Hufrehe ECS EMS Borreliose

Unabhängiges Hufrehe Forum um die Pferdekrankheiten Hufrehe, Metabolisches Syndrom, Cushing Syndrom, Borreliose und weiteren Erkrankungen vom Pferd, Pony, Esel und Muli
Aktuelle Zeit: 18.05.2012, 23:13

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 37 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Akuter Reheschub seit über 3 Wochen
BeitragVerfasst: 21.06.2011, 23:11 
Erst einmal ein liebes Hallo von einer Neuen. Ich heiße Yvi, bin 37 Jahre alt und habe eine nunmehr 12jährige Haflingerstute, seit sie Jährling ist.

Sie ist ein schlanker Typ, und ich habe immer darauf geachtet, dass sie nicht zu fett wird. Seit knapp 3 Jahren sind wir nun aber in einem Stall mit Vollweide im Sommerhalbjahr, ist ist dicker geworden, und vor 3 Wochen hatte sie leider ihren ersten und gleich sehr heftigen Reheschub. :-(

Nun bin ich verunsichert, weil wir sofort alle Maßnahmen ergriffen haben und sie immer noch nicht sichtbar besser läuft (m.E. eher im Gegenteil). Wenn es einfach seine Zeit dauert, ist es für mich okay, allerdings wird mir eigentlich immer gesagt, es muss besser werden, und wenn es das nicht tut, weiß auch keiner....

Fakt ist wohl, dass es ein untypischer Reheverlauf ist, da sind sich alle bisher Hinzugezogenen einig. Aber welche Rehe verläuft schon typisch?

Ich will versuchen, zusammenzutragen, was seitdem passiert ist.

1. Tag (Mo) typisch "rehe-lahm" von der Weide geholt, kam zwar mit, ließ sich aber ungewohnt ziehen, Wendungen fast unmöglich.
Sofort TA geholt.
Seitdem steht sie in der Box (nunmehr 3 Wochen) auf dicker, weicher Matratzenstreu.
Aderlass, Schmerzmittel/Blutverdünnung/Entzündungshemmer gespritzt
Verdacht auf EMS (bestätigt). Sofort strengste Diät (3x 1 Handvoll Heu vom Vorjahr, etwas Futterstroh, sonst nichts)
Seitdem sehr stark abgenommen

Hippopalazon verordnet, ab dem 2. Tag zweimal täglich verabreicht
Täglich 2x Hufe kühlen (nach 1 Woche noch 1x täglich mit Coldpacks aus dem Eisfach, seit nunmehr 3 Wochen)

Im Laufe der ersten Woche keine Besserung, Ende der Woche TA wieder, Blutuntersuchung (EMS bestätigt, sonst unauffällig)
Hufpolsterverbände an den Vorderhufen Fr-Mo, ohne Besserung

Nach einer Woche (Mo): TA-Kontrolle. Trotz Maximaldosierung (2x täglich 12 ml) Hippopalazon sehr schlechtes Laufen, beginnende Magenauffälligkeit = Runterdosierung auf 6 ml und Magentabletten für 3 Tage
Hufbeschlag mit Dallmer Klebeschuhen vom Spezialisten, Trachten etwas hochgestellt (nur mittlere Höhe, da meine Stute eh auf beiden Vorderhufen steil steht). Umgehende Besserung sollte eintreten - bis heute ausgeblieben.
Hufbeinabsenkung laut Schmied bereits am Kronrand fühlbar. RöBis laut TA noch zu früh.

Do der 2. Woche: TA wieder da, er meinte eine leichte Besserung in der Bewegung zu sehen, die ich aber nicht bestätigen kann. Laufen m.E. schlecht wie eh und je, allerdings erstmals einige freiwillige Schritte und "muntereres" Verhalten in der Box. Eisen/Erhöhung m.E. keine Verbesserung gebracht. Magen wieder ok, Schmerzmitteldosierung beibehalten (2x täglich 6 ml Hippo)

Nach 2 Wochen Telefonat mit TA - es müßte besser sein, ist es aber nicht. Ich soll sie jeden Tag ein paar Schritte führen, damit sie nicht "einrostet". Vorgegebene Strecke ist ca. 60-80 m lang. Sehr widerwilliges Stehen auf dem Putzplatz mit wechselseitigem Beineanheben während des wenige Minuten dauernden Boxenausmistens.

Anfang der 3. Woche Wechsel von Hippopalazon 2x 6 ml auf Metacam 1x für 400 kg (Stute wiegt schätzungsweise 460). Deutliche Entlastung für mich, nicht jedoch für den Geldbeutel.

