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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 06.11.2018, 14:44 
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Sehr schade, ich hatte den Artikel tatsächlich so verstanden, dass es auch für Tiere interessant sein könnte und auf entsprechende Studien gehofft. Ich werde sicherlich nicht einfach ausprobieren ob es funktioniert. Dazu bin ich einfach zu froh, das es dem Opi (29) so gut geht. Ich würde nur gerne die Tablettendosis nicht noch weiter erhöhen. Angeblich ist bei 4 Tabletten auch die Höchstdosierung erreicht. Keine Ahnung. Hatte gehofft, etwas ergänzendes gefunden zu haben. Ich bin gespannt auf den nächsten Test...

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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 06.11.2018, 18:07 
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In USA gibt es Cushis die 5mg bekommen und ab da spricht man wohl offiziell auch von Hochdosis.

4mg täglich ist schon echt viel, sowohl für den Organismus als auch für den Geldbeutel des Besitzers :tröst: Von daher kann ich einmal mehr verstehen das nach möglichen Alternativen gesucht wird die es aber leider noch nicht gibt.

Da meine Cushis mit fast 11 Jahren noch jung sind werden sie vielleicht eines Tages von DIESER operativen Methode profitieren können.

Vielleicht magst du Tomtes Tagebuch mal um neuere ACTH Kontrollen und klinischen Erscheinungsbildern die eine Dosisanpassung erforderlich machten ergänzen.
Auch wäre interessant zu wissen wie er genau ernährt wird und ob die abendliche Tablettengabe mit Kraftfuttergaben erfolgt und wenn ja welche.
Schleimstoffe aus Hafer, Leinsaat, Flohsamen oder "bindende Substanzen" wie Zeolith, Moor usw. können nämlich die Wirkung des Prascend herabsetzen und somit eine Erklärung geben warum soviel Wirkstoff benötigt wird und trotzdem kein zufriedenstellendes ACTH im Ergebnis steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 07.11.2018, 08:35 
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Das mit dem Futter ist ein netter Ansatz. Eigentlich bekommt er die Tabletten aufgelöst in Wasser Abends vor dem Fressen über eine Spritze ins Maul. Wenn er auch nur einen Krümel Raufutter im Maul hat, spuckt er einen Teil wieder aus :( Ich habe aber keine bessere Methode gefunden.... Die Tabletten lassen sich als ganzes nicht verstecken und er merkt sofort, wenn ich sie pulverisiere und in sein absolutes Lieblingfutter unterrühre... Er hungert lieber, als etwas anzurühren, in dem auch nur kleine Mengen der Tabletten sind.
Ja, Tagebuch... das nehme ich mir immer vor und komme dann doch nicht mehr dazu. 3 Pferde versorgen neben einem Vollzeitjob ist schon zeitintensiv. Auf der Arbeit mal einen Post schreiben geht, aber die ganzen Daten zusammenzutragen schaffe ich irgendwie einfach nicht.
Ich werde es mir weiter vornehmen! Auf jeden Fall kann ich die aktuellen Werte reinstellen, sobald ich die Ergebnisse der Blutproben habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 01.01.2021, 12:47 
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BI lizenziert Silibinin zur Behandlung von Morbus Cushing
Wirkstoff soll in klinischen Studien getestet werden

https://www.psych.mpg.de/2379611/pm-180 ... nin-stalla

12. JULI 2018
Das pharmazeutische Unternehmen IBI (Istituto Biochimico Italiano Giovanni Lorenzini SpA) hat von Max-Planck-Innovation eine Lizenz für die Verwendung von Silibinin zur Behandlung von Morbus Cushing erhalten. Basierend auf Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie will IBI nun eine nicht-invasive Behandlungsstrategie entwickeln, die künftig herkömmliche Verfahren wie Hirn-Operationen ersetzen soll. IBI plant eine präklinische Studie und reicht einen Orphan Drug Zulassungsantrag für seltene Erkrankungen ein.


Morbus Cushing ist eine seltene, hormonelle Erkrankung, die durch einen Tumor in der Hirnanhangsdrüse verursacht wird. Die Lebensqualität von Patienten, die unter der Krankheit leiden, ist stark beeinträchtigt und die bislang einzigen erfolgreichen Behandlungsmethoden bestehen in der operativen Entfernung der Hirnanhangsdrüse oder in der Einnahme von Medikamenten mit starken Nebenwirkungen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie um Günter Stalla and Marcelo Paez-Pereda und dem Helmholtz Zentrum München haben entdeckt, dass Silibinin zur Behandlung von Morbus Cushing verwendet werden kann. Der Wirkstoff wird bisher zur effektiven Behandlung von Leber- und Knollenblätterpilzvergiftungen eingesetzt, ist für den Menschen ausgesprochen gut verträglich und hat keine nennenswerten Nebenwirkungen.

