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 Betreff des Beitrags: Empfehlung für zuckerarme Heucobs?
BeitragVerfasst: 07.10.2015, 14:00 
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Ich habe die letzten Tage sehr viel hier im Forum gelesen - falls meine Frage mit aktuellen Werten schon an anderer Stelle vorkam und ich es nur übersehen habe, bitte entschuldigen und verschieben...

Ich habe bis vor kurzem ca.3x/Woche 1-2 Schaufeln (nachgewogen: 1 Schaufel entspricht nur 125g Trockenmasse) Pre Alpin Senior unter den Brei meines Oldies (EMS mit IR, seit ein paar Tagen zusätzlich ECS diagnostiziert, zur Zeit ist er zu dünn) gemischt, in erster Linie wegen Geschmack und Volumen für seine Pülverchen. Da er wegen altersbedingt schlechter (und wegen EOTRH vieler gezogener) Zähne sein Heu nicht mehr gut kauen und verwerten kann, werde ich auf Anraten von TA und Zahnarzt speziell auf den Winter hin anfangen müssen, regelmäßig Heucobs (bzw. Häcksel wie das Pre Alpin Senior) zuzufüttern.

Bevor ich das Pre Alpin Senior vor ein paar Jahren zum ersten Mal gekauft habe, hatte ich mir ausführlich die Fruktanwerte verschiedener Sorten angeschaut; das Pre Alpin Senior lag bis letztes Jahr unter 2,5%, und ein weiterer Zuckerwert war gar nicht angegeben (und ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass der fehlt... :oops: ). Als ich die letzten Tage nochmal nach aktuellen Werten geschaut habe musste ich feststellen, dass der Hersteller den Fruktanwert dieses Jahr mit 4,67% und zusätzlich Zucker mit 9,5% angibt - muss ich für meine Überlegungen Fruktan und Zucker addieren? Das wäre dann ja schon echt heftig! Aber auch falls 9,5% der Gesamtwert wäre, finde ich das viel.

Ich habe viel im Netz gestöbert, und bei den meisten Heucobs ist überhaupt kein Fruktanwert angegeben, geschweige denn zusätzlicher Zucker.
Bei Semhof (wurde hier im Forum schon mal empfohlen) habe ich Heucobs mit nur 5,5% Zucker gefunden, bei Lexa sogar mir nur 3,5% - allerdings steht bei beiden nichts von Fruktan.

Hat jemand einen Tipp welche Heucobs wirklich zum Zufüttern geeignet sind?

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BeitragVerfasst: 07.10.2015, 15:35 
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DAS ist ja nun der Trick an der Sache!
Zitat:
/*
Die verschiedenen Zuckerarten sind Einfachzucker (z.B. Glukose), Fruktane und Stärke. Sie finden sich in der Heuanalyse als ESC (Einfachzucker + ku r zkettige Fruktane), WSC (ESC + langkettige Fruktane, also Einfachzucker + alle Fruktane) und Stärke. Da man nicht genau weiß welche Zuckerarten gefährlicher sind, rechnet man sie einfach zusammen, d.h. WSC + Stärke. Dieser Wert (NSC) sollte bei den o.g. Pferden optimalerweise unter 10% liegen

Damit ist die ansage eindeutig.
Da Dein Oldie ja nun Faser benötigt ist das eine Rechenoperation auf dem Papier:
Vertragen wird meist ein Zuckergehalt von unter 10% bei einer max. Futtermenge von 2% des Idealgewichtes.
Das wären dann für jeweils 100kg Pferd 2 kg Heu mit max.180Gramm Zucker

Mit dem Wissen kannst du versuchen die Heucobmenge zu errechnen und den Rest an Faser durch Rüschnis und Stroh zu ergänzen.

LG Eddi

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BeitragVerfasst: 07.10.2015, 19:23 
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Danke für die Info, da bin ich echt auf das Heucob-Marketing reingefallen...

Rüschnis fallen ja blöderweise weg, hat er die letzten 3 Jahre gekriegt bis er im Frühjahr Kotwasser bekommen hat. Erst nachdem ich noch monatelangem Rumpuzzeln und Suchen neben allen anderen potenziellen Auslösern die unmelassierten Rüschnis weggelassen habe, hat das Kotwasser schlagartig aufgehört :( Und Stroh dürfte auch nicht funktionieren wenn er schon sein Heu nur noch ungenügend kauen und verwerten kann.

Bleibt mir also nur weiter nach vertretbaren Heucobs zu suchen (oder zu testen, ob Rüschnis vielleicht doch irgendwann wieder vertragen werden).