Ist-Zustand seit 3 1/2 Wochen:
- Boxenruhe
- Schmerzmittel Metacam dosiert auf 400 kg für Hafi
- tägliches Kühlen
- geklebte Eisen/Trachtenerhöhung seit 2 Wochen
- strengste Diät bei wenig Futterstroh und 3x täglich 1 Handvoll Heu

Nach wie vor liegt sie sehr viel in der Box, auch wenn Trubel auf dem Hof ist. Laut Kolleginnen nicht mehr so viel und lange wie am Anfang, kann ich aber nicht bestätigen. Schmerzen merkt man ihr vom Verhalten in der Box nicht an, wirkt munter und relativ ausgeglichen. Stehen auf Beton (Putzplatz) nach wie vor sehr widerwillig mit ständigem "lüften" der Hufe, möchte lieber sofort zurück in die Box. Kurze Strecke Führen möglich, aber seit 3 Wochen relativ unverändert lahm auf beiden Vorderhufen - sehr fühliges, vorsichtiges Aufsetzen, regelrechtes Wegsacken bei Tritt auf Steinchen im tiefen Sand, offenbar sehr tagesformabhängig (heute vormittag z.B. laut TA halbwegs okay, heute Abend m.E. schlimmer als je zuvor).

Braucht sie einfach Zeit und ich Geduld, oder müßte nach 3 Wochen angesichts all der Maßnahmen eine deutliche Besserung eintreten? Nächster Versuch wäre, sie in einen weichen Außenpaddock zu stellen (ca. 4-5 m im Quadrat), ggf. sogar mit ruhigem Beipferd. Soll sie das Schmerzmittel weiter bekommen?

Ich habe sehr viel recherchiert, verschiedene TÄ zu rate gezogen und tu wirklich alles in meiner Macht stehende. Von Außenstehenden bekommt man viele Tipps mit fraglichem Erfolg und viel finanziellem Einsatz, der mir einfach nicht möglich ist. RöBis wären laut Aussage mehrerer TÄ auch nicht therapierelevant, man wüßte es dann nur genau...

Langsam bin ich sehr verzweifelt. Finanziell bin ich schon länger in einer schwierigen Situation. So schwierig, dass ich ernsthaft überlegt habe, meine geliebte Stute zu verkaufen, die ich von klein auf hatte und die den Großteil ihres Lebens bei mir hinterm Haus gelebt hat (natürlich pferdegerecht und nicht allein). Allein der Gedanke daran führte immer wieder zu Tränen. Dann hatte ich in einen preiswerteren Stall gewechselt und meine Arbeitsstunden aufgestockt, um sie behalten zu können. Damit bin ich als alleinerziehende Mutter aber nun am Limit. Nun habe ich ein krankes Pferd zuhause, das ich nicht mehr in gute Hände vermitteln kann und das mich jede Woche schier endlose Summen kostet. Ich habe höllische Angst, die Therapie irgendwann aufgeben zu müssen, einfach weil ich sie nicht mehr bezahlen kann.

Würde mich über Tipps sehr freuen...

Liebe Grüße

Yvi


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 07:43 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 17.05.2006, 00:00
Beiträge: 17783
Wohnort: Bünde
Hallo Yvi,
zunächst einmal ein Herzlichs Willkommen an dieser Stelle, auch wenn der Anlass unschön ist.

Ersteinmal ein bisschen vorweg und als Frage: Wie hat der TA EMS diagnostiziert.
Stelle bitte alle Blutwerte ein, die bekommst Du beim Ta.

Zum Management dazu: Bitte wiege das Heu ab, eine die Mengenangabe 1handvoll hat schon die abenteuerlichsten Ergebnisse ans Licht gebracht.
Dein Pferdchen sollte 1,5% gewaschenes Heu vom Zielkörpergewicht bekommen!
Ein Seitenbild sowie ein Bild vom Hals mit Nase auf dem Boden wäre sinnvoll.

Der Inhaltsstoff des 1. Schmerzmittels - Phenylbutazon- kann durchaus für den schweren Reheverlauf (mit) verantwortlich sein.
-->[urlhttp://www.hufrehe-forum.de/28362214nx18618/medikamente-erklaert-f55/phenylbutazon-equipalazonehippopalazonebutasan-ua-t172.html]Phenylbutazon[/url]
Auf die Frage warum es denn abgegeben wird vom TA: In den Fällen wo es vertragen wird ist es ein hochwirksames und preisgünstiges Medikament, aber eben wehe wenn nicht!

