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 Betreff des Beitrags: KPU - Zinkmangel
BeitragVerfasst: 13.01.2015, 17:37 
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Nach dem ich immer mehr mit allen möglichen Pferdekrankheiten zu tun habe, möchte ich mal jedem Raten, der das noch nicht getan hat, eine Mineralstoffblutanalyse machen zu lassen. Bei ALLEN Pferden, die ich untersuchen liess - Neuzugänge inklusive, hatten einen Zinkmangel und ein Tierarzt schrieb mir, dass 90 % aller Blutanaylsen einen Zinkmangel aufweisen. Dieser Zinkmangel hat die ähnlichen/gleichen Symptome wie Cushing und co. Nur alleine mit Prascend konnte ich zwar viel Besserung erreichen, der Durchschlag kam aber erst in Verbindung mit sehr erhöhtem Zink-MIneralfutterzusatz. WEder Heu noch Gras hat heute genug Zink, ein Mangel ist vorprogrammiert und die Cushing und co haben es doppelt schwer. Das nur so als Gedanke und Tipp. Ich für mich sehe KPU nicht als eine Krankheit an, sondern einfach als Mineralstoffmangel. Bei 2 von mir kam noch KUpfermangel heraus, 2 zu viel Kalzium, etc pp und seit ich die Zusammenhänge besser Weiss, wird bei mir jedes Pferd systematisch untersucht, das ankommt. Kann das nur empfehlen, wenn der TA eh schon mal da ist, dies untersuchen zu lassen, ich zahle hier ca 50 Euro für Mineralien und 50 Euro für den kombinierten Cushing/EMS/IR-Test - das dürfte keine Fehlinvestition sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: KPU - Zinkmangel
BeitragVerfasst: 13.01.2015, 19:02 
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Nun mal langsam mitrt den jungenPferden.
Ganz sicher ist ein Zinkmangel niemals für einen positiven ECS Test - sei es der low-Dex oder der ACTH-Test verantwortlich!

Desweioteren darf maan sich niemals zur diagnose eines Mangels alleine auf eine Blutuntersuchung verlassen, diese ist lediglich ein Schnappschuß.
Um einen Mangel tatsächlich einschätzen zu können muss eine zusätzliche Haarmineralanalyse erfolgen.

Last but not least ist die wilde Supplementierung der diversen Mittelchen in den meisten Fällen wesentlich schädlicher als ein Mangel, sofern es denn überhaupt einer ist.

LG Eddi

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sorry, ich kann durchaus die Großschreibung; aber mein rechter Arm schmerzt nach wie vor und die rechte Hand ist im Zusammenspiel einfach langsamer als die linke Hand....
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 Betreff des Beitrags: Re: KPU - Zinkmangel
BeitragVerfasst: 13.01.2015, 20:02 
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Beiträge: 9881
Zink zu supplemtieren ist zweischneidig wie du in unten Angeführtem nachlesen kannst und vermeintliche Defizite lassen sich z.B. durch treberfreie Bierhefe positiv beeinflussen.
eff-eins hat geschrieben:
Hier möchte ich auf die Interaktionen hinweisen weshalb eine Einzelsupplementierung gut überlegt sein sollte. Wie S.Brosig QUELLE auch an anderer Stelle mal sagte was ich treffender nicht ausdrücken könnte ist:
Das Blutbild stellt ja keine quantitative Analyse dar, in der alle Parameter vorhanden sein müssten. Es ist nur eine Stichprobe. Wenn man z.B. von 10000 möglichen Parametern 10 bestimmt und darin eine Abweichung findet, so bedeutet das nicht, dass mit Behebung dieses einen Fehlers das Blutbild wieder in Ordnung ist. Statistisch gesehen enthält das Blutbild nämlich dann eigentlich ungefähr 1000 Abweichungen, nur hat man diese eben nicht untersucht! 999 Parameter bleiben dann weiter daneben!
Wenn man sich die Interaktionen der Mengen.-und Spurenelemente einmal ansieht versteht man vielleicht besser warum unbedingt nach dem Sinn von Einzelsupplementierungen gefragt werden sollte bevor etwas zugefüttert wird das die Situation vermutlich nicht besser sondern schlechter machen wird. Manchmal ist eine Vitamin E Gabe wesentlich sinnvoller.....und die für die Selen und Zinkaufnahme wichtigen Aminosäuren sind übrigens in Bierhefe zu finden die in der Pferdefütterung m.E. nicht fehlen sollte.