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BeitragVerfasst: 07.10.2015, 19:45 
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Das wäre trotzdem einen Versuch wert mit Stroh, das hat eine andere Struktur.
effeins hat Strohmehl ins Futter getan als ihre Bande die zu kurz geschliffenen Zähne hatten.
Ich habe noch einmal eggersmann angeschrieben, die hatten damals auch gute werte und gaben bereitwillig auskunft.
Allerdings habe ich bzgl. des Wetters in diesem Jahr bedenken. Wir hatten halt sehr viele zu kalte Nächte.

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BeitragVerfasst: 07.10.2015, 20:39 
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Danke! Das mit dem Stroh werde ich probieren.
Die 3,5% Zucker bei Lexa sind wie ich gerade feststellen musste von einem nicht mehr aktuellen Datenblatt - aktuell liegen Zucker + Stärke bei 11,1% (und Fruktan ist nicht gesondert angegeben).
Morgen rufe ich bei Semhof an und frage dort genauer nach, ob in den 5,5%, die als "Gesamtzucker" genannt sind, tatsächlich auch Fruktan und Stärke einrechnet sind - das wäre ja dann ein toller Wert. Wenn ich allerdings sehe, wie hoch dieses Jahr generell der Zuckergehalt im Heu ist, mag ich noch nicht so recht daran glauben...

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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 07:31 
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Das ist vermutlich nicht der Fall, da der "Gesamtzucker" chemisch anders ist als Stärke und Fruktan.
Stärke liegt aber meistens unter 1%

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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 09:28 
Ich glaube da leider auch nicht dran. Fruktan wird da nicht mit eingerechnet sein.

Und Du hast Recht: die Zuckerwerte in diesem Jahr sind horrende hoch. Egal bei welcher Probe. Unglaublich. Aber die Pflanzen hatten im Frühjahr ja auch ziemlich viel Stress mit der langen Trockenheit.


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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 14:52 
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Eddi hat geschrieben:
Das ist vermutlich nicht der Fall, da der "Gesamtzucker" chemisch anders ist als Stärke und Fruktan.
Stärke liegt aber meistens unter 1%

Die Lufa gab auf Nachfrage einen durchschnittlichen Wert von 2% Stärke bei Heu an.

Jepp, Strohmehl hatte sich bei meinen Ponys wirklich hilfreich gezeigt in der eingeschränkten Fütterung wegen der Zähne.

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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 15:05 
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Habe gerade mit einer sehr netten Dame bei Holzner telefoniert, die mir allerdings sagte, dass sie Fruktan und Zucker gar nicht messen lassen - aber es wäre "nicht viel" und die Heucobs deshalb bei Stoffwechselstörungen auf jeden Fall geeignet... :roll:

Und bei Semhof habe ich telefonisch niemanden erreicht, aber auf meine Email-Anfrage gerade folgende Antwort erhalten: "Die 5,5 % Zucker beziehen sich auf den Gesamtzucker ohne Fruktan. Fruktan ist ein langkettiges Speicherkohlehydrat für Pflanzen. Dieses Fruktan geht beim Pferd also nicht in den Stoffwechsel in Form von Zucker ein. Es führt jedoch zu einer Dysbiose im Dickdarm, welche den Stoffwechsel belastet. Fruktan wird erst in der Pflanze vermehrt gebildet, wenn der Zucker eine gewisse Sättigung erreicht hat. Die Fruktanschwankungen sind nicht so stark ausgeprägt, wie es beim Zucker der Fall ist. Fruktan lassen wir nicht prüfen, da es eben nicht in den Stoffwechsel als Zucker eingeht. Stärke beträgt bei überständigem Heu vielleicht 0,5-1 %. Die Heucobs im Wachstumsstadium während der Blüte geerntet worden, also keine Stärkeausbildung (Mehlkörper in den Samen) zu dieser Zeit." :kinn:
Einen echten Gesamtzuckerwert bekomme ich dort also nicht, aber da der angegeben Zuckergehalt deutlich unter dem liegt, den ich bis jetzt bei anderen Herstellern gefunden habe, scheinen mir diese Cobs momentan das kleinste Übel zu sein. :weißnich:

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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 15:34 
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Wie ist das denn wenn man etwas mehr Wasser nimmt zum aufweichen und dann den Überschuß weggießt, so müsste man doch aus Heucobs Zucker nach einer Stunde auswaschen können, sicher geht auch teilweise ander Sachen verloren aber das ist ja beim Heuwaschen auch der Fall.

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BeitragVerfasst: 08.10.2015, 15:49 
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Als allererstes: glaube NIEMALS einem Hersteller/Verkäufer ohne Zahlen!!!!!

Es gab Beobachtungen, Schnulli????, dass bei der Verfütterung von muskelfit der Firma H. (muskelfit besteht aus Heucobs, Reiskleie,Leinkuchen und Bierhefe) sich die Blutwerte deutlich verschlechtert haben!

