit dem auch das tier selbst gut zurecht kommt, hier ist insbesondere darauf zu achten, dass man bei entfernen der wegdriftenden zehenwand und des lamellären keils genug unterstützung für das hufbein selbst bietet, ohne punktuelle drücke auszuüben (beispielsweise durch unterpolsterung selbigens...).
gruss,
ag


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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 14:56 
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Heisst das, manchmal müsste der Huf eigentlich steiler sein, um die Anbindung "zu schaffen" aber das Pferd kommt erst mal noch nicht damit klar? Und man muss sich da rantasten?

Oder wie ist das gemeint?

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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 15:19 
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es kommt insbesondere darauf an, inwieweit der bandapparat ein flacherstellen eines eigentlich zu steil "stehenden" hufbeins zulässt.
wenn ich also ein nach röntgen senkrecht stehendes hufbein habe, das sich aufgrund dauerhafter verkürzung des bandapparates nicht mehr flacher stellen kann, macht es keinen sinn, das nun quasi mit gewalt durch verkürzen der trachten alleine zu versuchen, denn im zweifel wird das hufbein innerhalb der nun flacheren hornkapsel wieder auf seine senkrechte position nachrotieren.
ist also im endeffekt nichts gewonnen, aber wieder alles verloren, was bis dahin an "wiederanbinmdung" stattgefunden hat.
gruss,
ag


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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 15:55 
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Aha. Jetzt hab ichs kapiert! Denke, das hat auch was mit Vanessa zu tun. Finde die Hufe recht steil. Wenn ich den HS mal wieder sehe (ist schon lange her...), werde ich speziell danach nochmal fragen (ob das der Grund für die "steilen" Hufe ist.)

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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 17:00 
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ist das der grund, warum man bei hufen, die zu lange steil gestellt waren in kleinen schritten die trachten kürzt und dabei die sehnen palpiert?
wann merkt man, das man nicht weiter kürzen kann?
kann man so die sehnen langsam wieder dehnen oder ist es ratsam die trachten höher stehen zu lassen?

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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 17:18 
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hallo elu,

die frage würde mich auch stark interessieren :lol: , da wir bisher sehr unterschiedliche antworten bekommen haben.

ist es überhaupt möglich? also auch in kleinen schritten, oder muß man ab einem bestimmten alter dieses "steilstehen" akzeptieren?

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Gruß Anna
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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 17:25 
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Ja, die Frage interessiert mich auch! Kann es irgendwann wieder besser werden? Oder ist es von Fall zu Fall sehr verschieden? Vanessa reagiert immer sehr auf kleine Veränderungen...daher sehe ich es bei ihr -mittlerweile- als schwierig an...(nur als Beispiel...)

Sind die Hufe nicht gut gemacht bzw. der Intervall zu lang, kann man richtig die angespannten Sehnen sehen; gleichzeitig läuft sie nicht mehr so schön klar.

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BeitragVerfasst: 29.11.2007, 23:40 
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Hallo,

man kann Sehnen nicht dehnen, nur den Muskel, der daran hängt.

Und das ganz laaaangsam.

Schöne Grüße
Katja


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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 12:26 
Hallo Fanni
Interessant, macht eigentlich Sinn. Habe jetzt eine Weile versucht Material dazu zu finden. (Ich weiss das es bei lang vorhandener Hufbeinrotation zwei Theorien gibt, die zum immer inkorrekt nachwachsenden Huf fuehrt. Nach Pollitt das Verbiegen der Papillen und nach allen Anderen, die Verkuerzung der Sehne).
Deshalb schaute ich in Veroeffentlichungen ueber Frauen die Stoeckelschuhe tragen und dann nach Jahren keine flachen Schuhe mehr tragen. Bei denen wurde immer ueber die Archillissehne gesprochen, die sich beim staendigen langjaehrigen Tragen von Stockelschuhen verkuerzen soll.
Womit ich, dem was Du sagst, nicht widersprechen will.
Aber im Endeffekt macht es natuerlich auf die Rotation keinen Unterschied was sich verkuerzt Beugesehne, Archillissehne oder Muskel.
LG, Karin


Zuletzt geändert von Acabado am 01.12.2007, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 13:30 
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hmmmh, katja, wodurch begründest du deine antwort?

ich bin mir da nicht so sicher, was den menschen anbetrifft. wenn ich das beispiel von diskutier aufgreife, so habe ich den eindruck, das sich die sehnen zumindest bei mir wieder leicht gedehnt haben.
ich habe früher viel hohe schuhe getragen. und wenn ich dann flache schuhe trug, tat alles weh. aber im laufe der zeit hat sich das relativiert.

bei meinem mann war die achillessehne gerissen. und durch entsprechendes training ist sie nun nicht mehr ganz so auf zug, wie direkt nach der op. wobei da nicht am muskel gearbeitet wurde, sondern die sehne massiert.