Kühlen solltest Du mehrmals täglich in Eiswasser oder mit Eiswürfelbeuteln für jeweils mind. 30 Minuten.

Ich nehme an dass ihr einen Klebebeschlag habt mit einem schlichten Eisen drunter?
Besser wäre auch da ein Foto.

Um das Hufbein zu unterstützen MUSS zwingend am Beschlag ein Steg angeschweißt sein (Lage nach dem RöBi) und zwingend eine orthopädische Einlage drunter.
Nur auf diese Art kann das Hufbein unterstützt werden.
Stell Dir vom Mechanismus her 2 ineinanderliegende Röhren vor. und am aüßeren Rohr einen etwas innen liegenden Mittelsteg.
Das ist quasi der Huf.
Mit einem solchen Steg rutscht das innere Rohr nur bis es da aufliegt, fehlt diese Unterstützung rutscht es bis auf den Boden.
Und genau dies passiert bei einer Hufrehe.
Die inneren Strukturen die das Hufbein halten sind instabil und sind nicht in der Lage das Hufbein zu halten.
Und bei Deinem Pferd merkst den Unterschied zwischen Box mit der Eistreu die einen kleinen Stützeffekt hat und hartem Boden wo alles frei schwebend in der Luft hängt.

Bei einem barhuf-Pferd stürtzt der Boden noch etwas, mit einem Klebebeschlag hängt quasi alles frei schwebend in der Luft.

Als weitere Kriterien für einen effektiven Rehebeschlag gilt:
Zhe des Beschlages offen zum besseren Abrollen, Hufbeinspitze im Beschlag muss frei liegen.

Dazu kannst hier einmal schauen: [urlhttp://www.hufrehe-forum.de/28362214nx18618/tagebuecher-f59/jetzt-ist-es-auch-bei-uns-soweit-t4221-s15.html]Tagebuch Tim / Loreal[/url]

LG Eddi

PS Leider sind die TA-Kosten nicht nur bei einer Hufrehe sehr hoch.
Allerdings werden häufig sehr viele Sachen unsinnig oder auch unsinnige Sachen gemacht.
Diesbzgl. können wir die bestens helfen dass das Nötige veranlasst wird und dann auch richtig gemacht wird.
Das ist leider nicht selbstverständlich.
Vielleicht magst Du uns (oder mir per mail: hufreheätarcor.de) mtteilen woher ihr kommt? Manchmal hat man dann das Glück einer vor-Ort-Hilfe.

_________________
Hufrehe
ECS Datenblatt
ECS Tagebuch Sputnik †12.12.2008

ECS Tagebuch Püppe
Diskussion Püppe

Bild
Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain).


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 08:59 
Offline

Registriert: 11.07.2010, 20:22
Beiträge: 4103
Hallo Yvi,

herzlich willkommen bei uns. Ein schönes Pferdchen hast Du :grin: Und ehrlich gesagt, finde ich es recht schlank..... das ist doch ein aktuelles Bild oder?

Eddi hat ja schon einiges geschrieben bzw. gefragt. Ich warte mal Deine Antworten ab.

Hey.... alles wird gut!!! :tröst:

Liebe Grüße
Gaby


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:04 
Herzlichsten Dank für die schnelle, ausführliche Antwort!

Ich muss jetzt leider zur Arbeit, wollte aber wenigstens kurz Danke und Bescheid sagen, dass ich später ausführlicher antworte...


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:14 
Auch an dich noch ein schnelles Danke, Gaby. Aber nein, leider ist das Foto nicht aktuell, das war nur der netten Vorstellung halber.

Hier die aktuellsten Fotos, ca. 2 Monate alt. Inzwischen ist sie aber viel dünner. Aber so sah sie ungefähr beim ersten Reheschub aus.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:21 
Offline
Globalmoderator
Benutzeravatar

Registriert: 12.12.2010, 09:47
Beiträge: 2118
Wohnort: Leer im sonnigen Ostfriesland
Hallo und herzlich willkommen hier :hallo:

Ein sehr nettes Pferdchen :2daumenhoch: erinnert mich sehr an meinen Blondschoft (wobei der nicht zum schlanken Haflingertyp gehört)...
Würdest Du uns dann ein aktuelles Bild einstellen?