@Camarquepony: theoretisch ja, praktisch ist das sehr schwierig weil die meisten Heucob-Gräser sehr fein sind.
Gröber sind die von Agrobs, da könnte man versuchen mit viel Wasser einzuweichen und z.B. in einem Kopfkissenbezug abzugießen.
Und noch einmal:
Zitat:
Die verschiedenen Zuckerarten sind Einfachzucker (z.B. Glukose), Fruktane und Stärke. Sie finden sich in der Heuanalyse als ESC (Einfachzucker + ku r zkettige Fruktane), WSC (ESC + langkettige Fruktane, also Einfachzucker + alle Fruktane) und Stärke. Da man nicht genau weiß welche Zuckerarten gefährlicher sind, rechnet man sie einfach zusammen, d.h. WSC + Stärke. Dieser Wert (NSC) sollte bei den o.g. Pferden optimalerweise unter 10% liegen

Abgesehen davon kann man mittels Tierversuch bei gesunden Pferden mit Fruktan Hufrehe auslösen!
Soviel zu dieser AW oben :(

Liebe Grüße
Eddi

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BeitragVerfasst: 17.03.2018, 10:32 
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Ich hol das mal hoch, in der Cavallo (ich weiß, kein seriöses Blatt was Fütterung und Gesundheit angeht, aber meine Mutter kauft die immer und ich blättere sie dann halt durch) war diese Woche eine Vergleichsanalyse von Heucobs, die von Cavallo zum Testen (Heuanalyse) eingeschickt wurden.

Leider hatten die in der Ergebnistabelle bloß "Zucker" und "Fruktan" aufgeführt, ohne Angaben was genau mit "Zucker" jetzt gemeint ist (also ob das jetzt der NSC sein soll).

Da waren jedenfalls diese hier (PALATIN Glyx-Wiese Heucobs) mit einem sehr niedrigen Zucker und Fruktanwert rausgekommen (also der Wert von Zucker + Fruktan zusammen lag deutlich unter 10 %, ich glaub bei 7 oder 8% , ich glaub der Zuckergehalt war so bei 5 % und Fruktan bei 2-3%):

https://www.st-hippolyt.de/index.php/fa ... obs-detail

Kennt die jemand?

Ernüchternd: alle anderen Heucobsprodukte in dem Test waren beim Zucker alleine schon an oder über 10% und mit Fruktan dazu gerechnet alle deutlich drüber.

Wär mal ne Überlegung nen Sack zu kaufen und ihn selber testen zu lassen.
Wäre ja erfreulich wenn man sich bei dem Produkt auf das Glyx im Namen tatsächlich verlassen könnte.

Ich kann die Ergebnistabelle heut abend auch mal fotografieren.

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BeitragVerfasst: 17.03.2018, 11:38 
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Zum Thema Fruktan hat Dr. E. Kellon eine eigene Anschauung die ich auch für durchaus plausibel und überlegenswert halte, nachzulesen HIER unter dem Stichwort "Heu" und dort unter "es ist Zeit die Fructan Theorie zur Ruhe zu bringen".
Zitat:
Der einzige Zucker, der für ein IR-Pferd von Bedeutung ist, sind solche, die verdaut werden und einen Insulin-Spike verursachen können. Dies beschränkt sich auf die kurzkettige, eine oder zwei Zuckereinheiten, Zucker wie Glucose und Saccharose. Fruktan wird nicht verdaut oder anderweitig in einfachen Zucker zerlegt.
Wenn Sie das nächste Mal hören oder lesen, dass Fruktan die Ursache für Hufrehe ist, denken Sie bitte daran, dass dies eine Theorie war, die niemals bewiesen wurde. Der wahre Grund dafür, dass Ponys und Pferde mit IR / EMS anfällig für Hufrehe sind, ist der einfache Zucker- und Stärkegehalt im Gras.


