Hufrehe ECS EMS Borreliose

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 Betreff des Beitrags: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 10:29 
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Hallo, mein Isländer hatte vor 5 Monaten den ersten Schub. Da hat sich aber nichts im Huf getan. Er wurde dann wieder langsam antrainiert und wir hatten ihn auf eine abgegraste Wiese gestellt (sehr großer Fehler). Es lief immer besser und irgendwann fing er an im Trab zu lahmen. Ich hab dann im Schritt auf der Wiese ein klackern gehört (wie als wären beide Eisen locker) ich hab dann meinen Schmied gerufen der mir gesagt hat das er wieder einen Schub hat. Das klackern ist wohl weil er die Trachten belastet. Das ganze war vor 3/4 Wochen. Seit dem steht er auf dem Paddok und kriegt nur Heu und Mineralfutter (Getreide/Melassefrei) und eine Prise Agrobs Kräutermüsli (Getreide/Melassefrei) und mit Prise meine ich das auch wirklich. Beim Spazieren war er die ganze Zeit Mega gut drauf. Gestern habe ich dann wieder ganz leicht ein klackern gehört. (Auf beiden Hufen) er war aber beim Spazieren gehen sehr gut drauf (wollte antraben und lief auch ganz gut auch auf Asphalt) habe dann aber gegen Abend ihn über die Wiese geführt und dann war da wieder das gleiche Geräusch. Pulsation hat er seit dem Schub immer ganz leicht. Hat sich auch eigentlich nicht geändert. Aber gestern war dann die Pulsation stärker. Eben hab ich geguckt da war es rechts leicht, links eher stärker als sonst. Die Tierärztin hat eine Ferndiagnose gestellt :( Sie meinte wir sollen einfach Phenylbotazon geben. Hat irgendjemand eine Idee was es sein könnte? Das laufen hat sich nicht verschlechtert (auf Asphalt eher sogar gebessert). Es ist eben nur das klackern da und die Pulsation.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 10:31 
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Achso das hatte ich vergessen: Links ist eine minimale Rotation und Senkung, rechts eine leichte Senkung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 10:39 
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Hallo, schön dass Du von Deinem Isi berichtest, auch wenn der Anlass Sorgen sind. Ich bin nicht so erfahren im Bereich Hufrehe, aber um die Situation besser einschätzen zu können und zu überlegen, was euch helfen könnte, wären mehr Informationen wichtig. Magst Du Dein Pferdchen einmal ausführlicher vorstellen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 11:03 
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Also er ist ein 12 Jähriger Isländer und zu dick. Wir sind aber gerade dabei abzunehmen. Hatte insgesamt schon 3 Reheschübe (einen vor 3 Jahren,dann vor 5. Monaten und der vor 3/4 Wochen). Mit Hufgeschwüren,Sehnenproblemen etc hatte er bis jetzt keine Probleme. Nur eben die Hufrehe. Auf Cushing/Ems haben wir letzte Woche testen lassen, aber das Labor hat das Blut nicht abgeholt also morgen noch mal das gleiche. Laufen tut er relativ gut und Wendungen sind Ok.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 11:59 
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Wie ärgerlich mit dem nicht abgeholten Blut, aber nach mehreren Reheschüben bei einem zu dicken Isländer ist der kombinierte EMS/ECS-Test auf jeden Fall der richtige Weg.

Trägt Dein Isi denn jetzt etwas zur Hufunterstützung? Stammen die Hufbeinveränderungen (Rotation, Senkung) von dem ersten Schub vor 3 Jahren? Hast Du aktuelle Röntgenbilder?

Mir erscheint, dass er viel Bewegung hat, dafür dass stetig Pulsation zu fühlen ist. Aber das können andere hier im Forum aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen besser einschätzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 30.05.2019, 12:07 
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Hallo und herzlich Willkommen im Forum :hallo:

Isländer sind als Robustrasse genetisch bedingt IR prädisponiert das ihnen das Überleben in Kargheit sichert, unter unserem Futtermanagement bei meistens dazu noch wenig moderater Bewegung ins Krankhafte kippt.

Da Cushing auch häufig eine IR im Gepäck hat und das ECS längst keine Erkrankung alter Pferde mehr ist (meine Shettys haben denselben Vater und wurden 3 jährig EMS, ECS und IR positiv getestet) war es eine gut Entscheidung um im Rahmen der Ursachenforschung ein kombiniertes EMS/ECS Gesamtprofil zu beauftragen.
Das sollte nun auch wirklich klappen damit man am Ende Fakten hat an denen man das Gesamtmanagement erarbeiten kann.

Was für Hufeisen hat dein Isi denn jetzt drunter und seit wann?
Ist im Rahmen der aktuellen Hufrehe Diagnose denn eine Rehegerechte Hufzubereitung vorgenommen worden?
Bei Hufrehe ist das Beste die Eisen kommen runter, Huf rehegerecht zubereiten und solange der akute Schub anhält mittels Polsterverband die Hufe komfortabler machen und die Zehe aus der Last nehmen, also absolut freischwebend!!! zu stellen.

Spaziergänge so kurz nach dem Schub sind eine Gratwanderung auch wenn Bewegung bei metabolischer Ursache eigentlich wichtig ist.
DAS muß der Huf aber erstmal hergeben.