Viele Grüße

Sandra

_________________
Fabians Hufrehetagebuch

Diskussion zum Tagebuch

KC`s Entwicklung

Wer später bremst ist länger schnell
Bild


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 
BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:25 
Offline
Globalmoderator
Benutzeravatar

Registriert: 01.11.2008, 22:46
Beiträge: 4846
Wohnort: Hochsauerland
Auch von mir ein herzliches Willkommen Yvi :hallo:

Auf den Bildern ist sie schon sehr kräftig. Ein aktuelles Bild würde mich auch interessieren....

_________________
Liebe Grüße Tina


*Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.*


Bild

Skessas Tagebuch
Diskussion zum Tagebuch


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 11:12 
Danke für eure netten Kommentare!
Leider konnte ich gestern die Bilder nicht machen, da es den ganzen Tag buchstäblich aus Eimern geschüttet hat.

EMS wurde durch Blutuntersuchung diagnostiziert. Blutwerte habe ich angefordert, da ich kein Fax habe, muss ich die Kopie nachher rausholen. Bezweifle allerdings hohe Aussagekraft, da die Blutuntersuchung nicht nüchtern erfolgte (also, der TA und ich hatten nichts gesoffen, aber Lonia hatte vorab nicht gehungert).

Wohnen tu ich bei Lüneburg - falls ihr da Spezis kennt...

Aufgrund eurer Tipps, die sich mit meinen anderweitigen Recherchen decken, werde ich künftig das Heu wiegen lassen und waschen. Da das in meinem derzeitigen Stall nicht möglich ist, wird das Pony übermorgen umziehen (mangelnden Einsatz kann man mir wohl nicht vorwerfen).

Habe gestern nochmals Gespräche mit verschiedenen außenstehenden Beobachtern geführt. Folgende Aussagen erschienen mir am wichtigsten:

- Sie läuft nicht besser als an dem Tag, als ich vor 3 1/2 Wochen Rehe feststellte und der TA notfallmäßig gleich kam
- sie scheint sich nicht mit den Eisen anfreunden zu können, ist sehr sehr sehr härteempfindlich

Nun wurde mir mehrfach geraten, die Eisen abzunehmen und durch Krankenhufschuhe zu ersetzen. Da sie ja nur auf den Dallmer-Klebeschuhen geschraubt sind, wäre das problemlos möglich. Die Frage ist, sollte das frisch geklebte (und sauteure) Dallmerzeug mit der Trachtenerhöhung draufbleiben und man macht nur Hufschuhe drüber? Dann wäre die Vorrichtung ja noch nutzbar, wenn auch der Versuch schief geht. Oder sollte man alles abmachen und die Erhöhung nur im Hufschuh machen? Eine Freundin hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht - sie hat die Schuhe zusätzlich mit Teppichstückchen gepolstert und gewässert, so dass der Huf laufend feucht-kühl steht.

Oder sollte man den bestehenden Hufschutz beibehalten und nur durch Steg/Einlage und Zehenfreiheit verbessern (das hat er nämlich alles nicht - ist nur die Trachtenerhöhung mit normalen Eisen drüber).

Ich persönlich frage mich auch, wieso das Pferd ein hartes Eisen unter die schmerzenden, härteempfindlichen Hufe bekommen soll...


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 11:21 
Offline
Globalmoderator
Benutzeravatar

Registriert: 01.11.2008, 22:46
Beiträge: 4846
Wohnort: Hochsauerland
Wenn du einen Beschlag mit Steg machen lassen willst, solltest du vorher RöBis machen lassen, damit der Schmied weiß, wo der Steg angebracht werden muss.
Auch wenn du mit Hufschuhen arbeitest, sollte das Hufbein unterstützt werden.

_________________
Liebe Grüße Tina


*Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.*


Bild

Skessas Tagebuch
Diskussion zum Tagebuch


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 13:37 
Vielen Dank, der TA kommt morgen zum Röntgen!
Irgendwas, was ich dabei beachten muss?