Außerdem:
Was NSC Ihnen nicht sagt
Die Gruppe von Kohlenhydraten, die unter dem NSC-Label zusammengefasst ist, umfasst fast alle Nicht-Faser-Kohlenhydrate - solche, die eher aus Pflanzenzellinhalten stammen als aus zähen, faserigen Zellwänden. Sie sind im Allgemeinen leichter verdaulich und geben dem Pferd mehr Energie als die Ballaststoffkohlenhydrate, aber sie werden nicht alle im gleichen Teil des Gastrointestinaltraktes des Pferdes oder durch denselben Prozess verdaut. Somit beeinflussen sie den Blutzucker eines Pferdes und Magen-Darm-Gesundheit anders, und deshalb ist es wichtig, dass sie getrennt ausgewertet werden.
Sirois erklärt: "Nehmen wir an, eine Heuprobe hat 5% Einfachzucker + Stärke und 10% Fruktan mit einem NSC-Wert von 15%. Und Sie haben eine andere mit 10% Einfachzucker + Stärke und 5% Fruktan, die ebenfalls 15% NSC ist. Sie sind nicht dasselbe Heu, obwohl sie den gleichen NSC-Wert haben: Derjenige, der 10% Einfachzucker + Stärke enthält, könnte für das insulinresistente Pferd problematischer sein (weil einfache Zucker und Stärke, die hauptsächlich in Der Dünndarm verursacht eine stärkere glykämische oder Blutzuckerantwort als Fruktane. Das Heu, das 10% Fruktan enthält, könnte für ein Laminit-Pferd ein größeres Problem darstellen. " (Fruktane werden hauptsächlich im Dickdarm verdaut; große Dosen können dort die mikrobielle Population stören, was zu Koliken und / oder Laminitis führt. Einige Fructane werden tatsächlich in hohen Dosen verwendet, um in einigen Forschungssituationen Laminitis auszulösen.)
"Wenn man die Ration eines Pferdes nur anhand von NSC bewertet, erhält man nicht das ganze Bild", fasst er zusammen.


Ich persönlich lasse zwar auch meistens Fruktan mittesten, lege aber mehr Wert auf das Ergebnis des in der Analyse angegebenen Gesamtzuckers.

DIESE Heucobs haben lt. Analyse 4,7% Gesamtzucker auf die TS gerechnet was ich persönlich auch attraktiv wenig finde.
Da eine andere Charge mit mehr Gesamtzucker gerade Portofrei angeboten wird glaube ich auch den Angaben des Herstellers ausnahmeweise mal (Begründung warum weiter unten) , finde die Heucobs allerdings preislich seeehr weit oben angesiedelt.
Was ein krankes Pferd kostet ist zusätzlich zum Leid finanziell schnell mehr......

Meine Freundin füttert eigentlich ihrem Hustinettchen Heulage (die ist lt. Analalyse aber zu hoch im Gesamtzucker) und hat nun auf Grund eines Fesselträgerschadens bei ihrer Stute (Isländer) diese nicht mehr moderat bewegen können, Stütchen wurde zu dick und zack....Hufrehe :(
Da sie nun auf die Schnelle keine andere Heulage auftun konnte die ja jedes Mal auch erst auf Eignung getestet werden müßte hat sie vorübergehend die Bio Wiesencobs gefüttert, das Gewicht der Stute reduzierte sich kontinuierlich und auch der Insulinwert ist gesunken.
Für mich daher ein Zeichen das die Analyse wohl richtig sein muß.....

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BeitragVerfasst: 17.03.2018, 12:57 
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Ok, danke für den Tipp, die klingen auch gut.

Der Zuckerwert bei den Palatin Glyx Dingern war aber glaube ich ungefähr gleich (auch um die 5%), wobei es da keine Analyse vom Hersteller gibt, bloß diesen einen Test in der Cavallo.

Ich hab aktuell das Problem dass meine IR-Dame das zugekaufte Heu von unsrem SB nicht verträgt (die Heuernte war miserabel letztes Jahr und er hatte kaum Eigenes).
Ich schaffe es aber zeitlich/beruflich unter der Woche nicht so große Mengen Heu zu waschen wie nötig wären (und meine Mutter kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht) bzw. bei den -14 Grad vor wenigen Wochen ging es auch einfach generell nicht mehr...ich brauche irgendwas um in "Notzeiten" einzelne Mahlzeiten unter der Woche zu überbrücken/ersetzen/strecken.

Dass die ihre Chargen selber testen und dann noch die Praxiserfahrungen Deiner Freundin finde ich noch etwas vertrauenserweckender, vllt. bestelle ich davon also mal einen Probesack.

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BeitragVerfasst: 17.03.2018, 13:14 
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So hab mal einen Sack bestellt...finde das wirklich vorbildlich, dass die da Analyseergebnisse online haben und alles so genau angeben, sowas hab ich die letzten Tage verzweifelt gesucht. Heucobs sind zwar auch nicht meine erste Wahl, aber die Aufgabe gezielt zuckerarmes Heu zu kaufen finde ich noch schwieriger.

Das Nervige ist ja, dass meine Stute das eigene Heu von unsrem jetzigen Stall wirklich gut verträgt, aber jetzt die letzten 2 Jahre so eine schlechte Heuernte war :? Jetzt haben wir irgendein Bio-Heu aus der Eifel, das qualitativ/optisch/geruchlich wirklich top wirkt, aber wohl deutlich zu viel Zucker hat :-x Noch dazu ist es meist eher relativ fein und wird gewaschen schnell schlonzig, was dann auch noch ungern gefressen wird...könnte dieses Jahr echt die Krise kriegen.

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