Die Zinkaufnahme wird durch Aminosäuren gesteigert, verringert aber durch Kupfer, Kalzium, Eisen, Mangan, Selen, Kadmium.

Selenaufnahme wird ebenfalls durch Aminosäuren gesteigert aber verringert durch Kupfer, Kadmium, Quecksilber, Schwefel, Blei, Zink.

Durch Mangansupplementierung wiederum wird Eisen, Chrom und eben Zink verringert.

Wertvolle Aminosäuren werden z.B. durch das Zufüttern von Bierhefe aufgenommen, während gerade käuflich zu erwerbende Kombipräparate wie z.B. das allseits beliebte Zink/Selen Gemisch sich im Prinzip gegeneinander nicht nur stört sondern vermutlich sogar aufhebt!

QUELLE

Einen Zinkmangel explizit bei älteren Pferden kann ich nicht erkennen:

.........In den unteren drei Altersgruppen betrug der Anteil der Ponys ca. 9% und stieg in den beiden oberen Altersgruppen auf 14% bzw. 18,1% an.

Parameter mit Altersabhängigkeit
Bei den meisten Parametern waren Abhängigkeiten vom Alter festzustellen, dabei fielen verschiedene Gruppen auf:

Pathologische Befunde, die bei Fohlen oder Jungtieren häufiger vorkommen:
Niedriges Eisen
Niedriges Kalzium
Niedriger Harnstoff
Stark erhöhte LDH - hier ist zu berücksichtigen, dass die LDH nicht nur organunspezifisch sondern auch extrem anfällig von Probenentnahme und -bearbeitung ist und bei nur geringer Hämolyse schon stark ansteigt. Eine Interpretation ist daher nur schwer möglich.

Pathologische Befunde, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten:
Erhöhte CK
Erhöhte Nierenwerte
Niedriges Phosphat
Erhöhtes Kalzium

Befunde, die in den jungen Altersgruppen und bei alten Tieren vermehrt auftreten, während sie bei den 3- bis 18jährigen adulten Tieren seltener sind:
Niedriges Albumin
Erhöhte Globuline
Erhöhtes oder erniedrigtes Gesamteiweiß
Erhöhte Blutglucose
Erhöhte GLDH und gammaGT



Mengen- und Spurenelemente (-Mangel) im Blutbild

Leider ist es schwer bis gar nicht möglich, im Blutbild die Mengen- oder die Spurenelement-Versorgung unserer Pferde zu überprüfen.
Ein Organismus versucht recht lange auch bei Unterversorgung zu kompensieren: bei Zinkmangel versucht der Organismus “Bestände” in Haut oder Muskulatur aufzubrauchen um so lange als möglich Funktionen und damit auch Blutparameter ausgeglichen zu halten.

Somit erkennen wir erst deutliche Mangelzustände bzw. Ungleichgewichte anhand einzelner Blutwerte. ABER VORSICHT! Niemals ein einzelnen Blut-Parameter für sich allein beurteilen!

(Einzelne Blutparameter können – MÜSSEN aber nicht! – auf einzelne Probleme hindeuten. Erst wenn andere Blutparamter ebenfalls einen Verdacht stützen und die klinischen Symptome ebenfalls auf das Problem hindeuten, dann sollte man weiterforschen. Also bitte keine “Panik” nur aufgrund eines absolut isolierten Wertes!)



Mengen- und Spurenelemente: Mangel nur schwer zu diagostizieren!!!
Bitte beachten!!

Wechselwirkungen Ultra-, Spuren-, Mengen-Elemente

Eine Unterversorgung von Mengen- und Spurenelementen zu erkennen, ist äußerst schwierig und gelingt in der Regel erst bei einem ausgeprägten Mangel.
Quelle
[/quote]

_________________
LG Kathi
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