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 13:41 
Offline

Registriert: 11.07.2010, 20:22
Beiträge: 4103
Du solltest ihn auf jeden Fall an Markierungen erinnern, NICHT ohne Markierungen röntgen. Was hatte Dein Pferd vor der Blutabnahme gefressen?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 13:43 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: 17.05.2006, 00:00
Beiträge: 17783
Wohnort: Bünde
Die Härte des Eisens ist selten das Problem.
Aus allem was ich bereits erlebt habe sage ich ganz klar dass das allerwichtigste die Unterstützung von Unten ist. (zzgl. Bereich der Hufbeinspitze frei und gute Abrollmöglichkeit für den Huf)

Wenn Du Dir anschaust WAS im Huf passiert bei einer Hufrehe ist das ja auch völlig logisch.
Ein Barhuf hat zwar keine Unterstützung direkt, aufgrund des Hufmechanismus ist allerdings bei jedem Schritt ein kleiner Gegendruck da.
Und genau diese Unterstützung halte ich für immens wichtig weil ohne das Hufbein unter Umständen häufig nicht zur Ruhe kommt.
Fatal ist m.M. wenn ein Beschlag ohne Unterstützung unter ist, dann hängt das Hufbein frei schwebend in der Luft, zumindest mehr oder weniger.

Der Keil an sich sollte nicht zu lange dran bleiben, das ist eigentlich nur eine notfallmaßnahme in der allerersten Zeit.

Sicher kannst Du für Dich alles was an den Schalen ist einmal entfernen und es mit der orthopädischen Einlage probieren.
Dazu würde ich persönlich Panzertape zum Befestigen nehmen.
Wenn das klappt sollten die Schalen ganz ab und Du kannst die Einlage mit einem Hufschuh schützen, allerdings nicht mit den Krankenhufschuhen.
Bewährt haben sich die Paddockschuhe von easyboots.

Das kannst Du entweder durch einen korrekten Rehebeschlag erreichen der eine orthopädische Einlage hat.
Diese Einlage kannst Du auch selbst anfertigen und mittels eines Hufschuhes benutzen.
Das ist allerdings sehr aufwendig.

RöBis wären schon wichtig um die genaue Lage der Hufbeinspitze zu kennen um aufgrund dieses Wissens den Steg an passender Stelle anzubringen.
Allerdings brauchst dazu dann auch Fachleute vor Ort.
Sitzt der Steg etwas zu weit Vorne gibt es Druck auf die Hufbeinspitze.

LG Eddi

_________________
Hufrehe
ECS Datenblatt
ECS Tagebuch Sputnik †12.12.2008

ECS Tagebuch Püppe
Diskussion Püppe

Bild
Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain).


Nach oben
 Profil Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 20:37 
Lieben Dank nochmals für eure ausführlichen Antworten, vor allem dir, Eddi!

Also, wie gesagt kommt der TA morgen zum Röntgen. Auf die Markierungen achte ich natürlich!

Vor der Blutabnahme hatte sie etwas überjähriges Heu und evtl. etwas Stroh aus der Einstreu gefressen.

Krankenschuh war falsch ausgedrückt - ich meinte auch diese Paddockschuhe von Easy, die hat mir eine liebe Freundin (TÄ) auch empfohlen.

Inzwischen bin ich ziemlich gegen die Eisen - Pony läuft mindestens so schlimm wie am allerersten Tag, und das obwohl sie schon sehr abgenommen hat!

Hier nochmals eins der Bilder von vor 2 Monaten und dann von heute im direkten Vergleich. Dazu muss ich sagen, dass sie nach dem Longenbild sicher noch zugenommen hat, das war nämlich VOR Weidesaison!! Aber ein aktuelleres von vor der Rehe hab ich nicht.

Bilder vom Hals mit Nase auf dem Boden sind natürlich wunschgemäß auch dabei. Ich hoffe, sie sind okay.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 20:41 
Hier die Halsfotos:


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 20:43 
Und hier hab ich noch Fotos von der Klebeschuh-Eisen-Geschichte gemacht. Nach allem, was ich hier gelesen habe, wenig prall, oder!? Sieht das nach baldigem Durchbruch aus oder bilde ich mir das ein???


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 37 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Seit wie vielen Jahren haben eure Pferde schon Cushing?
Forum: Wir stellen uns vor
Autor: Cushing-Nora
Antworten: 1
Haferstroh einem Rehepferd füttern (akuter Schub)?
Forum: Heu, Stroh, Gras, Cobs,Heulage
Autor: Isilino
Antworten: 4
Fortgeschrittene Erkenntnisse über Borreliose
Forum: Borreliose: Fachartikel - Wissenswertes - Links
Autor: Eddi
Antworten: 0
Bitte um Hilfe - Reheschub
Forum: Hilfe-mein Pferd/Esel hat Rehe!
Autor: Sindy22
Antworten: 20
TV-Beitrag über Borreliose
Forum: Borreliose: Fachartikel - Wissenswertes - Links
Autor: Beate
Antworten: 0

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group



Hosted by iphpbb3.com

Impressum