Solange das Pferd Schmerzmittel bekommt ist das absolut Tabu.
Erst bei Schmerzlosigkeit, abgesetztem Schmerzmittel und weder überwärmten Huf noch Pulsation kann mit tgl. Spaziergängen von 5-10 Minuten in Geradeausrichtung begonnen werden.
Dies kann, vorausgesetzt es gibt keine Rückschläge, (dann alles wieder auf Null) wöchentlich um die gleiche Minutenzahl gesteigert werden.

Wie kommt es das dein Isi noch immer zu dick ist wo er doch schon vor 5 Monaten einen Reheschub hatte der sicherlich schon rein optisch im Übergewicht begründet lag?
Wurde zu dem Zeitpunkt schon Ursachenforschung betrieben, Blut abgenommen, Röntgenbilder angefertigt?

Agrobs Kräutermüsli ist selbst in geringster Menge nichts für ein Rehelein!
Auch kleinste Mengen ungeeigneter Futtermittel unterhalten die zu hohe Blutglukose wie auch das Insulin das beides wissenschaftlich als Hufreheauslösend enttarnt wurde und sollten konsequent vermieden werden.
Selbst das Mineral muß einem EMS/IR entsprechend gewählt sein, hier wäre z.B. das AllergoVital geeignet.

Das dein Pferd auf Aspahlt besser unterwegs ist als auf unebenem Terrain erklärt sich durch den durch die Rehe geschwächten Hufbeinträger. Auf ebener Fläche verkantet sich der Huf innerhalb der Hornkapsel nicht.

*Es sollte jetzt konsequent die Heumenge abgewogen und einstündig gewaschen und in vielen kleinen Mahlzeiten in engmaschigen Netzen angeboten werden.

* Es sollten zeitnah aktuelle Röntgenbilder gemacht werden um danach die rehegerechte Hufzubereitung sowie einen möglichen Rehebeschlag/ Bekleb passgenau ausführen /aufbringen zu können.
Bitte die Hufe vor dem Röntgen markieren (dorsale Hufwand, also Hufrücken, Kronsaum und Strahlspitze) da das eine bessere Diagnose zulässt.
Nicht auf die heute gute digitale Qualität verweisen lassen sonder markieren!
Als sehr innovativ und in allen Erfordernissen die ein Rehehuf an die Unsterstüzung stellt inne habend hat sich der Reheduplo der als Bekleb verwendet werden und um Casthaken modifiziert werden kann etabliert (siehe im ABC meiner Signatur)

*Phenylbutazon an sich ist ein hocheffizientes, preiswertes Schmerzmittel/Entzündungshemmer, steht aber in Verdacht gerade bei Ponys Hufreheauslösend oder Hufreheunterhaltend zu sein.
Von daher sollte dringend mit dem beh. TA ein Wechsel auf z.B. Finadyne oder Metacam eröretert werden. Es wurde vielfach beobachtet das ein nicht enden wollender Schub danach Besserung zeigte.

*EMS/ECS Gesamtprofil beauftragen, was das enthalten muß und wie der Probenumgang zu erfolgen hat findest du ebenfalls im ABC meiner Signatur.

*Keine Spaziergänge oder anderweitige von dir forcierte Bewegung mehr, Pferd separieren in einem weich und tief eingestreuten Bereich mit z.B. Späne oder Sand. Dort kann es seine Hufe komfortabel stellen.

Bitte Körper und Hufbilder gemäß der Anleitung im ABC meiner Signatur anfertigen und uns diese hier einstellen.

Ich würde dich bitten wollen alle Fragen zu beantworten und auch dem Wunsch nach Huf und Körperbildern nachzukommen.
Nur so können wir uns ein Bild der Gesamtsituation machen und fachlichen Rat geben.
Bei den wenigen Angaben die wir jetzt haben ist dies leider nicht annähernd möglich und würde deinem Pferdchen und dir so gar nicht helfen.

_________________
LG Kathi
Hier gehts zum EMS- ECS- Hufrehe ABCBitte erstellt bei Cushingpferden einen ACTH sowie IR Verlauf als extra Thema mit Laborergebnissen (wenn vorhanden), der aktuellen Fütterung unter denen die Werte ermittelt wurden und aktualisiert diesen immer damit man darauf jederzeit Zugriff hat, Fragen gezielt beantworten und wertvolle Zeit für den Patienten wegen Rückfragen einsparen kann. Bild

Antons ECS Datenblatt--------Hermines ECS Datenblatt
Antons ECS-Tagebuch---------Hermines ECS-Tagebuch
Antons Diskussion-------------Hermines Diskussion
Antons
ACTH Verlauf----------Hermines ACTH Verlauf
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 Betreff des Beitrags: Re: Pulsation an einem Bein
BeitragVerfasst: 10.06.2019, 22:32 
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Lotti.Bjarki hat geschrieben:
Auf Cushing/Ems haben wir letzte Woche testen lassen, aber das Labor hat das Blut nicht abgeholt also morgen noch mal das gleiche. Laufen tut er relativ gut und Wendungen sind Ok.

Hat die Blutuntersuchung inzwischen geklappt und konnten Dir die Ergebnisse weiterhelfen?

Wie geht es Deinem Isi? Hat er noch Pulsation und das Klackern?
Könnte das klackernde Geräusch eventuell von der Bildung einer doppelten Sohle durch die Reheschübe kommen?? Trägt er einen Hufschutz, der auch für das Geräusch verantwortlich sein könnte?

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LG Gordo

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