@diskutier
sind bei einer hufrehe nicht meist die vorderhufe betroffen? oder sind es in aller regel alle vier? gastrocnemius und achillessehne würden ja nur die hinterbeine betreffen.
bei uns zeigten sich die klinischen symptome in der folge nur an den vorderhufen. im schub selbst gab es allerdings auch eine fühligkeit auf allen 4.

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Gruß Anna
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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 14:24 
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also ich hab jetzt mal ganz doofe meinen hufmenschen gefragt.
der blubberte mir dann am telefon wie ein wasserfall über diese sache
von a bis z alles runter. ich kam natürlich nicht mit, was mein auffassungsvermögen anbelangte... :roll:

ich hab das nu in kurzfassung so verstanden, das eine sehne sich um einen ganz minimalen anteil dehnen kann. dann reißt sie.
bei der rehe ist es dann tatsächlich so, das es der entsprechende muskel ist, der sich da verkürzt hat und seiner auffassung nach geht da schon noch einiges wieder rückgängig zu machen. man muss es nur sehr langsam aber konsequent tun.
daher also auch immer das palpieren der sehne. die darf nicht auf starkem zug sein (also nicht auf hochspannung stehen), wenn man damit beginnt die trachten zu kürzen.
und da hab ich mein gehirn eingeschaltet und da kams mir wie ein blitz, als er letzten sommer bei einem "stöckelschuh-rehe-haffi" da an der trachte geraspelt hatte, huf abgesetzt hatte, sehne palpierte, wieder raspelte (mm-weise) und so jetzt im laufe der monate immerhin mehr als 3 cm schon an trachten hat wegnehmen können und - so weit ich das verstanden hab - kann da noch mehr weg, will es aber sehr langsam machen, weil das pferd schon 29 jahre alt ist und ein jahr mit high-heels durch das leben staksen musste, weil hufmensch davor gemeint hatte, das müsse man so machen, sonst rotiert es nach und kann nicht gesundet werden....

ich muss bei gelegenheit mal nach fotos suchen. ich hab das pferd irgendwo als doku abgelegt... nur wo. das is dann immer im speziellen die frage. :?

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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 16:54 
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ok, wir würden dann von der golgisehnen-technik sprechen:

ein muskel wird über die spindelzellen sediert, indem man die muskelenden sanft in richtung muskelbauch zusammendrückt. diese maßnahme ist hilfreich bei zerrungen und dehnungen.

das würde in dem fall M. flexor dig. profundus, (M. flexor dig. superf. sitzt eher tief), M. flexor carpi ulnaris, M. flexor carpi radialis betreffen

checke das aber nochmal ab! :lol:

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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 18:42 
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Hallo,

Elu hat das gut erklärt, finde ich.
Und Karin hat recht, im Grunde ists für die Rotation egal, ob Sehne oder Muskel.

@anna2005
Die Sehne Deines Mannes ist deshalb kürzer, weil beim Zusammennnähen immer etwas Material verloren geht und sich das Gewebe durch die Narbenbildung verdickt und verkürzt.
Und dass es bei Dir wehgetan hat, liegt wahrscheinlich an der Sehnenscheide, die durch die vermehrte Belastung entzündet war. Oder die Sehnenansatzpunkte waren gereizt, weil mehr Zug drauf war. Gedehnt hat sich der durch die hohen Schuhe verkürzte Muskel.

Liebe Grüße
Katja


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BeitragVerfasst: 01.12.2007, 20:40 
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hallo katja,

das war mir schon klar, das die achillessehne meines mannes durch die op kürzer bzw verdickt wurde :wink:.
mein fazit war, das sich aber wohl dieser vorgang im laufe der zeit etwas zurückgebildet hat. sprich, ich habe den eindruck, die sehne hat sich im laufe der zeit gedehnt.

du schreibst, es geht nicht. das mag sein. ich kann weder das eine, noch das andere belegen. es handelt sich da eher um mutmaßungen.

was ich aber gerne wüsste, ist, woher hast du dieses wissen? da sehr unterschiedliche denkansätze.
bist du fachfrau in dem bereich? kann man dies irgendwo nachlesen? das wäre interessant. denn offensichtlich gibt es unterschiedliche denkansätze, was dieses thema betrifft.
wäre nett,wenn du dazu eine quellenangabe machen könntest, wo man dann nochmal selbst nachlesen kann :wink:

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