Das Tumorgewebe in der Hirnanhangsdrüse produziert große Mengen des Stresshormons Adrenocorticotropin (ACTH), was wiederum zur Freisetzung von Cortisol führt – mit schwerwiegenden Folgen. Übermäßig viel Cortisol verursacht schnelle Gewichtszunahme, erhöhten Blutdruck und Muskelschwäche. Darüber hinaus haben Morbus Cushing Patienten ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und Infektionskrankheiten und können kognitive Defizite oder sogar Depressionen entwickeln. Ausgehend von diesem Wissen wurden am Institut weitere Untersuchungen vorgenommen. So haben sich die Forscher zum Ziel gesetzt den Mechanismus zu finden, der für diese Überproduktion verantwortlich ist, und Wege zu entdecken, diesen Prozess zu unterbinden. Die Wissenschaftler haben in ihren Experimenten im Tumorgewebe von Patienten mit Morbus Cushing enorm viel Hitzeschockprotein 90 (HSP90) gefunden. Wenn es in normalen Mengen vorhanden ist, unterstützt HSP90 die richtige Faltung eines anderen Proteins, des Glukokortikoidrezeptors. Dieses wiederum hemmt die Produktion von ACTH. Da sich im Tumorgewebe viel zu viel HSP90 befindet, bleibt es am Glukokortikoidrezeptor kleben und hindert diesen an der Freisetzung seiner aktiven Struktur und der Erfüllung seiner biologischen Aufgaben. In einem nächsten Schritt haben die Forscher herausgefunden, dass ein bekannter Wirkstoff namens Silibinin an HSP90 bindet und somit der Glokokortikoidrezeptor wieder freigesetzt wird und seine eigentliche Funktion ausüben kann. Nach der Behandlung mit Silibinin haben die Tumorzellen wieder die normale ACTH Produktion aufgenommen, das Tumorwachstum hat sich verringert und die für Morbus Cushing typischen Symptome verschwanden. Mit der Verwendung von Silibinin, einem pflanzlichen Wirkstoff aus dem Samen der Mariendistel, als HSP90-Inhibitor, haben die Wissenschaftler eine nicht-invasive Behandlungsmethode für Morbus Cushing entdeckt, die im Fachmagazin Nature Medicine (Ausgabe 21, Nummer 3, März 2015) veröffentlicht wurde. Im Jahr 2013 haben die Max-Planck-Wissenschaftler gemeinsam mit der Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation ein Patent eingereicht und in den USA und Europa weiterverfolgt. Das in den USA bereits erteilte Patent umfasst eine Gruppe von synthetischen und natürlichen Wirkstoffen einschließlich Silibinin, die zur Bekämpfung von Tumoren der Hirnanhangsdrüse verwendet werden können.

IBI hat eine hochkonzentrierte und aufgereinigte Form von Silibinin entwickelt. Das Unternehmen, das auf eine hundertjährige Geschichte im Pharmabereich zurückblicken kann, plant nun die Durchführung klinischer Studien mit einem Konsortium erfahrener Wissenschaftler sowie die schnelle Markteinführung, um die Behandlung dieser seltenen und schweren Krankheit zu ermöglichen. „IBI ist der ideale Partner für diese neue Technologie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie. Das Unternehmen hat langjährige Erfahrung in der Entwicklung neuer therapeutischer Anwendungen und verfügt über ein weltweites Produktions- und Vertriebsnetzwerk. Darüber hinaus hat IBI Erfahrung dabei, innovative Produkte in die Klinik zu überführen und ist somit ein starker Partner für die Entwicklung einer neuen, nicht-invasiven Behandlungsoption für Patienten mit Morbus Cushing. Wir freuen uns sehr, IBI als Partner zur Verbesserung der Behandlung der seltenen Erkrankung Morbus Cushing gewonnen zu haben“, so Doris Maugg, Patent- und Lizenzmanagerin bei Max-Planck-Innovation.

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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 02.01.2021, 09:02 
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Sehr interessant! Leider verstehe ich die genauen Zusammenhänge beim equiden cushing trotz wiederholtem Lesen nur oberflächlich und kann daher nicht einschätzen, ob Morbus Cushing beim Menschen ähnlich ausgelöst wird. Es wird ja auch noch dauern, bis Ergebnisse vorliegen und diese auf Tiere übertragen werden können. Aber eure Berichte über Verbesserungen durch eine Kur mit Mariendistelsamen gehen natürich genau in diese Richtung. Nun überlege ich, ob das auch eine sinnvolle Kur für ECS-Pferde sein kann, die gut eingestellt sind und nicht im Hochdosisbereich liegen. Kann man durch ein Ausprobieren Probleme erzeugen?

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Viele Grüße
Gordo

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 Betreff des Beitrags: Re: Silibinin
BeitragVerfasst: 02.01.2021, 10:38 
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Eine jährliche 6 wöchige Mariendistelkur macht durchaus Sinn und schadet in keinem Fall.

Dauerhaft sollte aber auf Phytopharmaka verzichtet werden.

Soweit ich weiß kann man man mit einem deutlichen Zuviel allenfalls Bauchgrummeln und/oder Durchfall auslösen, allerdings will man das ja auch nicht bei seinem Pferd riskieren.
Von daher sollte MD in vernünftigem, therapeutischem Maß eingesetzt werden.

Einen signifikanten Einfluss auf das ECS bzw. das ACTH kann man damit wohl eher nicht ausüben denn es wird ja die Wirksamkeit vom Silibinin diskutiert das dann aus den Samen extrahiert und und moderat verabreicht würde.

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